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Westbahn-Chef: "Wir werden krass unterschätzt"

13.12.2010 | 18:20 |  Jakob Zirm (Die Presse)

Wehinger will nach fünf Jahren profitabel sein. Den ÖBB werde es nicht gut gehen, so lange „so viele Kräfte an dem Unternehmen zerren“. ÖBB erhält für den Betrieb der unrentablen Strecken 600 Mio. Euro

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Die Presse: Essen Sie gerne Rosinen?

Stefan Wehinger: Nein. Warum?

Weil Ihnen von vielen Seiten vorgeworfen wird, sich mit der Westbahn die einzige Rosine im heimischen Schienennetz herauszupicken.

Wir nehmen die Rosine auf, die die ÖBB selbst nicht aufnehmen. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass sie versuchen, das Beste zu machen, aber mit den derzeitigen Verträgen und Betriebsmitteln geht einfach nicht mehr. Daher braucht es den Wettbewerb, um den Markt neu aufzubauen. Das ist ähnlich wie im Telekombereich. Dort wartete man vor 25 Jahren sechs Monate auf einen Viertelanschluss. Durch Liberalisierung und Wettbewerb dauert das heute drei Minuten.

Sie fahren künftig auf der einzigen wirklich profitablen Strecke. Die ÖBB müssen auch das restliche Netz bedienen. Da ist es für Sie ja wesentlich einfacher, erfolgreich zu sein.

Die ÖBB erhalten für den Betrieb dieser unrentablen Strecken allerdings 600 Mio. Euro an gemeinwirtschaftlichen Leistungen pro Jahr. Wir müssen also dort beginnen, wo es am „einfachsten“ ist. Wir prüfen aber auch bereits andere Strecken in Österreich, wo wir künftig eventuell fahren.

Sie fordern jedoch ebenfalls staatliche Zuschüsse und klagen daher sogar die Republik.

Das ist so nicht richtig. Wir klagen darauf, dass der Wettbewerb erhalten bleibt. Also, dass die ÖBB entweder keine gemeinwirtschaftlichen Leistungen mehr auf jenen Strecken erhalten, auf denen wir auch fahren. Oder, dass wir dieselbe Leistung bekommen, die die ÖBB für den Transport der Pendler auf diesen Strecken erhalten.

Sie haben ja angekündigt, Ihre Tarife nach dem Halbpreis bei den ÖBB auszurichten. Wie werden Sie auf wahrscheinlich kommende Kampfpreise reagieren?

Wir werden jeden Preis halten, den die ÖBB auf den Markt bringen. Es wird auch bei uns Sonderangebote an den Wochenenden und Feiertagen geben. Das tut dem Markt gut. Wenn sich schlussendlich mehr Menschen fürs Bahnfahren interessieren, dann haben wir beide etwas davon. Ähnlich sieht das ja auch ÖBB-Chef Christian Kern.

Wann wollen Sie profitabel werden?

Wir rechnen damit, nach fünf Jahren operative Gewinne zu schreiben. Ich glaube, dass wir von vielen, die bereits lange in dem Markt tätig sind, krass unterschätzt werden. Nicht nur von den ÖBB, auch von Zulieferern oder den Behörden.

 

Wie beurteilen Sie eigentlich ÖBB-Chef Kern als neuen Widerpart?

Ich wünsche ihm viel Gesundheit und Kraft für die schwierige Aufgabe. Und ich wünsche ihm auch, dass er zehn bis 15 Jahre in dem Job bleiben kann und nicht vorher schon politisch abberufen wird. Denn nur so ist sichergestellt, dass sich bei den ÖBB mittelfristig etwas ändert. Die dauernden Wechsel im Management sind für das Unternehmen einfach nicht gut.

Sind die ÖBB grundsätzlich reformierbar?

Ich bin nicht mehr in der Position, das beurteilen zu können. Klar ist aber: Den ÖBB wird es nicht gut gehen, so lange so viele Kräfte von außen an diesem Unternehmen zerren. Und so lange die wirtschaftliche Wahrheit nicht akzeptiert wird: Das Land braucht einen öffentlichen Verkehr, der auch volkswirtschaftlich finanziert werden muss.

