Österreich: 30 Prozent höhere Zinsen für neue Anleihe

13.01.2011 | 11:00 |   (DiePresse.com)

Die Bundesfinanzierungsagentur (ÖBFA) hat am Mittwoch eine Anleihe in Höhe von vier Milliarden Euro mit elfjähriger Laufzeit begeben. Die Zinsen lagen deutlich höher als für ein vergleichbares Papier im Oktober.

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Die Republik Österreich hat am Mittwoch eine elf Jahre laufende Anleihe in Höhe von 4 Milliarden Euro begeben. Das teilte die Bundesfinanzierungsagentur ÖBFA, die die Schulden und das Vermögen der Republik verwaltet, mit. Die Rendite für das im April 2022 auslaufende Papier betrug 3,685 Prozent. Die Verzinsung liegt damit um rund 30 Prozent über einer im Oktober 2010 begebenen vergleichbaren Anleihe.

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Es handelte es sich dabei um eine syndizierte Anleihe, die (anders als bei einer Auktion) über ein Bankenkonsortium weiterverkauft wird. Wegen der Transaktion war eine für 11. Jänner geplante normale Auktion abgesagt worden. In den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres ist die Verzinsung für Staatsanleihen in ganz Europa gestiegen.

"Investoren hatten großes Interesse"

Nach Darstellung der ÖBFA hat die Nachfrage nach der aktuellen "Benchmark-Anleihe" das Angebot bei weitem überstiegen. Die Anleihe sei fast dreifach überzeichnet gewesen. Darum habe die Agentur letztendlich Anleihen im Wert von vier Milliarden Euro angeboten. Ursprünglich ist sie davon ausgegangen, eine Anleihe im Wert von zumindest drei Milliarden zu begeben. ÖBFA-Chefin Martha Oberndorfer bezeichnete den Vorgang als "extrem starkes Signal an die Märkte über das ausgezeichnete Standing der Republik Österreich."

Die aktuelle Anleihe wurde zu 32 Prozent von Fonds/Vermögensverwaltungen, zu 20 Prozent von Pensionsfonds und Versicherungen und zu 41 Prozent von Banken gezeichnet.

(APA)

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15 Kommentare
Gast: Lebemann
18.01.2011 05:50
0

Anstatt im geschützten Bereich einzusparen, wird ...

den Günstlingen weiter volle Brieftasche gegeben.
Dick&Doof sind zum Markenzeichen Österreichs geworden.
Der Euro ist bereits zum Notgeld verkommen, weil täglich verliert er an Kaufkraft und unbedrucktes Papier hat bereits stabileren Wert.
Von Letwährung keine Spur mehr und diese Funktion wird bald mit der nächsten Juan-Aufwertung diese chinesische Währung übernehmen, weil derzeit haben die Chinesen noch genügend Dollars liegen, welche sie zuerst in aller Welt verramschen müssen.
Das ist auch der Grund für die ständige Erdölverteuerung.

Kein Wunder

Es ist leicht, eine Anleihe zu platzieren wenn man so hohe Zinsen bietet. Bei dieser Steigerung der Zinsen (+30% seit Oktober) kann die Republik gleich zum Kredithai gehen. Mir wird schlecht bei solchen Berichten.

Gast: Desinfoterminator
13.01.2011 14:41
2

Euroanleihe

An dieser Form der Finanzierung der Löcher im Staatshaushalt verdienen vor allem Banken und andere Konzerne und die Steuerzahler werden via überzogener Zinsen abgezockt, denn die Banken borgen sich das Geld für die Anleihenkäufe erst wieder bei der EZB, allerdings zu viel niedrigeren Zinsen!

