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Jeder Zweite rechnet mit Frühpension

09.12.2010 | 12:38 |   (DiePresse.com)

Grund für die schlechten Aussichten auf ein hohes Pensionsalter sind Zeitdruck und Belastung durch Vorgesetzte.

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Insgesamt 46 Prozent der unselbstständig Beschäftigten halten es für unwahrscheinlich, dass sie bis zum regulären Pensionsantrittsalter in ihrem Beruf tätig sein können. Das geht aus dem aktuellen Arbeitsgesundheitsmonitor hervor, den Johann Kalliauer, Präsident der AK Oberösterreich, und Reinhard Raml vom Meinungsforschungsinstitut IFES heute, Donnerstag, präsentierten.

Der Österreichische Arbeitsgesundheitsmonitor wurde auf der Grundlage von ausgedehnten Feldstudien in den Jahren 2006 und 2007 unter Mitwirkung des Arbeitsmedizinischen Dienstes Linz entwickelt. Er ist repräsentativ für alle unselbständig Beschäftigten in Österreich.

Hoher Zeitdruck

Vor allem Belastung durch den Vorgesetzten und hoher Zeitdruck seien die Gründe dafür, erläuterte Raml. Insbesondere bei Befragten bis 49 Jahren sei der Wert mit 44 Prozent zu hoch.

Vorzeitiger Pensionsantritt zeichne sich bereits sehr früh ab und liege vor allem am Arbeitsumfeld. Von den rund 900.000 Menschen in Österreich, die unter "vergleichsweise ungünstigen" Bedingungen arbeiten, würden nur 31 Prozent an das Erreichen des Antrittsalters von 60 bzw. 65 Jahren glauben. Unter den knapp 1 Million Arbeitenden, die "sehr gute Bedingungen" amArbeitsplatz vorfinden, zweifle daran nur ein Viertel.

Führungsstil verbessern

Vor allem der Führungsstil im mittleren Management, nicht nur der wenigen Topmanager, müsse verbessert werden. Insgesamt halten von 6.871 Befragten unter 65 rund 29 Prozent das Erreichen des Antrittsalters für "eher unwahrscheinlich", 17 Prozent glauben gar nicht daran.

"Es geht hier nicht um Schuldzuweisungen, aber der tägliche Obstkorb für die Mitarbeiter reicht nicht", ergänzte Kalliauer. Das Problem sei nicht nur auf die Eigenverantwortung der Mitarbeiter abzuwälzen, gesündere Ernährung und mehr Bewegung alleine seien nicht genug. Im technischen Arbeitnehmerschutz habe es in den letzten Jahren viel Verbesserungen gegeben, nun müsse auch die Arbeitsorganisation stärker berücksichtigt werden. Man müsse den Betrieben klar machen, dass auch sie einen Nutzen aus gesunden Mitarbeitern ziehen. Auch eine erhöhte Beteiligung an den anfallenden Kosten für das Gesundheitssystem, die nach Branchen unterscheidet, sei ein Weg.

Mittleres Management weiterbilden

Weiterbildung des mittleren Managements sei eine Möglichkeit, um zeitgemäßere Arbeitsorganisation zu den Betroffenen zu bringen, erklärte Raml. Auch der internationale Vergleich biete zahlreiche Beispiele für die Umsetzung. Andere Länder mit weit höheren Beschäftigungsquoten der über 50-jährigen würden das große Verbesserungspotenzial aufzeigen, denn "so anders sind die Österreicher nicht".

Für den österreichischen Arbeitsgesundheitsmonitor werden seit 2008 pro Quartal 1.000 unselbstständig Beschäftigte ab 15 Jahren interviewt. Laut Raml ist die Erhebung betriebs- und branchenübergreifend und erfasst nicht nur Krankenstände, sondern auch "Beschwerden, die nie im Gesundheitssystem ankommen."

(APA)

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20 Kommentare
Gast: Justine
07.01.2011 19:33
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Das pauscht die Politik so auf,

ist ja nicht war, nur die nicht´s Arbeiten wollen, denken ja schon mit 50 Jahren an die Pension. Keiner meiner Kolleginen wollte früher gehen.

Es gibt jene die müssen weil die Firma abbaut oder zwei Jahre vor der Pension zusperrt oder jemand 55 Jahre ist, eine Firma sperrt zu. Dann nimmt sie oder ihm keiner mehr.

Die Herren in der Politik werden es nicht verstehn, die leut die nichts Arbeiten wollen sind so. Daran ist der Staat schuld, der soll denen nix zahlen kein Notstand Jahrelang.