Ein bestimmender Faktor bei den ÖBB ist die Gewerkschaft. Eisenbahner sind ja immer gut gewerkschaftlich organisiert. Wie sieht das bei Ihnen aus?

Bisher haben wir noch keine Eisenbahner eingestellt. Aber natürlich wird es auch bei uns einen Betriebsrat geben, der gewerkschaftlich organisiert sein wird.

 

Werden Sie mit dem mächtigen Gewerkschaftsboss Wilhelm Haberzettl auch zu tun haben?

Er war der Erste, den ich nach der Gründung des Unternehmens besucht habe, um ihm zuzusichern, dass wir uns an das österreichische Arbeitsrecht halten werden und keine ausländischen Billigarbeitskräfte verwenden wollen. Und ich glaube, dass hat er auch honoriert. Denn bisher hat er uns eher unterstützt als behindert.

 

Wird das so bleiben?

Das wird der Alltag zeigen, wenn wir dann erfolgreich auf dem Markt sind.

 

Woher werden Sie Ihre Mitarbeiter nehmen?

Es werden zum Teil Leute sein, die neu in diesen Job einsteigen. Es werden aber auch manche von den ÖBB zu uns wechseln. Wir haben ja schon viele Bewerbungen. Da sehen wir uns halt genau an, ob sie auch zu unserem „spirit“ passen. In Summe wollen wir 250 Mitarbeiter aufnehmen.

Sie meinten anfangs, dass Sie noch andere Strecken prüfen. Meinen Sie damit die Südbahn?

Zuerst müssen wir den Betrieb einmal auf der Westbahn gut umsetzen. Daher möchte ich nicht zu früh die Klappe aufreißen. Auf der Südbahn ist zur Zeit außerdem die Strecke zwischen Wien und Wr. Neustadt an ihrer Kapazitätsgrenze. Solange das nicht ausgebaut ist, wird es schwierig.

 

Muss weiter Richtung Graz auch der Semmeringtunnel gebaut sein?

Ohne Semmeringtunnel wird es nie einen vom breiten Massenmarkt akzeptierten Schienenverkehr auf der Südbahn geben.

Für den Ausbau der Strecken sind aber die ÖBB verantwortlich – und werden für die Schulden dann kritisiert. Ist das Ihrer Meinung nach fair?

Das ist total unfair, weil sie eine volkswirtschaftliche Leistung vollbringen. Das gilt auch für die Nebenstrecken. Dort kosten die ganzen Autos mit nur einem Insassen die Volkswirtschaft viel mehr als ein regelmäßiger Verkehr mit Pendlerzügen.

Zur Person

Stefan Wehinger gründete zusammen mit Strabag-Chef Hans Peter Haselsteiner 2008 die Rail Holding AG mit ihrer operativen Tochter Westbahn GmbH. Ab Dezember 2011 soll das Unternehmen den Fahrbetrieb auf der Westbahn zwischen Wien und Salzburg aufnehmen – als erster privater ÖBB-Konkurrent im Fernverkehr.

Bei den ÖBB war Wehinger zwischen 2004 und 2008 als Vorstand für den Fernverkehr in der Personenverkehrstochter zuständig. Zuvor arbeitete der heute 44-jährige Vorarlberger bei der Montafonerbahn. Er kennt also das Geschäft.

Haselsteiner und Wehinger investierten 130 Mio. Euro in das Projekt. Die Tickets sollen auf dem Niveau der Halbpreise der ÖBB sein.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 14. Dezember 2010)

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55 Kommentare
 
1 2
Denker
02.02.2011 10:08
0 0

Na, die Westbahn-Gesellschaft wird schaun, wenn mehr als die Hälfte ihrer Züge

aus rätselhaften Gründen auf Nebengleisen warten und dann um ca. 1/2 Stunde später als angegeben ankommen !

Gast: oberon 12
14.12.2010 14:45
0 1

Rätselhaft

Gerade die Westbahnstrecke wird von der ÖBB sehr gut und zunehmend schneller bespielt.
Wieso sollte ich dann auf das Angebot dieses aufgeblasenen Schnösels zurückgreifen?

