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AMS-Schulungen: "Was ich hier mache? Zeit absitzen!"

30.04.2011 | 18:19 |  von Matthias AUer (Die Presse)

Beschäftigungstherapie für die Massen oder sinnvolle Weiterbildung? Obwohl das AMS gute Schulungen im Programm hat, werden Zigtausende jährlich mit Billigkursen abgespeist.

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Jetzt ist es Zeit, krank zu werden – zumindest für alle, die weiter Arbeitslosengeld beziehen wollen.“ Tipps wie diese muss sich der Langzeitarbeitslose Robert B., 32, nicht am Stammtisch holen. Er bekommt sie im AMS-Kurs serviert – vom Trainer persönlich. Mehr als eine halbe Milliarde Euro an Steuermitteln steckt Österreichs Arbeitsmarktservice jährlich in die Aus- und Weiterbildung von Jobsuchenden. „Verlorenes Geld“, meint P. Wie der frühere Programmierer denken viele, die eine AMS-Schulung hinter sich haben. Auch manch ein Trainer räumt Qualitätsmängel ein. Wenn auch nur hinter vorgehaltener Hand, denn auf Pauschalkritik an den Kursen reagiert der Auftraggeber allergisch.

Denn das AMS hat tatsächlich auch qualitativ hochwertige Kurse im Angebot. Nur eben nicht für jeden. Das Budget ist knapp und muss für alle reichen. Wer droht, in Österreich länger als ein Jahr lang arbeitslos zu bleiben, muss „beschäftigt“ werden. So wollen es die Sozialpartner, die dem AMS die Richtung vorgeben. Ob das aber noch Sinn hat, debattieren auch sie heftig. Zeit für einen Lokalaugenschein.


Kurse als Motivationshilfe. „Was ich hier mache? Zeit absitzen“, sagt der 57-jährige Tibor F. Seit drei Wochen kommt er jeden Morgen um 8.30Uhr in das abgewohnte Wiener Zinshaus am Gaudenzdorfer Gürtel. Hier bietet das private Bildungsinstitut Weidinger & Partner das untere Ende der AMS-Kurspalette an. Auch F. sitzt in einer sogenannten „Aktivierungsmaßnahme“, wie die berüchtigten Bewerbungstrainings und Jobcoachings im Jargon der AMS-Betreuer heißen. An den beiden Computern im Raum zeigt der frühere Bauarbeiter kein Interesse. Drei Stunden am Tag macht er hier, was er wohl auch zu Hause machen würde. In der Zeitung blättern und vor allem warten – darauf, dass er wegen seiner Lungenprobleme in Pension gehen darf.

„Das ist nicht meine erste Schulung, und wohl auch nicht meine letzte“, meint eine andere Teilnehmerin. Sie hat sich einen Platz am Computer gesichert und googelt gemeinsam mit einer Kollegin nach ihrem Heimatort in der Türkei. Die Teilnehmer müssten sich mit den „Grundkenntnissen des Computers vertraut machen“, erklärt der Trainer. Etwas später im Sechswochenkurs werde im Internet nach Jobs gesurft. Für manche ist das durchaus sinnvoll. Die meisten hier scheinen sich aber zu langweilen.

Die Trainer wissen, dass sie mit unterschiedlich engagierten Teilnehmern rechnen müssen. Auch Menschen unter schwerem Medikamenteneinfluss und „psychisch Kranke“ schicke das AMS. Man könne dann „nicht mehr tun, als die Leute selbst wollen“, meint ein Ausbildner. Manchmal frage er sich schon, wofür all das Geld ausgegeben werde. Seinen Namen will auch er lieber nicht in der Zeitung lesen. Mit 800 Euro ist diese „Aktivierungsmaßnahme“ einer der billigsten Kurse, die das AMS zukauft.

