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ÖBB-Schuldenberg wächst bis 2020 auf 30 Mrd. Euro

04.07.2011 | 15:52 |   (DiePresse.com)

Die drei großen Infrastrukturprojekte Brenner, Koralm und Semmering kosten mehr als 13 Milliarden. Es bestehe aber keine Konkursgefahr für die ÖBB.

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Der Ausbau der Bahn-Infrastruktur mit den großen Tunnelprojekten Brenner, Semmering und Koralm wird die Schulden der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) fast verdoppeln. "Die Finanzverbindlichkeiten der ÖBB-Infrastruktur AG werden 2020 voraussichtlich rund 30 Milliarden Euro betragen", so SP-Verkehrsministerin Doris Bures in einer Anfragebeantwortung an den Tiroler Bundesratsabgeordneten Stefan Zangerl vom Bürgerforum, die in der "Tiroler Tageszeitung" zitiert wird.

Die ÖBB-Schulden lagen zuletzt bereits bei fast 18 Milliarden Euro, davon kamen 90 Prozent aus der Infrastruktur. Die Baukosten für den Brennerbasistunnel werden auf 9,7 Milliarden Euro veranschlagt, davon beträgt der österreichische Anteil 5 Milliarden Euro. Dazu kommen noch der Koralmtunnel (5,4 Milliarden Euro) und der Semmeringbasistunnel (2,8 Milliarden Euro).

Brenner: Grüne zweifeln an Sinnhaftigkeit

"Im Zusammenhang mit den Investitionen im Infrastrukturbereich besteht ein verbindliches Refinanzierungsmodell, welches zwischen Bund und ÖBB vertraglich festgelegt wurde, sodass diesbezüglich keine Gefahr eines Konkurses der ÖBB droht", so die Ministerin. Die anfallenden Betriebskosten für den Brennerbasistunnel beziffert sie auf ca. 22 Millionen Euro. Die Kosten müssen sich Österreich und Italien teilen.

Die Grünen im Bayerischen Landtag haben starke Zweifel an der Sinnhaftigkeit des Brennerbasistunnels. "Das Projekt ist angesichts der äußerst knappen finanziellen Mitteln für eine Modernisierung bestehender Eisenbahnstrecken reine Geldverschwendung und illusorisch", erklärt deren verkehrspolitischer Sprecher Thomas Mütze. "Ein Tunnel ohne Zulauf und ohne Lkw-Verlagerungsgarantien ist sinnlos." Besser wäre eine Alpentransitbörse, mit der der Verkehr auf alle alpenquerenden Achsen aufgeteilt und gedeckelt werden könnte. Überfällig seien eine Angleichung der Maut zwischen München und Verona und ein durchgehendes Nachtfahrverbot, um die Überlastung der Brennerstrecke abzubauen.

(APA)

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64 Kommentare
 
1 2
fireone
05.08.2011 06:38
0 1

Wer

fährt schon mit der Bahn, wenn ein Ticket von Wien nach Linz (€ 31,20) teurer ist als eines von Wien nach Hamburg (€ 29.--)?

Gast: Staatskanzler
08.07.2011 13:43
0 0

Koralmtunnel

Die ansonsten hier so vielgepriesene und hochgejubelte EU hat soeben festgelegt, dass der Koralmtunnel unter den zehn wichtigsten TEN-Projekten Europas bis 2020 den - ja genau, jetzt kommts - ERSTEN PRIORITÄTENPLATZ ERHÄLT. Zufolge höchster Relevanz für ganz Mittel- und Osteuropa.

Soviel also zu den Schmuddelkommentaren diverser Journalisten, dass kein Mensch den sinnlosen Koralmtunnel braucht etc etc., Fehlplanung usw usw, Geldverschwendung bla bla blub blub...Was sagen jene, die meist zeitgleich auch EU-Anbeter sind, jetzt?


Gast: Plach2
05.07.2011 11:07
1 1

Alles was ein wenig nach Arbeit riecht,

wird bei der ÖBB ausgegliedert.