Antworten Gast: tg
14.12.2010 21:30
2 0

Re: Rätselhaft

Weil man dann auch ohne Vorteilscard den Vorteilscard Preis zahlt, in moderneren Garnituren unterwegs ist und die Mitarbeiter die Fahrgäste wahrscheinlich als Kunden und nicht als notwendiges Übel behandeln?

Besonders für Leute die mit den ÖBB nicht so ganz zufrieden sind (solls ja geben) wird das eine perfekte Alternative sein.

PERSIL
14.12.2010 10:43
0 0

Halte Kontakt zu Deinen Freunden !


Aber halte noch engeren Kontakt zu Deinen Feinden !

Insofern können sich die Genossen schon warm anziehen, nachdem man den Artikel gelesen hat !

Wieviel dieser Mann wirklich kann wird die Zukunft zeigen.


crisspy
14.12.2010 09:43
3 0

äpfel und birnen ... immer wieder

die ÖBB wird nicht wegen der schulden des infrastrukturbaues kritisiert sondern wegen der zustände im personal:
überdurchschnittlich im krankenstand
extrem früh in pension
keine servicekultur
gewerkschaftliche betonschädeln

jeder ist bereit schienen zu bauen aber keiner ist bereit vom steuergeld die privilegien der eisenbahner zu zahlen.

insofern ist eine trennung von infrastruktur und betrieb ganz sinnvoll und der wettbewerb auf der westbahn der erste richtige schritt in die richtung.

bahnverkehr auf nebenlinien?? wie mit kanonen auf spatzen schiessen! man fliegt ja auch nicht von st. pölten nach wien! für die ländlichen gebiete sind busse wesentlich besser geeignet, und eine umrüstung auf erdgas busse wäre wesentlich billiger und mindestens so umweltfreundlich wie ein geisterzug.

Gast: tg
14.12.2010 09:14
5 0

Wettbewerb ist auch auf der Schiene gut!

Das Problem der ÖBB ist dass sie gnadenlos ineffizient ist. Das wurde jahrzehntelang überdeckt, da ihre Aufgabe nicht primär Mobilität, sondern eher Beschäftigungstherapie war, ähnlich wie ein Jobcenter für nicht benötigte aber unkündbare Mitarbeiter (siehe auch Post...).

Der neue Bahnchef Kern deckt jetzt quasi die Spitze des Eisberges auf, indem er zB bei der Railcargo draufkommt dass viele Gütertransporte überhaupt nicht kostendeckend sind.

Ebenfalls scheint man langsam zu merken dass auch bei einem Personenzug mit einer Hand voll Insassen keine Kosten gedeckt werden können.

Doch es gibt für alles Lösungen: Es muss Wettbewerb her, und gleichzeitig soll der Staat für die Infrastruktur verantwortlich bleiben. Beim Straßennetz ist der Staat mit der Asfinag ja auch nur für die Infrastrunktur zuständig - er betreibt keine LKWs oder Autobusse. Und genauso soll er sich bei der Bahn auf den Infrastrukturbereich zurückziehen (wir wollen ja keine rostenden Schienen weil die Wartung nicht gewinnbringend ist) und an beliebige private Betreiber Nutzungsgebühren verrechnen.

Die Bahn ist übrigens nicht zwingend umweltfreundlicher als LKWs oder Busse - wenig genutzte Bahnstrecken kann man durchaus durch Fernbuslinien ersetzen, und das ist sicherlich effizienter und billiger als hochsubentioniert Tonnen von leeren Zügen durch die Gegend fahren zu lassen.

Gast: Ich bin der Meinung
14.12.2010 08:53
0 0

Die Topografie und Besiedelung Österreichs

lässt Nebenbahnen ohnedies nicht mehr zu. Es gilt die 3-4 wichtigsten Verbindungen entsprechend auszubauen und zu nutzen.
Außerdem sollte der Transit durch Österreich ungeachtet irgendwelcher EU Regelungen verteuert werden.

Was die Nebenbahnen betrifft:
Warum sollten sich die darum bemühen?
Da sollte in erster Linie die Raumordnung mit entsprechenden Bauverbotszonen ran.