Dass es Schulungen gibt, die manch ein Teilnehmer keinen Deut schlauer verlässt, weiß auch AMS-Vorstand Johannes Kopf. Mehr als die Hälfte seiner 900.000Kunden im Jahr haben im besten Fall die Pflichtschule hinter sich. Aber nicht allen fehlt die Qualifikation, sagt er. Manche müssten nur motiviert werden, sich eine Arbeit zu suchen. Dazu eignen sich die „Aktivierungsmaßnahmen“ ideal: „In Wien haben wir Kurse, bei denen jeder Zehnte sofort einen Job annimmt, wenn sie erfahren, dass sie teilnehmen sollen.“

Von 202.000 Menschen, die im Vorjahr eine AMS-Schulung besucht haben, landeten 84.000 bei derartigen Aktivierungsmaßnahmen oder in Berufsorientierungskursen. Das hat einen großen Vorteil: Für 73Millionen Euro „beschäftigt“ das AMS auftragsgemäß seine Kunden und darf zudem kurzfristig 84.000 Arbeitslose aus der Statistik streichen. Im März waren 250.000 Österreicher arbeitslos gemeldet. Fast 70.000 saßen in einem AMS-Kurs.


Akademiker im Bewerbungstraining.
Nicht alle haben Grund zur Klage. Mindestens jeder Zweite hat nach der Schulung immerhin einen Qualifizierungsnachweis. In welchem Kurs der Arbeitslose landet, liegt aber auch in der Hand seines AMS-Betreuers. Am lautesten beschweren sich daher jene, die sich zu Unrecht in einem Billigkurs wähnen. Wer kennt sie nicht, die Geschichte vom Hochschulabsolventen, der sich beim Üben von Bewerbungsschreiben fehl am Platz fühlt. Peter Weidinger, Chef von Weidinger & Partner, zweifelt deshalb nicht an der Sinnhaftigkeit seiner Kurse. Auch manch ein Akademiker könne sich nicht ordentlich bewerben.

Dass es bei der Zusammensetzung der Kursteilnehmer Probleme gebe, weiß auch Kopf. Das AMS nehme alle Beschwerden ernst, beteuert er. Stellt das AMS bei Vor-Ort-Kontrollen Mängel fest, fordere es Geld zurück. Im Großen und Ganzen würden aber acht von zehn Schulungsteilnehmern die AMS-Kurse als sinnvoll erachten, verweist Kopf auf Umfragen. Auch wenig Unzufriedene könnten eben viel Staub aufwirbeln, so seine Theorie.


Kritik der Trainer. Doch Kritik an der Qualität der Kurse kommt nicht nur von unzufriedenen Arbeitslosen. Auch in der Trainerbranche regt sich Unmut. Kritisiert wird einerseits die Kurszuweisung der Arbeitslosen durch das AMS. Andererseits beklagen die Trainer den harten Konkurrenzkampf auf einem Markt, dessen Blüte mit dem Ende der Wirtschaftsflaute vorbei sei. Über hundert private Bildungsinstitute rangeln um schwindende Mittel ihres größten Auftragsgebers, dem AMS. Als Leidtragende dieser Entwicklung sehen sich die Trainer selbst. Spätestens seit die Krankenkassen im Vorjahr die Anstellungspflicht für Trainer durchgeboxt haben, ist die Motivation am Boden. Viele Kollegen, die vorher freiberuflich tätig waren, verdienen heute netto 1000Euro weniger im Monat. Das wirke sich eben auch auf die Qualität der Kurse aus, heißt es. Es sei bekannt, dass einige ihren Schützlingen gern den Nachmittag freigeben.

Beim AMS denkt man trotz aller Kritik nicht daran, die umstrittenen Billigkurse abzuschaffen. „Wenn das so verteufelte Jobcoaching ein Drittel aller Teilnehmer in Jobs bringt, dann muss ich das machen“, sagt Kopf. Vor allem, wenn man bedenkt, dass die Massenabfertigung nur einen Bruchteil von Programmen mit doppelt so hoher Erfolgsquote kostet.

Mit 350 Millionen Euro floss 2010 der Löwenanteil des AMS-Budgets in die teurere Qualifizierung von 136.000 Menschen. 50 weitere Millionen waren für individuelle Weiterbildungen von 45.700 Menschen vorgesehen, die sich privat einen Kurs suchen durften. Den meisten Arbeitslosen bleibt der Weg zum Traumjob via Steuergeld aber verwehrt. Schuld seien oft die unrealistische Vorstellungen, heißt es beim AMS. Viele würden etwa gern Masseur werden. „Ich produziere aber nicht teuer noch einen Arbeitslosen“, sagt Kopf. Wer in seinem bisherigen Job vermittelbar sei, dürfe sich ohnedies keine Hoffnung auf Umschulung machen.

