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Grüne fordern Rücktritt von Ex-Kanzler Schüssel

02.09.2011 | 09:45 |   (Die Presse)

Die in der Telekom-Affäre unter Beschuss geratene ÖVP solle Polithygiene betreiben, fordert die Oppositionspartei. Schüssel hat bisher zu Geldflüssen aus der ÖVP-FPÖ/BZÖ-Regierungszeit konsequent geschwiegen.

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Wien/Eid. Für die Grünen steht fest, wer aus Gründen der „Polithygiene“ im Zusammenhang mit der Telekom-Affäre handeln muss: „Ex-Bundeskanzler Wolfgang Schüssel muss als ÖVP-Abgeordneter zurücktreten“, fordert Telekom-Sprecherin Gabriela Moser. Weil „jeder Tag etwas Neues im schwarz-blauen Politsumpf unter dem System Schüssel“ bringe, müsse die ÖVP mit ihrem Bekenntnis zur Erneuerung Ernst machen. Denn die Empörung über den Korruptionsskandal verursache Demokratie- und Politikverdrossenheit. Schüssel hat bisher zu Geldflüssen zwischen der Telekom Austria (TA), Lobbyisten und Politikern aus der ÖVP-FPÖ/BZÖ-Regierungszeit konsequent geschwiegen.

Moser drängte erneut auf einen parlamentarischen U-Ausschuss und hält eine Übertragung der Telekom-Ermittlungen auf die neue Wirtschaftsstaatsanwaltschaft für sinnvoll. Die von den Grünen geforderte Sondersitzung des Nationalrats findet ohne Segen von ÖVP und SPÖ statt.

Eine halbe Million an FC Kärnten

Moser will von neuen Verdachtsfällen erfahren haben: Der Fußballclub FC Kärnten, dessen Präsident der verstorbene Landeshauptmann Jörg Haider war, soll 500.000Euro von TA-Bereichsleitern erhalten haben. Die Gegenleistung sei nicht klar. Der frühere Telekom-Chef Heinz Sundt soll die Kitzbüheler Szene stark gesponsert haben.

Die TA gab indes bekannt, sie werde ihrem Ex-Vorstand Rudolf Fischer eine Kontonummer bekannt geben, auf die er jene 500.000Euro Provision zahlen könne, die seinen Angaben zufolge die Euro Invest für die Kursmanipulation 2004 erhielt. Diese verhalf TA-Managern zu fetten Boni. Die Rückzahlung sei kein Verzicht auf Schadenersatz, teilte die TA mit.

Die Causa Telekom
In der Telekom-Affäre gibt es eine Reihe von Ungereimtheiten.

So steht eine Gruppe früherer Telekom-Führungskräfte im Verdacht, den Auftrag zur Manipulation des Kurses der Telekom-Aktie gegeben zu haben. Der Wiener Broker, der im Februar 2004 dazu angestiftet wurde, soll mehr als eine halbe Million Euro dafür erhalten haben. Mit der Kursmanipulation wurden Boni in der Höhe von 8,7 Millionen Euro für rund 100 leitende Angestellte erlöst.

Der Auftrag für den österreichischen Blaulichtfunk war an das Konsortium mastertalk rund um Siemens und RZB vergeben, als der damalige Innenminister Strasser die Zusage unerwartet zurückzog. Im Jahr 2004 kam im zweiten Anlauf eine Gruppe aus Alcatel und Motorola bei dem 310 Millionen Euro schweren Projekt zum Zug. Die Telekom Austria soll als Lieferant des Netzinfrastruktur 50 Millionen € an dem Deal verdient haben. Im Zuge der Neuvergabe sollen 3,7 Millionen Euro an Provisionen an den Lobbyisten Mensdorff-Pouilly geflossen sein.

Weiters stehen einige Politiker im Verdacht, Zahlungen zwecks Gesetzesbeeinflussung erhalten zu haben. Gelddrehscheibe war der Lobbyist Peter Hochegger.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.09.2011)

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25 Kommentare
 
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Des Kaisers neues Amt

Schüssels Motto damals war: Macht was ihr
wollt, ich spiel euch den Kanzler.

Gast: Xury1941
02.09.2011 13:02
2 1

Schüssel?

Schüssel war in der Schwarz-blauen Koalition der Bundeskanzler von Haisders Gnaden und somit der Verantwortliche für diese Korruptionen.
Und wenn er nichts gewußt hat, dann hat er sicher aus Dankbarkeit weggeschaut.

