26.05.2012 21:37 | Meine Presse Merkliste 0

Korruption: Die Omertà der politischen Kaste

04.08.2010 | 18:39 |  VON JOSEF URSCHITZ (Die Presse)

Die "gewisse Bestechungskultur", die internationale Beobachter in Österreich orten, hat staatsgefährdende Formen angenommen: Von Bawag bis Buwog, von Eurofighter bis Telekom, von Hypo Alpe Adria über Skylink.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Korruption ist kein österreichisches Phänomen: In Spanien beispielsweise haben zahlreiche Politiker und Spitzenbeamte am Bauboom mitgeschnitten. Zwei Beispiele: Ex-Umweltminister Haume Matas sitzt seit März wegen Korruptionsvorwürfen in Untersuchungshaft – und erwartet eine Haftstrafe in wahrscheinlich zweistelligem Ausmaß. Der frühere spanische Polizeichef Luis Roldan ist nach 15 Jahren, die er wegen Korruption in Zusammenhang mit Kasernenbauten ausgefasst hatte, vor Kurzem vorzeitig entlassen worden. Fazit: Es gibt also Korruption, aber die Korruptionisten müssen dort doch mit dem drohenden „Crime doesn't pay“ leben.

Das ist der entscheidende Unterschied. Wir haben hier in Österreich, wie wir unterdessen wissen, das mit Sicherheit korrupteste Jahrzehnt der Zweiten Republik hinter uns. Österreich ist im internationalen Korruptionsranking von Transparency International zuletzt geradezu dramatisch auf den blamablen Rang 16 abgerutscht. Karl-Heinz Grasser hat es (mit seiner Homepage-Affäre) als erster Finanzminister des Landes geschafft, im „Global Corruption Report“ von Transparency International namentlich erwähnt zu werden.

Von Bawag bis Buwog, von Eurofighter bis Telekom, von Hypo Alpe Adria über Skylink bis zur Eurofighterbeschaffung – fast überall, wo man im öffentlichen oder halböffentlichen Bereich hineinsticht, stößt man auf dubiose, als Provisionen und Honorare getarnte Geldflüsse, die über Steueroasen-Briefkästen im Nirwana versickern.

Und man stößt fast immer auf dieselben Namen: Konzentriert auf die Buberlpartien rund um den Kärntner Ex-Landeshauptmann Haider und den selbst als Haider-Buberl groß gewordenen Karl-Heinz Grasser. Für die natürlich allesamt die Unschuldsvermutung gilt. Denn ein Haifisch ist kein Haifisch, wenn man's nicht beweisen kann, wie Bert Brecht in seiner Dreigroschenoper erkannte.

Oder beweisen will. Womit wir wieder beim Vergleich mit Spanien sind: Wieso ist bei einer derart unglaublichen Anhäufung von mutmaßlichen Korruptionsfällen noch kein Verfahren abgeschlossen? Wieso haben noch nirgends Handschellen geklickt? Wieso können Vertreter von Parteien, deren Exponenten wie Hyänen über die öffentlichen Futtertröge hergefallen sind, sobald sie dazu Gelegenheit hatten, von „Stürmer-Methoden“ der Aufdeckermedien faseln, statt Rechenschaft darüber ablegen zu müssen, wo denn das Geld für ihre aufwendigen Wahlkämpfe wirklich hergekommen ist?

Vielleicht deshalb: „Es gibt in Österreich eine gewisse Bestechungskultur“, sagte der Vorsitzende des Beiratspräsidiums des österreichischen Chapters von Transparency International vor nicht allzu langer Zeit. Soll heißen: Bestechung und Korruption regen niemanden auf, weil es ohnehin als Allgemeingut gilt, dass „die da oben“ alles Gauner seien – eine für die Demokratie ziemlich gefährliche Einstellung.

Dieser Vorsitzende heißt übrigens Franz Fiedler, der gestern die „viel zu laschen Ermittlungen“ der Justiz und die merkwürdige Untätigkeit der Justizministerin in diesen Causae heftig kritisiert und gemeint hat, dass „die Verdachtsfälle gegen Jörg Haider und Karl-Heinz Grasser“ seiner Meinung nach „jedes bisherige Ausmaß an Korruptionsverdacht sprengen“.