Gast: fliegenpilz
14.12.2010 07:53
2 0

Kann aus Ruinen neues Leben blühen?

Den Schienenverkehr wird man in Österreich in ein paar Jahren vermutlich nicht mehr wiedererkennen. Abgesehen von der Westbahn und den Inselverkehren in den Zentralregionen des Südens wird sich dazwischen nicht mehr viel abspielen.
Es wird spannend, welches Potential private wie die Westbahn werden heben können. Für die Südbahn muß man hoffen, dass Semmeringtunnel und Koralmbahn nicht schon zu spät kommen, um die Verkehre dort zu retten. Verkehre über den Pyhrn und durch das Ennstal sind jetzt schon im Koma mit wenig Aussicht auf Reanimation. Von Wien nach Kathmandu kommt man inzwischen leichter als von Graz oder Klagenfurt nach Bregenz.

Antworten Gast: gast
14.12.2010 12:16
1 0

Re: Kann aus Ruinen neues Leben blühen?

"..Verkehre über den Pyhrn und durch das Ennstal sind jetzt schon im Koma.."

leider ist das künstliches koma, um koralm und semmering zu forcieren.
die achse berlin - prag - triest über wien ist nicht unbedingt die kürzere.

Gast: ...
14.12.2010 07:12
1 5

.

Das geht auf keine Kuhhaut mehr. Die suchen sich die profitabelste Strecke aus, das bedeutet für den Steuerzahler, dass die ÖBB in zukünftig noch stärkere Subventionen benötigt.

Im Klartext: Der Gewinn der neuen Westbahn wird aus den Taschen der Steuerzahler finanziert.

Und dann kommt dieser Typ daher und will die Republik klagen, weil er nicht subventioniert wird?

Das schlägt dem Fass den Boden aus

Antworten Gast: gast
14.12.2010 12:19
2 0

Re: .

aha, sind wir in österreich schon soweit, dass das gewinnmachen verboten gehört?
lassen sie einfach die fahrgäste entscheiden und spielen sie nicht diktator.

Antworten Gast: Kunde
14.12.2010 08:28
4 0

Re: .

Können sie nicht lesen oder sie sie ein ÖBB Systemerhalter?????

herr maier
14.12.2010 01:51
6 1

OEBB Deffizit

ist GROESSER als das ganze LV Budget!!!!
Warum?
Viel zu viele rote nichtstuende gewerkschafter welche in der privat wirtschaft unverwendbar sind da zu faul UND dumm!!!
Weg mit der Oebb, ein neues system MUSS her!
Schluss mit dem schuldenmachen!!!!

Antworten Gast: frau maier
14.12.2010 14:47
0 0

Re: OEBB Deffizit

ich bring Dir gleich Dein Bier, Schatzi.

Inzwischen solltest Du an Deinen "Deffiziten" arbeiten...

Antworten Herdentier
14.12.2010 08:19
1 3

Re: OEBB Deffizit

würde mich dringend interessieren, wieviele "Eisenbahner" Sie eigentlich selbst kennen.
Und ausserdem würde mich noch interessieren, wie Sie sich anmaßen können zu beurteilen, ob Leute aus der Privatwirtschaft faul oder dumm sind!

Ihr Kommentar lässt jedenfalls anmuten, dass sich eher Sie in letzterem Klientel wiederfinden, tatsächlich jedoch selbst für die ÖBB zu dumm und/oder zu faul waren.

heri3
14.12.2010 01:44
2 1

bei der montafoner bahn,

hat er nur unsinn gemacht.
bei den öbb hat er im auftrag der schwarzen nur verluste gemacht!
der haselsteiner kann sein geld schon abschreiben!
eine null bleibt eine null!!!!!

Gast: Auslandsoesterreicher
14.12.2010 01:07
7 0

...

Ich werde an Oesterreich und an die OEBB denken wenn ich auch dieses Wochenende nach Seoul fahre. Mit 300km/h im KTX.

lb15
25.06.2010 16:30
1 5

Ich bin kein Freund der ÖBB

Aber Wettbewerbsverzerrung muss auch nicht sein.

