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Grasser bietet freiwilligen Konto-Striptease an

15.09.2010 | 09:17 |   (DiePresse.com)

Der ehemalige Finanzminister Karl-Heinz Grasser geht in der Buwog-Affäre in die Offensive. Er will all seine Konto-Daten der Staatsanwaltschaft übermitteln. "Unnötige Fleißaufgabe", sagt Grassers Anwalt.

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Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser bietet von sich aus die Offenlegung aller Kontenbewegungen an, nachdem die Staatsanwaltschaft per Gerichtsbeschluss die österreichischen Banken auffordern ließ, alle Kontoverbindungen des Ex-Ministers auszuforschen. Die gerichtliche Anordnung ist für Grassers Anwalt Manfred Ainedter eine unnötige Fleißaufgabe, wie dieser am Mittwoch im Ö1-"Morgenjournal" des ORF-Radios meinte. Laut Staatsanwaltschaft geht es um den Verdacht der Untreue rund um die Buwog-Privatisierung und der Geschenkannahme in Sachen Novomatic.

Offenlegung gefordert, Öffnung angeboten

Damit gehe sein Mandant über die Anordnung hinaus, so Ainedter: Auf Anfrage habe sein Mandant schon "bei der Einvernahme erklärt, dass er freiwillig seine Konten offenlegt." Das sei ein Schritt mehr als der Beschluss der Staatsanwaltschaft, den er noch immer nicht habe, wie Ainedter betonte. Demnach würden nur die Kontoverbindungen abgefragt, nicht aber die Kontostände bzw. die Kontobewegungen. "Die legt mein Mandant aber freiwillig vor, wie er mehrfach erklärt hat." Entsprechende Zusagen habe Grasser schon bei seinen Einvernahmen gemacht, so Ainedter. Er rechnet damit, dass die entsprechenden Unterlagen in zwei bis drei Wochen der Staatsanwaltschaft übergeben werden können. Bis dahin sollten dann auch die Berichte der Banken über die Konten Grassers bei der Staatsanwaltschaft vorliegen.


Neben privaten Grasser-Konten sucht die Justiz nach geschäftlichen Bankverbindungen, wie die Zeitung "Österreich" berichtet. So interessieren etwa Konten

  • der Firma SMW OG in Wien-Penzing, die Grasser und seinem Nenn-Onkel Burckhard Graf gehört
  • von Grassers Valuecreation
  • von JaBo Software (Firma von Hannes Jagerhofer, an der Grasser beteiligt ist) 
  • der C-Quadrat Investment AG (hier ist der Ex-Minister Aufsichtsrat) und
  • Valora Solutions (Meischberger-Firma), wo auch das Thema Novomatic hineinspielt.

Fahndung auch im Ausland?

Auch im Ausland könnte sich eine Fahndung nach Konten auszahlen, so der "Standard". Der Ex-Minister mit Wohnsitzen soll nämlich auch Centrum Bank in Liechtenstein haben oder gehabt haben. Früher soll er geschäftlich in Beziehungen mit der Vaduzer Treuhandgesellschaft Jura Trust AG des gebürtigen Kärntners Michael "Micky" Feichtinger gestanden sein, der seine Anteile an die Liechtensteinische Landesbank verkauft hat. Die Jura Trust war laut der Zeitung Eigentümerin der Spinola Holding, bei der rund ums Platzen der New-Economy-Blase Yline-Aktien geparkt waren.

Geschäfte in Zypern

Grasser soll über die Jura Trust Geschäfte getätigt haben, wenngleich er dem Parlament 2004 in einer Anfragebeantwortung sagte, er kenne (den Grün-Politiker) "Van der Bellen besser als Herrn Feichtinger, denn diesen (Feichtinger; Anm.) habe ich nur einige wenige Male in meinem Leben gesehen". Nach dem Verkauf der Jura Trust hat sich Kunde Grasser verabschiedet und dürfte dazu übergegangen sein, Geschäfte über Zypern laufen zu lassen, zum Beispiel über die Gesellschaft Man Angelus in Limassol.
 