Fiedler ist Ex-Rechnungshofpräsident. Dessen Nachfolger ist unter anderem als Überbringer einer Industriellenparteispende in bar an den damaligen FP-Justizminister Böhmdorfer bekannt geworden. Alles klar?

Warum also geht in den laufenden „Korruptionsverdachtsfällen“ (Fiedler) so absolut nichts weiter? Schließlich geht es ja nicht um Peanuts: Nach Berechnungen des Linzer Ökonomen Friedrich Schneider hat der volkswirtschaftliche Schaden der Korruption in Österreich von 2004 bis 2009 kumuliert rund 128 Mrd. Euro ausgemacht. Bei einer Steuerquote von mehr als 40 Prozent ist dem Finanzminister da ganz schön was entgangen.

Die gängigen Ausreden wollen wir nicht mehr hören. Zu wenig Personal? Lachhaft! Das lässt sich schnell ändern, wenn man will. Schließlich geht es bei diesen Ausmaßen (und unter dem Aspekt, dass Großkorruption immer in organisierter Kriminalität endet) fast schon um einen Staatsnotstand.

 

Die Justizministerin hat ihre Unfähigkeit bzw. Unwilligkeit in diesen Causae zur Genüge bewiesen. Da wird es Zeit, dass die Regierungsspitze auf den Tisch haut. Oder geht das womöglich nicht, weil etwa Eurofighter-Geldflüsse und verschwundene Bawag-Milliarden auch in andere politische Richtungen deuten und deshalb die Omertà eine Existenzfrage der politischen Kaste ist?

Hoffentlich nicht! Transparency weist darauf hin, dass Korruption die Demokratie gefährdet, den Wohlstand senkt und den Markt stört. Das sollten wohl Argumente genug sein, um dagegen vorzugehen – bevor wir wirklich auf Dritte-Welt-Niveau abrutschen.


josef.urschitz@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 05.08.2010)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo
Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)


Mit dem Absenden Ihres Kommentares erklären Sie sich mit den Forenregeln einverstanden.

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*



Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

61 Kommentare
 
1 2
TheDalien
19.04.2011 22:37
0 0

128 Milliarden €

128 Mrd. €uro!!!!!

1 2 8 M i l l i a r d e n € ! ! !

Jetzt kommt noch die Dunkelziffer dazu!

Politiker = Verbrecher

Gast: Calisto
11.11.2010 16:55
0 0

Rechtsstaat

Die Korruption gehört in Oesterreich zum Kulturgut und ist überall anzutreffen! Was angeprangert wird, ist nur die Spitze des Eisberges.
Ein weiteres Uebel ist die Mauschelei, sie ist ebenfalls Kulturgut und wird von allen Bevölkerungsschichten, aber besonders von den sogenannten bildungsnahen Schichten praktiziert (wir sind die Elite, wir dürfen alles).
Besoders stossend ist, dass die Mauschelei ein fixer Bestandteil des Rechtssytem ist und daher wird es auch so bleiben, den welche Krähe hackt der Anderen ein Auge aus.
Die Dunkelziffer ist in Oesterreich wesentlich höher wie in den Schwellenländern, deshalb nehme ich an, wir liegen nicht im Mittelfeld, sondern eher dahinter.
Gute Nacht Oesterreich, eines Tages wirst du unsaft geweckt!

Stachel
10.08.2010 12:40
1 0

Dank an Urschitz!

Er schreibt das, was die einigermaßen politisch Interessierten, wenn sie nicht gerade Parteiangestellte sind, denken. Kein Tag vergeht ohne Ärger über diesen Staat und seine Funktionäre, der zum Unrechtsstaat verkommt. Ein Staat in dem Korruption gehätschelt und hingenommen wird, in dem Parteien sich Scheingefechte liefern, obgleich sie wissen, daß sie selbst Dreck am Stecken haben. Wo beschönigt, verschleppt, gelogen und getäuscht , vor allem aber ohne Leistung verdient wird. Es ist widerlich!

0 0

Österreich erreicht (Halb-)Weltstandard

in der Korruption, die Moral geht baden.

Gast: Kompliment
09.08.2010 18:04
3 0

überschrift

Sehr gut - Kompliment

endlich erkennt auch die Presse, dass es sich hier um mafiöse tendenzen handelt

als ich das vor jahren schrieb wurde ich ausgelacht .........

doch langsam erwachen die letzten schläfer.