Die hohen Verluste produziert die aufgeblähte Verwaltung! Die tiefroten ÖÖB´s versorgen weiterhin Parteigünstlinge mit einem sicheren gut bezahlten Job, als Dank dürfen sie ab 50 in Pension gehen, den Rest zahlt der Steuerzahler.

Gast: dieFekterMitzi
05.07.2011 10:54
0 1

Wurscht. Kann man ...

... eh locker privatisieren. Soll heissen: am Ende zahlen das alles eh die "privaten" Steuerzahler!

Gast: 1. Parteiloser
05.07.2011 10:11
2 1

Die ÖBB wird noch viel mehr Geld verbrennen, bis 2020 über 40.000 Mio. Euro!

Es stimmt schon, dass die Regierungsversager planen die Schulden der ÖBB Infrastruktur um 12 Mrd. Euro innerhalb der nächsten 9 Jahre zu heben.

Dazu kommen aber auch noch 2,7 Mrd. Euro pro Jahr für den Pensions- und Ruhegenusswahnsinn bei den ÖBB. Immerhin stehen 90.000 Pensionisten nur noch gut 40.000 aktiv Beschäftigten gegenüber. Das kostet dem Steuerzahler dann in 9 Jahren zusätzlich 24 Mrd. Euro, wenn die Jahreskosten nicht weiter steigen.

Diese, nun 36 Mrd. Euro bis 2020, sind aber auch noch nicht der ganze Schaden, welchen die ÖBB volkswirtschaftlich an Österreich anrichtet. Es kommen noch die Verrechnungen für den Gratistransport und den verbilligten Pendlertransport, natürlich zu stark überhöhten Preisen an den Steuerzahler verrechnet dazu. Dazu gibt es keine brauchbaren Daten, es könnte aber bis zu 1 Mrd. Euro pro Jahr sein.

In Summe schädigt dieses Transportunternehmen Österreich bis 2020 um über 40.000 Mio. Euro.

Dieser gewaltige Schaden ist durch den Gesetzgeber verursacht, weil ja alles auf gesetzlichen Regeln beruht. Für die Gesetzgebung ist aber alleine die Regierung verantwortlich. Im Parlament haben die Beamten und Funktionäre der geschützten Bereiche eine dominante Mehrheit, weil alle Parteien nur noch diese Kasperl ins Parlament entsenden. Diese Typen versagen kläglich, weil auch die Parteien, eben alle, versagen. Das Volk kann sich nicht wehren, weil die Pragmatisierten auch nicht abgewählt werden können.

Zum Kotzen!

Gast: fahrts in Himmel
05.07.2011 09:47
1 0

da fällt mir ein Lied ein......

..." ... nehmts mei Gwand i fohr in Himmel....

andreas90
05.07.2011 09:41
1 0

Die Verschuldung des Staates Österreich im Detail

Wenn man Organisationen wie die ÖBB in die Schuldenquote des Staates einrechnet, kommt man auf ein hübsches Sümmchen. Mehr dazu:

http://zuwi.at/themen/staatsschulden/die-verschuldung-des-staates-osterreich-im-detail/

Gast: X2
05.07.2011 09:40
0 0

Die Lage ist hoffnungslos aber nicht ernst, hollodaro....

Ich schlage vor alle dafür Verantwortlichen mit dem höchsten Orden der Republik auszuzeichnen. Solch grosse Leistungen müssen gewürdigt werden!

expresso
05.07.2011 08:42
2 1

Schulden durch vom Bund georderte Bauvorhaben

Das spannende an der Sache ist, dass ein wesentlicher Teil der Schulden durch Bauvorhaben entsteht. (Laut Artikel derzeit etwa 18Mrd dazu kommen 13Mrd für Bauvorhaben danach werden es 30Mrd sein.) Das heißt ohne diese Bauvorhaben würde die Bahn schwarze Zahlen schreiben!

