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Immobilien-Tycoon Plech macht Kassa

04.02.2011 | 18:39 |  HEDI SCHNEID (Die Presse)

Der Makler Ernst Karl Plech, eine der Schlüsselfiguren in der Buwog-Affäre, will offenbar seine Liegenschaften in Wien verkaufen. Sein Anwalt dementiert Spekulationen, Plech könnte Österreich den Rücken kehren.

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Wien. In der Wiener Immobilienszene rumort es. Es geht aber nicht um ein neues Megaprojekt des Jung-Tycoons René Benko. Vielmehr steht der Immobilienmakler Ernst Karl Plech im Mittelpunkt der Spekulationen. Plech ist für die Justiz eine der Schlüsselfiguren in der Affäre rund um den Verkauf der 58.000 Bundeswohnungen (Buwog). Plech plant offenbar größere Immobiliendeals – aber weder für den Bund oder Dritte, sondern in eigener Sache. Er will nämlich unter anderem sein Wohnhaus verkaufen. Und in der Branche rätselt man über den Grund.

Wie „Die Presse“ in Erfahrung brachte, hat sich Plech für die Liegenschaft Böcklinstraße 10/Kurzbauergasse 6 im zweiten Wiener Gemeindebezirk – ein stattliches Haus auf 556 Quadratmeter Grundfläche – schon im Oktober 2010 im Grundbuch eine „Rangordnung für die Veräußerung“ eintragen lassen. Die Eintragung (siehe Faksimile)gilt ein Jahr bis Ende Oktober 2011.Eine solche Rangordnung soll es auch auf einer Liegenschaft in Wien Meidling geben.

Die Rangordnung deutet nicht nur auf Verkaufspläne des Eigentümers. Dadurch ist eine Liegenschaft vor Zugriffen blockiert. Das heißt, kein Dritter kann die Hand darauf legen – ein Gericht könnte dies nur nach einem Beschluss zur Aufhebung der Rangordnung tun.

 

Schutz vor Zugriff des Gerichts?

Sorgt Plech, gegen den wegen des Verdachts der Untreue in mehreren Fällen nach § 153 StGB ermittelt wird, für alle Fälle vor? Angesichts des laufenden Buwog-Verfahrens, wo er so wie sein Geschäftspartner Karl-Heinz Grasser und sein Freund Walter Meischberger als Beschuldigter geführt wird (für alle gilt die Unschuldsvermutung), wäre dies plausibel. Plech steht wegen seiner Doppelfunktion als Makler und Aufsichtsrat bei der Buwog und der BIG im Kreuzfeuer der Kritik. Für die Vermittlung des „City Towers“ in Wien Mitte an das Justizministerium hat er mehr als 600.000 Euro Provision erhalten.

Plech soll auch zumindest auf einem der drei Konten namens „Karin“, „Nathalie“ und „Walter“ in Liechtenstein zeichnungsberechtigt sein, die laut Staatsanwaltschaft Meischberger zugeordnet werden. Karina heißt Plechs Gattin. Auf diese Konten soll die Provision von 9,6Mio. Euro geflossen sein, die Meischberger und Peter Hochegger für Beratungsdienste bei der Buwog erhalten haben. Telefonate, die auf Anordnung der Staatsanwaltschaft abgehört worden sind, bestätigen die wichtige Rolle Plechs bei der Buwog-Affäre.

 

Anwälte kosten viel Geld

Insider gehen davon aus, dass Plech vor allem Kassa macht. Allein die Anwälte, die der Immobilienprofi seit eineinhalb Jahren in Sachen Buwog beschäftigt, dürften eine erkleckliche Summe kosten. Das klassische Maklergeschäft, mit dem Plech viele Jahre gut verdient hat, dürfte inzwischen nicht so einfach sein, heißt es in der Branche. Zuletzt seien keine lukrativen Deals – außer Vermittlungsprovisionen – bekannt geworden. Und seine mit Grasser im Sommer 2009 gegründete Immobilienfirma GPS köchelt auf Sparflamme dahin („Die Presse“ berichtete am 29.Jänner). Für die Geldbeschaffung spricht jedenfalls auch, dass Plech seinen Anteil an einem Zinshaus, das sich ebenfalls im zweiten Bezirk befindet, schon veräußert haben soll. Dass sich Plech sogar von seinem Wohnhaus trennen will, das er fast 30 Jahre besitzt, verwundert dennoch.