DER NÄCHSTE SCHRITT:
Aktionen der Bürger !

Anti-Korruptions-Volksbegehren initiiert von einer parteiübergreifenden Plattform

und wenn die Forderungen nicht umgesetzt werden PROTEST auf der Strasse!!!

Demonstrationen auf der Strasse

Gast: Novalis
09.08.2010 01:20
2 0

Danke !

Danke für diese klaren Worte !

Luzius
05.08.2010 18:55
0 0

egal ob diese Vergehen österreichisch sind oder nicht

sind sie dennoch eines demokratischen Landes unwürdig, und müssen auf das schärfste bekämft werden wie es in Italien seit vielen Jahren seitens dortiger Justiz der Fall ist !

Man könnte aber meinen dasw ir uns hier nachhinkend in vergangenen Zeiten der Omerta befinden, wie man seitens der Justiz erkennen kann.

Bei einem bekannten/angenommen Schaden von 128 Mrd wird man doch erwarten dürfen, dass nicht erneut das einfache Volk die Zeche bezahlen wird müssen, sondern all jene, welche solche Machenschaften mit decken !

Jeder Minister, jeder Kanzler samt Vize müssen endlich verpflichtet werden, volksschädigende Taten per Strafandrohung verpflichtend (falls kein Geld vorhanden ist, per Haft) ausgleichend haftbar femacht werden.
So gäbe es keine derartig fragwürdiger Politiker, sondern willentlich arbeitende Entscheidungsträger welche ein Land und keine Lobbys mehr vertreten.

Gast: Ed Moschitz
05.08.2010 17:14
4 0

"immer dieselben Namen"

Natürlich ist das bemerkenswert, dass man in Berichten zum Thema Korruption immer wieder von der sagenhaften Buberlpartie rund um den Kärntner Ex-Landeshauptmann Haider liest, während über die Namen aus dem "richtigen" Lager der Mantel des Schweigens gebreitet wird. War es nicht Franz Vranitzky, der die Bank Austria weit unter ihrem Wert an die HVB verkauft hat und nach seiner politischen Karriere einen hochdotierten Beratervertrag bei welcher Bank doch gleich - ach ja HVB - bekommen hat? War das nicht der selbe Franz Vranitzky, der für drei Telefongespräche zum Thema Euroumstellung eine Million Schilling eingestreift hat, obwohl laut Auftraggeber Flöttl überhaupt kein Beratungsbedarf bestand? Das soll jetzt kein Persilschein für die berüchtigte Buberlpartie sein - aber man sollte keinesfalls den falschen Eindruck erwecken, dass die Buberlpartie eine Monopol auf Korruption hat.

Antworten Gast: Desert Eagle
09.08.2010 07:45
0 0

Re:

...ja, ja! Wir wissen schon, was Sie wirklich sagen wollen: Das ist momentan nichts als eine linkslinke Schmutzkübelkampagne, oder?

Antworten Antworten Fipo1
10.08.2010 11:44
0 0

Re: Re:

Nein aber man sollte nicht auf einem Auge blind sein und wenigstens teilweise objektiv bleiben. Warum das Ganze jetzt mit unbewiesenen Mitteln hochgekommen ist und am Köcheln gehalten wird, ist für den neutralen Betrachter klar: Greenberg macht als Wahlberater für Häupl seinen Job, für den er - wahrscheinlich auch nicht zu knapp - bezahlt wird. Den/die einfachen BürgerIn zu überzeugen, daß es keine dritte oder gar bessere Kraft gibt, so nach dem Motto: Schau her, die sind genauso (korrupt und bestechlich) wie wir. Also warum ein Risiko eingehen ? Uns kennst du schon liebe(r) WählerIn. Der potentielle Protestwähler gibt daraufhin nicht der FPÖ seine Stimme sondern bleibt der Wahl fern oder wählt ungültig und die niedrige Wahlbeteiligung nützt wiederum der SPÖ. Schon ein schlaues Kerlchen der Greenbaum oder nicht ? Danach ist alles wie zuvor. Bis auf das Belastungspaket, das sicher kommt. Aber das ist ja jetzt aus den Medien durch die falschen Gerüchte um den toten Haider. Und die Entgegnungen liest ohnehin keiner mehr. Von wegen Medienfreiheit. Man braucht nur im ORF Wien heute zu sehen oder die "Österreich" aufzuschlagen. Nichts als pure Wahlwerbung für Häupl. GSD gibts Kabel, Internet und Satellit.