Das sind aber genau die Bauhaben, die von der Politik vorgegeben werden. Spannend ist auch, dass es diverse Baufirmen gibt, die fast immer an den ÖBB-Baustellen beteiligt sind: etwa die Firma Porr. Deren Verwicklungen mit der Politik sind auch weithin bekannt.

Ein Zufall also dass die ÖBB wegen Milliardenschweren Bauprojekten in der Kreide steht? Ich denke nicht.

Antworten Gast: WelchEinZufall
05.07.2011 09:12
0 0

Re: Schulden durch vom Bund georderte Bauvorhaben

Wenn Du Dich wegen der PORR wunderst .. schau mal da: http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/kordiconomy/580121/Porr_KonzernChef-verzweifelt-gesucht

--- Zitat ---
... die Wiener Stadtwerke, die der Stadt Wien gehören, halten rund 4,5 Prozent an der Porr. Vor Jahren schon berichteten Medien, der Wiener SPÖ-Chef Michael Häupl strebe nach mehr Einfluss im Baukonzern....
--- Zitat ---

Zufall??

Antworten Antworten expresso
05.07.2011 11:05
0 0

Re: Re: Schulden durch vom Bund georderte Bauvorhaben

Horst Pöchhacker (* 16. November 1938 in Wien), war 30 Jahre lang[1] Vorstandsmitglied der Porr AG und ist seit 2007 Aufsichtsratsvorsitzender der ÖBB[2].

https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Horst_P%C3%B6chhacker

Antworten Gast: Gasterer
05.07.2011 09:05
1 0

Re: Schulden durch vom Bund georderte Bauvorhaben

Also wenn die ÖBB derzeit 18 Milliarden Schulden haben und davon 90% aus der Infrastruktur kommen bleiben noch immer 1,8 Milliarden über die nicht aus der Infrastruktur kommen!
Da von schwarzen Zahlen zu sprechen ist für mich nicht nachvollziehbar (abgesehen davon, dass sich dann die Frage stellt, wo den die Bahn dann fahren würde wenn es keine Infrastruktur gäbe)

Antworten Antworten expresso
05.07.2011 11:01
0 0

Re: Re: Schulden durch vom Bund georderte Bauvorhaben

Mit schwarze Zahlen meinte ich natürlich die jährliche Gewinn/Verlustrechnung. Und da kommt man auf:
30Mrd - 18Mrd = 12 Mrd Neuverschuldung und das sind 1 Mrd weniger als für die Bauvorhaben prognostiziert. Dh. die ÖBB würde ohne Bauvorhaben in den nächsten 8-9 Jahren in Summe 1Mrd plus machen. Das nenne ich schwarze Zahlen.

Gast: jggjk
05.07.2011 08:34
0 0

Koralmtunnel?!

Lebt diese Sargnagelidee immer noch?!

Gast: Chris K.
05.07.2011 08:22
1 0

Griechenland fährt Bahn

Das Modell "Griechenland" wird hierzulande bei der ÖBB getest. Wie man sieht, funktioniert das über Jahrzehnte, solange es eben Politiker gibt, die Steuergeld verbrennen wollen und Freude damit haben.

Gast: tunnelfahrer
05.07.2011 08:15
0 0

Und was kosten bzw. kosteten...

...Lainzertunnel, Wienerwaldtunnel, Bahnhof Wien, etc... Ach ja das liegt in Niederösterreich und Wien - das zählt ja nicht mit...

Antworten Stachel
05.07.2011 10:22
0 0

Die Frage ist nicht was diese Projekte kosten,

sondern welchen wirtschaftlichen Nutzen sie haben und ob sie Einnahmen erzielen, die die Schulden und den Zinsendienst decken. Und das ist bei den genannten Großprojekten überhaupt nicht klar.

AUG A3 SF
05.07.2011 08:09
2 0

die spö

raus aus der öbb, nur dann wird die bahn wieder positiv bilanzieren können !

