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Abgehört: Grasser gab Meischberger "harmlosen Rat"

07.12.2010 | 17:16 |   (DiePresse.com)

Ein abgehörtes Telefonat zwischen Ex-Finanzminister Grasser und seinem Freund Meischberger könnte die beiden belasten. Meischberger wusste nicht mehr, wofür er eine Provision bekommen hatte.

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Polizeiliche Telefonabhörprotokolle von Gesprächen zwischen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser und dessen Freund und Geschäftspartner Walter Meischberger hat die Wiener Wochenzeitung "Falter" nach eigenen Angaben "zugespielt" erhalten. Der Telefonlauschangriff belaste Grasser und Meischberger, heißt es in der morgen erscheinenden neuen Ausgabe.

Im Zentrum stehen rund 800.000 Euro vom Baukonzern Porr. Der börsenotierte Baukonzern hat alle Schmiergeldvorwürfe bisher entschieden zurückgewiesen. Um die hohe Provisionssumme bei Einvernahmen der Polizei zu erklären, habe Meischberger mit Grasser telefoniert - nicht wissend, dass die Gespräche abgehört und aufgezeichnet wurden, so der "Falter". Aus medienrechtlichen Gründen könne man die Gespräche nicht veröffentlichen. Die rudimentären Gesprächsnotizen von "Gespräch Nr. 34" vom 1.2.2010 um 20.32 Uhr zwischen Grasser und Meischberger sowie von einem "Gespräch Nr. 29" zwischen beiden vom 29.1.2010 um 18.38 Uhr geben nur wenige Worte wieder.

"Gedächtnis auf die Sprünge helfen"

Grassers Anwalt Manfred Ainedter sagte dazu zum "Falter": "Karl-Heinz Grasser hatte damals mit Meischberger am Telefon beratschlagt, wie Meischberger feststellen kann, welche Leistungen er für die Porr erbracht hat. Er riet ihm, im Internet zu recherchieren, in welchen Ländern die Porr tätig ist, damit er seinem Gedächtnis wieder auf die Sprünge hilft. Es war der harmlose Rat eines Freundes, aber keinesfalls der Versuch, Einfluss auf seine Aussage zu nehmen."

Anders die Reaktion der Behörden auf die Telefonate, berichtet der "Falter": Während die Polizei Meischberger wegen Verabredungsgefahr in U-Haft nehmen habe wollen, habe die Justiz davon abgesehen, weil die Beschuldigten dann volle Akteneinsicht bekommen hätten.

Keine Erklärung für hohe Provisionen

Porr habe laut Magazin "gerade zu jener Zeit, als Karl Heinz Grasser seine Beamten aus den Immobilien des Staates in private Hochhäuser umsiedelte", rund 825.000 Euro an Meischberger und Hochegger überwiesen. Bei den Einvernahmen habe Meischberger aber keine Erklärung für die hohen Provisionen anzubieten gehabt. Laut bei einer Hausdurchsuchung in Meischbergers Villa sichergestellten Honorarnoten hatte Meischberger am 23. Mai 2005 an die Porr-Tochterfirma "UBM-Realitätenentwicklung AG" eine 600.000 Euro-Provision fakturiert. Seine Werbeagentur "zehnvierzig" habe dafür einen Mietvertrag im Hotel "Holiday Inn" in München vermittelt.

Die Ermittler hätten jedoch einen anderen Verdacht: "Es besteht der Verdacht", so das Bundeskriminalamt laut "Falter", "dass die Zahlung der UBM in Höhe von 600.000 Euro an Meischbergers "zehnvierzig GmbH", die über das Projekt Holiday Inn Hotel München in der UBM widerrechtlich verbucht wurde, tatsächlich jedoch im Zusammenhang mit der Brehmstraße in Wien steht und unter Umständen für das Zustandekommen eines Mietvertrages zwischen der UBM und dem Bundesministerium für Finanzen bezahlt wurde."