Gast: Hanelore
05.08.2010 16:42
0 0

Korruption

Die Regierung kann nur korrupt sein, solange es die Gesellschft, sprich der Bürger zulässt. Wann läßt es der Bürger zu? Wenn er davon auch noch was hat z.B. Wahlgeschenke wie der Jugendtausender in Kärnten, Postenvergabe in Gemeinden, Ländern und staatsnahen Betrieben.

Man (der Österreicher) glaubt in einem Land wie Österreich ist Korruption wenn man Geld direkt nimmt und dann was ungesetzliches macht. Falsch: Korruption beginnt z.B. wenn ich als Gemeindeputzfrau/mann angestellt werde, weil der Bürgermeister ein Freund der Familie ist.

Diese Unkenntnis bzw. dieser Gedanken, doch vielleicht auch noch einen Vorteil aus einer solchen Situation zu ergattern steckt sehr tief in der heimischen Seele und deshalb gilt hier: man bekommt die Führung/Regierung die man quasi verdient bzw. akzeptiert bzw. (unterbewusst) sogar will.

Gast: s t f u
05.08.2010 16:00
0 0

Bei der FPÖ ist aber sicher alles in Ordnung


Ganz sicher!
Bloss keine andere Meinung haben, sonst fallen die Bezahlposter wieder ein!
Also ganz sicher alles in Ordnung - zB im ärmsten Bundesland Kärnten


pit
05.08.2010 15:50
1 0

Demokratie?

Beamten plus 38% gehalt über die letzten acht jahre?
vielleicht sollte man auch in den gewerkschaftlichen diktierten staatskammern nachforschen, welche form der korruption hier auf kosten der steuerzahler stattfindet.

draken
05.08.2010 15:31
3 0

Und diese Vebrecher laufen noch alle frei herum!

Wen wundert die Politverdrossenheit der Österreicher?
Es gibt in der gesamten oberen Kaste nur Verbrecher und Selbstbereicherer!
Egal welche Partei!
Der Trog bleibt immer der Gleiche, nur die Säue, welche daraus fressen, wechseln!

Gast: GinaBe
05.08.2010 13:57
1 0

Um Transparenz wird dringend gebeten...

Schon länger grummelt es im Demokratiebewußtsein, wo unangnehme Begleiterscheinungen den Bürger erahnen lassen:
weit her ist es nicht mehr mt der Freiheit und der Gleichheit und von Brüderlichkeit schon weit abgesehen, wenn nicht gar gänzlich verfehlt.
Verantwortlich dafür ist letzlich diese verschlingung allgegenwärtiger Eine- Hand- wäscht -die andere Korruption, die bei geringen Gefälligkeiten beginnt und wirklich wo endet?
Das Ende des Liedes singt ein kleiner Fink über den Gräbern des unbekannten Soldaten, oder des abgeschobenen, ausgewiesenen Asywerbers, der ins Geburtsland retour transportiert wird, wo er wohl gefoltert werden wird, doch ist das ein Problem? Schließlich wollen wir nur unsere Heimat schützen vor der "Überfremdung", als wär Österreich nicht einst k&k grande Nation gewesen, ein Vielvölkerstaat
Da sowohl die <Justiz wie auch die Kirche mit allen Sinnen und Worten mit in diesem Handel steckt, gibt es kein Refugium mehr, das wahrhafr frei und unabhängig ist. So eine Welt kann lediglich weitere Dekadenzien entwickeln, um den alten Hut noch schön finden zu können. Und dann noch das ewige Gejammer und Geraunze, wie schlecht es uns doch geht,, nicht wahr? Verantwortung und Scham haben miteinander nichts, aber auch gar nichts zutun, sie wenden immer sogar ihre Gesichter voneinander ab, weil sie sich gar nicht anschauen trauen, so peinlich ist das.

