Beteiligung an Athen-Hilfe: Austro-Banken warten ab

30 Banken haben bisher ihre Unterstützung zugesichert. Die österreichischen Griechenland-Gläubiger wollen erst einmal abwarten.

A European Union flag waves above the ancient Parthenon temple, at the Acropolis Hill, in Athens on M
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A European Union flag waves above the ancient Parthenon temple, at the Acropolis Hill, in Athens on M
(c) AP (Petros Giannakouris)

Bis dato bieten 30 Banken ihre Unterstützung für eine Privatbeteiligung am zweiten Griechenland-Hilfspaket an. Bei österreichischen Hellas-Gläubigern will man erst einmal abwarten, bis Details zur angekündigten Regelung vorliegen.

Die Erste Group, die laut Stresstest-Unterlagen 345 Millionen Euro an griechischen Staatsanleihen in den Büchern hat, will sich erst festlegen, wenn die Details bekannt sind, sagte ein Sprecher am Freitagnachmittag auf APA-Anfrage. Auch die ÖVAG, deren Griechenland-Engagement laut Eigenangaben von heute rund 150 Millionen Euro beträgt, will die Unterlagen, wenn sie vorliegen, "genau prüfen" und dann entscheiden.

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Von der Vienna Insurance Group (VIG), die 33 Millionen Euro in Griechen-Anleihen stecken hat, hieß es am Nachmittag: "Wir können dazu noch nichts sagen, denn wir müssen uns das noch ansehen".

Abwartet heißt es auch bei der UNIQA, die ihr Hellas-Engagement mit rund 242 MillionenEuro beziffert. "In welchem Umfang sich die Beteiligung des privaten Sektors auf einzelne Unternehmen konkret auswirken wird, lässt sich noch nicht sagen, da Details noch nicht bekannt sind", teilte die Versicherung der APA mit.

Die Bad Bank der früheren Kommunalkredit, KA Finanz, die rund 1 Milliarde Euro an Griechenland-Anleihen hält, wird bei dem Programm zur Beteiligung privater Gläubiger teilnehmen, ließ Finanzministerin Maria Fekter am Freitag durchblicken. Die KA Finanz stützt sich auf eine Garantie der Republik. Ein 20-prozentiger Nachlass bei diesen Forderungen könne den österreichischen Steuerzahler daher 200 Millionen Euro kosten.

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(APA)

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