Thomas Vecsey, der Sprecher der Staatsanwaltschaft Wien, will die Spekulationen nicht kommentieren. Dass Plech Tabula rasa mache, um Österreich zu verlassen, könne er sich nicht vorstellen. Plech kooperiere mit den Behörden. Er habe seinen Australien-Aufenthalt, von dem er seit gestern, Freitag, wieder zurück ist, auch gemeldet, obwohl er das nicht hätte tun müssen, sagt Vecsey.

Plechs Anwalt Michael Rami stellt auf „Presse“-Anfrage dezidiert klar: „Nach Rücksprache mit meinem Mandanten teile ich Ihnen mit, dass er weder Anlass noch Plan hat, seinen in Wien bestehenden Lebensmittelpunkt aufzugeben.“

("Die Presse", Print-Ausgabe, 05.02.2011)

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409 Kommentare
 
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Gast: Gewerkschaftsmitglied
20.03.2011 20:51
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SkandalpolitikerIn Gabriela MOSER

Die grünen Antidemokraten
können das demokratisch legitimierte und im Vergleich zu heute geradezu sensationell erfolgreiche Experiment Schwarz-Blau bis heute nicht verkraften.

Warum haben die Grünen so große Probleme mit unserer österreichischen Demokratie?

Die Show, die sie hier abziehen - im speziellen die hasserfüllte und unsägliche von Gabriela Moser - ist schäbigst, abstossend und weit unter der Gürtellinie!

Gast: Vranz
20.03.2011 20:50
0 0

Die wirkliche SkandalpolitikerIn: Gabriela MOSER

Die grünen Antidemokraten
können das demokratisch legitimierte und im Vergleich zu heute geradezu sensationell erfolgreiche Experiment Schwarz-Blau bis heute nicht verkraften.

Warum haben die Grünen so große Probleme mit unserer österreichischen Demokratie?

Die Show, die sie hier abziehen - im speziellen die hasserfüllte und unsägliche von Gabriela Moser - ist schäbigst, abstossend und weit unter der Gürtellinie!

"Dass das Land so korrupt ist...

... wie ich, macht mich wirklich stolz. Zeigt es doch, dass es fähig ist von mir zu lernen!" sagte der Edelgammler.

Gast: Parteifrei
10.02.2011 02:08
1 0

Hauptwohnsitz Justizanstalt Wien-Josefstadt

Vielleicht zieht er ja bald ins "Landl".


Gast: Nick
09.02.2011 21:48
0 1

Schmutzkübel - Kampagnen ohne Ende ?

Ein kleines und leider w a h r e s Beispiel für die perfideste Verleumdungskampagne der II. Republik, die da gerade läuft:
Unter einem roten Finanzminister wurde 1997 versucht, die im Eigentum des Bundes befindlichen Eisenbahnerwohnungen (an die 20.000) o h n e Ausschreibung (sic !) um den einzigartigen Schnäppchen - Preis von 180 Mio ATS, also ca. 13 Mio € zu verscherbeln. Da waren die 1.016 Mio € (in Worten: 1 Milliarde und 16 Millionen Euro, die Grasser und Traumüller netto erzielt haben, wohl doch nicht so schlecht, wie öffentlich behauptet wird ...Der Staatsanwalt sollte einmal prüfen, wer 1997 im Finanzministerium die Fäden gezogen hat ! Wo wäre die Milliarde denn versickert ? Da hätte die gift- und galle-grüne, verbitterte und keifende Abg. Gabriela Moser wirklich etwas REALES aufzuklären !

0 0

Re: Schmutzkübel - Kampagnen ohne Ende ?

Und damit rechtfertigen sie alles, eine traurige Moral.

Re: Schmutzkübel - Kampagnen ohne Ende ?

1. Was genau heißt "versucht"? Was ist mit diesen Wohnungen geschehen?
2. Wieso sollte für ÖBB-Besitz der Finanzminister zuständig sein?

Antworten Gast: Knatterton
09.02.2011 21:59
1 0

Re: Schmutzkübel - Kampagnen ohne Ende ?