Weitere Zahlung gibt Rätsel auf

Auch eine Porr-Zahlung von rund 200.000 Euro an Meischberger gebe Rätsel auf, heißt es. In einer Selbstanzeige bei der Finanz habe Meischberger noch gemeint, es sei bei diesem Porr-Auftrag um die "Erarbeitung strategischer Konzepte im Zusammenhang mit einem Autobahnprojekt in Osteuropa (Rumänien oder Ungarn)" gegangen. Er habe eine Studie abgegeben, sagte er dann später, doch "er könne nicht angeben, wer diese gemacht hat" und sich leider auch nicht mehr erinnern, mit welchen Porr-Managern er damals zu tun hatte.

Der Anwalt von Meischberger, Gerald Toifl, war auf APA-Anfrage am Dienstag nicht zu sprechen.

(APA)

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174 Kommentare
 
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Jetzt wäre ein Verhaftungswelle wohl zu spät.

Das versagen der Justiz wird immer mehr sichtbar, wie ist es überhaupt möglich, dass sich Grasser, Plech und Meischberger noch absprechen. Wäre man hier stringent vorgegangen, hätte man alle drei in U-Haft genommen und professionell verhört, hätten sie sich in unwiderlegbare Widersprüche verheddert. Unserer Justiz fehlt jegliche Stringenz und die Ursache dafür sind stinkfaule unqualifizierte Beamte.

1 0

Lernt endlich etwas von den AMIS!!!

Die würden den Spargeltarzan 30 Jahre wegen Falschparken einbuchten und der Kittel wäre geflickt. Dann würde ihm das Grinsen über unsere Justizgrößen schon vergehen.

Merke: Gute Juristen werden Advokaten und verdrehen für teures Geld das Recht.
Schlechte Juskoffer werden Richter und lassen sich von den "Guten" zum Narren machen; es gibt aber Ausnahmen die werden Minister, wenn die blinden Hennen ein Körnchen finden könnten.-

Antworten Gast: nabravo
09.12.2010 20:14
0 2

Re: Lernt endlich etwas von den AMIS!!!

Und Sie sollte man wegen Blödsinn-Schreibens für 30 Jahre einbuchten!

Gast: gast jjaaa
09.12.2010 16:21
4 0

schüssel

Warum wir hier alle Posten haben wir unseren ehemaligen Bundeskanzler Schüssel zu verdanken.
Und der versteckt sich vor jedweder Veranwortung.! Dieser erbärmliche Mensch ?

Wikileaks für Sozis

Ich hätte auch gern ein paar Sozi-Gespräche veröffentlicht. ZB jenes, in dem der Flughafen-Vorstand 5 weitere Jahre von Häupl/Pröll geschenkt bekommen hat, obwohl zu dem Zeitpunkt jedem klar war, dass da grob fahrlässig gehandelt wurde (es gilt natürlich die U-Vermutung, eh klar, drum gabs auch noch fette Boni-Zahlungen oben drauf).

Antworten Gast: Poldine
09.12.2010 15:13
0 0

Re: Wikileaks für Sozis

Aber die FPOE ist die Selbsternannte Saubermacherpartei und da passieren solche Pannen?

Wasser und Brot praedigen und selbst Kalbfleisch und guten Wein essen, eben ehrlich, anstaendig, fleissig FREIHEITLICH!!!


Gast: gast
09.12.2010 12:40
0 0

im fall grasser

könnte man auch über eine humane abschiebung nachdenken

Antworten Gast: Gustl
09.12.2010 15:54
0 0

Re: im fall grasser

Nach Kaernten zu den Fal.....

Antworten Gast: Poldien
09.12.2010 15:14
0 0

Re: im fall grasser

Nach Kaernten zu den Fallotten und einen grossen Zaun herum aufstellen?

Gast: gast
09.12.2010 11:44
1 0

Jeder kleine Wirtschaftstreibende hat Aufzeichnungen über seine Einnahmen/Ausgaben

Aber klar, bei über 800.000 Euro kann man schon mal vergessen, wofür man die bekommen hat.

Gast: gast
09.12.2010 11:22
0 0

Es gilt die Unschuldsvermutung!

