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Grasser-Firmengeflecht: 'Gemacht, um zu verheimlichen'

22.02.2011 | 12:13 |   (DiePresse.com)

Die steuerlichen Vorteile der Firmenkonstruktion von Ex-Finanzminister Grasser seien zu hinterfragen, sagt Steuerexperte Karl Bruckner.

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Die Firmen-Konstruktion von Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser sorgt nicht nur bei den Ermittlungsbehörden für Kopfzerbrechen, sondern auch bei Steuerexperten. Wirtschaftstreuhänder und BDO-Chef Karl Bruckner meint, dass die steuerlichen Vorteile der Konstruktion zu hinterfragen seien. "Die entscheidende Frage wurde von der Staatsanwaltschaft bisher offenbar noch nicht gestellt - nämlich welchen Sinn derartige Konstruktionen haben", meint der Steuerexperte im "WirtschaftsBlatt" vom Dienstag.

Was bringe es etwa, eine kleine GmbH dazwischen zu schalten, für die offensichtlich Körperschaftssteuer anfalle, fragt sich Bruckner. Warum würden nicht gleich Steuern gezahlt? Daher meint er, dass ein derartige Konstruktion nur einen Sinn hätte, wenn man "die Quelle nicht offenlegen" möchte, sagt der Steuerexperte.

(c) APA (c) APA

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"Nicht besonders durchsichtig"

Üblicherweise würden Finanzbehörden zwischengeschaltete Briefkastenfirmen nicht anerkennen, sodass die Einkünfte den dahinter stehenden Personen zugerechnet würden. Firmen in den Steueroasen wie Liechtenstein, Zypern oder der Karibik hätten im Prinzip den Sinn, Steuern in Österreich zu vermeiden. "Eine komplizierte Stiftungskonstruktion sowie drei Töchter erscheinen doch ziemlich aufklärungsbedürftig", sagt Bruckner.

"Ob das legal ist, hängt von den Details ab", sagt der Experte. Er hält die Zahlungsflüsse des Ex-Finanzministers für "nicht besonders durchsichtig".

Grasser: Vom Autohändler zum Steuersparer

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(APA/Red.)

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44 Kommentare
 
1 2
Gast: pensador
23.02.2011 09:55
0 0

Erst Beweise, dann Matschkern

Komplizierte Firmenkonstruktionen sind nichts Illegales, auch wenn sie nicht jeder gleich versteht.
Illegal kann nur entweder ein Scheingeschäft sein oder, in steuerlicher Hinsicht, der Missbrauch von Formen und Gestaltungsmöglichkeiten des bürgerlichen Rechtes. D. h. Gestaltungen die, wenn man sich den steuerlichen Vorteil wegdenkt, keinen wirtschaftlichen Sinn ergeben.
Auf diese Kriterien hin sind die Geschäfte zu untersuchen und festzustellen, ob dies eventuell zutrifft.
Ein Matschkern darüber, wie
"kompliziert die Konstruktionen sind" kann man sich ersparen. Quatschen erst dann, wenn
der genannte Missbrauch nachgewiesen ist.

Antworten Gast: Parteifrei
23.02.2011 15:55
0 0

Re: Erst Beweise, dann Matschkern

Verzeihung, aber hier geht es nicht um "Matschkern".

Karl Bruckner legt einfach nur dar, was sich jeder anständige Österreicher denkt, nämlich, warum KHG komplizierte Firmenkonstrukte auf verschiedenen Kontinenten hält.

Was steckt dahinter? Ist hier kriminelle Energie im Spiel?

Außerdem würde man sich von einem ehrlichen, anständigen österreichischen Ex-Finanzminister erwarten, dass er seine Steuern in seinem Heimatland zahlt. Das ist würdig und recht.

Hätte ich KHG anno dazumal gewählt, ich würde mir ziemlich verar***t vorkommen.

Gast: Febobo
22.02.2011 23:02
1 0

Es gab einmal eine Zeit...

... da verstand man unter "Stiftung" noch eine gemeinnützige Organisation, zur Förderung von Kunst und Wissenschaft, von jungen Talenten, die der Allgemeinheit dienen können.

Heute sind sie offenbar zu einem Selbstbedienungsladen für wenige geworden.

Wo sind wir falsch abgebogen?

mar.w
22.02.2011 20:44
1 0

aus..


..seinem Ein-Mann-Betrieb möchte er halt gerne eine international ausgerichtete unternehmensgruppe gründen;

dies erklärt eben seine vielen konten - er würde halt so gerne, unser kleiner angeber ;-)

Grasser ist doch eindeutig schuldig

wie die Presse sehr eindrucksvoll nachweist. Wozu also noch ein Gericht? Lyncht ihn doch gleich! Dann ersparen wir uns auch die Kostenlawine bei einem Prozess der 10 Jahre dauern wird. Und anstandshalber teilen wir das ersparte Geld mit der Caritas.

