Wien (APA/red.). Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) bekommen zunehmend Konkurrenz, vor allem im Güterverkehr: So entfielen im Vorjahr bereits 17 Prozent (2008: 14 Prozent) des Güteraufkommens im heimischen Schienenverkehr auf Privatbahnen. Allerdings sind diese nicht immer wirklich in privater Hand. Denn hierzulande zählt jedes Schienenunternehmen als Privatbahn, das nicht die ÖBB ist.
So ist der Marktführer beim „privaten“ Personenverkehr der City Airport Train (CAT) – eine Tochter von ÖBB und Flughafen Wien. In Summe beförderten die als Privatbahnen bezeichneten Unternehmen im Vorjahr 13Prozent aller Fahrgäste. 2008 waren es elf Prozent.
Inklusive ÖBB wurden im Vorjahr in 2,1 Millionen Zügen 234 Millionen Fahrgäste befördert. Das bedeutet eine Stagnation der Fahrgastzahlen. In der zweiten Klasse fuhr ein durchschnittlicher Passagier 44 Kilometer, ein Erste-Klasse-Fahrgast legte im Schnitt 356 Kilometer zurück.