Der Mann hat einfach Pech, dass man in seinem Dunstkreis so vieles missversteht.

Gast: Papa Schlumpf
09.12.2010 10:21
1 0

Wie lange werden wir von userem Polit-Justiz Sumpf noch verarscht?


Antworten Gast: Gustl
09.12.2010 15:52
0 0

Re: Wie lange werden wir von userem Polit-Justiz Sumpf noch verarscht?

Wartet einmal ab bis wir von der FPOE regiert werden!
Seht nach Kaernten welch Politsumpf dort vorherrscht!!!!!!!!

Antworten Gast: Poldine
09.12.2010 15:16
0 0

Re: Wie lange werden wir von userem Polit-Justiz Sumpf noch verarscht?

Warte erst bis Oesterreich FREIHEITLICH regiert wird!
Schauts an was in Kaernten abgeht und wieviel dort aufgeklaert wird!?!?!

Langsam...

...wird das fad - und teuer. Man sollte diesen Personen einfach die Staatsbürgerschaft entziehen und abschieben.

Re: Langsam...

Den nimmt uns keiner ab

Gast: Elisabeth1111
09.12.2010 08:31
2 0

Wieso nicht Häfn

Wieso kommt man nicht in den Häfn, wenn man österreichisches Volksvermögen an Freunde verschenkt und dafür kassiert! Die Wohnungen der Buwog wurden um ein Drittel des Wertes verschenkt! Eine Sauerei! Kann das kein Richter nachrechnen!? Ist die Justiz blind?

Gast: Na und?
09.12.2010 08:13
2 0

Eines steht fest:

NIE wird man den lustigen Karl-Heinz Grasser einsperren! Dafür weiß er zu viel!!!

Und wenn sich die User hier reihenweise aufregen über Schüssel und die ÖVP: Man hat diese Partei gleich zweimal hintereinander wieder in die Regierung gewählt.

Also will man als Wähler ja in Wahrheit solche Zustände, nicht wahr?!

Merke: Willst Du eine andere Partei in der Regierung, mußt Du auch eine andere Partei wählen.

Gast: klausi
09.12.2010 02:15
1 0

hallo?


Gast: gast
08.12.2010 23:15
2 0

buwog

man braucht nur die gesamtsumme der buwog wohnungen durch die anzahl durchdividieren.

ich habe es mal gemacht vor längerer zeit, da sind so ca. 18.000 euros pro wohnung (!) herausgekommen.

unfassbar!

Re: buwog

Die BUWOG hatte auch viel an Verbindlichkeiten ... welche Mitübernommen wurden. Aber trotzdem - hier wurde zu billig veräußert - der Staat enorm geschädigt - da sind die 10 Millionen BUWOG-Provision nur ein Bruchteil der Schadenssumme. Zieht man andere "Meischi-Deals" mitein (zB LinzTerminaltower) dann wird der Schaden noch höher. Grasser ist hierfür verantwortlich - man kann nicht mehr von schiefer Optik sprechen. Die Justiz ist tatsächlich korrupt durch und durch (anders ist die Untätigkeit und die Samthandschuhanfasserei nicht erklärbar)

Gast: bankerin
08.12.2010 22:03
3 0

Bankverbindung

was läuft da wirklich? Die Überweisung muss doch ein Absenderkonto haben und Geschäftsunterlagen für den Zahlungszweck.
Das Land ist völlig am Ende und ohne Zukunft.

Antworten Gast: mais
09.12.2010 02:16
0 0

Re: Bankverbindung

UND?

Gast: gast
08.12.2010 21:12
2 0

und der schüssel

lacht sich heimlich ins fäustchen denn er steht mit der weißen weste da glaubt er zumindestens auch für ihn gilt absolut die unschuldsvermutung

Re: und der schüssel

Und er ist auch gut versorgt, im Vorstand bei der RWE...

Antworten Gast: tkb-wien.at
08.12.2010 22:29
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Re: und der schüssel

Der alte kleine Mann mit der witzigen Fliege,
der lebt noch?

 
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Hobbyökonom