Wozu also der ganze teure Zinober? Im Sinne der Steuerzahler ist es besser, wenn die EZB gleich - genau wie die Fed in den USA - Staatsanleihen kauft. Damit die EZB ihr Geld wieder sieht, muss der Kauf der von der EZB gegen Geld genommenen Anleihen aber gewissen Bedingungen unterworfen, die da sind:

Geld fließt nur von der EZB für Staatsanleihen, wenn es kein strukturelles Defizit gibt

Geld fließt nur von der EZB, wenn die volkswirtschaftliche Rendite die Rückzahlung sichert z. B. Austausch von Gasdampfstraßenlaternen gegen energiesparende Ledlampen

Die Ausgaben für Verwaltung - Beamte dürfen notfalls bei Produktionsengpässen in der Industrie verliehen werden und die Einnahmen aus Personalleasing abgezogen werden; Scheineinnahmen ohne volkswirtschaftliche Nutzensteigerung wie z. B. durch Parksheriffs sind nicht abzugsfähig - müssen jährlich in absoluten Zahlen sinken oder die Anleihe ist sofort zurückzuzahlen

Gast: Max Obermeier
13.01.2011 12:46
2

Armes Östereich

Ein einst GESUNDES STOLZES und SELBSTBEWUSTES Land geht an den ARSCH und die Bevölkerung wehrt sich immer noch nicht gegen den Euro Wahnsin,.
Die Bevölkerung wurde BESCHISSEN bei der Wahl zum EU Beitritt es wurde dem Volk verschwiegen das mit der Wahl der Euro als neue Währung eingeführt wird.Das Volk nahm es hin.
Das HÖCHSTE und BESTE GUT der REPUBLIK die NEUTALITÄT wurde am VOLK vorbei in den MÜLL geschmissen.Die Verfassung wurde am Volk vorbei durch den DIKTATUR VERTRAG aus LIssabonn ersetzt.Die PRAGRAFEN des Mastricht Vertrag wurden bewusst am Volk vorbei VERLETZT alles Landesverräterische Gestzesverstöße .Was macht der Östereicher er hält die Goschen.Deshalb mein Vorschlag für dieses Typische Deutsche verhalten muss die Regierung eigentlich bei Frau Merkel den Antrag stellen um Deutschland beitreten zu können.Wenn dann alles am Arsch ist machen wir es wie nach dem 2. Weltkrieg und sagen wir können nix dafür wir sind keine Deutsche wir sind Östreicher ohne Charkter und mit ins könnts machen waser wollts.

Antworten Gast: Desinfoterminator
13.01.2011 14:57
0

Re: Armes Östereich

Ganz ehrlich, ich mag den Euro auch nicht wirklich, aber auf Grund von 3 Jahrzehnten Sozialismus in Österreich müsste Österreich eigentlich schon lange in Österarm umfirmieren.

Hätten wir statt der 3 sozialistischen Jahrzehnte - jede Art von Sozialismus zerstört ein Land - die Ärmel hochgekrempelt wie die Schweizer und ebenso massive Devisenbestände und andere Vermögenswerte angehäuft, wie sie hinter dem Franken stehen, könnten wir uns eine eigene Währung leisten.

Auf Grund der SPÖVP-Bonzenpolitik, die einen gigantischen Milliardenverlust nach dem anderen der Allgemeinheit aufbrummte, sind nun eben Schulden in gigantischen Höhen angelaufen, die uns nicht nur die Luft für neue Projekte nehmen, sondern die Freiheit Österreichs massiv einschränken. Eine dieser Freiheitsbeschränkungen ist natürlich der Euro, der als Rettungsweste für Ertrinkende betrachtet werden muss.

Österreich kann sich keine eigene Währung leisten wie die Schweiz, da Österreich schlicht und einfach viel zu wenig Reserven hat und jede eigene Landeswährung von Spekulanten in den Ruin getrieben würde.

Es gibt aber einen Ausweg aus dem Euro und der heißt Privatwährung. Diese Währung könnte komplett auf Zinsen verzichten; die ausgebende Stelle müsste nur strikt auf doppeltes Pfand bestehen. Nokia war nahe daran via Nokia-Money eine eigene Währung auszugeben. Wer doppeltes Pfand hinterlegt, bekommt eben Noks (NICHT norwegische Kronen, sondern das ist eine eigene Währung) gutgeschrieben. Die EZB ruinierte Nokia!

Gast: hugo maier
13.01.2011 12:38
2

Stolz auf hohe Zinsen und Überzeichnung?

Welchen Banken schiebt da wohl der Staat wieder Geld über den Tresen?

