Das Weltstadthaus in der Kärntner Straße ist für die deutsche Modekette Peek & Cloppenburg (P & C) mehr als nur der elfte Shop in Österreich. Das wird nicht nur durch den Namen kommuniziert, sondern auch durch das Eröffnungsprozedere ...
Das Gebäude gefällt mir seht gut, aber der Ramsch der da drinnen ist wird mich nicht zu einem weiteren Besuch locken. Mariahilferstrasse hat bessere Marken ich weiß es nur von einigen Marken, die es auf der Kärntnerstrasse nicht gibt, aber es ist ein Massen-Tourismus-Kaufhaus.
Dieser Rohbau lebt von seiner lieblichen Umgebung!
Der Klotz ist eine unzumutbare Zumutung! Gräßlich. Ich fordere eine Diskusion darüber, ob das Ding nicht in einer Artperformance rückgebaut werden soll. Im Vergleich dazu ist das Haas Haus ein, wenn es dabei bleibt, einmaliger verpielter misslungener, zwangsneurotischer Modernbau. Ein abschreckendes Beipiel genügt.
Was soll "strenge" Architektur? Das Leben ist hart genug!
Die Welt ist so unfair und so falsch: Am Pre-Opening Abend wo Promis in aller Überheblichkeit auf rotem Teppich spazieren und dabei viel Sekt trinken dürften (und wahrschreinlich auch noch gratis einkaufen dürften), wurde uns, den kleinen Bürgern der Zutritt zum roten Teppich durch große und lange Geländer, durch großen Aufgebot an Securitas und Polizei verwehrt. Da sind wir, die kleinen Bürger nicht gewünscht und da braucht uns keiner. Es könnte sogar gegen uns Gewalt angewendet werden wenn wir uns wagen würden auf dem roten Teppich Schritt zu fassen. Nein, da dürfen wir nicht hinein.
Dann aber später, wenn der rote Teppich weg ist, wenn die Promis alle Gläser ausgetrunken haben, wenn die große Party vorbei ist, dann geht es um möglichst viel von den kleinen Bürgern einzucashen, möglichst viel Geld von den kleinen Bürgern auszubeuten, die Kassen mit viel Geld zu füllen, die großen Gewinne zu machen - dann dürfen die kleinen Bürger hinein. Weil für die kleinen Bürger gibt es keinen roten Teppich, kein Sekt, keinen Galaabend. Für die kleinen Bürger gibt es nur noch zu zahlen zahlen und zahlen. Schließlich müssen wir, die kleinen Bürgern die nächste große Party mit roten Teppich wieder finanzieren... wo uns allerdings der Zutritt wieder verwehrt bleibt.
Deswegen bin ich mir sicher, dass ich hinein so oder so nicht gehen werde.
Ich finde so ein "event" auch keinen gluecklichen Anfang fuer ein Kaufhaus.Sollen sie doch gluecklich werden mit ihren Schicki Mickis. Reich werden sie bestimmt nicht. Die sind naemlich nur auf "umsonst - abzocke - Schnaeppchen" eingestellt.
Es ist aber ein Armutszeugnis, die Ausschliessung der Buerger als Geschaeftseroeffnung zu setzen.
Uebrigens finde ich das Gebaeude einen Schandfleck.
Ich reg mich jetzt auch mal auf! man wird ja von soviel Werbung förmlich gezwungen dort einkaufen zu gehen! Das regt mich wirklich auf! Ich will doch auch so gerne einen roten Teppich und eingeladen sein und toll sein und die sind so gemein und lassen mich nicht hinein :(
Allerweltsarchitektur, die ueberall stehen koennte.
Der Architekt war intellektuell ueberfordert, einen Bau zu entwerfen, der zu Wien passt. Deshalb stellt er das gleiche Gebaeude in Innsbruck und in Wien hin.
Wieviel "P&C" denn der "Presse" für diese "Werbe"einschaltung bezahle, wurde gefragt.