Antworten Gast: Parteifrei
23.02.2011 16:00
0 0

Re: Grasser ist doch eindeutig schuldig

Gemach, Dr. Dieter.
Ich bin gegen die Lynchjustiz. Wir sind ja nicht im Mittelalter. Ich bin vielmehr für eine ehrliche, parteifreie, weisungsungebundene und transparente Strafverfolgung.

Wenn hier, wie nahezu alle Österreicher vermuten, kriminelle Energie im Spiel war, dann sollte ein Platz hinter schwedischen Gardinen erfolgen. Auch wenn er eine so schöne Fönfrisur hat.

0 0

Na Dieter,...

...auch bissl abgekupfert bei der Dissertation?

Antworten Gast: gast
22.02.2011 19:11
2 3

Re: Grasser ist doch eindeutig schuldig

jeder im forum kennt deine störung und du darfst auch weiter posten also wozu die aufregung

Gast: gast
22.02.2011 18:00
2 1

man wird so lange über diese firmengeflechte herumspekulieren,

bis sich grasser unauffindbar vertschüsst hat !
und dann sucht man eben nach ihm - bis endlich die verjährung greift......

Antworten Gast: Parteifrei
23.02.2011 16:01
0 0

Re: man wird so lange über diese firmengeflechte herumspekulieren,

Und dann wird er Bundeskanzler von Österreich.

Unsere Landsleute vergessen allzu schnell.

Gast: OMV-ler
22.02.2011 16:19
3 1

Schock!!

Also ich bin baff.
Da macht sich einer die Mühe und gründet Firmen und Stiftungen auf keinen Inseln und schiebt Geld hin und her nur um Steuern zu hinterziehen und den Ursprung der Gelder zu vertuschen. WOW?
Ein Österreicher gründet Firmen auf Inseln die er auf der Weltkarte nicht findet und natürlich nur in Steuerparadiesen. Diese Firmen überweisen Gelder zu anderen Firmen die er ebenfalls gegründet hatt und diese wiederrum überweisen das Geld auf Konten überall auf der Welt oder kaufen Immobilien in AT die dierser Herr dann mietet und dann wird auch dieses Geld hundert mal überwiesen usw usw.....
Hmmmmm
Also wenn ich Geld bekommen und mir davon ein Haus kaufen will dann brauche ich doch kein Konto in Kanada, eine Stiftung in Lichtenstein und eine Firma auf den Virgin Islands!! Oder doch??
Das da was vertuscht werden soll ist mir auch klar und welch ein Wunder, ich bin kein Steuerexperte.
Selbst wenn das Ganze gemacht wurde um Steuern zu sparen ist es immer noch äusserst verwerflich wenn es ein Ex-Politiker macht und erst recht wenn es der EX-Finanzminister macht.

EWFULDA
22.02.2011 15:24
4 2

Ein Armutszeugnis

ein Armutszeugnis für den Rechtsstaat, den die Republik Österreich bis jetzt zu haben scheint.
Stiftungen zu gründen heißt in besonderer Weise sich für den Staat und dessen Sozialsysteme verdient zu machen. Das ist ja wohl bei all diesen Stiftungen nicht der Fall, also Steuernachzahlung und Strafe für Steuerbetrug. Was vor allemhier auffällt, dieser Expolitiker fährt mit den Behörden Schlitten, er führt sie formlich vor. Dass dieser smarte Steuerschwindler sich noch in vorderster Front noch als politischer Vertreter in Europa hervorgetan hatte, einen grösseren Imageverlust konnte man der Republik Österreich nicht antun.
Also ihr Juristen mit oder ohne Guttenberg-Doktor-Titel. rettet die Ehre eurer Heimat und hängt einen Grossen und Lasst dafür einige kleine laufen, das wäre ein Bundesverdienstkreuz wert.

Gast: Sofie77
22.02.2011 15:07
2 0

Ich finde es wirklich

toll, wie sich nun die Experten darüber streiten, ob es sich ausgezahlt hat oder nicht.

Ab wann zahlt es sich aus?

Welche Umstände erlauben es, dass man mit ein paar Briefkastenfirmen, die man mittlerweilen ohne viel Aufwand übers Internet gründen kann, die öst. Finanz umgehen kann?


Gast: Luca Montecuma
22.02.2011 14:49
1 0

Glauben Sie wirklich ...


daß das Grasser-Firmengeflecht bereits in Gänze bekannt ist?




Re: Glauben Sie wirklich ...