Dass es einen Unterschied macht, welchen Kurs man vom AMS erhält, weiß Rudolf Gollner. Nach zehn Jahren als Steinmetz wurde er arbeitslos. Die „obligaten Schweißkurse“, die er anfangs besuchen sollte, bezeichnet er heute als „Zeitverschwendung“. Erst als sein AMS-Betreuer von „vier aufgelösten Bandscheiben“ erfuhr, wendete sich das Blatt zum Besseren. Da Gollner seinen Beruf krankheitsbedingt nicht mehr ausüben kann, wird er im Beruflichen Bildungs- und Rehabilitationszentrum BBRZ zum Bürokaufmann umgeschult. Zufrieden sind hier fast alle, mit denen man spricht: der frühere Melkmaschinenmonteur, der hier eine Mechatronikerlehre absolviert, ebenso wie der 45-jährige Konditor mit Burn-out. Mehr als siebzig Prozent aller Teilnehmer finden nach 1,5Jahren Ausbildung einen Job. Doch der Erfolg hat einen Preis: pro Person 12.000Euro.


Kein Ende der Billigkurse.
Für alle anderen schulungswilligen AMS-Kunden bleibt entsprechend weniger Geld übrig. Da aber alle Arbeitslosen mindestens einmal im Jahr „beschäftigt“ werden müssen, werden gegen Jahresende eben en bloc billige Computerkurse und Bewerbungstrainings gebucht, auch wenn viele der Teilnehmer kaum reale Chancen auf einen Job haben. „Wir sind nicht ganz ehrlich“, sagt Kopf. „Wir tun so, als könnten wir aus jedem etwas machen. Aber das ist nicht mehr als eine charmante Lüge.“

Ob dann das Geld nicht besser in weniger, aber dafür sinnvolle Schulungen gesteckt würde? Was spricht gegen ein Ende der Beschäftigungstherapie für die Massen? Selbst die Sozialpartner scheinen unsicher, ob sie mit dem jährlichen Schulungszwang noch den Nerv der Zeit treffen. Der AMS-Vorstand kann sich ein baldiges Ende der Billigkurse nicht vorstellen: „Menschen ganz in Ruhe zu lassen ist nicht verantwortbar“, sagt er. Was dann passiert, könne man jetzt bei der Einführung der Mindestsicherung beobachten. Menschen, die es sich jahrelang mit der Notstandshilfe zu Hause „eingerichtet“ hätten, müssten jetzt plötzlich wieder betreut werden. Sie wieder vor die Tür, vielleicht sogar in einen Job zu bringen, sei ein „wahnsinnig schwieriges Geschäft“.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 01.05.2011)

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53 Kommentare
 
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Gast: Skandal
10.11.2011 10:41
0 0

Erfahrungsbericht

die sogenannten Intensiv-Kurse des AMS sind ein Skandal - ich spreche hier aus eigener Erfahrung - in einem dieser Kurse die ständig umbenannt werden, saß ich 4 Wochen mit Menschen die der deutschen Sprache nicht mächtig waren und Schwarzarbeitern - die Zeit verbrachten wir mit Ballspielen und Geschichten aus unserer Kindheit, die wir uns erzählen mussten . Wie Volltrottel mussten wir uns mit Kritzelbildern an einer Tafel vorstellen, die Trainerin war offenbar Alkoholikerin....
ich genierte mich furchtbar für die Geldverschwendung die hier stattfindet....

Saskatoon
15.05.2011 19:26
0 0

mit den deppenkursen

kann sich bfi-österreich weit sanieren

Saskatoon
15.05.2011 19:25
1 0

und großes lob an die presse

die presse schreibt wenigstens mal darüber wohin steuergelder verschwinden

Saskatoon
15.05.2011 19:24
0 0

lieblingsbeschäftigung vom kopf

schönreden, alles schönreden, nichts verbessern oder kontrollieren.... nachgehen der sache
es ist ja alles super beim ams... tja kopf partydrogen demnächst verboten...

was machen die eigentlich den ganzen tag da im ams-vorstand...

kann mal eine bordsteinschwalbe darüber berichten

Gast: Korruptologe
10.05.2011 12:29
0 0

Ein teures & destruktives Dogma

VP-Vertreter Kopf darf sich dieses so gute Geschäft nicht einfach kaputtreden lassen. Früher wurde behauptet, alle Kursteilnehmer würden einen Job finden. Dann hieß es: 60% (Wahrheit: ca. 0%). Am Ende lautet die Sprachregelung: "Menschen in Ruhe lassen ist nicht verantwortbar."

