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Telekom-Chef zahlt seinen Bonus zurück

10.08.2011 | 18:59 |   (Die Presse)

Ein Mitarbeiter hat den Verdacht einer Kursmanipulation erhärtet: Exmanager stehen im Kreuzfeuer. Ametsreiter, der damals Mobilkom-Vorstand war, profitierte wie 100 TA-Manager von einem auffälligen Kurssprung.

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Wien/Eid. Telekom-Austria-Boss Hannes Ametsreiter bemüht sich, das durch Affären beschädigte Image des Konzerns wiederherzustellen. Er wird jenen Bonus, den er im Zuge eines umstrittenen Aktienprogramms 2004 erhalten hat, nach der Klärung des Sachverhalts durch die Justiz zurückzahlen. Das gab die Telekom Austria (TA) am Mittwoch bekannt. Die Grünen hatten gefordert, dass die damals begünstigten Manager ihre Boni auf ein Treuhandkonto legten.

Ametsreiter, der damals Mobilkom-Vorstand war, profitierte wie rund 100 TA-Manager von einem auffälligen Kurssprung, der von einer Kauforder ausgelöst worden war. Dadurch stieg der Aktienkurs über die Marke, die für das netto 8,7 Mio. Euro schwere Bonusprogramm entscheidend gewesen war. Ametsreiter lässt durch Gutachter prüfen, ob und, wenn ja, wie die TA auf die Boni Zugriff hat. 33 Führungskräfte sind noch im Konzern.

Malversation mit der Aktie

Der Verdacht, dass der Kurs manipuliert worden sei, wurde nun von einem Telekom-Mitarbeiter erhärtet. Er gab zu, dass er in eine Malversation involviert gewesen war, die den Kurssprung ausgelöst hatte. Der Mitarbeiter wurde am Freitag entlassen. Die Spur führt – wie in der Korruptionsaffäre um Honorare ohne Gegenleistung – zu den früheren TA-Managern Rudolf Fischer und Gernot Schieszler sowie dem PR-Mann Peter Hochegger. Fischer, damals Chef der Festnetzsparte, hat bei einem Verhör durch die Staatsanwaltschaft zugegeben, von der Kursmanipulation gewusst zu haben. Er beschuldigt den damaligen TA-Boss Heinz Sundt und Ex-Finanzvorstand Stefano Colombo, in die Malversation verwickelt gewesen zu sein.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 11.08.2011)

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12 Kommentare

ÖIAG reagierte richtig

Angeblich liess Michaelis von der ÖIAG den Bonus mit Vorbehalt auszahlen! Dann würden wir das Geld ja wiedersehen.

1 0

Wo ist der Staatsanwalt?


Re: Wo ist der Staatsanwalt?

der schreddert gerade die Unterlagen...

Gast: bs
11.08.2011 11:14
2 0

Der kleine Unterschied

In England rauben und plündern Jugendliche in zerschlissenen Jeans und Kapperl und bewaffnet mit Baseballschlägern und Brandsätzen. Bei uns raubt man im Businessanzug, bewaffnet mit Handy, Direktleitung zur Börse und einem Haufen Geld, das der Vorstand persönlich zur Verfügung gestellt hat. Um nur ein Beispiel zu beschreiben.Widerlich und gesetzlos ist beides. Wobei ich glaube, dass der volkswirtschaftliche Schaden in der Summe durch Täter im Nadelstreif wesentlich größer ist. Dafür dürfen sie in Salzburg an den Festspielen teilnehmen und bei den Seitenblicken im ORF in die Kamera lachen.

Gast: Robsch
11.08.2011 10:14
2 0

Geiz ist geil

Die Gier der Oberen ist zum Sch.....! Mich kotzt das alles schon an, wenn einer einen Banküberfall macht geht er einige Jährchen ins Gefängnis. Die klauen Millionen aus der Firmenkasse und es passiert nichts! Es gilt natürlich die Unschuldsvermutung :-)

Die sogenannten Oberen kassieren ab und der "Kleine" muß darum betteln das er um einen Euro mehr bekommt. Leider wird es immer extremer!

Wenn unsere Manager und Politiker so weiter machen - England lässt grüßen!


Re: Geiz ist geil

Wie recht Sie haben! Mich wuerde es nicht wundern wenn es auch in Oesterreich zu Unruhen kommen wuerde. Was sich da gegenwaertig an betruegerischen Handlungen und Machenschaften abspielt ist himmelschreiend. Und nicht wird dagegen unternommen, Da frage ich mich schon wie lange es noch im Staate Oesterreich in dieser Art und Weise weitergehen kann!

Gast: Bürger01
11.08.2011 09:54
1 0

wohlwissend das die österr. Justiz

das niemals klären kann - als auch damaliges leitendes Organ sollten sie einfach zurrücktreten !

Good Boy

Zurueckzahlen finde ich gut.
Das sollten alle Abzocker jetzt machen.
Dann waere alles wieder gut.

Antworten Gast: das mädchen aus dem song
11.08.2011 09:11
1 0

Re: Dann waere alles wieder gut.

NEIN !
das sollte höchstens strafmildernd gewertet werden !

Gast: willi1
11.08.2011 04:33
3 1

vom Staat gefoerderte Abzocke

7 Jahre braucht unser Staat um das Offensichtliche herauszufinden??? Das ist ja wie eine Foerderung des Kapitalmarktverbrechens. In anderen Staaten gehen solche Menschen fuer Jahrzehnte ins Gefaengnis bei uns foerdert der Staat es fast und wer es nicht macht ist der Dumme. Ob Telekom, Voest, Bierbrauerei oder Meinl, bei uns lohnt sich das Kapitalmarktverbrechen noch.

Gast: verwunderter
11.08.2011 01:58
1 0

was verwundert denn?

was mich verwundert?
nicht so sehr, dass sich diese herrschaften bedient haben. das ist ja in diesem lande ganz normal, so scheint es jedenfalls.

mich wundert eher, dass tatsächlich viele leute gedacht haben, dass das alles mit rechten dingen zugegangen ist! und dass diese idioten noch immer die verantwortlichen wählen.

kann das denn wirklich sein? sind die österreicher wirklich so blöd?

ich hab angst.

Haaaallo!!

Ist da jemand? Hier herrscht Totenstille, obwohl das eine sehr interessante Geschichte ist! Von Haberern, die ihren Mund nicht voll kriegen können und ohne Hemmung das Gesetz brechen! Dieselben Leute sitzen dann bei den Charity-Aktionen und zeigen ihre Gönnerhaftigkeit! In Wirklichkeit sind sie um nichts besser als die Plünderer von London, nur machen sie es halt etwas subtiler!

Hobbyökonom