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"Sexismus": Kritik an Hirter-Werbung

28.07.2010 | 19:46 |   (DiePresse.com)

Die SPÖ-Frauen attackieren die Kärntner Bierfirma Hirter wegen eines sexistischen Plakats und eines Werbespots für einfache Gemüter. Im Internet gibt es nun einen Musterbrief gegen sexistische Werbung. Mit Video

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Wiens Frauenstadträtin Sandra Frauenberger (SPÖ) zieht in den Kampf gegen sexistische Werbung. "Da die Selbstkontrolle der Werbewirtschaft in Sachen Sexismus nicht ausreichend ist, wird Wien hier eine Vorreiterrolle einnehmen", kündigte die Politikerin an. Sie stellt deshalb zwei Musterbriefe zum Download bereit, die Interessierte an betroffene Unternehmen bzw. den Werberat senden können.

"Ich beanstande die unten beschriebene Werbemaßnahme, da sie meiner Ansicht nach frauendiskriminierend bzw. sexistisch ist. Sie widerspricht sowohl den Menschenrechten von Frauen als auch den Bestimmungen des Selbstbeschränkungskodex des Österreichischen Werberats", heißt es im Musterbrief: "Das dadurch vermittelte Frauenbild hat verheerende Auswirkungen auf die gesamte Gesellschaft und verletzt mich in meiner persönlichen Würde."

Die SPÖ-Frauen nehmen sich die Angelegenheit bereits zu Herzen. Nicole Krotsch, Frauensekretärin der Wiener Sozialdemokraten, hat im Namen ihrer Gruppe der Brauerei Hirter einen Protestbrief geschrieben. Anlassfall ist die aktuelle Plakatkampagne der Kärntner unter dem Titel "Hirter Fasstypen": Hierbei bedecken drei Frauen ihren nackten Oberkörper nur spärlich mit der einen Hand, während sie in der anderen ein Bier halten. Auch ein Werbespot für sehr einfache Gemüter sorgt für Aufregung (siehe unten).

Das Video

Derzeit gebe es wegen der fehlenden bundesgesetzlichen Regelung nur die Möglichkeit, nach dem Wiener Jugendschutzgesetz Anzeige zu erstatten, so Frauenberger. Im Falle, dass mit Werbesujets Inhalte vermittelt würden, die junge Menschen in ihrer Entwicklung gefährden, könne eine Geldstrafe von bis zu 15.000 Euro verhängt werden. "Eine bundesweite Regelung zur Eindämmung sexistischer Werbung und dazugehörige Sanktionen wäre aber wünschenswert", unterstrich Frauenberger. Diese könne beispielsweise im Gleichbehandlungsgesetz verankert werden.

FPÖ: "Keine Aufregung bei Cola Light-Mann"

Eine Werbung sei schließlich nicht nur dann sexistisch, wenn mit nackten Frauenkörpern ein Produkt verkauft werden solle. Dies gelte auch dann, wenn Frauen abwertend oder sexualisiert dargestellt oder auf stereotype Rollen reduziert würden. Dieser Bilderflut seien Kinder tagtäglich ausgesetzt. "Sexistische Werbung ist daher keine Angelegenheit des persönlichen Geschmacks oder der Ästhetik, sondern hat Auswirkungen auf die gesamte Gesellschaft", konstatierte Frauenberger."Es ist höchst an der Zeit", kam von der grünen Frauensprecherin Monika Vana Zustimmung zu den Aussagen Frauenbergers. FPÖ-Generalsekretär Hans-Jörg Jenewein erinnerte hingegen an eine legendäre männliche Werbefigur, wegen der keine Kampagne gestartet worden sei.

"Riegel vorschieben"

"Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, dass die Feministenabteilung innerhalb der Wiener SPÖ bei der seinerzeitigen Werbung eines multinationalen Erfrischungsgetränkeherstellers, der als 'Coke-Light-Man' Ende der 1990er Jahre Geschichte geschrieben hatte, keinen Mucks von sich gab", so Jenewein. Dies sei vermutlich ausgeblieben, weil es sich dabei ja "nur" um einen Mann gehandelt habe. Insofern dokumentiere Frauenbergers aufgesetzte Aufregung die inhaltliche Leere der SPÖ, so Jenewein.