Es gibt immer eine Arbeit und wenns Geschir Abwaschen in der Gastronomie oder Fensterputzen, wenns strassen sauber machen ist. Einige Polen gehen in Wien Umgebung um 10 euro in der Stunde Putzen. Schwarz ohne Steuer zu Bezahlen. Man könnte auch eine Argentur gründen wo jene Menschen hin vermittelt werden, aber auch Steuer bezahlen dafür.

Wenn man Jenen Menschen die Behindert sind oder wirklich nicht Arbeiten gehen können was gibt. Ist es eine ersparnis. Jene die ungerecht in Pension sind wegen Berufsschutz zurück in den Job.
Dazu ist unsere Politik unfähig, den es gibt ja immer noch deppen die gerne Arbeiten gehen für solche dachinierer.

Antworten Gast: yyyy
07.01.2011 21:55
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Re: aber nur die roten

das sind ja die einzigen stimmen. SPÖ wählen doch nur Sozialschmarotzer, den bei denen brauchens nix hakeln und bekommen am meisten. Bist du Arbeitsscheu, wähle SPÖ dann hast alles Frei.

ASVGler sollen gefälligst länger arbeiten!

Damit die vielen Parteigünstlinge, Politiker und Beamte ab 50 in Pension gehen können.

Gast: hackler
12.12.2010 11:33
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wunschdenken und die realität

der hr sozialminister hundsdorfer träumt von pensionen mit 65 und höher.

der produktive anteil der bevölkerung ist schon gefährlich gesunken, der staat und zugehörige betriebe arbeiten jenseits der realität und die deindustialisierung hat ihren beitrag geleistet.

liegt sicher an der ausbildung der arbeitenden menschen das diese so unter internationalen druck und den druck der lokalen abgaben ihren beitrag immer schwerer leisten können.

entweder unsere politiker so dumm oder sie lügen uns mit jeden wort an.


Antworten Gast: Fred88
29.12.2010 16:52
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Die Österreicher sollen länger arbeiten!

Damit die Griechen weiterhin unter 60 in Pension gehen können. Falls sie zu wenig Geld haben bekommen sie von der EU (und uns) weitere 100 Mrd......

Gast: verrechner
10.12.2010 08:17
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Rechnen ist nicht die Stärke der Österreicher (PISA)

....na hoffentlich hat sich da nicht die Hälfte total verrechnet.
Die können dann nur auf die ebenfalls evidente mathematische Unfähigkeit unserer verantwortungslosen Politkasperle rechnen.

Gast: Zeitdruck
10.12.2010 00:00
0 2

Zeitdruck

Da jammern also manche in Zeiten der Rekordbeschäftigung über Zeitdruck...

In naher Zukunft wird die Zahl der Erwerbstätigen sinken und dennoch werden diese Erwerbstätigen (mindestens) gleich viel BIP (real) erwirtschaften müssen wie derzeit um die Sozialleistungen zu bezahlen und die Staatsschuld zu bedienen.

Da werden die Österreicher erst wirklich lernen was Zeitdruck ist.

Freundschaft, Genossen!

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Politiker schmeissen

schamlos mit unseren Steuergeldern herum, sodass jemand, der Jahrzehnte gehackelt hat, sich sehr wohl Hoffnungen auf eine Frühpension machen darf und soll !
Bei den Inländern fehlts an allen Ecken und den Fremden stecken diese verantwortungslosen, überbezahlten Ni.c.h.t.s.k.önner unser Geld in den Rachen. In dieser Regierung ist einfach alles "h.a.r.a.m.".

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Politiker schmeissen

schamlos mit unseren Steuergeldern herum, sodass jemand, der Jahrzehnte gehackelt hat, sich sehr wohl Hoffnungen auf eine Frühpension machen darf und soll !
Bei den Inländern fehlts an allen Ecken und den Fremden stecken diese verantwortungslosen, überbezahlten Nichtskönner unser Geld in den Rachen. In dieser Regierung ist einfach alles "haram".

Gast: Markus Trullus
09.12.2010 17:53
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Wichtig?

",.. Man müsse den Betrieben klar machen, dass auch sie einen Nutzen aus gesunden Mitarbeitern ziehen." geh bitte, dass ist doch ein alter Hut. Biiligste, junge Fachkräfte mit 22, aber 40 Jahre Erfahrung, und unter 800,- Brutto pro jahr... das ist es, was gebraucht wird. Die Sharholder werden es dann beglückt zur Kenntnis nehmen! Die Gesundheit ist von tertärer Bedeutung!

