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Meischberger: Steuerbefreiung "denkunmöglich"

12.01.2011 | 14:48 |   (DiePresse.com)

Meischberger hatte gegen die ihm auferlegte Steuernachzahlung berufen und wollte Transaktionskosten nach Zypern geltend machen.

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Walter Meischberger ist bei der Finanz mit seinen Anträgen auf Steuerbefreiung bzw. Absetzbeträge für die Buwog-Millionen-Provision abgeblitzt, berichtet das Magazin "News". Der Unabhängige Finanzsenat habe dies abgewiesen, die Verschleierungskonstruktion wirke sich also nicht steuermindernd aus, so das Magazin. Gegen Meischberger wird wegen der Immofinanz-Provision bei der Buwog-Privatisierung von der Staatsanwaltschaft ermittelt, ebenso gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser, Peter Hochegger, Ernst Karl Plech und andere. Alle weisen die Vorwürfe zurück, es gilt die Unschuldsvermutung.

Nach Meischbergers Selbstanzeige beim Finanzamt, wonach er von der 9,6 Mio. Euro schweren Buwog-Provision knapp acht Millionen Euro kassiert habe, hatte das Finanzamt ihm eine Steuernachzahlung aufgebrummt. Dagegen hat Meischberger berufen, weil er einerseits überhaupt keine Steuern zahlen wollte, da die Vorgänge rund um die Buwog-Privatisierung durch einen Erlass des Finanzministeriums von Steuern befreit worden waren. Weiters wollte er zumindest die Kosten für den Geldfluss von Österreich über Zypern und den US-Bundesstaat Delaware nach Liechtenstein als "betrieblich veranlasste Aufwendungen" geltend machen, heißt es im Bericht.

Einkommenssteuerentlastung "denkunmöglich"

Doch der Finanzsenat sei Meischbergers Argumentation nicht gefolgt, heißt es im "News": Die von Meischberger angeführten "Lobbyingtätigkeiten" seien eher als "Informationsbeschaffung" zu bezeichnen, da Meischberger dem Käufer den "optimalen Anbotspreis" für die Buwog "empfohlen" habe. Der Tipp habe aber letztlich der Käufergruppe gedient, denn ohne Meischbergers Tätigkeit "wäre es für den Verkäufer Bund aber mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einem höheren Kaufpreis gekommen". Es sei daher "denkunmöglich", dass es das "Ziel des Gesetzgebers" sein könne, dass diese Einnahmenminderung der Republik zu einer Einkommens- und Umsatzsteuerentlastung von Meischbergers Honorar führe.

Und auch die Transferkosten für die Wege der Millionen von Österreich über Zypern und die USA nach Liechtenstein sieht die Finanz nicht als steuermindernd an. Die im US-Bundesstaat Delaware ansässige Gesellschaft Omega hat laut Meischberger für den Transfer der Buwog-Provision von Zypern nach Liechtenstein 400.000 Euro kassiert. Meischberger hatte angegeben, die Zahlungswege seien nicht von ihm, sondern von anderen entworfen worden, die Kosten wären eine Folge davon. Er selber habe keine "private Veranlassung" gehabt, die Firma einzuschalten, vielmehr wäre dies "notwendig" gewesen, um die Einnahmen überhaupt zu erzielen, so "News".

Doch der Finanzsenat hatte offenbar kein Einsehen. Schon weil Meischberger keinerlei Berechnungen der auszusetzenden Beträge angestellt habe, wurde die Berufung abgewiesen, heißt es. Auf Anfrage der APA bei Meischbergers Steuerberatungskanzlei hieß es, heute sei dazu niemand erreichbar.

(APA)

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12 Kommentare
Gast: mysterium
13.01.2011 11:12
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Wie ist es möglich, dass das Finanzamt Steuerangelegenheiten

in den Medien diskutieren darf? Wenn es Ungereimtheiten gibt, sollte das Finanzamt dies der Justiz übergeben, doch nicht den Medien.
Eigenartige Vorgangsweise, die kann sich mit dem Rechtsstaat nicht mehr decken.

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Re: Wie ist es möglich, dass das Finanzamt Steuerangelegenheiten

ja, so ist es eben
die Justiz tut nichts, so artet alles in eine reine Medienjustiz aus.- die Sache bekommt eine Eigendynamik, wie man so sagt.

Fragen über Fragen...

