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Buwog-Affäre: Drehscheibe „Mandarin“

16.09.2010 | 18:32 |   (Die Presse)

Grasser will auch ausländische Konten offenlegen. In Anwaltskreisen wird bezweifelt, dass Grasser tatsächlich alle seine Geldgeschäfte und die der Firmen offenlegt.

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Wien (eid). Angeboten hat er die Offenlegung seiner Konten lange – jetzt will es Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser tun: „Wir werden alle Kontenbewegungen im In- und im Ausland offenlegen“, sagt Grasser-Anwalt Manfred Ainedter zur „Presse“. In „zwei bis drei Wochen“ soll es soweit sein.

Ob sich die Staatsanwaltschaft Wien, die sich für Grassers Geldgeschäfte im Zusammenhang mit der Buwog-Affäre und wegen Verdachts der Geschenkannahme im Zusammenhang mit der Novomatic interessiert, damit zufrieden gibt? „Das muss der zuständige Staatsanwalt (Gerald Denk, Anm.) entscheiden“, gibt sich dessen Kollegin Michaela Schnell wortkarg. Wenn das von Grasser vorgelegte Material vollständig scheine, brauche die Behörde keinen Gerichtsbeschluss. Der Schritt sei im Zuge der Verhöre erforderlich geworden, sagt Schnell auf die Frage, warum man Grassers Angebot nicht früher angenommen habe.

In Anwaltskreisen wird bezweifelt, dass Grasser tatsächlich alle seine Geldgeschäfte und die der Firmen offenlegt. Es sei ein „Marketinggag“, wird spekuliert.

Besonders interessant sind die Treuhandfirmen „Mandarin“ und „Ferint“, auf die ein Teil der Provision floss, die Walter Meischberger und Peter Hochegger für Lobbying beim Buwog-Deal erhielten.

Meischberger zahlte 500.000 Euro für Aktien der MIP und MEL (Grasser war MIP-Manager) auf ein Konto der „Mandarin“ bei der Raiffeisen Bank Liechtenstein AG. Über „Ferint“ und deren Konto bei der Meinl Bank flossen 500.000 Euro an Tilo Berlin für eine Beteiligung an der Hypo Alpe Adria.

Grasser hat die direkte Beteiligung immer bestritten. „Er hat für seine Schwiegermutter Marina Giori-Swarovski Geld veranlagt“, sagt Ainedter. Der Einsatz plus Gewinn aus dem Hypo-Deal von 783.000 Euro sollen von „Ferint“ auf „Mandarin“ gegangen sein.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.09.2010)

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5 Kommentare

hallo ihr da draussen

hallo redaktion....
könnte das jemand als mindmap sortieren ??
das system grasser
wer, was, wohin, wieviel......
es könnte der justiz helfen den khg schneller in seine zelle zu befördern - er bettelt ja fast darum

Eher weniger

Karlheinz Grasser wird nur das offenlegen und zugeben, was ihm der Staatsanwalt beweisen kann, nicht mehr - eher weniger.
http://gedaunknsplitta.blog.de

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Na, so ein Blödsinn !!!


Wer weiß schon wem anonyme Konten irgendwo offshore gehören? Das ist doch reiner Pflanz und verstärkt den Eindruck für komplett deppert gehalten zu werden.

Das Positive: KHG bekommt nirgendo mehr seriös einen Fuß am Boden, der Ruf ist dahin - egal wie ein etwaiges Urteilt ausfällt oder auch nicht.

Antworten Gast: Wuzzi
17.09.2010 05:30
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Re: Na, so ein Blödsinn !!!

Der hat doch immer schon die Leut für deppert verkauft: z.B. Homepage-Affäre, aus der er sich mit Gefälligkeitsgutachten von Freunderln locker herausgewunden hat. Er glaubt, er kann machen, was er will, und kann sich nehmen, was er will. Bei den MEL-Papiern wurden Tausende um ihr Vermögen gebracht und er kassierte lächelnd ab. Immer wenn es es gehörig stinkt, es tauchen jedesmal dieselben Namen aus Grassers Dunstkreis auf - solche Zufälle gibt es nicht!

wann wird das Karli-Heinzi endlich einmal eingesperrt ?

ja, im Marketing war der KHG schon gut. Aber heute sollte man ihn besser kennen. Er hat die Österreicher reingelegt, hat Kleinanleger (MIP) "mündelsichere" Aktien zeichnen lassen - die später horrende Kursverluste erlitten - während er selbst Gagen kassierte. Der lügt wie gedruckt - es gilt übrigens die Unschuldsvermutung. Heute, darf man ihm einfach nicht mehr glauben ... man könnte höchstens die von ihm überreichten Unterlagen später mit den von der Staatsanwaltschaft Erhobenen vergleichen.

Hobbyökonom