Österreich: 30 Prozent höhere Zinsen für neue Anleihe

Die Bundesfinanzierungsagentur (ÖBFA) hat am Mittwoch eine Anleihe in Höhe von vier Milliarden Euro mit elfjähriger Laufzeit begeben. Die Zinsen lagen deutlich höher als für ein vergleichbares Papier im Oktober.

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Die Republik Österreich hat am Mittwoch eine elf Jahre laufende Anleihe in Höhe von 4 Milliarden Euro begeben. Das teilte die Bundesfinanzierungsagentur ÖBFA, die die Schulden und das Vermögen der Republik verwaltet, mit. Die Rendite für das im April 2022 auslaufende Papier betrug 3,685 Prozent. Die Verzinsung liegt damit um rund 30 Prozent über einer im Oktober 2010 begebenen vergleichbaren Anleihe.

Es handelte es sich dabei um eine syndizierte Anleihe, die (anders als bei einer Auktion) über ein Bankenkonsortium weiterverkauft wird. Wegen der Transaktion war eine für 11. Jänner geplante normale Auktion abgesagt worden. In den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres ist die Verzinsung für Staatsanleihen in ganz Europa gestiegen.

"Investoren hatten großes Interesse"

Nach Darstellung der ÖBFA hat die Nachfrage nach der aktuellen "Benchmark-Anleihe" das Angebot bei weitem überstiegen. Die Anleihe sei fast dreifach überzeichnet gewesen. Darum habe die Agentur letztendlich Anleihen im Wert von vier Milliarden Euro angeboten. Ursprünglich ist sie davon ausgegangen, eine Anleihe im Wert von zumindest drei Milliarden zu begeben. ÖBFA-Chefin Martha Oberndorfer bezeichnete den Vorgang als "extrem starkes Signal an die Märkte über das ausgezeichnete Standing der Republik Österreich."

Die aktuelle Anleihe wurde zu 32 Prozent von Fonds/Vermögensverwaltungen, zu 20 Prozent von Pensionsfonds und Versicherungen und zu 41 Prozent von Banken gezeichnet.

(APA)

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