Diese habe ein Konto bei der Centrum Bank geführt. Darauf soll gleich bei Errichtung ums Jahr 2007 ein "niedriger einstelliger Millionenbetrag" geflossen sein, wie es heißt. Die Überweisung auf dieses Nummernkonto soll von Grassers damals gleichzeitig errichtetem Namenskonto bei der Centrum Bank (auf seine Kitzbüheler Adresse laufend) gekommen sein. Die seit 1993 bestehende Centrum Bank in Vaduz hat - wie bekannt - am 2. April 2009 jene 100 Millionen Euro Kaution überwiesen, die Julius Meinl V. nach zwei Tagen U-Haft die Freiheit zurückgab.

(Ag./Red)

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454 Kommentare
 
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Gast: Nick2
19.01.2011 08:31
0 0

SkandalpolitikerIn MOSER

Kleine Info aus sehr gut informierter Quelle: unter einem roten Finanzminister wurde 1997 versucht, die im Eigentum des Bundes befindlichen Eisenbahnerwohnungen (an die 20.000) ohne Ausschreibung (!!!!!!!!!!) um den stolzen Preis von ca. 13 Mio € zu verscherbeln. Da waren die 1.016 Mio € (in Worten: 1Milliarde und 16 Millionen, die Grasser und Traumüller erzielt haben, wohl doch nicht so schlecht, wie öffentlich behauptet wird ...Der Staatsanwalt sollte einmal prüfen, wer 1997 im Finanzministerium die Fäden gezogen hat ! Wo wäre die Milliarde denn versickert ? Da hätte die verbitterte und keiffende Abg. Moser wirklich etwas aufzuklären !

Gast: Vranz
26.12.2010 20:59
0 0

Schmutzkübel - Kampagnen ohne Ende ?

Als 2006 nach der verlorenen ÖVP-Wahl Schüssel und Grasser die Roten über- und unter dem Tisch gezogen haben, schaffte der pensionsreife Khol leider, Grasser aus der ÖVP-Ecke zu ekeln.

Die linke Reichshälfte (Rot und Grün) atmeten darauf hin erleichtert auf. Als Grasser seine politischen Ämter los war und damit nicht mehr unter dem Immunitätsschutz stand, schossen sich Rot/Grün auf die psychische Vernichtung Grassers ein, weil sie wußten, dass dieser Mann besonders bei den jungen Wählern politische Beliebtheit genoss.

Grassers Ruf musste derart geschädigt werden, dass er NIEMALS wieder in die Politik zurückkehren kann. Und damit begann eine endlose Story, in der sich die Linken auf kriminelle Weise Akten stahlen und sie widerrechtlich an die große Glocke hängten.

Ein Spießrutenlauf, nach dem Motto: "Schüttet's ihm solange mit Dreck zu, dann glaubt auch der letzte Österreicher, dass ja - auch wenn er gerichtlich nicht verurteilt wird - irgendetwas "gedreht" haben muss.

Das ist leider die Wahrheit. Die ideen- und kompetenzlose SPÖ weiß sich offnebar nicht anders zu helfen als auf diese Art.

Gast: Nick3
26.12.2010 12:58
0 0

Pharisäer !

Da stehen Vorwürfe der schwersten Sorte gegen Pöchhacker und andere ÖBB-Manager im Raum (in der Politik gibt es wohl kaum etwas Verwerflicheres, Anrüchigeres und Ärgeres als illegale Praktiken bei Auftragsvergaben) und die Herren Pilz und Kräuter sind gemeinsam seit vielen Wochen auf Tauchstation (vielleicht sind sie ja nur auf ein oder mehrere Wodka gegangen , um den zunehmenden Wahnsinn der eigenen GenossInnen besser zu ertragen). Wo bleiben ihr öffentlicher, von tiefster Empörung getragener Aufschrei nach Sokos, Staatsanwalt, Krimimalpolizei, strengen Verhören und Kontoöffnungen, Suspendierungen und Untersuchungshaft sowie nach Schadenersatz und Untersuchungsausschüssen ??? - Es gilt die Unschuldsvermutung !

das ist ein hoax..

wenn Oesterreicher nicht endlich gescheit werden. Die Offenlegung seiner Konten kann niemals Klarheit verschaffen, das ist in Liechtenstein unmoeglich. Mit Swarovski Hauptsitz im Triesener Glaspalast und hunderten Briefkopffirmen die Geldfluesse einfach ins Leere fuehren. Er hat bereits gesiegt, die Gelder sind alle in diverse Schlupfwinkel verzweigt, und die Hauptschuld traegt Bandion Ortner, die die Justiz kommandiert. Die Aktionen gegen Grasser waren unmotiviert langsam, er hatte genuegend Zeit seine Gelder mit EBanking zu verzweigen. Mit den Verbindungen des Swarovski Clans in Vaduz war das kein Hexenspiel. Er wird als Sieger hervorgehen.
Schuld an der Misere hat Bandion Ortner als erstes, und alle Politiker die den eigenen Hintern schuetzen mussten.
Aus der Traum von Gerechtigkeit, wieder einmal.
Nur als Nebengedanken : Wer hat Bandion Ortner als Hauptrichterin im Fall Elsner mandatiert. VP, SP oder FP ? Es gelten die Grundregeln der Revanche.