Die Grüne Vana hingegen konstatierte: "Sexistische Werbung nimmt leider wieder zu, es werden verstärkt Frauenkörper in der Werbung eingesetzt. Dieser Entwicklung muss ein Riegel vorgeschoben werden." Ein verbindlicher Verhaltenskodex in Bezug auf Werbung könne hier Abhilfe schaffen.

 

(APA)

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314 Kommentare
 
1 2 3 4 5 6 7
Gast: predator36
30.06.2011 16:23
0 0

Einseitig

Sexismus gegen MÄNNER ist heutzutage so normal das es nicht einmahl auffällt !!!

In den Fernsehsendungen gibt es nur drei Rollen für den Mann: Vergewaltiger, Trottel, oder Brutalo.
Und es ist absolout VERBOTEN, das ein Mann in irgend etwas besser ist als eine Frau.

Wenn ihr Frauen denkt das ihr emanzipiert seid,
DANN LASST UNS MÄNNER IN FRIEDEN !!!!!!!!!!

Gast: Zeitloser Frühling
04.08.2010 22:25
0 0

Kampf gegen die Freude

"es werden verstärkt Frauenkörper in der Werbung eingesetzt."

Ja, weil sie einfach Freude machen. Ich habe noch keine normale Frau erlebt, die damit Probleme gehabt hätte.

"Dieser Entwicklung muss ein Riegel vorgeschoben werden"

Na, die Freude war noch nie Sache der verklemmten Roten und Grünen.

Gast: Gast
04.08.2010 10:52
0 0

Überzogen

Zunächst mal möchte ich sagen, das ich das Theater um diese Werbung für überzogen halte. Diese Werbung ist nicht sexistischer als viele andere Werbungen, mit denen wir täglich konfrontiert sind.
Aber ich finde es nicht gut, dass alle, die eine andere Meinung dazu haben und Kritik üben entweder als unbefriedigt oder neidisch auf die Plakatmodels hingestellt werden.
Diese Argumente halte ich für sehr schwach.

Gast: Gast 0308
03.08.2010 19:15
0 0

Wunderbar!

Ich danke für den Hinweis! Ich mußte nach dem Plakat erst googeln, da es mir bisher noch gar nicht untergekommen ist.

Die augenzwinkernde Umsetzung der sprichwörtlichen „kühlen Blonden“ (als die ein Krügel Helles nun einmal gerne bezeichnet wird) gemeinsam mit ihren dunkleren Schwestern ist ein genialer Wurf. Dieses Plakat ist nicht sexistischer als Anna Netrebkos Mineralwasserwerbung. Somit ist die ganze Hysterie lächerlich.

Ich frage mich ernstlich, ob die Frau Stadtrat auch dann von wegen Sexismus zu zetern begonnen hätte, wären die Models keine keuschen Damen, die jedem Klosterinternat Ehre machen würden, sondern kernige Kerls mit rasierter Brust und hartem Sixpack-Bauch gewesen…

Gratulation an Hirter Bier – und vergeßt einfach die künstliche Aufregung! Bleibt Eurer Qualität als führendes österreichisches Bier weiterhin in jeder Hinsicht treu!

pivo1
03.08.2010 17:35
0 0

Was der Kunst erlaubt ist wäre der Werbung verwehrt...?

Hirter Werbung...sinnlich, angenehm anzuschauen, anmutig, schön...einfach ein Blickfang an dem nichts auszusetzen ist, sonst müßte man alle unbekleideten und leicht gewandeten weiblichen Statuen sofort einwickeln und verhüllen.

Gast: myphoenix
02.08.2010 11:22
0 0

Werbung sexistisch?

Es gibt nix, wo nicht ein Haar in der Suppe gefunden wird. Dass sich die "fesche Sandra" aufregt, ist kein Wunder. Ist sie doch von den Schönheiten weit entfernt...

Es gibt viele Gruppierugnen, die regen sich um des Aufregens willen auf und LEBEN GANZ GUT DAVON durch die verschiedensten "staatlichen" Zuwendungen.

Was, wenn dort Burkini-Mädchen prangerten?

Ausserdem: Das Hirter Bier ist und bleibt das BESTE BIER in Österreich...

