Korruption: Die Omertà der politischen Kaste

Die "gewisse Bestechungskultur", die internationale Beobachter in Österreich orten, hat staatsgefährdende Formen angenommen: Von Bawag bis Buwog, von Eurofighter bis Telekom, von Hypo Alpe Adria über Skylink.

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(c) Michaela Bruckberger

Korruption ist kein österreichisches Phänomen: In Spanien beispielsweise haben zahlreiche Politiker und Spitzenbeamte am Bauboom mitgeschnitten. Zwei Beispiele: Ex-Umweltminister Haume Matas sitzt seit März wegen Korruptionsvorwürfen in Untersuchungshaft – und erwartet eine Haftstrafe in wahrscheinlich zweistelligem Ausmaß. Der frühere spanische Polizeichef Luis Roldan ist nach 15 Jahren, die er wegen Korruption in Zusammenhang mit Kasernenbauten ausgefasst hatte, vor Kurzem vorzeitig entlassen worden. Fazit: Es gibt also Korruption, aber die Korruptionisten müssen dort doch mit dem drohenden „Crime doesn't pay“ leben.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 05.08.2010)

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