Gast: W.Serro_1
15.09.2010 22:07
2 0

eurofighter, meindl, buwog, hypo, ...


wieviele milliarden hat uns steuerzahlern diese bande abgeknöpft
?


Re: eurofighter, meindl, buwog, hypo, ...

einige... Dafuer darf der Oesterreicher umso laenger arbeiten und Steuer zahlen. Und dafuer duerfen die Gauner umherjetten in Privatjets und yachten an der Cote' d Azur. Was glaubt Ihr wie sich die ueber das Volk lustig machen.

Antworten Antworten Gast: gast
20.09.2010 09:05
0 0

Re: Re: eurofighter, meindl, buwog, hypo, ...

genau das! und dann kommen noch so aussagen, wie "neidgesellschaft" und "wir, die wahren leistungsträger" oder "ich bin ein mensch der gerne zeigt, was er verdient hat".....usw.

Frage: gibt es eine abschätzung des gesamtschadens?

Gast:
15.09.2010 22:03
1 0

LEGT DEN SCHWARZBLAUEN SUMPF ENDLICH TROCKEN !


Antworten Gast: Alligator
15.09.2010 22:36
0 0

Re: LEGT DEN SCHWARZBLAUEN SUMPF ENDLICH TROCKEN !

und was machen wir mit den ROTEN Sümpfen?

na und?

ist schlicht und einfach litigation pr, ein taschenspieler-trick.

ist außerdem etwas spät. die staatsanwaltschaft beschließt öffnung, er sagt, ne gut, dann zeige ichs her… als ob ihm etwas anderes übrig bliebe

Die Schlagzeilen hier werden auch immer unseriöser.


Re: Die Schlagzeilen hier werden auch immer unseriöser.

Sorry, habe rot bewertet ohne zu sehen das die Schlagzeile in der Tat ziemliches RTL Niveau ist ;)

Gast: gast
15.09.2010 18:35
0 0

gesetz

wer hat eigentlich dieses gesetz eingeführt, dass man per selbstanzeige straffrei davon kommt mit steuerbetrug

und wann?

Gast: gast
15.09.2010 18:34
0 0

taschenspieler

mutet ein bisschen wie taschenspielertricks an:

ich zeig euch ganz offen, was in meiner rechten ist .... alle konzentrieren sich darauf ....

Gast: gast
15.09.2010 17:43
1 2

Je mehr Grasser angeschüttet wird, umso verbundener fühle ich mich der FPÖ.


Antworten Gast: Canis Lupus
15.09.2010 22:05
0 1

Bist du es, Meischi ?!

Du hast deine 10 Millionen Euro (!) Provision aus dem Steuertopf wirklich verdient - für deine Frechheit


Gast: thats the Way
15.09.2010 17:02
2 0

NICHT EINMAL IGNORIEREN

Lasst Euch nicht verarschen! Jetzt vor der Wahl, tun sie SO als ob sie TUN!
ARBEITEN - SPAREN - AUSWANDERN

Gast: schurnalist
15.09.2010 16:33
0 0

ein Armutszeugnis

ist dieser Artikel, was die Grammatik und Satzstellung betrifft.... fast so super wie unser aller Finanzjongleur... Ein ehemaliger bester Finanzminister aller Zeiten mit Wohnsitz in Liechtenstein? Allein DAS ist ja schon eine Präpotenz sondergleichen...

Gast: plebs potus
15.09.2010 16:16
0 0

Sinnlos

Nach dem Schonwaschgang der Justiz sind alle Akten geschreddet, die Konten auf den Caymans wird der Herr kaum offenlegen geschweige denn werden diese auf seinen Namen laufen. Die Schwarzgeldkoffer werden kaum als Konteneingang aufgelistet sein und generell gilt: Bestechung läuft nicht übers eigene Konto.