Kein Freund

Ich bin wahrlich kein Freund von Schüssel, aber das passt wieder einmal zu den komischen Grünlingen: Miese Wadelbeissereik.

In Untersuchungsauschüssen sind die Grünen immer ganz groß.

Endloses, unbrauchbares gequake mit einem Ergebnis das keines ist. Dafür werden jedesmal Millionen Euro verschwendet.

Gast: bertilein
02.09.2011 11:10
3 0

telekom

und alle beteiligten aufs existenzminimum pfänden

Gast: Bürger&Wähler
02.09.2011 10:54
2 1

Wer als Chef nichts weiß, ist ebenso schuldig!

Schüssel war der Boss einer schwarz-blauen Mafiaregierung!

Wer Österreich schaden möchte, wählt eine dieser zwei Verbrecherparteien erneut!

Gast: serkos
02.09.2011 10:50
2 1

Die Ära Schüssel ist die Ära der wilden Politkriminalität und der Erfolglosigkeit!


Überigens: Auch der Euro wurde unter Schüssel und FPÖ-Ministern in der Regierung eingeführt.

Gast: fj
02.09.2011 10:34
1 1

Unschuldig

Natürlich ist Schüssel unschuldig. Er hat ja nichts gemacht. Meistens hat er sogar geschwiegen. War wahrscheinlich besser so. Na ja, er war der Chef und hat die korrupte Bande werken lassen. Aber selbst hat er nichts Böses gemacht.
http://gedaunknsplitta.blog.de

Gast: Reconquista_2011
02.09.2011 09:50
4 1

Fr. Moser

Die 500000 für den FC Kärnten sind doch Peanutrs im Vergleich zu den Millionen welche Rapid von EADS erhalten hat, aber dabei handelt es sich ja um die richtige (linke) Reichshälfte und da drücken Kommunisten schon mal ein Auge zu, nicht wahr ?

Gast: das hirn
02.09.2011 09:21
5 2

zurücktreten

da die grünen richtig erkannt haben, dass sie nie über die 10 prozent hürde kommen und daher wenn überhaupt nur als blinddarm der roten , siehe gemeinde wien, als berufsabnicker fungieren können, versuchen sie die absolute mehrheit dadurch zu erlangen, dass alle zurücktreten müssen, bis die paar grünen lemuren alleine im parlament sitzen. die medizin weiß bis heute nicht wozu der blinddarm gut ist und halten ihn für unnötig.

Gast: Ali
02.09.2011 08:21
7 4

Schüssel

Die Hetze gegen Schüssel verstehe ich nicht. Ich war nie ein ÖVP-Wähler, sondern fühlte mich immer der linken Seite zugehörig. Mit Schüssel hatte die ÖVP jedoch einen Mann, der mit seiner Korrektheit und Konsequenz und nicht zuletzt mit seiner alles überragenden Rethorik alle anderen Kanzler der letzten 40 Jahre weit übertroffen hat. Ich halte ihn auch in der Telekom-Sache für absolut unschuldig. Wir könnten uns in der SPÖ glücklich schätzen, wenn wir solche Leute wie Schüssel hätten. Er ist leider in der falschen Partei.

1 1

Re: Schüssel

Ich nehme an, es hat etwas damit zu tun, dass Schüssel die Roten für einige Zeit von den Trögen der Macht entfernt hat.

Der Schock hat scheints tief gesessen, hat er doch erstmals die Strategie, welche die Sozialisten seit Kreisky gefahren sind, nämlich das Aufsplittern der vorhandenen bürgerlich / rechten Mehrheit im Land auf mehrere Parteien, durchkreuzt.

Naturgemäß möchte ich darauf hinweisen, dass eine solche Mehrheit natürlich immer noch exisistiert. Man muss sie nur wahrnehmen :)

Re: Schüssel

Und genau aus diesem Grund ist er ein rotes Tuch für die linke Reichshälfte und ganz besonders für die Grünen.
Das ist ja eigentlich das Erstaunliche .. warum die Grünen gar so einen Groll auch Schüssel haben würde mich schon sehr interessieren!
Wäre Hr. Schüssel Teil der linken Reichshälfte würde er wohl als der nächste Sonnenkönig verehrt....