Die hohe Überzeichnung ist ein eindeutiges Zeichen, dass es für die Banken eine guter Deal ist und für den Staat ein schlechter weil zuhohe Zinsen.

Gast: Ein Ätzer
13.01.2011 12:37
1

Noch ein Zubrot für die Banken?

Wann immer ein Wertpapier höhere Renditen für Anleger abzuwerfen droht, wissen die Banken den Renditeüberschuß, sei es im Wege höherer Gebühren, sei es im Wege überhöhter Ausgabekurse, abzuschöpfen.

So also soll wohl die Bankensteuer finanziert werden...

Gast: Neuqebauer
13.01.2011 12:08
0

Danke an die Beamten bei der ÖBFA!

Dadurch ist die Finanzierung unserer Staatlichkeit weiter sichergestellt.

Gast: Gastrechner
13.01.2011 11:41
2

Danke

Ein großes Danke an die EU, der wir den höheren Zinssatz zu verdanken haben! Wir Steuerzahler dürfen dies wieder bezahlen!

Warum müssen wir für andere Staaten eine Aufschlagsprämie bezahlen???

Ich will hier (EU) raus!!!!!!

Antworten Gast: gast
13.01.2011 12:54
0

Re: Danke



wer will hier NICHT raus in den zahlerstaaten ?
nur die politmafia und die brüsseljobler !

Gast: Desinfoterminator
13.01.2011 11:12
0

Österreich müsste gleichzeitig Dollaranleihe auflegen!

Um zu zeigen, wie gut der Euroraum gemessen am Dollarraum dasteht, müsste Österreich endlich mal wieder eine Dollaranleihe begeben.

Beispielsweise 2 Mrd. Euro und im gleichen Volumen also momentan etwa 2,5 Mrd. Dollar eine Dollaranleihe.

Mal schauen, welche Rendite die Euroanleihe (jetzt natürlich mal Nominell in Zinsen gesehen) gemessen an der US-Dollaranleihe kostet.

Praktisch alle größeren Konzerne der EU verschulden sich im billigen Dollar, da sie ohnedies laufend mit Dollareinkünften überschwemmt werden. Österreich könnte ja mit Konzernen vereinbaren, dass diese zu einem Fixkurs ihre Steuern in US-Dollar begleichen. Dollar gibt es für Konzerne und Banken wie Sand am Meer und das zu Billigstzinsen.

Der Vorteil von Dollaranleihen ist, dass die USA hohe Inflation planen. Wenn die US-Inflation wie geplant 6 % in den nächsten Jahren jährlich beträgt (vermutlich wird sie weit höher ausufern, da die Fed die vielen ausgegebenen Dollar nicht mehr aus dem Markt bekommen wird bzw. bekommen wollen wird), dann gewinnt man als Ausgeber von US-Dollaranleihen - so sie z. B. 3 % verzinst sind, jährlich 3 % allein via Inflation. Das Geld sollte natürlich nicht wie unter Obama hirnlos verbraten werden, sondern in wichtige Infrastruktur gepumpt werden. Dazu gehören nicht nur Straßen, sondern auch erneuerbare Energie, Wärmedämmung von Häusern, Ledlampen statt Quecksilberdampflampen als Straßenbeleuchtung u. s. w. Das bringt einerseits Beschäftigung,spart andererseits langfristig Energie.

Gast: gast
13.01.2011 10:47
1

na, bitte, da ist doch der eurobond-effekt !



der 'OYRO', unser gutes geld (ROFL), der durch pigs-staaten verwässert und letztlich entwertet wird, unsere haftpflicht für fremde staaten, machen sich allesamt bezahlt !

und soll mir keiner kommen, dieser anstieg der zinsen käme von unserem eigenen budget !

wir standen schon schlechter da!
und haben weniger bezahlt !

weg mit dem euro, weg mit der eu !

sollen sie ihre ramadan kalender selber fressen!

Antworten Gast: Desinfoterminator
13.01.2011 15:09
0

Re: na, bitte, da ist doch der eurobond-effekt !