Antworten Gast: sandra M
03.08.2010 15:15
0 0

Re: Werbung sexistisch?

no, no, no....wer sich zu DEM aufregt... hat offenbar keine anderen Sorgen....
und zur Passage "...Das dadurch vermittelte Frauenbild hat verheerende Auswirkungen auf die gesamte Gesellschaft und verletzt mich in meiner persönlichen Würde." könnte ich genausogut zu der - eben von diesen "kritischen Kreisen" geförderten GLEICHGESCHLECHTLICHEN (schwulen) Werbung sagen...Es wundert mich dass sie nichts zur Bereichterstattung über die salzburger Lulu sagen... oder war das Lassnigg-Plakat einer Frau mit gespreizten Beinen wirklich Kunst (die in den öffentlichen Raum getragen werden mußte ? Die Kritikerinnen sollten ihren Freud befragen, ob der nicht deswegen bei ihnen durchschlägt, weil ihr Freund es eben.... grins!
Hirter machte eben lustige Werbung (sehe mir den Jungbauernkalender ja auch gern an, wie auch H.Newtons ehemalige Baumaxwerbung... ) Frage seid ihr schon wirklich so sauertöpfisch, wie die von manchen eurer Vertreterinnen getragene Sackkleidermode ? Etwas mehr Liberalität wäre im 21 Jh angebracht !

Gast: Franzi-Wien-2010
31.07.2010 22:53
1 1

ich wählt zwar bzö aber

Ich würd ma wünschen der Bürgermeister in Wien wird der Hirter-Werbe Typ. Das Video ist einfach nur geil =). Der sollte unser Bürgermeister sein.
Der oder die Videomacher versteht es zu provozieren. Und wenigstens bringt das gute Stimmung ;).

Expression
31.07.2010 19:51
2 2

Die Eifersucht der Proletarierfrauen

dürfte der hauptsächlichle Beweggrund dafür sein, sowie die Angst vor dem Vergleich.

enzo
31.07.2010 15:28
3 0

SPÖ

Oder wo die Unfähigkeit Programm geworden ist !! Der Kreisky hätte solche Trolle/innen die Heute in der Poltik sind zu Teufel gejagt !!!

Gast: markusssss
30.07.2010 16:58
4 1

welch wunder

die spö frauen sind eifersüchtig bei dem aussehen welch wunder.

Gast: Gast
30.07.2010 13:57
2 0

Wirklich kranke Bierwerbung

Wenn die Hirter Werbung sexistisch ist, was ist dann bitte das ???
http://www.youtube.com/watch?v=0vUXwvy6BE0

2 0

Re: Wirklich kranke Bierwerbung

Lebensfreude - etwas, das die Frustweiber nicht kennen ...

Antworten Gast: markusssss
30.07.2010 16:56
0 0

Re: Wirklich kranke Bierwerbung

das ist eine geile werbung.

Gast: sid
30.07.2010 10:14
1 0

unglaublich

unglaublich was man in eine plakat hineininterpretieren kann. für mich sind es drei frauen mit verschiedenen haarfarben welche drei verschiedenfarbige biere anpreisen.

frau frauenberger sollte sich besser um die verkleidung und verschleierung der nicht integrationswilligen kümmern.

Gast: Jaromir D.B. Nemec
30.07.2010 09:25
0 0

Hände weg von

Erstaunlich, wie einfach ist es heute ein Kunstwerk durch Sexismusvorwürfe zu diskreditieren. Das Plakat überträgt auf geniale Weise die kritische Situation, die letztlich zur Ausbruch des Trojanischen Krieges geführt hat in unsere Vergangenheit. Hier über Restriktionen der Webebranche zu reden ist genauso naiv, wie argumentieren, wären schon damals strengere Regeln, wäre dieser Krieg vermeidbar.
Das Argument, daß der moderne Paris nicht im Bild zu sehen ist, ist nicht tragend; er stehr *vor* dem Plakat.
Zugegebener Maße das beiliegende Video verfehlt die antike Dimension.