Dass das Prozedere so ist wie es ist liegt an der Deckung durch die schwarzblau gefärbte Justiz, die natürlich selbst an der Verdunkelung der Tatsachen teilgenommen hat. Der liebe Wolfi hat ja auch geschaut, dass in Finanz-, Innen- und Justizministerium die seinen sitzen um brav unter den Teppich zu kehren, bevor die tote Katze zum stinken anfängt.

Grasser bietet freiwilligen Konto-Striptease an

Und " die Presse" bietet ihrerseits mit diesem Titel eine freiwillige rhetorische Blamage an !

Gast: habe andere fragen
15.09.2010 13:32
2 0

Grasser öffnet freiwillig seine Konten und nimmt damit den Gegnern den Wind aus den Segeln.

Interessant ist aber vielmehr, dass alle anderen SPÖ-Skandale (Skylink, Stiftungen die in der Stmk. als gemeinnützig deklariert werden um Steuern zu hinter.. ähm ich meine sparen aber in Wirklichkeit nicht gemeinnützig sind, etc. etc. )

Dies kritisieren übrigens viele Politiker:

"
"Die SPÖ in Wien verschwendet das Steuergeld aller Wienerinnen und Wiener in Millionenhöhe, das Kontrollamt prüft und erstellt vernichtende Berichte, aber nichts geschieht. Die SPÖ
vertuscht, verschleiert, mauert und zieht keine Konsequenzen. Und genau DAS ist der Grund, warum wir heute in dieser Sondersitzung
nochmals deutlich machen, dass es so in Wien nicht weitergehen kann.
"
quelle: http://tinyurl.com/2g5xxe9


Antworten Gast: stimmt leider
15.09.2010 16:33
1 0

Re: Grasser öffnet freiwillig seine Konten und nimmt damit den Gegnern den Wind aus den Segeln.

Danke für den interessanten Link.

Es ist in der Tat auffällig, dass kein einziger SPÖ-Skandal genau untersucht wurde und es auch keinerlei Konsequenzen gab.

Zum Beispiel der Stiftungsskandal, Skylink, etc.

Antworten Antworten Gast: Kodiac
16.09.2010 16:48
0 0

Re: Re: Grasser öffnet freiwillig seine Konten und nimmt damit den Gegnern den Wind aus den Segeln.

Einen ÖVP-Aussendungslink posten und sich unter anderem Nick dafür bedanken...lächerlicher geht es wirklich nicht mehr!

Antworten Gast: Nicht ablenken!
15.09.2010 15:25
0 0

Re: Grasser öffnet freiwillig seine Konten und nimmt damit den Gegnern den Wind aus den Segeln.

Da gibt es massive Verdachtsmomente und die müssen endlich seriös untersucht werden. Wieso sollte sich irgendwer noch an Gesetze halten, wenn es sowieso niemals Konsequenzen gibt. Denn Leute wie Sie, die ständig ablenken und auf andere zeigen, damit sich die Vorwürfe neutralisieren, gibt es bestimmt auf allen Seiten.

Und wenn Sie Verdachtsmomente haben, dann hindert Sie nichts daran, eine Anzeige zu machen.

Man sollte Leuten, die im Verdacht stehen, korrupt zu sein, genauestens auf die Finger schauen. Egal welcher Partei sie angehören. Denn die verstecken sich in den verschiedensten Parteien und verstehen sich prächtig miteinander. Die sind eine eigene, informelle Partei. Und die Zustände sind in den letzten Jahren richtiggehend untragbar geworden.


Re: Re: Grasser öffnet freiwillig seine Konten und nimmt damit den Gegnern den Wind aus den Segeln.

uns was hat das mit Grasser zu tun?

Gast: Hubertus
15.09.2010 12:40
0 0

Freiwilligß

Es ist schon bessser, wenn er auf richterlichen befehl seine Konten bekanntgeben muß. Denn, wenn er eines oder mehrere Konten zB im Ausland vergißt, dann hat er eine Straftat begangen. Hingegen wenn er bei einer freiwilligen Mitteilung Konten vergißt, dann gibt es ein freundliches sorry. Er kann aber sicher die ausländ. Banken die Öffnung seiner Konten zuzulassen. Da würde man sich eine menge zeit sparen. Da wir aber von Bar aufs Handerl meischi wissen, daß wesentliche Zahlungen bar durchgeführt wurden, wird das nicht so ergiebig sein.

 
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