Österreichs höhere Prämie (höhere Zinsen) für ÖSTERREICHISCHE Anleihen sind unabhängig von PIIGS-Staaten! Österreich könnte auch im Dollar Anleihen auflegen. Die Zinsaufschläge wären faktisch die gleichen, vermutlich sogar höher, obwohl die Zinsen im Dollar niedriger sind, da der Markt langfristig einen schwächeren Dollar und höhere Dollarinflation erwartet.

So pervers es ist, die SPÖVP-Bonzen machen beim Anleihenverkauf mal wieder den Bock zum Gärtner. Es sind genau die Banken, für die wir Österreicher wegen wahnwitziger Ost"geschäfte" in Milliardenhöhe Haftungen übernommen haben, damit sie nicht in den Konkurs schlittern und nebenbei anständig Anleger, die short waren, geschädigt wurden, die SCHULDIG sind an den höheren Zinsen, die die BANKEN nun auf Kosten der Steuerzahler einstreifen.

So lange nicht das SPÖVP-Bonzenpack vom Wähler zum Teufel gejagt wird, wird sich am für alle anständigen Bürger so schädlichen bis langfristig ruinösen Zuschieben von Volksvermögen in SPÖVP-Bonzenkreise nichts ändern. Rote und Schwarze Banken stecken mal wieder duzende Millionen aus der Staatskasse via von ihnen verschuldeter höherer Anleihenzinsen für Österreich ein und verteilen dieses Geld an SPÖVP-Bankenbonzen, diverse andere SPÖVP-Günstlinge z. B. via Bankenwerbekampagnen in diversen Blättern, die SPÖVP-Bonzen loben, die Österreich ruinieren...

Wir brauchen eine FPÖ-Alleinregierung, damit der Karren wieder aus dem Dreck kommt, da SPÖVP-Bonzen sonst wie Maden im Speck alles zerstören.

Antworten Antworten Gast: gast
13.01.2011 15:43
0

Re: Re: na, bitte, da ist doch der eurobond-effekt !


also, bei der fpö- alleinregierung geb' ich ihnen absolut recht, aber daß die höheren zinsen NICHT mit der haftungsübernahme für alle wurschtln zusammenhängt, stimmt m.e. nicht.

Antworten Antworten Antworten Gast: Desinfoterminator
13.01.2011 17:11
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Re: Re: Re: na, bitte, da ist doch der eurobond-effekt !

Vordergründig hängen die höheren Zinsen mit Haftungsübernahmen zusammen, aber wenn man genau hinschaut sieht man, dass in Wahrheit, der Fall "Haftungsübernahme für Griechenland" nichts anderes war als ein weiteres Bankenrettungspaket.

Erste Bank und Raiffeisenbank wären pleite gegangen, wenn Österreich nicht für die griechischen Anleihen die Haftung übernommen hätte und damit die 5 Mrd. die beide Institute von Sparern in griechische Staatsanleihen veruntreut haben (die Sparer bekommen natürlich praktisch keine Zinsen, die Banken hohe griechische Anleihezinsen, wobei die Sparer dann wiederum in Form von Steuern die Kosten für das hohe Risiko der Banken in Form höherer Anleihezinsen tragen müssen) vor dem praktisch totalen Wertverlust bewahrt hätte, wären diese beiden Banken erneut in die Pleite geschlittert.

Die Griechen sahen ja keinen Cent von den Haftungssummen! Die ganze Haftungsübernahme seitens der Republik, half nur den Banken, die Gewinne an ihre SPÖVP-Bonzenfreunde verschieben, indem sie hohes Risiko eingehen, dass dann wiederum - so es schlagend wird oder schlagend zu werden droht - an die Steuerzahler abgewälzt wird. Zum Verdienen der mickrigen Sparbuchzinsen hätten völlig niedrig verzinste echte österreichische Hypothekarkredite gerereicht. Die sind praktisch risikolos, bringen aber natürlich weniger Zinsen als hochriskante Anleihen.

Die höheren Zinsen sind eine Folge des SPÖVP-Bonzenbankerdenkens - Gewinne als Erfolgsprämie in die Tasche, Verluste sozialisieren

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