26.05.2012 21:34 | Meine Presse Merkliste 0

Die Beschäftigung steigt wie in der Hochkonjunktur

01.08.2010 | 18:41 |   (Die Presse)

Seit März geht in Österreich die Zahl jener, die einen Job suchen, zurück – und zwar Monat für Monat stärker. Im Juli sank sie um neun Prozent gegenüber dem Juli des Vorjahres, auf knapp 212.000 Personen.

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Wien (gau). Damit hatte niemand gerechnet: Wenn es so weitergeht, dürfte die Zahl der Arbeitslosen im Jahresschnitt nicht wachsen, sondern sinken. Seit März geht in Österreich die Zahl jener, die einen Job suchen, zurück – und zwar Monat für Monat stärker. Im Juli sank sie um neun Prozent gegenüber dem Juli des Vorjahres, auf knapp 212.000 Personen. Nach der nationalen Definition sank die Arbeitslosenquote damit um 0,6 Punkte auf 5,7 Prozent.

Was aber relevanter ist: Zum zweiten Mal in Folge geht die Arbeitslosigkeit auch dann zurück, wenn man die Schulungsteilnehmer dazuzählt. Weil sich mehr Menschen in Schulungen befinden, ist der Rückgang auf dieser Basis geringer, liegt aber immerhin bei fünf Prozent. Bei den Sektoren stechen Metall- und Elektroberufe heraus, bei denen die Arbeitslosigkeit sogar um 28Prozent zurückging. Bei den Bundesländern gibt es große Unterschiede. Spitzenreiter sind Salzburg und Steiermark, das Schlusslicht bildet Wien. Die Zahl der offenen Stellen ist um 30 Prozent auf über 35.000 gestiegen.

Die Aktivbeschäftigung ist nach Schätzung des Arbeitsministeriums um 48.000 gewachsen. Das ist der kräftigste Anstieg seit den Zeiten der Hochkonjunktur – für Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) der Beweis dafür, dass „sich die Betriebe dem Strukturwandel gestellt haben“.

 

Keine Entwarnung

Woher aber kommt das unverhoffte „Jobwunder“, wo doch die Wachstumsraten der Volkswirtschaft bisher so verhalten geblieben sind wie befürchtet? AMS-Chef Herbert Buchinger geht davon aus, dass sich immer noch viele Personen, die sich sonst in Aufschwungphasen auf den Arbeitsmarkt wagen, aus Skepsis über die Zukunft zurückhalten. Dabei geht es vor allem um Studenten und Hausfrauen. Die weiterhin ungewisse Situation färbt auch auf die Unternehmen ab: Sie nehmen zwar neue Mitarbeiter auf, aber vor allem Leiharbeiter und Teilzeitkräfte.

Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) will deshalb auch keine Entwarnung geben: „Wir haben auf dem Arbeitsmarkt nach wie vor mit den Auswirkungen der Krise zu kämpfen.“ Immer noch sind weit mehr Menschen arbeitslos als vor der Krise – und zwar über 54.000 im Vergleich zum Juli 2008. AK-Präsident Herbert Tumpel will sich der Euphorie erst recht nicht anschließen: „Das ist ein gutes Zeichen, aber mehr nicht.“

Erst am Freitag hatte die EU-Statistikbehörde Eurostat hierzulande für patriotischen Jubel gesorgt: Österreich ist auf der Basis der Juni-Zahlen das EU-Land mit der geringsten Arbeitslosigkeit. Der Wermutstropfen dabei ist die sehr niedrige Beschäftigungsquote Älterer. In dieser Disziplin liegt Österreich weit abgeschlagen auf Platz 18 von 27. Grund dafür ist die hohe Zahl an Frühpensionen.

