Alte 1000-Schilling-Scheine sind bis zu 8500 Euro wert

14.12.2010 | 15:26 |   (DiePresse.com)

Der "Katalog der österreichischen Banknoten" gibt Auskunft über alle seit 1759 in Österreich ausgegebenen Banknoten und ihren aktuellen Marktwert. Am wertvollsten ist der "kleine Kaplan" aus dem Jahr 1961.

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Die Österreicher lagern laut aktuellen Informationen der Österreichischen Nationalbank noch Schilling-Münzen und -Banknoten im Wert von über 10,6 Milliarden Schilling (770 Millionen Euro). Wenn also vergessenes Geld auftaucht, sollte man einen genauen Blick darauf werfen. Denn ein vergessener 1000-Schilling-Schein kann bis zu 8500 Euro wert sein - wenn er aus dem Jahr 1961 stammt. Diese in Fachkreisen "kleiner Kaplan" genannten Tausender zog man bereits kurz nach Ihrer Ausgabe wieder ein, weil es aufgrund des identischen Formats und gleicher Farbe zu Verwechslungen mit dem 100 Schilling Schein kam. Nur etwa 160 Stück wurden nicht wieder eingetauscht und sind darum heute ein kleines Vermögen wert.

Eine Übersicht über alle seit 1759 in Österreich ausgegebenen Banknoten und ihren aktuellen Marktwert liefert nun ein neues Buch.

Die Publikation "Katalog der österreichischen Banknoten ab 1759" von Johann Kodnar und Norbert Künstner zeigt, dass nicht nur der bereits erwähnte Tausender, sondern auch der letzte 20 Schilling-Schein bereits vier Euro bringt, der Fünfziger sieben Euro und für den Hunderter werden 13 Euro am Sammlermarkt bezahlt. Somit kann bis zum Zweieinhalbfachen des Umtauschwertes lukriert werden.

Begehrte Raritäten und Inflationsausgaben

Auch alte österreichische Kronen und Gulden-Noten, die vor dem Schilling gültig waren, sind mittlerweile Raritäten. So haben weltberühmte Künstler wie Gustav Klimt oder Koloman Moser österreichische Banknoten entworfen.

Im Gegensatz dazu stehen die sogenannten Inflationsausgaben, die es sowohl zur Gulden- als auch zur Kronenzeit gegeben hat. So sind fast 100 Jahre alte Kronen-Banknoten aus der Inflationszeit auch heute noch um ein paar Cent zu erwerben. Zur Zeit der Nachkriegs-Inflation verteuerten sich die Preise jeden Monat um 60 Prozent. Die Banknoten wurden nicht mehr in der Geldbörse sondern in Rücksäcken und Tragetaschen befördert.

(Ag./Red.)

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9 Kommentare
Gast: www.geldschein.at
14.12.2010 21:51
0

Wertvollste Banknote

Der kleine Kaplan Tausender ist eine tolle Note, jedoch bei weitem nicht die wertvollste österreichische Banknote. Ältere Gulden-Banknoten werden auf Auktionen für Preise bis zu 50.000 Euro versteigert, für extrem seltene 1.000 Gulden Banknoten, die bisher nicht zu Auktionen kamen, werden sogar Preise um die 100.000 Euro geboten. Von den moderneren Banknoten ab 1900 sind sowohl der 1000 Schilling Schein von 1930 als auch die nicht ausgegebenen Kronen-Noten von 1914 und 1918 höherpreisiger als der Kaplan Tausender.

Gast: Woodquater
14.12.2010 18:39
1

Rucksack

..habe mir auch schon einen großen Rucksack für die Euronen bereitgelegt

"Alte 1000-Schilling-Scheine..."

Lustig, dass man auf dem Foto 100 Schilling-Scheine zeigt!

Re:

- wer lesen kann - und sei's nur auf Geldscheinen - ist wohl klar im Vorteil.....

Sie...

...haben leider 60min zu spät diesen Artikel geöffnet.
Um 17:06 waren sehr wohl alte 100 Schillingscheine aufgefächert zu sehen!
Das Foto wurde (vielleicht aufgrund meines Kommentars?) gegen das aktuelle ausgetauscht!

Der Beweis dafür ist...

...dass ich von SCHEINEN und nicht einem Schein schrieb!

Re: Der Beweis dafür ist...

Wem denn so ist, möchte ich mich höflichst entschuldigen
Lg Helga

Sehr nett,...

...dass Sie geantwortet haben.
So schlimm war das ja nicht was Sie schrieben. Sie müssen sich deshalb nicht entleiben!
Mit freundlichem Gruß!

Re:

Sehen sie genauer hin.

"... weil es aufgrund des identischen Formats und gleicher Farbe zu Verwechslungen mit dem 100 Schilling Schein kam."

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