19.06.2013 05:51 Merkliste 0

Finanzaffäre: Bei Telekom/ Novomatic geht es um 6,5 Mio. Euro

23.09.2010 | 18:18 |   (Die Presse)

Die Staatsanwaltschaft prüft Zahlungen an Hochegger und Meischberger. Besonders interessant: ein Gemeinschaftsunternehmen von Telekom Austria (TA) und Novomatic (AON Wettdienstleistungs GmbH).

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Wien (APA). Die Staatsanwaltschaft Wien stößt im Zusammenhang mit den Ermittlungen um den Verkauf der Bundeswohnungen (Buwog) laufend auf „Nebenschauplätze“ mit dubiosen Geldflüssen. Die Spange bilden einmal mehr Lobbyist Walter Meischberger und PR-Profi Peter Hochegger. Die Behörde untersuche Zahlungsflüsse von 6,5 Mio. Euro von der Telekom Austria an Meischbergers „Zehnvierzig GmbH“, zitiert das „Format“ den Sprecher der Staatsanwaltschaft Wien, Thomas Vecsey. Es gehe um den Verdacht der Untreue.

Besonders interessiert sich die Staatsanwaltschaft für ein Gemeinschaftsunternehmen von Telekom Austria (TA) und Novomatic (AON Wettdienstleistungs GmbH). Damit die Firma aktiv werden konnte, brauchte es eine Änderung des Glückspielgesetzes. Wie berichtet, soll die Novomatic Meischberger mit Lobbying beauftragt und dafür 450.000 Euro gezahlt haben. Karl-Heinz Grasser, damals Finanzminister, wird deshalb von der Staatsanwaltschaft der Geschenkannahme verdächtigt. Vom ehemaligen TA-Vorstand Rudolf Fischer soll es eine direkte Achse zu Meischberger und Hochegger gegeben haben, die als „Gelddrehscheibe“ gedient hätten. Auch der Waffenlobbyist Alfons Mensdorff-Poully soll lobbyiert haben. Für alle gilt die Unschuldsvermutung.

 

Telekom als Privatkläger

Die Telekom hat sich mit ihrer neuen Führung als Privatbeteiligte an dem Verfahren rund um das Geschäft mit der Novomatic angeschlossen. Sie spricht von einem Streitwert von 9,1 Mio. Euro – mehr als die Staatsanwaltschaft annimmt. Hochegger soll auch beim Kauf der bulgarischen Mobiltel durch die Telekom aktiv gewesen sein. Laut seiner Aussage sollte er dafür sorgen, dass die Raiffeisen Investment AG das Mandat als Investmentbank bekommt. Hocheggers Firma Valora hatte einen Vertrag mit der Raiffeisen Centro Bank.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 24.09.2010)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

Mehr auf DiePresse.com

81 Kommentare
 
1 2 3
Gast: mysterium
23.09.2010 16:20
0 0

Mobiltel Bulgarien

wurde doch von SCHLAFF, TAUS und CORDT von einem "Kriminellen" gekauft und von der BAWAG finanziert.
Die 3 verkauften dann die Mobiltel an die Telekom - mit einem sehr guten Gewinn.
Was soll das ganze jetzt?
Jetzt soll plötzlich Grasser und Konsorten die Mobiltel direkt gekauft haben.
Da passt doch was nicht?

Gast: typisch 2-gerechtigkeit
23.09.2010 16:18
1 0

was ist mit untersuchungshaft ???

besteht hier keine verdunkelungsgefahr, fluchtgefahr...
plötzlich sitzt der khg auf einer yacht bei den cayman inseln....
helfen ihm staatsanwälte dabei ????

1 0

Wieder einmal

ein super höchst überdrüber extrem sauberes Geschäft. KHG wir wollen dich nicht mehr!

Verantwortung

Und wem haben wir so einen tollen Finanzminister (ex) zu verdanken:
Natürlich unserem geliebten Wolfi Schüssel, dem der Staat Österreich und seine Bevölkerung aber so was von egal war, nur damit er Bundeskanzler sein konnte!

Natürlich gilt auch hier die Unschuldsvermutung.

Unschuldsvermutung

Und wieder einmal gilt die Unschuldsvermutung. Gibt es eigentlich eine dubiose Geldtransaktion, in die das Trio Grasser / Meischberger / Hochegger nicht involviert ist?
http://gedaunknsplitta.blog.de

Gast: dieverarschenunsnachstrichundfaden
23.09.2010 15:42
2 0

nicht einmal ignorieren

die Justiz soll aufhören die Bevölkerung zu verarschen - Wenn die Justiz es Ernst meinen würde, dann würden der Meischberger, Grasser, Plech und Hochegger schon lange sitzen!

 
1 2 3

Hobbyökonom