Re: Wichtig?

Leider wahr. Schnell und billig soll alles sein. Auch die Arbeitskräfte. Das ist ja alles so wichtig für den Wirtschaftsstandort.

Warum Fruehpension?

Belastung durch den Vorgesetzten? Zeitdruck? Verbesserungen im Management? Das ist doch alles nicht die Wurzel des Problems! Ich glaube da fehlt es gewaltig an der Erziehung. Die Grundeinstellung zum Leben ist einfach zu schwach. Ich arbeitete bis 77, bin jetzt 88, und hatte ein grossartiges Leben ohne Erbgut, ohne "Verbindungen". Ich zerbreche mir den Kopf wie man das den Mitmenschen ermoeglichen koennte. Falls es der "Geist der Zeit" ist der den Leuten die dumme Idee eingibt dass man was vom Staat geschenkt kriegt, dann muss man eben diesen Geist der Zeit bekaempfen! Wer wird denn diesen Fruehpensionisten die Pension zahlen wenn im Staat nur eine Minderheit arbeitet und Sozialbeitraege leistet? Vielleicht verstehe ich da was ganz Grundsaechliches nicht rightig?
Siehe auch meine Webseite http://mysite.verizon.net/gmrwin/

Re: Warum Fruehpension?

@lucretius:
habe mir deine webseite einmal kurz angesehen, sieht ganz interessant aus.
streng genommen hast du allerdings in deinem leben nicht "richtig" gearbeitet. ich schau an, wie du aussiehst, wenn du mit 64 (mein alter) physisch als facharbeiter arbeiten musst. du wirst mit sicherheit nicht bis 77 arbeiten wollen und können. da sind dann begriffe wie: zeitdruck, belastung durch die vorgesetzten, verbesserungen im management etc sehr wohl die wurzel des problems.
abgesehen davon, man muss mir der wirtschaft im wahrsten sinne des wortes KÄMPFEN, damit man bis zum regelpensionsalter arbeiten darf. AK und ÖGB dürfen mit unterstützen, damit ich dieses ziel erreichen kann.
für einen leihhackler grenzt das an ein wunder.

Re: Re: Warum Fruehpension?

Wenn 46% nicht erwarten zur normalen Zeit in den Ruhestand zu kommen, dann ist das ein Problem das alle betrifft. Es gibt sehr wohl einen "Geist" in jeder Gesellschaft der entscheidend fuer jeden gemeinsamen Erfolg ist. Leider sind viele Experten nicht bereit sich um solche subjektive Faktoren zu kuemmern, aber sie sollten es.
Ferner: Was ist Arbeit? Wir haben da etwas verschiedene Ansichten. Fuer mehr siehe die Webseite.

Gast: gast
09.12.2010 15:45
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jeder zweite rechnet mit frühpension

und die andere hälfte wird niemals in pension gehen können.... so schauts aus, rette sich wer kann.

Gast: Bello
09.12.2010 14:44
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Nicht schon wieder,

Was soll das mit dem Management und Führungskräften?
Das ändert nichts daran, dass der Mensch irgendwann nicht mehr arbeitsfähig ist und auch nicht mehr kann. Auch diese andauernde Volksverhetzung gegenüber dem angehenden Pensionisten wird nichts daran ändern.
Uns arbeitenden Menschen ist einmal versprochen worden 45/60 und das soll auch so sein. Alles andere ist eine Lüge an das Volk und gehört vor das Gericht.

Antworten Gast: Gast
09.12.2010 17:17
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Re: Nicht schon wieder,

Ich glaub die meisten Leute haben dann einfach keine Lust mehr zu arbetien und auch keine Lust sich irgendwie anderwertig zu beschäftigen/weiterzubilden. Außerdem nur weil mir von der Politik irgendwas versprochen wurde, glaub ich ungefähr so fest daran wie, dass mir das Christkind was zu Weihnachten bringt.

Re: Nicht schon wieder,

45/60 - und mit 85 sterben. Jedes Milchmädchen weiß, daß sich das nicht ausgeht. Leute mit solch Einstellung gehören vor ein Gericht.

ARBEITE, GENOSSE!

Antworten Antworten Gast: Markus Trullus
09.12.2010 17:46
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Re: Re: Nicht schon wieder,

OK, Genosse, dann zeig mir, wo arbeit für +60!
Freundschaft

Antworten Antworten Antworten Gast: triple_
09.12.2010 23:06
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Re: Re: Re: Nicht schon wieder,

Arbeit ist ne Holpflicht, keine Bringpflicht.

Hobbyökonom