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Hypo: Nächste Anklage wartet auf Ex-Chef Kulterer

12.08.2011 | 14:03 |   (DiePresse.com)

Vom Vorwurf der Untreue sind auch Ex-Vorstand Striedinger, Steuerberater Gabriel und Anwalt Kucher betroffen. Der Staatsanwalt spricht von knapp 5,5 Millionen Euro Schadenssumme.

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Die Staatsanwaltschaft Klagenfurt hat eine weitere Anklage wegen Untreue gegen den ehemaligen Vorstandschef der Kärntner Hypo Alpe-Adria Bank, Wolfgang Kulterer, fertiggestellt. Neben Kulterer sind aber auch Ex-Vorstand Günter Striedinger, Ex-Banken-Steuerberater Hermann Gabriel und Anwalt Gerhard Kucher betroffen. Den Angeklagten wird vorgeworfen, der Bank wissentlich einen Schaden von 5,49 Millionen Euro angelastet zu haben, hieß es seitens der Staatsanwaltschaft.

Die Angeklagten sollen "unter Missbrauch Ihrer Befugnisse und unter Verletzung der Eigenmittelvorschriften des Österreichischen Bankwesengesetzes" im Jahr 2004 elf liechtensteinischen Anstalten Kredite der Hypo Alpe-Adria (Liechtenstein) AG im Betrag von 5,15 Millionen Euro verschafft haben.

Schaden: Differenz aus Dividende und Zinsen

Bei den Geschäften ging es um Vorzugsaktien der Hypo-Tochter HLH, die 2004 die Kapitaldecke der Hypo auffetten sollten. Ein Teil der Aktien wurde von einer Gesellschaft aufgegriffen, hinter der Kucher und Gabriel standen. Finanziert wurde der Deal über Umwege aus Anstalten in Liechtenstein. Der Schaden (5,5 Millionen Euro) resultiert laut Anklage aus der Differenz zwischen den in der Zeit zwischen 2005 und 2007 bis zum vorzeitigen Rückkauf ausgeschütteten Vorzugsdividenden und den niedrigeren Kreditzinsen.

Striedinger: Kulterer war zuständig

Striedinger hatte sich bisher immer gegen die Vorwürfe gewehrt. "Wie man zum Ergebnis kommen kann, dass der Bank ein Schaden von 5,5 Millionen Euro bzw. überhaupt ein Schaden entstanden wäre, ist objektiv nicht nachvollziehbar", erklärte Striedinger im Frühjahr 2011. Für ihn sei auch der Aufsichtsrat der Bank über sämtliche notwendigen Beschlüsse für die Emission der Vorzugsaktien vollständig informiert gewesen.

Zudem sei die Kapitalerhöhung 2004 "ein reines Treasury-Thema" gewesen, dessen Zuständigkeit nicht in seinen Aufgabenbereich gefallen sei. "Ich kann nur nochmals darauf hinweisen, dass es sich hier um eine Kapitalerhöhung handelte und diese eindeutig ein Thema für das Treasury der Bank war, das zu Herrn Dr. Kulterer ressortierte", erklärte Striedinger.

(APA)

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10 Kommentare
Gast: Bello
12.08.2011 19:20
0 0

Man bekommt nichts mehr anderes zum lesen!

Ja was ist denn da los? Man liest nunmehr von lauter Betrüger die sich da oben nur bedienen und uns wird alles teurer gemacht! Wann wird endlich diese Brut zur Verantwortung gezogen?
Jeder anderer muss alles verpfänden und dafür geradestehen. Aber diese Herren machen mit uns was sie wollen. Ich hoffe dass es bald viele werden die sich das nicht mehr gefallen lassen!!!

Antworten Gast: Gast 101
12.08.2011 23:21
0 0

Re: Man bekommt nichts mehr anderes zum lesen!

Ja es scheint so als hätten sich einige Herren in den Führungsetagen das Raubrittertum an ihre Fahnen geheftet. Manche begreifen anscheinend ihre ihnen zur Leitung überantwortete Firma als Selbstbedienungsladen. Eine unbeschreibliche Gier hat um sich gegriffen.
Und das beste dabei. Trotzdem sie Firmen an die Wand fahren bekommen sie noch tolle Abfertigungen ausbezahlt und hinterlassen den von ihnen verursachten Schaden den "dummen"
Steuerzahlern.

Dieser Staatsanwalt scheint sehendes Auges wieder in eine schöne Blamage zu laufen!


Antworten Gast: formatmalzwei
15.08.2011 22:05
1 0

Re: Dieser Staatsanwalt scheint sehendes Auges wieder in eine schöne Blamage zu laufen!

Kann Ihnen nur absolut beipflichten. Wenn man die Fakten ein bissl kennt, können die unter normalen Umständen (Einhaltung der Gesetze) da nie durchkommen mit der Anklage. Auch wenn scheinbar ein ganz bestimmter Richter als garant dafür sorgen soll, was wiederum die Frage aufwirft, wie weit man in Österreich die Gesezte umgehen kann...

Solon
12.08.2011 17:24
4 0

Merkwürdige Berichterstattung -

aus dem Taxt ist ein strafrechtlich relevantes Verhalten nicht erkennbar!?

Gast: 1. Parteiloser
12.08.2011 15:19
7 0

Nur noch lächerlich!

Bei der HGAA wurde viele 1.000 Mio. Euro an Staatsgeldern verbrannt, alleine die Bayern haben mehr als 3.000 Mio. Euro verloren. Was auf die Österreicher noch zu kommt, das ist doch gar nicht absehbar. Irgendwie scheinen die langsam auszubuchen, so um die 1.000 Mio. Euro pro Jahr, immer wieder und immer wieder.

Für diesen Wahnsinn ist doch der ganze Vorstand voll verantwortlich, der Aufsichtsrat auch, wahrscheinlich auch viele Prokuristen. Die haben alle nicht wie sorgfältige Kaufleute gehandelt, so wie es das Gesetz auch vorschreibt. Diese Typen sind einfach nur, alle zusammen, in Haft zu nehmen.

Ein Staatsanwalt, welcher aus den vielen 1.000 Mio. Euro nun einen Schaden von gerade einmal 5,5 Mio. geltend macht, ein solcher Staatsanwalt ist nur noch als Suppenkasperl zu gebrauchen. Wahrscheinlich ist aber alles so wie bei der letzten Anklage vorbereitet. So Stümperhaft vorbereitet, dass es einen Freispruch geben muss.

Gast: speibender regenbogen
12.08.2011 14:05
10 0

wie lange wartet die anklage eigentlich auf die frau schmied?

immerhin hat die ihre bank um eine ganze milliarde geschädigt. ich glaube nicht, daß sie bis in alle ewigkeit ihr parteibuch schützend vor sich halten kann...


Antworten Gast: HHH2
12.08.2011 15:28
0 9

Nicht ablenken,

hier geht es um mutm. kriminelle Orange/Blaue.

Re: Nicht ablenken, wieso?

Das ist doch ein einziges Ablenkungsmanöver der Justiz von den Mißständen in Wien und Niederösterreich!

Antworten Antworten Antworten Gast: hypochonder
15.08.2011 22:20
1 0

Re: Re: Nicht ablenken, wieso?

Absolut richtig, aber leider haben die "Ablenker" fast alle Medien in der Hand.

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