1 0

schön geschrieben, verehrteste(r)

ich kann ihnen aber versichern, dass dieselben zustände so ziemlich überall auf der welt herrschen. das ist gewiss nicht tröstlich, was mich jedoch an österreich so fasziniert, ist das ewige nicht-wahrhaben-wollen einer breiten bevölkerungsschicht, siehe sommerloch- und kärntenbezogene-postings. nicht dass ich glaube, noch zu meinen lebzeiten eine system(r)evolution zu zu sehen, egal auf welcher ebene. dass aber gerade daheim so viele einfach nur weiterschlafen und um keinen preis aufwachen wollen ist schon...oag. da freuen mich beiträge wie der ihre umso mehr. vielleicht bewegt sich die gesllschaft ja zumindest ein bisschen, wenn mehr und mehr leute zu vielen dingen einfach selber nachdenken und entsprechend handeln!

Gast: wieauchimmer
05.08.2010 13:33
2 0

Demokratie?

Demokratie? Wir leben in einer Kleptokratie, das ist ein Unterschied! Die Herrschenden sackeln die Beherrschten aus, mit einem Teil der Einnahmen verteilen sie Almosen um wiedergewählt zu werden und schüren den Neid der Bürger untereinander (divide et impera) um nach der mit den Stimmen des Pöbels gewonnen Wahl sie munter weiter klauen zu können. und so fort, und so fort, bis es nix mehr zu klauen gibt. Das sind die wahren Heuschrecken!

Gast: gast
05.08.2010 12:03
2 0

die korruption hat leichtes spiel in dieser republik

die oesterreicher sind zu dumm zu merken, dass die einheitspartei spovp+fpoe laengst gemeinsame sache macht. das dumme volk wird gegeneinander aufgehetzt, so ist einmal eine und einmal eine andere seit schuld an der korruption. und niemand merkt, dass alles system hat, die einheitsparte, egal welcher farbe sich gegenseitig deckt.

die aufteilung der republik bis in die kleinsten greminen in schwarz rot, von anfang an, war das beste was den korrupten politikern einfallen haette koennen, und noch dazu konnten sie den dumpfen massen diese politische aufteilung als erfolg fuer stabilitaet verkaufen.

noch immer durchschauen die meisten dieses spiel nicht.

mfg

Gast: Luzifer
05.08.2010 11:50
1 0

Nach den skandalösen Medienberichten sich bitte nicht

in unbestimmte und unbewiesene Pauschalverdächtigungen flüchten. Das macht die ganze Medienkampagne in der "Sauren Gurken-Zeit" nicht erträglicher.

Unbestritten ist, daß die Medien Skandale sozusagen als "Vierte Gewalt" Skandale aufdecken sollen. Im vorliegenden Fall wurden aber einfach "ins Blaue" unrichtige Behauptungen aufgestellt und die Sorgfaltspflicht bei den Recherchen grob verletzt, um offenbar "bad news" gegen politische Mißliebige gut verkaufen zu können.

Mit solchen "Methoden" kommt Ö. langfristig viel mehr in internationale Kritik als durch dumpfes Österreich-Bashing gegen das balkanisierte Österreich!

Gast: wen wunderst
05.08.2010 11:19
0 0

Korruption in Perfektion

was soll man anderes erwarten, steht bzw. stand doch selbst der nachgewiesen der Korruption ueberfuehrte Rechtsanwalt Armin Dallmann von CMS RRH im Austrian Chapter der Antikorruptionsorganisation Transparency International vor:

nachzulesen unter

http://www.wikilegia.org/wiki/index.php?title=Dallmann#Besonderheiten

Die einfachsten Methode die Korruption zu

bekämpfen ist: Den Staat kleiner und weniger mächtig zu machen und den Bürgern mehr Freiheit und Rechte zu geben.

Gast: WFL
05.08.2010 10:50
5 1

Ablenkungsmanöver?

Sg. Hr. Urschitz,
man kann sich als kritischer Bürger tatsächlich des Eindrucks nicht erwehren, dass unter lautem Gegröle und Geschrei der pressegeförderten Blätter ständig neue "Skandale" durch die Straßen getrieben werden, damit die tatsächlichen Großskandale unbehandelt bleiben - klassische Ablenkungsmanöver. Wie schon andere Poster anmerkten: Wohin verschwanden die BAWAG-Milliarden wirklich? Woher kam die plötzliche finanzielle Gesundung der SPÖ? Angebliche
Milliardenverluste in NÖ mit "Spekulationen"?Der Skylink-Skandal, für den in Wirklichkeit die Herren Pröll sen. + Häupl die Verantwortung tragen? Merkwürdigerweise interessieren diese Skandale die "kritischen" Medien überhaupt nicht. Stattdessen gibt es lautes Geschrei um angebliche Haider-Konten in Liechtenstein, die sich Tage später wieder in Luft auflösen....
Gerade von einem Qualitätsmedium wie der "Presse" ("Der große Horizont" - erinnern Sie sich noch?) sollte man sich eigenständige kritische Sichtweisen erwarten dürfen, und nicht nur das Nachplappern und Aufwärmen des lauten Geschreis der Straße.