Dass die Alpenrepublik bei der allgemeinen Beschäftigungsquote dennoch auf dem guten vierten Platz liegt, verdankt sie dem Umstand, dass immer noch der größte Teil der Jungen eine Beschäftigung sucht und findet. AK-Tumpel weist darauf hin, dass dies nicht so bleiben muss: Er erinnert an 150.000 Jugendliche, die „keinen oder nur einen Pflichtschulabschluss oder ihre Berufsausbildung abgebrochen haben.“ Für sie gäbe es einen „akuten Qualifizierungsbedarf“, den AMS und Firmen nicht allein abdecken können – weshalb er Reformen im Schulwesen einfordert.

(c) Die Presse / JV

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.08.2010)

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21 Kommentare
Gast: soned
02.08.2010 14:42
0 0

Auslagerung in den "Sekundärarbeitsmarkt"

Die "veröffentlichte Statistik" sollte auch jene Personen umfassen, die vom Arbeitsmarktservice (AMS) systematisch in den sekundären Arbeitsmarkt gedrängt werden. Es gibt mittlerweile viele Beispiele, wo ausgebildete Meister oder auch Akademiker in Betrieben des sekundären Arbeitsmarktes um einen Hilfsarbeiterlohn von unter 1000 Euro (Vollzeit!) arbeiten müssen und dort Produkte erzeugen, die an regierungsnahe Institutionen, wie z.B. Wohnungsgenossenschaften zu überteuerten Preisen verkauft werden. Der einzelne Arbeiter ist dabei der "Geschnappste"! Und auf der anderen Seite spricht die Regierung von einem riesigen Bedarf an ausländischen Facharbeitern. Wenn schon Statistiken veröffentlicht werden, dann solche, die auch einen Bezug zur Wirklichkeit haben!

Gast: arbeitsmarkt
02.08.2010 11:24
0 0

Umfrage zum Thema Atypische Beschäftigung

Im Rahmen meiner Master Thesis führe ich eine kurze Online-Befragung durch zum Thema Atypische Beschäftigung in Österreich.

Ich freue mich über Ihre Teilnahme!

https://www.soscisurvey.de/arbeitsmarkt/

2 0

Die neue Formel: Rekordarbeitslosigkeit minus ein Zwanzigstel istgleich "voll super"


Ganze 5% ist die Arbeitslosigkeit gesunken. Prozent, nicht Prozentpunkte. 1/20 weniger Arbeitslose als vor einem jahr, als Rekordarbeitslosigkeit herrschte. Wunderbar, oder?

Und die niedrigste Arbeitslosenrate europaweit. Warum?

Weil die Frühpensionierung immer grotesker wird. Durch die Hacklerregelung und die Eisenbahner sinkt das tatsächliche Pensionsantrittsalter ständig.

Zum Nachdenken: Ein Jahrgang sind ca. 2% der Beschäftigten. (15-65). Ein Jahr niedrigeres Pensionsantrittalter "bringt" also 2% weniger nominell Arbeitslose.

Während aber Frühpensionisten der Volkswirtschaft garantiert nur mehr auf der Tasche liegen sind Arbeitslose zumindest theoretisch im Bedarfsfall wieder nützlich zu verwenden.

Aber in Österreich ist das Unnütze zur Staatsmaxime geworden (Beamten- ,Lehrer,- Eisenbahner- , Notenbanker-Privilegien,...)

ichmeine
02.08.2010 07:30
0 0

interessant wäre der Durchschnittsverdienst dieser "neuen" Jobs

peinlich finde ich nur Hundstorfers dauerndes "Wir-können-noch-keine-Entwarnung-geben"

Das würde auch ein gut dressierte Papagei hin kriegen.

Die Krise hatte mM u.a. 2 Konsequenzen:

Die Gehaltsansprüche und sonstigen Forderungen der Arbeitnehmer wurden noch kleiner
und
so mancher Blindgänger mit Ministerehren lässt sich als Retter in der Wirtschaftsnot und Bewahrer des Wohlstandes feiern.