Ja, man sollte das untersuchen. Auch. Aber an allererster Stelle sollte man die "garantiert blütenweise Weste" von Herrn Grasser, die leider jeden Tag schmutziger und schmutziger wird, unter die Lupe nehmen. Oder, Mr. Nick?

Antworten Antworten Gast: Niederösterreicher
10.02.2011 01:09
0 2

Re: Re: Schmutzkübel - Kampagnen ohne Ende ?

Die Sache ist doch ganz einfach: Die "Selbstanzeige" hat der Gesetzgeber geschaffen. Wer davon Gebrauch macht, handelt im Rahmen der Gesetze. Und da ändern das ganze "Gesudere" und die Verdächtigungen von KHG nichts.

Nebenbei bemerkt: wenn eine "Selbstanzeige" moralisch verwerflich ist, dann handelt der Gesetzgeber und nicht derjenige, die diese Bestimmung für sich nützt, unmoralisch!

Kapiert?

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Re: Re: Re: Schmutzkübel - Kampagnen ohne Ende ?

"Kapiert?"
Ihre Manieren scheinen auch nicht die "Besten" zu sein, Herr Gast.

Gast: Niederösterreicher
08.02.2011 13:27
2 1

Der "Presse" ins Stammbuch geschrieben:

Liest man deren Berichterstattung über Grasser, dann fühlt man sich stark an das Editorial von Fritz Neugebauer in der "GÖD" von Februar 2011 erinnert. "Abenteuerlich, so könnte man bezeichnen, was einem in den letzten Wochen
von manchen Medien vorgesetzt wurde. Dass Manipulation und Provokation seriöser
Information den Rang ablaufen, ist bedauerlich, die Häufung von Fehlern und verkürzten
Darstellungen schlichtweg beschämend. Wo sind sie geblieben, die journalistischen
Tugenden? Was ist mit Objektivität, mit Sorgfaltspflicht? Aus bewussten Falschmeldungen
Kapital zu schlagen und damit eine ganze Berufsgruppe in Verruf zu bringen, gehört
sicher nicht dazu...."
Liest man nämlich die Antwort Grassers auf die tel. Mitteilung Maischbergers genau, so steht darin nichts anderes, als daß sich 1.) Grasser über das Angebot der Staatspolizisten, Details der Anzeige gegen ihn und Maischberger (!!!!) gegen Geld zu verraten, empörte und 2.) Maischberger vorschlug, sich ZUM SCHEIN auf das Angebot anzulassen, aber sich gegen den zu erwartenden hinterhältigen Vorwurf, er hätte eine Bestechung versucht, entsprechend (geheimes Abhörgerät, notarielle Beurkundung).
Dabei sei aber auch die Frage erlaubt, ob man denn nicht auch das Recht haben soll, sich gegen geheime Bespitzelungen (Olah, schau obe) auch auf solche Art zu wehren!

Und was hat die "Presse" aus dieser Information gemacht? Früher wäre das bei einer "Presse" eines CR Schulmeister undenkbar gewesen!

Antworten Gast: Niederösterreicher
08.02.2011 23:04
0 0

Re: Der "Presse" ins Stammbuch: Ergänzung

...er hätte eine Bestechung versucht, entsprechend (geheimes Abhörgerät, notarielle Beurkundung) ABZUSICHERN!

Gast: gast
07.02.2011 14:22
2 0

nebenbei ..

wo steckt eigentlich die kohn von der medici bank .. legt einen riesen betrug hin, die bank austria ist beteiligt, die millionen schwirren nur so von liechtenstein in die schweiz und zurück, der ehemalige bundeskanzler hat auf der web site geworben, die halbe ehemalige regierung sitzt im aufsichtsrat .. und dann ist schweigen ?

Antworten Gast: berggruen
09.02.2011 20:20
0 0

Re: nebenbei ..

der geht´s nicht so schlecht, hat ja auch die elite der ach so kundigen bankdirektoren hierzulande und deren verwandtschaft bei ihr angelegt,...... man weiss ja, dass diese herren niemals ihren eigenen kundenempfehlungen folgen, diesmal haben sie aber schwer geblutet,.. soll ja ein ganz verschworener kreis in wien manchmal dinieren , um noch irgendwie an die kohn kohle zu kommen,....

1 1

lasst Plech ziehen

denn der bezahlt am wenigsten Steuern oder beschäftigt gar unzählige Menschen in ÖSterreich.