Gast: AMS-Fan
07.05.2011 09:26
0 0

Herumsitzen ist nur ein Teil. Der Artikel vergisst auf die zermürbenden Schikanen der "Trainer" einzugehen. Und Qualität? Wenn etwas von Grund auf so niederträchtig ist, was kann dann an der Qualität verbessert werden? Noch mehr Geld hineinstecken?

Gast: Wutbürgerin
06.05.2011 23:21
0 0

Danke, dass endlich ein etwas kritischer Artikel zu diesem entwürdigenden Irrsinn erscheint! Diese grauenvollen Mobbing- und Entwürdigungskurse machen nicht nur keinen Sinn, sie manchen krank!

Kopf gibt es deutlich zu verstehen: „In Wien haben wir Kurse, bei denen jeder Zehnte sofort einen Job annimmt, wenn sie erfahren, dass sie teilnehmen sollen.“

Ja, diese durch Sperren aufgezwängten Abwertungsmaßnahmen sind zum Großteil Psychoterror und gerade durch die permanente Unterstellung von Arbeitsunwillen ein einziges Grauen! Sie sind oft so boshaft und sadistisch konzipiert, dass davor flüchtet, wer kann, denn das sind keine Kurse, sondern offener Strafvollzug. Strafen für die Strafe Arbeitslosigkeit, Strafe für Ungerechtigkeiten, Strafe für Krankheit, Strafe für Armut Verzweiflung über politisch programmierte Perspektivenlosigkeit.

Auch ein AMS-Chef mit neoliberaler Neigung zu wirtschaftsfördernder Diskredierung sollte wissen: So gut wie jeder würde "flüchten", doch nicht jeder KANN, da die Arbeitslosigkeit bei den vom Arbeitsmarkt am stärksten diskriminierten Gruppen weiter stieg. Das betrifft vorwiegend Frauen, Ältere ab 45, AkdademikerInnen, MigrantInnen und hier v.a. Menschen mit gesundheitlichen Problemen u. Behinderungen.

Doch ausgerecht die chancenlosesten Kranken, die trotz Anspruchs und jahrelanger Einzahlungen in Sozialversicherungstöpfe auch keine IV-Pension mehr erhalten, dermaßen für private Nutznießer zu schikanieren und für die Interessen anderer zu instrumentalisieren, nennt man Faschismus!

Welche Günstlinge bekommen denn die teureren Qualifizierungen, damit sie mehr Chancen auf diesem immer selektiver werdenden Markt haben? Die Genannten nicht!

Gast: Aktivierter
04.05.2011 13:16
0 0

Was redet dieser Kopf da daher?

Zynische Lobbyisten wie Kopf auf ihren Posten zu belassen ist nicht verantwortbar. Man sollte IHN zur Teilnahme an 10, 20 und mehr seiner angeblich so unentbehrlichen "Schulungen" zwingen! Der Satz "Menschen, die es sich jahrelang mit der Notstandshilfe zu Hause „eingerichtet“ hätten, müssten jetzt plötzlich wieder betreut werden." ist ein Musterbeispiel für die Propaganda-Strategie der Branche, denn wer sonst als die Notstandshilfeempfänger wird seit eh und je in Psychoterror-Maßnahmen gesteckt? Was sollen also die Wörter "jetzt plötzlich"? Erst Leute fertigmachen und sie dann mit Lügen verhöhnen! Das ist nicht mehr lustig, was da getrieben wird. Das ist ein Verbrechen!

Antworten Gast: ebenfalls gast
06.05.2011 07:00
0 0

Re: Was redet dieser Kopf da daher

da ist offenbar dem journalisten ein fehler passiert. nachdem von der mindestsicherung gesprochen wird, ist wohl nicht die notstandshilfe, sondern die sozialhilfe gemeint.

Gast: aktivomane
03.05.2011 20:02
0 0

Jobscoaching immer im Trend

Leute sekkieren - aus Prinzip und weil's ein Geschäft ist für die Haberer - Feiern im Babylon!!

"Erfolg"

In der Regel suchen sich 90% der Arbeit suchenden Ihren Job selbst, da von einem "Erfolg" des Kurses zu sprechen ist ein Hohn. In der Umfrage zum Gesundheitsprojekt "Würde statt Stress" freut sich nicht einmal ein Prozent der 300 befragten auf den nächsten Kurs ...