Peinlich ist es, wenn beides unter dem Schutz und mit der Hilfe ein und der selben Partei passiert


0 0

Überrascht über ein angebliches Problem das es vorrigen Monat offenbar noch nicht gab

Egal welche Zeitung du aufschlägst, ein Thema darf zurzeit nirgends fehlen: Bitte, bitte lasst doch die Zuwanderer herein - wir haben keine Arbeiter mehr!

Ich bin über die Medien erstaunt. Seit circa einer Woche besteht also das angebliche Bedürfniss. Sind Arbeiter sozusagen über Nacht ausgegangen?

Mir ist kein Zeitungsartikel in Erinnerung geblieben, der sich vor diesem "Paukenschlag" auf dieses "so große" Problem hingewiesen hätte.

Jetzt überschlagen sich alle mit Experten, Reportagen, Lokalaugenscheine, Interviews usw.

Ich frage mich seit langem, warum ist das so, dass fast alle Medien ähnlich (falsch) berichten? Wer steckt da dahinter und wie funktioniert dieses Spiel genau? Wer ist der Auftraggeber?

Medien haben längst nicht mehr die Aufgabe um zu "Informieren" sondern Sie betreiben "Meinungsbildung".

Antworten siddh
02.08.2010 06:49
0 0

Re: Überrascht über ein angebliches Problem das es vorrigen Monat offenbar noch nicht gab

Gastronomie, Tourismus, Facharbeiter, Pflegeberufe....sagt ihnen nichts? Die Bereiche waren noch nie gedeckt, vielleicht stehts deshalb nicht mehr in den "News"

Woll sie tägl. in den Schlagzeilen lesen: "Die Kellner sind aus!" oder "keiner pflegt unsere Alten" ?


Gast: gast
01.08.2010 20:01
2 1

na, gottseidank

und gerade recht zur neuverordneten zuwanderungswelle.

also wirklich, zufälle gibts!!
un-glaub-lich!

Gast: baärli
01.08.2010 19:22
0 1

Rückgang

in Wien sind etwa 10% arbeitslos.
Insgesamt sind 96.000 arbeitslos in Wien - dabei gibts in Wien die meisten Stellen. 2 Drittel der Beamtenjob sind in Wien, ebenso sind der Großteil der HALBÖFFENTLICHEN jOB ( die min. zur hälfte von öffentlichen Subventionen - Steuergeldern- leben ) in Wean und die ganzen Großbetriebe ( Nat. oder internat.) sind auch mit ihren Zentralen in Wean.
trotzdem gibts in Wean mehr Arbeitslose als in den Ländern Salzburg, OÖ, NÖ wo 3,5 Mio Menschen leben.
-- Kann das sein, was nicht sein darf, das in Wean
jeder 2. Arbeitslose einer mit MIgrationshintergrund ist. Und wir österreicher alle in Wean lebenden Migrazi durchfüttern müssen.

Antworten Gast: Pendler
01.08.2010 20:14
2 0

Re: Rückgang

Wahrscheinlich weil viele aus den Bundesländern nach Wien pendeln!
Aus dem Bezirk Mistelbach und Gänserndorf pendeln schon über 60% nach Wien und Umgebung, weil es am Land keine Arbeit gibt die eine Familie ernährt!

Antworten Antworten Gast: Wiener mit Migrationshintergrund
01.08.2010 22:34
0 0

Re: Re: Rückgang

so ists ,
bin auch wegen der Arbeit nach Wien gezogen .

Antworten bufo
01.08.2010 19:54
0 0

Re: Rückgang

"Und wir österreicher alle in Wean lebenden Migrazi durchfüttern müssen."

Daran zweifle ich nicht im Geringsten

Gast: Ungläubiger
01.08.2010 15:07
0 0

Noch immer

weit entfernt von der Vollbeschäftigung.

Offerne Stellen sollten verpflichtend ans AMS gemeldet werden müssen.
Manche Unternehmer haben Vorurteile gegenüber AMS Kunden

Gast: markusssss
01.08.2010 14:43
1 3

spö propaganda

alles augenauswischerei wo sind die jobs von den man leben kann die gibt es nicht mehr seit wir in der eu sind gibt es nur noch lohndumping und die spö will den richtigen weg nicht sehen.das einzige land in europa mit gerechten lohnen und wahrer demokratie ist die schweiz es geht auch ohne eu.