Der Sumpf um KHG gehört aber so schnell und zügig als möglich aufgeklärt, da er leider bereits jetzt viele BürgerInnen von seiner angeblichen Unschuld und reiner Weste, unter zuhilfe des ORF überzeugen durfte !

Seltsam ja auch, dass gerade er sich über die hiesige Korruption aufregt, von der er selbst ja bestens leben durfte .... und wohl auch seine Verurteilung verhindern wird.


Antworten Gast: Luzifer
08.02.2011 13:31
0 0

Re: lasst Plech ziehen

hat Plech nicht in 1.Linie mit den Roten gepackelt?

Was mich auch so seltsam berührt: Empfänger der Provisionszahlungen nach den Behauptungen der Grünen Maischberger. Zahler der der rote Pöchhacker. Und wer soll jetzt strenge bestraft werden? Der Grasser! Eine wohl seltsame Logik!

Antworten Antworten Gast: greinnert
09.02.2011 20:23
0 0

Re: Re: lasst Plech ziehen

farbenblind?? in diesem Fall sind Freunde eben Freunde,..oder denken sie wirklich, ausgerechnet SIE würden die richtige Partei wählen??? das glaubt in Österreich niemand mehr.

Gast: gast
06.02.2011 17:45
4 0

a propos "unschuldsvermutung"

ich dachte, grasser hätte seine unschuld längst schon damals während seiner zeit unter haider verloren ;-)

Re: a propos

:-))))

Gast: Gamm4
06.02.2011 12:44
0 0

Mich würde es wundern, wenn

Plech das Haus tatsächlich verkauft.

Alleine vom sentimentalen Wert her. Nicht nur, dass er dort Haider eine Bleibe verschafft hat, auch KHG hatte er unter seiner eigenen Wohnung einquartiert.
Den habe ich aber, im Gegensatz zu seiner damaligen Frau/Freundin(?), nie zu Gesicht bekommen.

Jedenfalls fände ich es selbst schade, wenn das Gebäude in dem ich aufgewachsen bin, nicht mehr Ernst gehört.
Vielleicht will er ja doch gen Zweit- oder Drittwohnsitz ziehen, also Australien oder Mallorca.

Gast: ControllerIn
06.02.2011 11:57
2 0

Peinlich

Diese Artikulation der Politiker ist nur noch peinlich, peinlich, peinlich...

"..seinen in Wien bestehenden Lebensmittelpunkt aufzugeben."

eh für die nächste zeit nicht nötig.

und wenn dann der umzug nach krems-stein ansteht: 70 km ist eh so gut wie nichts, da kann man nach wie vor der einfachheit halber wien seinen lebensmittelpunkt nennen.

Gast: Nur mehr Kopfschütteln
06.02.2011 02:04
0 0

Nachtrag zu Globe-Invest-Wolschlager OÖ............

.......http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/steyr/art68,294258

Gast: wasistinösterreichlos?
06.02.2011 01:58
1 0

Sind sie nicht ALLE GLEICH???.......

......In OÖ. gibt es fast 4000(Viertausend) Familien die bei Globe-Invest um 34 000 000 Euro(Vierunddreissigmillionen) gebracht wurden - Auch diese Geschädigten warten seit Jahren(wie bei Immofinanz, Meinl usw.) auf Ergebnisse bei der Justiz - Derzeit:0 Ausrede: zu wenig Personal!
Nur nebenbei erwähnt sei, dass dieser Wolschlager sich nach wie vor in Freiheit befindet und in OÖ ein Freudenhaus(Puff) betreibt!
Wäre interessant mit welchem Geld das finanziert wurde!?
http://www.globeinvest.at/downloads/Wirtschaftsblatt_20100823.pdf

Gast: warumgibtesaufdertastatureinDOLLARzeichenaberkeinEUROzeichen???
06.02.2011 01:21
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Nur zur Information.....

.....vielleicht kann man es den Plech ausrichten - das Beinfleisch wäre beim Penny jetzt im Angebot - Normalpreis 4,99 JETZT NUR 2,99!

Antworten Gast: Frau Holle
10.02.2011 14:34
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Re: Nur zur Information.....

glauben Sie, der Plech bräuchte ein neues Wadl, weil schon einige Bisswunden in seinem drin sind ?

 
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Hobbyökonom