Antworten persil 3.0
05.07.2011 08:33
0 0

Re: die spö


Zusperren, denn selbst Taxifahren wäre billiger für den österreichischen Steuerzahler !!!


Antworten Antworten Gast: L.W.
05.07.2011 12:34
0 0

Stimmt.


Vor allem Wien-München ist mit dem Taxi ausnehmend günstig, wenn man die Strecke 2x pro Woche fährt...

Antworten Antworten Antworten persil 3.0
06.07.2011 08:34
0 0

Re: Stimmt.


Wäre auch billiger !

Außerdem gibt es auch noch die Deutsche Bahn !


mgw01
05.07.2011 08:06
0 0

Ende des Schreckens absehbar...

Die Bahn wird nie schwarze Zahlen schreiben, sagen viele...

Ich muss zustimmen; aber nur mit dem Nachsatz "wenn sie so weiter macht wie bisher".

So wie jedes Unternehmen auch, bei entsprechender Führung, besteht auch bei der ÖBB die Möglichkeit ordentlich zu wirtschaften, das Angebot der Nachfrage anzupassen und am Ende aus den roten Zahlen rauszukommen.

Wobei zu sagen ist, diese Politiker sind nicht die "entsprechende Führung".

Und dass bei der ÖBB das Angebot der Nachfrage bei weitem nicht angepasst ist, zeigt sich doch beim Eklat am Wochenende, wo man mit der Polizei anrücken musste; oder, dass rund um Wien immer noch viele Pendler strecken im Stundentakt geführt werden und daher die Leute lieber die teurere Alternative "Auto" wählen, anstatt mit den Öffis zu fahren - verständlich! Immerhin mag ich auch nicht, wenn zB die Wiener Linien Probleme haben dann im Winter a Stunde am kalten Bahnsteig sitzen...da doch lieber mit dem Auto...

Aber auch im Fernverkehr wurde in den letzten Jahren eigentlich nix dafür getan, dass die Situation besser wird; Nein, es gibt nur mehr Anschlüsse in Großstädte, auf die ländlichen Gebiete (auch Tourismusgebiete) wurde vollständig vergessen....

So wird es nicht funktionieren, den Schuldenberg abzubauen, dafür benötigt es schon "mehr"...

fireone
05.07.2011 07:52
1 0

Hauptsache

man schmeißt den Managern horrende Gehälter und Abfertigungen nach. Wer ein Unternehmen nicht ordentlich führt, sollte dafür haften müssen und nicht noch belohnt werden.

Antworten Gast: esreicht
04.08.2011 22:10
0 0

Re: Hauptsache

Faymann & Spindelegger sollen endlich mal die sinnlosen investements Koralm und Brenner Basis Tunnel einstellen; wir finanzieren hier nur die Lobbys - bezahlen kann das niemand; inkl. Umweltrentabilität ist das eine Farce. Die Italiener werden aus Budgetgründen eh bald aus dem Brenner aussteigen.

Antworten Gast: Pedro
05.07.2011 08:41
0 0

Re: Hauptsache

Ich frage mich, was machen die Manager mit ihrem vielen Geld, welches sie einnehemn. Noch mehr frage ich mich, was macht der Betriebsrat eigentlich. 10 Betriebsrats Chefs mit 10 Luxusautos, 10 teuren Büros, 10 % ihrer Zeit verbringen Sie fürs Arbeiten im Büro, ansonsten (90 %) ihrer Zeit bei Gewerkschaftskongressen. Und der doofe Österreicher nickt nur ab.

vegetation
05.07.2011 07:01
2 1

infrastruktur

die Bahn ist eine wesentliche Infrastruktur eines Staats - und für die Erhaltung der Infrastruktur zahlt man Steuern - also was soll das "Gesudere" seit Jahrzehnten - eine andere Sache ist die Tatsache, dass die ÖBB unattraktiv ist, da sie nicht mehr in die fläche geht.

 
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