Ich schätze: ungleich mehr als den eigenen Mitarbeiter*I*nnen, die ja immerhin einen wichtigen Beitrag zum "Halsnichtvollkriegen" dieses Unternehmens beitragen (sollen). Nicht umsonst war (ist) die Firma immer wieder Gegenstand entsprechender Vorwürfe und Untersuchungen. Besonders wegen Beschäftigung "on demand".
Ja, man kann und soll über solch eine Architektur im Herzen Wiens diskutieren.
Ja, auch ich finde dieses Gebäude nicht gerade passend für die Kärnterstrasse.
Allerdings habe ich gelerent, dass die großen Aufschreie von Skandal usw. meist nur von kurzer Dauer sind (Haas-Haus?) . Der Wiener gewöhnt sich recht schnell an Veränderungen und den nächsten Aufschrei zu diesem Gebäude wirds erst dann wieder geben, wenn es erneuert wird (wenns dann nicht schon unter Denkmalschutz steht ;-).
Im übrigen würde ich das Gebäude mit 70er-Jahre-Charme auf Bild 5 (ab dem 1 Stock) auch nicht gerade als architektonisches Juwel bezeichnen. Und wenn man sich genau in der Innenstadt umsieht gibt es unzählige davon, sogar direkt am Stephansplatz.
Kann schon sein, dass es eine Reihe von Bauten in der Innenstadt gibt, die keine baulichen Juwele sind. Das ist aber noch lange kein Grund, noch eins draufzusetzen und eine solche Missgeburt zu errichten.
Und weil der Wiener gelernt hat, mit der Zeit darueber wegzuschauen wird es auch nicht besser.
Und auch das Wien-Museum am Karlsplatz. Und die Haeuser neben dem Haas-Haus. Alle Bauten wuerden niemanden interessieren, wenn sie in Simmering stehen wuerden. Ihr sehr schwaches Argument soll nur vor Kritik schuetzen.
Wie gesagt, viele Häuser oberhalb der Geschäftsebenen sind nicht gerade Architekturhighlights (evt. nochmals ein Blick auf Bild 5, diesmal vielleicht auf die rechte Seite).
Ich kann Meinungen akzeptieren, also auch ihre. Ich finds halt echt nicht so schlimm.
Architektur lebt, genau wie die Sprache. Gut aber das man darüber diskutieren darf.
Schützen brauch und will ich übrigens gar nix und btw. ich mag auch Simmering ;-).
Architektur steht auch fuer den Glanz einer Epoche!
Und hier kann sich die heutige Zeit nicht mit jener um 1900 und davor messen. Wann sehen das die Sozis ein? Diese Pseudogigantomanie wirkt nur laecherlich.
wieso wird man sich in prag freuen? wenn man die innenstadt ein paar meter verlässt,kann man die wunderschönen realsozialistischen plattenbausiedlungen studieren. und die innenstadt ist eine touristennepp-freilichtmuseumsfalle mit überhöhten preisen,wo kein prager lebt. sogar ins goldene gässchen muss man eintritt zahlen und die unfreundlichkeit der einheimischen gegenüber den touristen ist erstaunlich. in wien bekomme ich das,was ich bezahle-und die atmosphäre ist weltoffener und lockerer als in prag. abgesehen davon:die kärntnerstrasse war niemals ein historisch geschlossenes ensemble-schon mal den vorgängerbau dieses hauses da oben gesehen?
Warum orientiert sich Wien an einer untergehenden anglsaechsischen Kultur, anstatt auf die eigenen Staerken (Ornatmente) zu setzen? Wo bleibt der Stolz dieser Stadt?
In den ewigen Diskussionen mit Architekten warum Bauingenieure keine Häuser planen sollten, wurde wieder einmal das beste Gegenargument von einem Architekten persönlich geliefert :D Danke Chipperfield!
P.S. und Danke auch Coop Schimmelbau für die Riverside in Liesing *lachmichtot"
Coop Himmelblau haben leider in Wien nicht nur Riverside verbrochen.
Auch der Schild am Gasometer B ist beispielsweise von denen, ebenso ein Gebäude in der Schlachthausgasse. Alle erkennbar an den hässlichen Betonstelzen.