Selbstverständlich ist richtig was Sie sagen, Montecuma!
Aber, bedenken Sie dies: Aus eigener Erfahrung bei einer Reihe von internationalen Großprojekten, an denen ich als Team-Worker beteiligt war weiss ich, dass Gutachten dieser Art, je nach Komplexität des Themas und Auftrag- in etwa 50 bis einige hundert Seiten umfassen!
Neben allem anderen würde die Weitergabe solch einer Expertise durch Grasser selbst (wer sonst?!), EINEM UMFASSENDEN GESTÄNDNIS, zumindest auf Steuerhinterziehung gleichkommen! Der Mann mag auf moralischer Ebene ein Fott sein, aber dumm ist er nicht, das steht fest!

0 0

"...weiss ich..."...

...nicht, dass man das Wort "weiß" mit "ß" schreibt!

Antworten Antworten Gast: Schwiegermutter
22.02.2011 19:10
0 0

Re: Re: Glauben Sie wirklich ...

"Dumm ist er nicht . . . "

So schlau wie sich Grasser vielleicht heute noch vorkommt, so schlau ist sich Herr Guttenberg in Deutschland vor einer Woche auch noch vorgekommen.

Und vor einem Jahr hätte Grasser eine Selbstanzeige auch noch entrüstet von sich gewiesen.

Gast: Fachexperte im Expertenfach
22.02.2011 14:46
0 0

Ich denke ...

der Karli Bruckner (Steuerexperte) hätte gern das Honorar verdient, wenn er dieses "Steuersparmodell" in seiner Beratungsstunde vermittelt hätte.

Antworten Gast: Parteifrei
23.02.2011 16:04
0 0

Re: Ich denke ...

Man müsste halt ein Freund von ÖVP-Martinz sein und Birnbacher heißen. Da gibt es, laut Medien, für ein 6seitiges Gutachten EUR 5 Mio.

Eigentlich wären es ja EUR 10 Mio. gewesen, aber der gute Herr Birnbacher war so großzügig und hat dem Hypo-Martinz einen 50%-Patriotenrabatt eingeräumt. Sehr nobel.

Grassers-Firmengeflecht

*Karl BRUCKNER ist als Chief der BDO sicher ein ordentlicher und braver-Österreichischer Buchprüfer und Steuerberater!
*Was ich-DEM MANN VORWERFE IST DIES: Als Brancheninsider dieses Gewerbes, müßte der Gute doch wissen, dass die "GEHEIMNISVOLLE KONSTRUKTION" des internationalen grasserschen Firmengeflechtes von einem der "Top 4" der Branche, nämlich von DELOITTE TOUCH, einem der besten Experten für steuerschonende "Deckkonstruktionen"-stammt!
Eine Exertise dieses Umfanges kostet bei Deloitte "unter Freunden" gut und gerne so in etwa zwischen 350 bis 500000,-€!
Und Bruckner meint nun in der Tat, eine kurze optische Betrachtung dieser Konstruktion würde es ihm, oder den Beamten eines Österr. Finanzamtes-SOFORT OFFENBAREN, was ein Team von internationalen Experten für den genannten Preis kreiert haben?!
*Das ist mit Verlaub-ALBERN UND TÖLPELHAFT, nichts sonst!

0 0

"...Exertise..."

*Das ist mit Verlaub-ALBERN UND TÖLPELHAFT, nichts sonst!

Antworten onkel tom
22.02.2011 18:07
0 0

Re: Grassers-Firmengeflecht

können sie sinnerfassend, zb. den artikel lesen?
und was wollen sie durch ihr WISSEN !?ausdrücken?

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welch Wunder

und andere machen das nicht. die Gesetzgebung lädt ja gerade dazu ein.

und nur weil's da Graser is, ist es strafbar?

Antworten Gast: BöserBürger
22.02.2011 14:28
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Re: welch Wunder

Sind sie wirklich so dumm?
Wenn alle von der Brücke springen, springen sie dann auch?
Abgesehen davon das der schöne KHG "oberster Steuerfahnder" war ist es auch für alle Anderen nicht erlaubt!
Was wollen sie mit ihrem sau-dummen Posting sagen? Warscheinlich das sie für´s posten bezahlt werden.

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Re: Re: welch Wunder

wenn sie das so sehen, ist das ja okay.
für manche ist und bleibt der Horizont halt begrenzt.
aber zeigen sie mir einen Unternehmer, der seine steuern nicht optimiert.

Antworten Antworten Antworten onkel tom
22.02.2011 18:17
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Re: Re: Re: welch Wunder

grundsätzlich darf der KHG firmen gründen soviel er möchte und kann.
die frage ist allerdings eine andere: hat er seinen gewinn ( honorar, verdienst,angeblich aus der zeit beim MEINL) welchen er zur gründung verwendet hat, VERSTEUERT???
VOR DEN GRÜNDUNGEN. wenn ja, ist alles in ordnung, wenn nicht, dann nennt man das ABGABENVERKÜRZUNG.

 
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