Den Job finden die meisten nicht wegen dem Kurs sondern trotz des Kurses. Vom Gesetz her ist das AMS verpflichtet das Geld der sonst vielbeschworenen "Versichertengemeinschaft" "zweckmässig" einzusetzen, doch gibt es leider keine Sanktionen für die AMS-Verantwortlichen, wenn sie weiter unser aller Geld vernichten ...

Auch nach der AlVG-Novelle 2007 besteht die Begründungspflicht für Kurse, im Regelfall kann daher mit entsprechenden Nachdruck ein Sinnloskurs sehr wohl abgewendet werden. Raunzen alleine hilft aber nicht.

Solange die Betroffenen ArbeitnehmerInnen sich nicht organisieren wird sich da aber nichts ändern. Der Verein "AKTIVE ARBEITSLOSE" wäre eine Möglichkeit. http://www.aktive-arbeitslose.at

Antworten Gast: Aktivierter
03.05.2011 16:16
0 0

Wer findet denn in diesen Deppenschulungen einen Job? Vielleicht ein Putzpraktikum beim "Partner" des "Schulungsinstituts"!

Gast: Kopfjäger
03.05.2011 14:18
0 0

"Menschen, die es sich jahrelang mit der Notstandshilfe zu Hause „eingerichtet“ hätten, müssten jetzt plötzlich wieder betreut werden"

Was soll der Unsinn am Ende? Darum geht es ja, dass Notstandshilfeempfänger Jahr aus Jahr ein immer und immer wieder mit Zwangsmaßnahmen stets gleichen Inhalts "betreut" werden! Mit horrenden Kosten und durch und durch negativen Ergebnissen! An diesem erneuten Versuch einer zynischen Legende sieht man jetzt, wie fest sich der AMS-Kopf in diesem alten Korruptionspfuhl eingerichtet hat: Er verteidigt ihn mit Vorder- und Hinterbeinen. Ihm fehlt die Motivation sich umzuorientieren. Da ist ein Gewöhnungseffekt eingetreten.

Antworten Gast: ungar
04.05.2011 23:14
0 0

Re:

nana, wer wird den wie gewohnt so schlimm über andere schreiben wenn er selbst ein erfolg-looser ist. man gewöhnt sich an alles auch an die eigene erfolglosigkeit. nur dumm, dass man die eigene erfolglosigkeit in den ams-kursen den anderen immer wieder beweisen muss.
ist halt so ... weil für etwas NH-geld braucht man auch nur ein bisschen zeit opfern...in den ams-kursen .. die ergebnisse sind eh vorhersehbar ...aber eben der sozial vereinbarte tausch für ams-geldleistungen ... ist wie ein gehalt nur mit wenig bis keiner gegenleistung ...in österreich geht das wenigstens ..noch

Re: Re:

Bei der spärlichen eher alibimässigen Berichterstattung der Medien über diesen Unfug ist es auch kein Wunder, wenn sich da nichts ändern. Eine systematische Aufarbeitung des Sumpfes rund ums AMS gibt es bislang leider noch nicht, investigativer Journlaismus ist in den ebenfalls Kosten sparenden Medien eine ausgesprochene Rarität.

Leider übersteigt es einstweilen noch unsere Kapazitäten die Funktion der Medien selbst zu übernehmen. Wir nehmen aber gerne sachdienliche Berichte/Informationen auf und werden diese im Rahmen unserer Möglichkeiten aufarbeiten und veröffentlichen!

Dokumentiert den Unfug so gut wie möglich. Das was diese schwindligen Kursinstitute am meisten scheuen ist das Licht der Öffentlichkeit!

Antworten Antworten Gast: Aktivierter
05.05.2011 12:29
0 0

Kostproben der wirren Ideologie hinter den AMS-Schulungen!

Gast: Aktivierter
02.05.2011 20:43
1 0

Bitte keine Untertreibungen!

AMS-Zahlen widersprechen oft krass der allgemeinen Erfahrung. Nicht 30 oder 40, sondern etwa 95% aller AMS-"Maßnahmen" sind Schikane, Unfug und rausgeschmissenes Geld! Was könnten wir uns alles für bessere Zwecke ersparen! Weg mit dem gierigen Ungeheuer "aktive Arbeitsmarktpolitik"!

