Fiona vergleicht Grasser mit Berlusconi und Monroe

Die Gattin von Ex-Finanzminister Grasser sieht Parallelen zwischen Silvio Berlusconi, ihrem Mann und dem Schicksal von Marilyn Monroe. Bei Berlusconi habe es egal zu sein, mit wie vielen Mädchen er Sex habe.

Fiona Grasser
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Fiona Grasser
Fiona Grasser – (c) APA (Georg Hochmuth)

Wegen des medialen und politischen Dauerfeuers gegen ihren Ehemann Karl-Heinz Grasser rund um Buwog und Co ist seiner Ehefrau Fiona Pacifico Griffini-Grasser der Kragen geplatzt. "Dieser ganze Gossip, gegen den sich Menschen wie mein Mann mit Anwälten verteidigen müssen, ist doch verrückt. Das ist wie im Fall Silvio Berlusconi - ob der jetzt mit drei oder fünf Mädchen Sex gehabt hat oder nicht, das ist doch egal, solange die Politik im Lande in Ordnung ist", befand die Ehefrau des früheren Finanzministers in einem Interview mit der Tageszeitung "Österreich".

"Man sollte sich auch bei uns mehr auf die Politik konzentrieren und auf die Wirtschaft", so Fiona Grasser, "diese Hetzjagden bringen doch nichts." Den Einwand, dass nicht jede Voruntersuchung gleich eine Hetzjagd sei, quittierte sie so: "Es ist auch richtig, dass untersucht wird. Im Fall meines Mannes soll aber endlich ein Abschluss herbeigeführt werden." ... "Ich liebe ihn, stehe zu ihm. Bei den Untersuchungen wird nichts rauskommen."

"Auch Marilyn Monroe von Medien verfolgt"

Die Attacken belasteten die Familie sehr, sagte Fiona Grasser. "Es ist eine politische Verfolgung gegen ihn im Gange. Jeden Tag bewundere ich ihn dafür, wie er mit dem fertig wird. Ich würde das nicht schaffen, das sage ich ganz ehrlich. Mit diesen Beschuldigungen würde ich nicht fertig werden. Man hat ihn geliebt als Finanzminister, man hat ihn gelobt, jetzt zerstören sie ihn. Leider passiert das auch vielen Filmstars, deshalb gibt es so viele, die sich das Leben nehmen. Weil sie mit der Verfolgung durch die Medien einfach nicht fertig werden. Marilyn Monroe etwa - zuerst gelobt, dann zerstört."

"Zu Unrecht beschuldigt"

Ihr Mann werde zu Unrecht beschuldigt, sagte die Swarovski-Erbin. Die Vorwürfe gegen ihren Mann seien gemein. "Was hier geschieht, ist so ungerecht. Ich kenn meinen Mann jetzt schon sechs Jahre und alles was man ihm vorwirft, stimmt nicht".

Grasser selbst, der im Zusammenhang mit der Buwog-Privatisierung und zuletzt auch wegen seiner Stiftung in Liechtenstein unter Beschuss steht, hat vor wenigen Tagen der Justiz Willkür vorgeworfen. Im Zusammenhang mit dem gegen ihn laufenden Finanzstrafverfahren forderte er eine Sonderkommission, die innerhalb von zwei Monaten alle Vorwürfe gegen ihn klären solle.

(APA)

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