Fährt Herr Haselsteiner auch auf einer Nebenstrecke?
Bedient er auch EINEN Pendler aus dem Weinviertel?

Antworten Gast: gast
14.12.2010 12:25
0 0

Re: Ich bin kein Freund der ÖBB

muss er das? warum machen sie kein unternehmen und machen es?

Antworten joky
13.12.2010 22:42
5 0

Re: Ich bin kein Freund der ÖBB

Wettbewerbsverzerrung?
Welcher Wettbewerb?

Den zwischen der S7 und dem CAT - der einzigen nennenswerten Privatbahn (knapp 50% ÖBB)?

Welche nicht Kostendeckende Strecke fährt die ÖBB?
Keine, denn die einen sind entweder wirklich gewinnbringend (Westbahn) oder zumindest Kostendeckend, die anderen werden durch diverse Subventionen wirtschaftlich am Leben erhalten,...

Gruß

Antworten Antworten Gast: oberon 12
14.12.2010 14:49
1 0

Re: Re: Ich bin kein Freund der ÖBB

Verstehe ohnehin niemanden, der den CAT wählt.
Grad 5 Min. schneller und wesentlich teurer...

Gast: Paul Nikolic
25.06.2010 16:04
0 0

Die Züge der Westbahn mögen schneller beschleunigen können...

...haben aber nur die Höchstgeschwindigkeit 200 km/h. Der railjet schafft 230 km/h, daher wird der railjet nach der Fertigstellung des Ausbaus der Strecke Wien - St. Pölten 2013 ca. 20 Minuten schneller sein.

Antworten Gast: gast
14.12.2010 09:26
1 0

Re: Die Züge der Westbahn mögen schneller beschleunigen können...

rechenkünstler

Antworten just4fun
13.12.2010 19:46
4 0

Re: Die Züge der Westbahn mögen schneller beschleunigen können...

ähä, und auf wievielen kilometern der westbahn darf man 230 fahren...

Antworten Antworten Gast: Immanuel
13.12.2010 21:29
2 0

Re: Re: Die Züge der Westbahn mögen schneller beschleunigen können...

So ist das nicht richtig: DIe Züge der Westbahn-AG sollen auch viel öfter als die Railjets halten - bei gleicher Fahrzeit. Das liegt an dem viel geringeren Gewicht der Doppelstockwaggons von Stadler, dass sie viel besser beschleunigen und später bremsen können.
Die anvisierten 230 km/h der derzeit wie die seinerzeitigen konventionellen IC/ECs der Westbahn mit 200 km/h verkehrenden Railjets sind problematisch und Zukunftsmusik: In Zukunft könnten nach Adaptation der Sicherheitseinrichtungen wohl 230 zugelassen werden .die "Tauri"-Lokomitoven und die Fahrgestelle der Railjets wären grundsätzlich dazu geeignet, - aber bisher hat man überall, wo konventionelle Züge bzw. Wenedezüge mit Einheitslokomotiven derartig hohen Achsdruckes eingesetzt wurden, von 220 bzw. 230 km/h wieder auf 200 km/h rückreduziert - die Oberbaubelastung erwies sich bei 22 Tonnen Achsdruck einer Einheitslokomotive - wie das - sonst duchaus zu begrüßen- der "Taurus" ist -als zu stark. Daher fahren international wieder nur reine Triebwagengarnituren oder mit achsdruckreduzierten Triebköpfen versehene schneller als 200 km/h im Regelverkehr.

Bei der Topologie Österreichs würde sich die erhöhte Höchstgeschwindigkeit nur sehr marginal auf die Fahrzeit auswirken, sehr wohl aber die erhöhte Beschleunigung und der verspätete Bremspunkt bei leichten Garnituren.

Insgesamt ist der Wettbewerb im Personenverkehr zu begrüßen und dem mutigen Vorstoß von Wehinger mit seinem Team Glück zu wünschen.

Gast: Zahlemann & Söhne
25.06.2010 08:51
2 0

Erstaunlich, was alles geht, wenn man erst mal die Bürokratie los ist

Die ÖBB sind doch nur noch für sich selber da. Zur Verteidigung ihrer Privilegien.

 
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