Antworten Gast: Jara3
30.07.2010 10:23
0 0

Re: Hände weg von Urteil des Bieris

Überschrifz wurde abgeschnitten:

Hände weg von Urteil des Bieris

Antworten Antworten Gast: EinGangLion
30.07.2010 16:31
0 0

Hochachtung

Die Parallelen zu Paris und seiner "Qual der Wahl" habe ich noch nicht gesehen. - Wahrscheinlich weil ich (wie von den SPÖ-KollegInnen befürchtet) es darauf abgesehen habe, die Menschenwürde der Frau herabzuwürdigen.
Sie bringen aber Licht in meind dunkles Wesen, danke!


Gast: 0560
30.07.2010 08:53
0 0

Wer keine Sorgen hat,

macht sich halt welche ..
Auf Steuerzahlerkosten läuft das besonders gut.

7 0

wie wär's zur Abwechslung mal mit arbeiten, Frau Integrationsstadträtin ?

In Wien gibt es viele Schulklassen mit einem Anteil ausländischer Kinder von über 90 %, von denen viele die deutsche Sprache nicht oder kaum beherrschen (siehe den Presse-Artikel aus 2008 (!!!): '24 Volksschulen haben Ausländeranteil über 90 Prozent' - in Wien sind es 21 Volksschulen). Diese Probleme sind auf die völlig verfehlte Integrationspolitik der SPÖ zurückzuführen. Anstatt aber jetzt angesichts der gravierenden Probleme endlich zu handeln, beschäftigt sich die SPÖ-Integrationsstadträtin mit Werbeplakaten. Werbeplakate, die vielleicht ein wenig dümmlich, aber wohl kaum sexistisch sind - außer für SPÖ- und Grüne-SittenwächterInnen.

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wie wär's zur Abwechslung mal mit arbeiten, Frau Integrationsstadträtin ?

In Wien gibt es viele Schulklassen mit einem Anteil ausländischer Kinder von über 90 %, von denen viele die deutsche Sprache nicht oder kaum beherrschen (siehe den Presse-Artikel aus 2008 (!!!): '24 Volksschulen haben Ausländeranteil über 90 Prozent' - in Wien sind es 21 Volksschulen). Diese Probleme sind auf die völlig verfehlte Integrationspolitik der SPÖ zurückzuführen. Anstatt aber jetzt angesichts der gravierenden Probleme endlich zu handeln, beschäftigt sich die SPÖ-Integrationsstadträtin mit Werbeplakaten. Werbeplakate, die vielleicht ein wenig dümmlich, aber wohl kaum sexistisch sind - außer für SPÖ- und Grüne-SittenwächterInnen.

ichmeine
30.07.2010 07:45
3 0

keine Angst, werte SPÖ-Frauen,

beim Anblick der - zugegebenermaßen schlichten Werbung - mögen "böse" Gedanken aufkeimen;

aber ganz sicher: kein einziger beinhaltet euch in einem Atemzug mit Sex.

Wären euch Freigeister und Toleranzapostolinnen bekopftuchte Gesichter lieber (natürlich nur mit Bier mit 0,0 Promille)?
Eurem obersten Sittenwächter sicher. dafür hätte der Türkenmichel wieder ein Problem mit den 0,0 Promille.


Gast: gast
29.07.2010 18:59
3 0

Na dann sollens halt...

... noch 3 nackte Männer mit aufs Plakat rauf geben, dann is nimmer gar so arg viel frauenfeindlich.

realize
29.07.2010 16:26
5 0

presse

schön langsam frag ich mich was aus der qualitätszeitung geworden ist. dieses krankhafte thema ist toll genug, um zweimal hintereinander einen großen artikel in der presse herzugeben. von den vielen "hackler"pensionisten werden wir morgen sicher nichts mehr lesen. ach ja , die zogajs hab ich vergessen, ein 365tagesthema. bravo so stell ich mir medien vor.

Antworten fireone
30.07.2010 18:25
0 0

Re: presse

Und bitte die Kampusch nicht vergessen.

Gast: Dr. Rauch
29.07.2010 16:17
5 0

Gruß aus Kärnten..

...nicht nur die Marketingabteilung von Hirter wird von zwei Frauen geleitet, Hirter selbst gehört zwei Frauen. Alle vier verstehen offenbar mehr von ihrem Geschäft als die Wiener Stadträtin. Nur peinlich!

 
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