Dass eine Selbstanzeige noch ermöglicht wurde, ist ein Geschenk Prölls an die Grasser-Partie, möglicherweise im Auftrag Schüssels.
Nun, Meischberger hat nun einige Millionen Steuer für ein Honorar zu bezahlen, dass er zu großen Teilen an Grasser und Plech weitergeleitet hat.
Ob er das finanziell durchsteht? Wie werden Grasser und Plech ihm dabei zu Hilfe kommen, wo sie doch selbst ungemein unter Druck stehen?
Wenn aber Meischberger auf der Steuer sitzen bleibt, hält er dann weiter dicht? Mit einem Geständnis könnte er Grasser zehn Jahre Gefängnis bescheren (Amtsmissbrauch). Ob er das gesundheitlich durchsteht?
Schön, dass der UFS eine klare Antwort gegeben hat, aber es bleiben Fragen über Fragen...

Zu Grassers Zeiten als Finanzminister wäre das natürlich durch gegangen.

Wenn man an die steuerfreien Zuwendungen an Grasser zwecks Homepagegestaltung um mehr als 100.000 € denkt.
Übrigens: Die um über 100.000 steuerfreie € erstellte Grasser-Homepage scheint schon außer Verkehr zu sein.
Ich habe nur folgendes gefunden
http://www.karlheinzgrasser.at/
Ob das 100.000 € wert ist?

Antworten Gast: mysterium
13.01.2011 11:14
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Re: Zu Grassers Zeiten als Finanzminister wäre das natürlich durch gegangen.

Warum durfte der Edlinger bei Übergabe des Finanzminsteriums ungestraft die Akten vernichten? Warum fragt eigentlich keiner?

Gast: h
12.01.2011 18:09
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neben

der Steuersache ist auch zu klären, inwieweit hier betrogen wurde. Für 0 Leistung Millionen zu kassieren gibt es aber anscheinend in Bregenz mit Zustimmung von ÖVP und schwarzem Bürgermeister.


Gast: gast
12.01.2011 17:51
1 0

bar

"bar auf's handerl"...
keine steuern zahlen, zypern, lichtenstein usw.

aber die "kleinen" ausnehmen, wo es nur geht.

unglaublich, was sich in unserer "elite" abspielt.

ich werde auch versuchen, möglichst wenig steuern zu zahlen, damit das nicht für abgemeischelte provisionszahlungen verschleudert wird.
unpackbar, alles zusammen...

Gast: Fenstergucker
12.01.2011 16:56
4 0

Er wollte keine Steuern zahlen

Es ist einfach unfassbar! Hr. Meischberger "will" keine Steuern zahlen. Wer will das schon? Und trotztdem läuft dieser Typ noch immer frei herum und lacht aus allen Gazetten. Jeder Normalbürger würde bei so einer Betragshöhe bereits im Gefängnis sitzen.

Antworten Gast: Huurrrzzz
24.03.2012 14:19
0 0

Re: Er wollte keine Steuern zahlen

Die Haider-Buberl-Partie, wird LEIDER !!!!! IMMER NOCh durch die ÖVP gedeckt....

WARUM kriegt ein WAHLVERLIERER :
-INNEN
-FINANZ
-JUSTIZ MINISTERIUM????

WARUM WOHL???
Sieht man ja... Alles verschleppen,Akten schwärzen, etc....

Ich würde den U-Ausschuss UMGESTALTEN!!!

Nur SPÖ und GRÜNE!!!
Die Plätze von ÖVP,FPÖ,BZÖ übernehmen unbescholtene, unvoreingenommene Bürger!!!!

Wenn schon der ÖVP-U-Ausschuss-Vorsitzende "DRECK AM STECKEN" hat...

AJA, WO bleiben dieTV-Übertragungen???

IDEE DAZU:
Man sollte einen Lügendetektor aufstellen und es den Geladenen FREISTELLEN sich an diesen anschließen zu lassen!!!

Da könnte sich der Bürger ein genaues Bild machen!!!

4 0

SteueK, Kapital einsperren.

1. die Steuer zahlen,
2. das Kapital zurückzahlen,
3. Meischberger einsperren

Punkt 3 könnte auch Punkt 1 sein.

Gast: TT1
12.01.2011 16:03
3 0

Finanzamt

argumentiert trocken: wozu soll ein sinnloses, linkes OVERHEAD-Geschäft steuerfrei sein. Wenigstens lassen die sich von der Justiz nicht ausbremsen.

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Gut gemacht, sind aber keine Richter ...


Hobbyökonom