Antworten Gast: schamottfabrik
07.08.2010 01:02
1 0

Re: Ablenkungsmanöver?

skylink und bawag werden im kommentar ausdrücklich erwähnt. daher: was soll ihr posting?

1 0

na ja...

mild gesagt: KORRUPTION ist der bindende stoff in ganz oesterreich. der alleskleber der ALLE(S) zusammenhaelt! das A und Z vom ganzen system. egal wohin man schaut, man muss richtig blind oder eben SELBST ein teil des ganzen sein, um es nicht mitzubekommen. doch OHNE korruption wuerde das land schnell zu einem halt kommen. nichts wuerde "richtig" funktionieren!!!
Aber schuld daran ist der BULLSHIT mit dem man taeglich konfrontiert wird, egal WAS man macht, WO man es macht, oder WIE man es versucht zu machen... (!) das einzige was zaehlt ist WER es macht -und wer seine "freunde" sind. Dann gibt es absolut KEINE probleme! Man kommt an dem ganzen BULLSHIT nicht vorbei. Es ist so. Es war schon immer so. Es es wird immer so bleiben, weil der oesterreicher ist in seiner kakanischen mentalitaet "verfangen". Der oesterreicher ist weltmeister in sachen verdraengen. Der oesterreicher verleugnet gerne, und vergisst alles sehr schnell. Das wissen "die da oben" ganz genau. Daher, schuld sind immer die anderen... uns geht es gut... wie haben keine probleme... KORRUPTION?!... NEIN!!! bei uns sicher nicht!!! "kann mir nicht vorstellen"... und da faengt das ganze problem schon wieder, die Oesterreicher sind nicht "kreativ" genug... wuerde man meinen! Prosit!!! Es leben die "Freunderln"!!! ;-)

Antworten Gast: Pepone
05.08.2010 10:45
0 0

Re: na ja...

Ich muss Ihnen recht geben Frau Callas! Richtig erkannt!

Gast: Gastkommentator
05.08.2010 09:20
4 1

Alle korrupt

Ich denke einfach, dass alle korrupt sind und alle irgendwo Dreck am Stecken haben... auch Cicero der so vehement gegen diesen Artikel vorgeht.

Genau aus diesem Grund, lieber Herr Cicero und CO, dass solche sofortigen Gegenparolen geschrieben werden in denen jeder noch so kleine Verdacht zu Nichte gemacht und gerechtfertigt wird, und die die den Verdacht hegen, mit auesserster Brutalitaet zur Rechenschaft gezogen und abgemaht werden... ist in dieser Kausalitaet noch nichts vorangegangen...

Alle, wollen von sich Ablenken und von dieser Kausalitaet. Es ist schon merkwuerdig, dass hier so viele Ungereimtheiten in unserer Politik vorherschen und dass sich seit Jahren keiner wirklich schert (oder eigentlich scheren darf, es wir ja von Cicero und Co regelrecht verboten!!!)

Das, aber meine lieben Herren und Frauen, schuert in der Bevoelkerung noch mehr den Verdacht, dass hier etwas ganz gewaltig stinkt und faul ist... Korruption oder wie auch immer man es nennen will... da ist maechtig was los und es reicht. Es ist endlich Zeit diese Bombe zu zuenden und die ganzen Ungereimtheiten aufzudecken, mit allen Mitteln und allen Konsequenzen, ... fuerchtet euch ihr Politiker (aller Partein), Ciceros und Co...

Wir brauchen Gerechtigkeit in diesem Land, keine Veruntreuung und Gutheissung von Unverschaemtheiten!

 
1 2

Fokus Steiermark

Erstmals in Österreich

  • Sichern Sie sich jetzt die Jahresvorschau des renommierten Magazins "The Economist", erstmals mit Österreichschwerpunkt aus der Wirtschaftsredaktion der "Presse".

    Für "Presse"-Abonnenten statt 6,90 nur 4,90 Euro.