26.05.2012 21:47 | Meine Presse Merkliste 0

Arbeiterkammer: Energiepreise zu hoch

31.07.2011 | 18:18 |   (Die Presse)

Obwohl die Großhandelspreise für Strom und Gas gesunken sind, haben die meisten Energieversorger ihre Preise angehoben, kritisiert die AK.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Wien/Red. Der Gas-Großhandelspreis sei seit Juli 2008 um 15,5 Prozent zurückgegangen. Firmen wie Energie-Steiermark, Salzburg AG oder EVN hätten ihre Preise aber zwischen 25 und 32 Prozent erhöht. Bei den Handelspreisen für Strom habe der Rückgang seit 2008 rund 17,5 Prozent betragen. Mit Ausnahme von zwei Firmen hätten alle anderen Anbieter ihre Preise angehoben, kritisiert die AK weiter. Sie hat sich die absoluten Preise der Versorger nicht angesehen. Steuern, Abgaben und Netzgebühren sind im Vergleich der AK ebenso nicht enthalten.

Bei der EVN kann man die AK-Kritik jedenfalls nicht nachvollziehen, sagt ein Sprecher. „Unsere Preise sind absolut konkurrenzfähig“, heißt es.

Vonseiten der E-Wirtschaft erklärt man, dass Strom, je nach Konzern, bis zu zwei Jahre im Voraus eingekauft werde. Auch wenn der Preis an der Börse sinke, könnte es für den Konsumenten teurer werden. Der Europäische Haushalts-Energiepreisindex für Juni zeigt etwa, dass der Strompreis in Wien bei 19,39 Cent pro Kilowattstunde (kWh) liegt. Die Stadt liegt damit laut E-Control-Angaben auf dem sechsten Platz von 15 untersuchten Städten. Deren Durchschnittspreis beträgt 18,87 Cent pro kWh. Steuern und Netzpreise sind hier inkludiert.

Geld sparen, Versorger wechseln

Der heimische Strommarkt wurde vor rund zehn Jahren liberalisiert. Bei den Kunden ist das aber kaum angekommen, da bloß eine Handvoll Österreicher den Versorger wechseln. Die meisten bleiben bei ihrem angestammten Anbieter – auch wenn dieser teurer ist. Ein Wechsel bringt jährlich Einsparungen von bis zu 210 Euro.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 01.08.2011)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo
Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)


Mit dem Absenden Ihres Kommentares erklären Sie sich mit den Forenregeln einverstanden.

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*



Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

16 Kommentare
Hochhauser
07.08.2011 12:03
0 0

E-Control - vergleichen & wechseln

E-Control setzt sich seit Jahren für die Liberalisierung der Märkte ein.

Einfach vergleichen und wechseln:
http://www.e-control.at/tk

Gast: Plach2
01.08.2011 17:59
0 0

Wer erinnert sich noch?

Nach Gusenbauer und Molterter haben Faymann und Pröll neuerlioch die Steuern auf Energie und Treibstoffe erhöht.

Die SPÖ nannte höhere Preise "gerechter", die ÖVP sagte dazu "ökologischer".
Nun geht es uns und der Umwelt doch gleich viel besser? - Oder?

Wahltag ist Zahltag!

Gast: Stromfresser
01.08.2011 15:30
0 0

einfach wechseln...

die beste reaktion ist den anbieter zu wechseln und den monopolisten den rücken zu kehren;
auf http://www.durchblicker.at" target="_blank">www.durchblicker.at geht's ganz einfach ...

Gast: Sinus
01.08.2011 12:16
3 0

qui bono ?

Wem gehören denn die Energieversorger ?

In Wahrheit handelt es sich lediglich um eine versteckte Steuer.
Das beste sind jedoch "Förderungen" im Energiebereich:

Beispiel: Es werden 80 Mio. Photovoltaikförderung versprochen.
Die Folge:
1. Es wird 20% "Mehrwertsteuer" lukriert.
2. Es wird die "Erlaubnis" gegeben, dass die staatseigenen Energieversorger genau diesen Betrag als "Ökostromzuschlag" wieder einnehmen.

Ein tolles Geschäft, bei dem der "Staat" 20% mehr einnimmt und alle "Stromkunden" dies bezahlen.

Wo steht die größte und hoch geförderte PV-Anlage in Österreich ? (1MW = ca. 500 Häuslbaueranlagen)

In Sattledt neben der Autobahn und sie gehört der Energie AG.
Nun darf man raten, wem die Energie AG gehört.

Selbst wenn die Energieerzeugung halb so teuer wäre, würde der Preis weiter steigen.

Die heutige Politnomenklatura hat nur eines im Sinn: Das eigene Volk so weit als möglich ausnehmen und dabei darauf achten, dass es gerade noch zu keinem Aufstand kommt.

Das ist das eigentliche Problem, nicht nur in Österreich.

Gast: 1. Parteiloser
01.08.2011 11:23
1 0

Strom- und Gasrechnungen analysieren, dann kommt der Preistreiber sofort ans Licht!

Es sind die Staatsabgaben, welche die Preise massiv beeinflussen und bis zu etwa 50% des Rechnungspreises ausmachen!