Antworten Gast: ungar
04.05.2011 22:59
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Re: Bitte keine Untertreibungen!

manche sich als aktiviert bezeichnende sind vermutlich etwas überaktiv in der verurteilung von ams-kursen ... ...
fragt mal die leute was sie in den kursen gehört und sich gemerkt haben ... da kommt meistens nicht viel ... das heisst jedoch nicht, dass nichts getan in mehreren wochen, sondern dass sich die leute einfach nichts merken ...
ist immer wieder lustig wenn die leute etwas verurteilen an das sie sich gar nicht mehr erinnern können weil sie in den deppenschulungen berechtigterweise gesessen sind ... deppen merken sich nämlich nichts ...
also wozu bessere inhalte anbieten wenn sie ohnehin dem vergessen anheim fallen ...

Gast: Zuckerbrot
02.05.2011 18:40
0 0

EU-Direktive?

Zu denken gibt der Umstand, dass der Aktivierungswahnsinn in der ganzen EU stattfindet, ja sogar exportiert wird! Überall mit Wort für Wort den gleichen Sprüchen und den gleichen "Erfolgen"!

Antworten Gast: ungar
04.05.2011 23:06
0 0

Re: EU-Direktive?

wozu für immer "gleiche deppen" (nicht meine diktion) vielfältige abwechslung anbieten ... die meisten scheitern an denselben aufgaben, denselben hürden, denselben problemen, denselben ängsten, denselben hindernissen, denselben fehlern ...
die individualität ist meistens üebrschaubar ... also logischerweise dasselbe "schlechte" programm anbieten ... ist einfacher, billiger und genauso effizient/ineffizient wie "gute" programme ... ja, die ams-kurswelt ist mühsam ... aber ihre teilnehmer verdienen zu 70-75% nichts besseres ... die besseren 25-30% müssen sich damit abfinden .... denn wir leben in einer demokratischen kurswelt ... die mehrheit bestimmt was inhalt und sache ist ....;-)))

Gast: Ich bin AKTIVAKTIVAKTIV
02.05.2011 17:29
1 0

Kopfs Job: Leute nicht in Ruhe lassen

Herr Kopf ist veränderungsresistent und braucht eine berufliche Neuorientierung.

Ertl
01.05.2011 16:11
1 0

die österr. Realität

Viele der Kursinstitute (und nicht nur die großen wie WIFI oder BFI) werden von politiknahen Personen (eventuell sogar in Strohmannfunktion)geführt.Ein noch völlig unerforschtes Gebiet von Lobbying und Korrution.Arbeitslose sind heute ein Spielball der Politik egal ob sie dazu dienen Sinnloskurse mit hohem Profit zu ermöglichen,die Sozialschmarotzerdebatte zu führen oder je nach Partei die Erfolge oder Mißerfolge der österr. Arbeitsmarktpolitik zu beweisen.Im Sinn der tatsächlich arbeítssuchenden Menschen in Österreich arbeitet genau niemand!

Gast: Klaus
01.05.2011 15:14
0 0

bei uns

im Bürogebäude ist auch so eine Fortbildungsfirma. Das ist 1:1 Geldverschwendung.

Antworten Gast: Neugieriger
01.05.2011 16:04
0 0

Re: bei uns

Wer sind uns?

Antworten Antworten Gast: Aktivierter
02.05.2011 17:34
0 0

"Bei uns" ist in Wien schon fast überall. Hauptsache es kostet was.

nova89
01.05.2011 14:53
1 0

Als ich nach meiner Lehre

knapp ein halbes jahr arbeitslos war,hat man mich eben in einen englisch Kurs gesteckt ( kann fliessend Englisch, etliche Englischkurse auf der Berufsschule mit Auszeichnung bestanden etc...)

Kosten des Kurses? über 750 Euro!
Ergebnis des Kurses? Jeden Tag wusste ich ab 09Uhr über sämtliche Ereignisse in der Welt bescheid da wir nichts anderes zu tun hatten als Zeitung gelesen und kaffe getrunken haben.
750Euro , 1 einziger Kurs.
Gebracht hat es NICHTS.

Weiters waren 3/4 im Kurs Kulturberreicherer die einen Deutschkurs 5mal nötiger gehabt hätten.

 
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