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IHS-Felderer stellt dauerhaften Euro-Krisenfonds in Frage

16.02.2011 | 16:54 |   (DiePresse.com)

Der Spitzenökonom verfolgt den Plan für ein permanentes Kriseninstruments mit Skepsis. Der Kauf von Anleihen verschuldeter Euro-Staaten geht ihm ebenfalls zu weit.

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"Für mich stellt sich grundsätzlich die Überlegung, ob wir in Europa einen eigenen kleinen IWF brauchen", merkte der Chef des Instituts für Höhere Studien, Bernhard Felderer an. Es stelle sich die Frage, ob das
Einspringen der Europäer beim Griechenlandpaket im vergangenen Jahr überhaupt sinnvoll gewesen sei und ob man das Feld nicht ganz dem Internationalen
Währungsfonds überlassen hätte sollen.

Wenig kann der er auch Vorschlägen abgewinnen, nach denen es dem Europäische Stabilitätsmechanismus (ESM) erlaubt wäre, nicht nur zu garantieren, sondern auch Anleihen verschuldeter Euro-Staaten aufkaufen - wenn auch unter "strikten Bedingungen", wie der luxemburgische Finanzminister Luc Frieden formuliert
hatte. Ein Land, das sich budgetär diszipliniert verhalte, würde gar nicht in die Verlegenheit kommen, sich durch den ESM helfen lassen zu müssen, meinte Felderer. Von daher relativiere sich die Formel von den strikten Bedingungen.

Die Hauptlast eines solchen Rettungsmechanismus müssten die EU-Länder mit den besten Bonitäten - unter ihnen Österreich - tragen, sagte der Wirtschaftsforscher, der auch Präsident des Staatsschuldenausschusses ist.

Grundsätzliche Eingiung der Euro-Länder

Die Euroländer haben sich vorgestern grundsätzlich geeinigt, die Darlehenskapazität für den künftigen Rettungsschirm auf 500 Mio. Euro erhöhen - ein Wert,
der doppelt so hoch wäre wie jener des aktuellen Euro-Rettungsschirm (EFSF). Der ESM soll Mitte 2013 den EFSF ablösen.

(APA)

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6 Kommentare
Gast: Vogel Strauss
19.02.2011 13:39
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Bald in Pension

Prof. Felderer geht bald in Pension, da kann er nun endlich die Wahrheit sagen. Klar ist das eine Schnapsidee, aber unsere Regierung wird anscheinend von 'Spitzenökonomen' beraten. Ausnahmsweise hat das tumbe Volk in dem Fall eine wesentlich vernünftigere Ansicht - Pröll u. Konsorten hätte eher (ausnahmsweise!) auf die Stimme des Volkes hören sollen als auf hochbezahlte Berater!

Gast: Vogel Strauss
19.02.2011 13:39
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Bald in Pension

Prof. Felderer geht bald in Pension, da kann er nun endlich die Wahrheit sagen. Klar ist das eine Schnapsidee, aber unsere Regierung wird anscheinend von 'Spitzenökonomen' beraten. Ausnahmsweise hat das tumbe Volk in dem Fall eine wesentlich vernünftigere Ansicht - Pröll u. Konsorten hätte eher (ausnahmsweise!) auf die Stimme des Volkes hören sollen als auf hochbezahlte Berater!

Gast: Hans im Glück
17.02.2011 10:28
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Es muss richtig schlimm um den EUR stehen wenn...

Sogar ein staatsnaher "Spitzenökonom" die Rettungsmaßnahmen so wehemnet kritisieren darf.

Ab in die Rettungsboote.

Gast: Gast
16.02.2011 22:55
0 0

Spitzenökonom

Wo genau ist denn der Unterschied zwischen einem normalen Ökonomen und einem Spitzenökonomen?

Antworten Gast: Hans im Glück
17.02.2011 10:29
0 0

Re: Spitzenökonom

Das ist entweder ein prominenter Ökonom, oder einer mit Spitzenhöschen.

Gast: Plach2
16.02.2011 17:14
1 0

"Darf er das"?

Wo doch der Bauer Josef Pröll immer wieder erklärt hat: "Es gibt keine Alternative".....

Gut, Pröll hat schon vieles versprochen.
20.8.: "Ich habe versprochen, die Steuern in dieser Regierungsperiode nicht zu erhöhen. Und das halte ich." (Pröll)
1.9.: "Ich bin nicht bereit, neue Steuern einzuführen. Wir haben jetzt schon eine Steuerbelastung, die sich gewaschen hat." (Pröll)

Seit Februar 2011 meint die ÖVP: Höhere Steuern bringen mehr Wachstum, mehr Arbeitsplätze, höheren Aufschwung....

Hobbyökonom