Dass dann die staatlichen Energieversorgen auch noch einen Haufen Mittel brauchen um die Parteibonzenhochburgen, samt Fehlinvestitionen, zu finanzieren, kommt dann noch oben drauf.

Es sind Gesetze, welche die irren Preise verursachen. Gesetze, welchen auch die AK Lobbyisten im Parlament zugestimmt haben. Gesetze, welche die Roten (auch die Schwarzen) brauchen um die notwendigen Staatseinnahmen zu generieren, welche das Versagen der Parteibonzen in den geschützten Bereichen auch finanzieren kann. Es reicht aber trotzdem nicht, weil nur der Bund im 1. HJ 2011 ein Defizit von 5.000 Mio. Euro aufgerissen hat, obwohl die Steuereinnahmen auf einen neuen Höchststand geklettert sind.

Die AK, welche nun die hohen Preise anprangert, ist doch selber einer der Gründe warum die Preise so hoch sein müssen. Immerhin leben diese Versager (die Menschen, welche die AK vertreten soll wurden über Dekaden abmontiert) auch nur von Zwangsabgaben.

Franziskus
01.08.2011 10:27
1 0

Ich bin schon seit Jahren bei der KELAG

Der Umstieg war problemlos und wenn es in zukunft möglich sein wird zu den Slowaken oder Tschechen zu wechseln um billigen Atomstrom zu bekommen wechsle ich sofort.
Die "grünen" Gaunereien mit den Ökoaufschlägen gehen mir ohnehin auf den Wecker.
Da werden die letzten naturnahen Landschaften mit sinnlose teuren Windkraftwerken verwüstet und wir dürfen den Wahnsinn noch brav über Ökozuschläge subventionieren.

Gast: Defender
01.08.2011 08:32
1 1

Was bewirkt die Kritik der Arbeiterkammer?

Nichts - wie immer! Das ist Alibigebrüll zahnloser Löwen - wenn dem nicht so wäre,
dann könnten sie ja einen Angriff auf Wien`s
Häupl starten, der erst kürzlich wieder die neuerlichen Erhöhungen verteidigt hat!

pesosope
01.08.2011 08:00
0 0

Eine Entlarvung der Energieversorger

allein der Satz
"dass Strom, je nach Konzern, bis zu zwei Jahre im Voraus eingekauft werde. Auch wenn der Preis an der Börse sinke, könnte es für den Konsumenten teurer werden"
beweist, dass uns die Energieversorger jahrelang belogen haben und mit einer billigen Ausrede die Preise angehoben haben. Denn noch vor 3 Monaten hat man die Preiserhöhung dem Ölpreis zugeschoben und jetzt kauft man plötzlich im 2-Jahres-Rhythmus und ist vom Ölpreis gänzlich unabhängig!

Liberalisierung

ist der Deckmantel der Preisspirale, wenn ich das schon höre!

Iason
31.07.2011 22:27
4 0

Das Gemeine bei all diese Versorgern ist doch,

dass man pro kWh immer mehr bezahlt je weniger man verbraucht, bzw. desto mehr man versucht einzusparen.

Die Fixkosten werden immer mehr angehoben.

Das alles ist kontraprodktiv. Ich habe es aufgegeben zu versuchen weniger zu verbrauchen. Es macht für Kleinverbraucher kaum mehr Sinn. Ich habe auch meine thermische Sanierung am Haus aus diesem Grund auf unberstimmte Zeiten verschoben. SO rechnet sich das einfach nicht.


Gast: UKW
31.07.2011 20:30
2 0

Die Behauptung, dass nur eine Handvoll Österreicher den Versorger wechselt, beruht sicher auf einen Sonnenstich

Mag sein, dass es nicht allzu viele sind, aber mehr als 5 sind es sicher. Ich bin schon längst vom teuren Sozialistenverein Wien Energie zum Verbund gewechselt.

Antworten hw007
31.07.2011 23:53
0 0

Re: Die Behauptung, dass nur eine Handvoll Österreicher den Versorger wechselt, beruht sicher auf einen Sonnenstich

ich kenn da einige in AT

Antworten Antworten Gast: UKW
01.08.2011 07:54
0 0

Re: Re: Die Behauptung, dass nur eine Handvoll Österreicher den Versorger wechselt, beruht sicher auf einen Sonnenstich

Na bitte, dann wärens schon mehr als 5.

gofy
31.07.2011 19:33
5 0

gerade die roten genossen in

wien, erhöhen die preise kräftig.
da könnte mal die ak anfangen oder traut man sich bei den brüdern nicht?

Antworten Iason
31.07.2011 22:30
3 0

Re: gerade die roten genossen in

Seit Rot/Grün sind alle Hemmungen gefallen.

In Wien wird alles rasant teurer. Energie, Müllabfuhr, Wasser/Kanal, Gebühren, alles.

Antworten Antworten XXL_525
01.08.2011 06:43
0 0

Re: Re: gerade die roten genossen in

Genau deswegen und noch wegen Anderem bin ich weggezogen.

Fokus Steiermark

Erstmals in Österreich

  • Sichern Sie sich jetzt die Jahresvorschau des renommierten Magazins "The Economist", erstmals mit Österreichschwerpunkt aus der Wirtschaftsredaktion der "Presse".

    Für "Presse"-Abonnenten statt 6,90 nur 4,90 Euro.