In der "Buwog-Affäre" will die Immofinanz nun ihren ehemaligen Berater Walter Meischberger verklagen. "Nach Ansicht von Vorstandschef Eduard Zehetner hat die Firma von Walter Meischberger das Honorar für angebliche 'Beratung' in Sachen Buwog-Privatisierung zu Unrecht kassiert", schreibt die "Krone" (Freitagsausgabe). Daher werde das Honorar per Klage zurückgefordert. Für die APA war am Donnerstagabend bei der Immofinanz keine Auskunftsperson erreichbar.
Dass von Meischberger der "entscheidende Tipp" für den Zuschlag von Meischberger kam, dementierte Zehetner: "Komischerweise haben damals in Wien mindestens 30 Banker das Gleiche gewusst wie Meischberger", so der Immofinanz-Chef. Also hätte man seine "Beratung" nicht gebraucht. Außerdem sei die Honorarnote an die falsche Firma (eine Immoeast-Tochter) mit falscher Begründung gestellt worden, erklärt Zehetner die Rückforderung.
Meischberger war wie bereits berichtet bei der in der Amtszeit von Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser erfolgten Privatisierung der Bundeswohnungsgesellschaft Buwog für das letztlich siegreiche Immofinanz-Konsortium als Berater tätig gewesen und hatte dafür - gemeinsam mit dem Lobbyisten Peter Hochegger - insgesamt 9,6 Mio. Euro Provision erhalten. Meischberger, Grasser und Hochegger bestreiten sämtliche Vorwürfe, wonach bei dem Deal nicht alles mit rechten Dingen zugegangen sein soll.
(APA)
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