5 1

Weite Teile Wiens sind für die westliche Zivilisation bereits verloren


"Schlusslicht ist Wien mit einem Rückgang von 2,4 Prozent. Bis auf Wien gibt es in allen Bundesländern mehr offene Stellen, in Wien ging die Zahl der offenen Stellen um 0,6 Prozent auf 7062 zurück."

Logisch, wie sollen auch für die immer neuen Zuwanderer immer neue Arbeitsplätze entstehen?

Im Vergleich zu Wien hat die Tür kei ein sattes Wirtschaftswachstum, da sie die Problemfälle und das Sozialsystem nach Mitteleuropa "ausgelagert" hat.


Antworten Gast: na so was
01.08.2010 22:39
0 0

Re: Weite Teile Wiens sind für die westliche Zivilisation bereits verloren


"Weite Teile Wiens sind für die westliche Zivilisation bereits verloren"

Beim heutigen Zustand
der westlichen Zivilisation

KÖNNEN WIR FROH SEIN ,
wenn Wien für die westliche
Kapital&KriegsZivilisation verloren ist

Antworten Vedl
01.08.2010 14:29
1 0

Re: Weite Teile Wiens sind für die westliche Zivilisation bereits verloren

1. Wien hat mit Abstand die höchste Bevölkerung. Da sind Schwankungen in so hohem Prozentbereich selten möglich.

2. In Wien war der Anstieg der Arbeitslosigkeit während der Krise mit Abstand am geringsten. Es ist daher nicht besonders verwunderlich, dass nun der Rückgang am schwächsten ausfällt.

mfg, Vedl

Gast: Franz321
01.08.2010 12:16
1 0

...

Ob das was mit unserer hohen Beamtenquote zu tun hat? Nein... wahrscheinlich nicht

Gast: ASVG-Sklave
01.08.2010 11:22
4 3

Danke für all die Scheißjobs

mit denen ein menschenwürdiges Leben unmöglich ist. Gute Bezahlung gibt es nur im Geschützten Bereich.

Gast: Bärenfalle...
01.08.2010 11:13
3 0

Das alte Spiel.

Firma annonciert eine Fachkraft und meldet eine offene Stelle beim AMS.

Firma kontaktiert ein paar "Headhunter" aka. Leasingbuden. Die melden ebenfalls ans AMS eine offene Stelle für eine Fachkraft um der Firma diese Person anbieten zu können. Dazu kommen noch die "Couch-Leasingbuden" die so viele offene Stellen im Netz sehen und sich denken, da könnten wir ja auch Leute anbieten wenn wir welche finden würden, gleich mal eine Suche ans AMS.
Voila, so werden aus einer offenen Stelle 10 oder mehr.

Firma zieht die Meldung einer oder mehrerer offener Stellen zurück da die Suchanzeige in der Krone und beim AMS eh nur gedacht war den Mitbewerb und die Kunden ob der (vorgetäuschten) Prosperität ein wenig zu beeindrucken oder das eigene Personal ein wenig mehr unter Druck zu setzen.

Das ist der Facharbeitermangel 2010.

Solange übrigens Facharbeiter für 3-Schicht Betrieb am "Band" inkl. Sa./So. Dienst gesucht werden und dafür "üppige" 1100 netto geboten werden kann ich wirklich keinen Mangel sehen sonst würde der vielzitierte Markt dies über dein Preis (sprich Lohn) regeln.

Gast: gast
01.08.2010 10:47
4 0

teil der kampagne

für mehr zuwanderung, wie ich vermute?
ist DAS der zweck einer zeitung?

Antworten Gast: Geheimrat
01.08.2010 11:53
2 0

Re: teil der kampagne

Was sonst? Alles nur Propagandalügen!
Wahlen kommen!

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