Gast: Beiler
02.09.2011 06:58
2 4

Wahlergebnis

Schüssel wurde gewählt, genauso wie seine blauen Mittäter,..
also sollte man die Wähler zur Verantwortung ziehen und sie für den Schaden aufkommen lassen,..
geheimes Wahlrecht ist sowieso nur ein Versteck für
Schwächlinge, die nicht zu ihrer Entscheidung stehen,.
.so wird Demokratie nicht funktionieren,...mit Protestwählern und Wutbürgern kann man keinen Krieg gewinnen,..die laufen beim ersten Schuss mit vollen Hosen davon,... braune Gesinnung eben.

Gast: Mafiabande
02.09.2011 06:15
4 5

Der Schaden ist nicht mehr gut zumachen

Die ÖVP unter Schüssel haben den Österreichischen Staat nachhaltig zerstört wie keine andere Regierung zuvor.
Übrigens wo sind unsere Goldreserven ? Um einen Hungerlohn verscherbelt interessiert auch niemanden.

Antworten Gast: zur Klarheit
02.09.2011 10:52
1 0

Re: Der Schaden ist nicht mehr gut zumachen


Da hat die FPÖ als Koalitionspartner fett mitgeschnitten.

Die internen Vorgänge in so einer Partei wie der ÖVP

möchte ich nicht mal im Ansatz wissen. Jedoch wäre es vorteilig nicht mit Lasten aus alter Zeit belastet zu sein - insbesondere wenn man wieder gewinnen möchte.
Man möge die Behandlung früherer Parteivorsitzender zum Maßstab nehmen. Da wird man dann Handlungsweisen finden die man nachahmenswert findet, oder nicht!

Gast: DaKommtNochMehrRaus
02.09.2011 00:42
1 4

Die Schwarzen Geldflüsse

„Alles, was unter ihm geschah, entspricht ganz sicher nicht dem Staatsvertrag und auch nicht dem Hausverstand."

Gast: mens sana
01.09.2011 22:14
10 6

Schüssel war der einzige halbwegs kompetente Kanzle seit 1970

Daher wollen die Grünlinge seine damnatio memoriae.

Antworten Gast: michelle
02.09.2011 08:54
5 3

Re: Schüssel war der einzige halbwegs kompetente Kanzle seit 1970

zweifellos war schüssel einer besten ! jedenfalls der beste seit langem. wenn man sich diese rote witzfigur faymann (die im übrigen derzeit von der staatsanwaltschaft wegen korruption untersucht wird !) kann man nur mehr traurig sein, was der dummwähler alles in kauf nimmt....

Antworten Gast: Norbert K.
01.09.2011 23:06
8 3

Re: Schüssel war der einzige halbwegs kompetente Kanzle seit 1970

Volle Zustimmung.

Re: Re: Schüssel war der einzige halbwegs kompetente Kanzle seit 1970

Kanzler ja, aber kompetent??

Re: Schüssel war der einzige halbwegs kompetente Kanzle seit 1970

Gehen Sie doch mal zum Arzt.

Antworten Antworten Gast: Luzifer
02.09.2011 01:31
3 2

Re: Re: Schüssel war der einzige halbwegs kompetente Kanzle seit 1970

Glaubens, daß ein Arzt in der Wirtschaftspolitik kompentere Ratschläge geben kann als Sie Unterschichtler?

Antworten Antworten Gast: Niederösterreicher
02.09.2011 01:29
5 3

Re: Re: Schüssel war der einzige halbwegs kompetente Kanzle seit 1970

Schüssel war kompetent und wurde von der Linken mit Total-Opposition politisch bekämpft.

Die vereinten Linken, nämlich SPÖ und GRÜNE wollen unbedingt in eine Koalition. Um die fehlenden 10 % der Wählerstimmen auf die Absolute zu erreichen, wird die ÖVP ganz mies ddiffamiert. Die berüchtigte grüne Hex im Parlament geifert derzeit mit dem Grün-Pilz um die Wette!

Witzig ist der Vorwurf, daß zwischen FP-Reichold und Hochegger eine Provision von EUR 72.000 ohne nachvollziehbare Gegenleistung geflossen sein soll. EUR 72.000 entsprechen ATS 1Milll. die Ex-Kanzler Vranitzky nach eigenen Worten für eine (telefonische!!) Auskunft von einem BAWAG-Skandal-Beteiligten erhalten haben soll. Aber das stört keinen der Herrn bzw. Damen Aufdecker!

Als nächstes wird so ein Witzbold noch verlangen, daß Schüssel auswandert ....


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Cartels with Telecom Austria in CEE

Cartels with Telecom Austria in CEE

How Telecom Austria is organizing cartels in CEE in interaction with banks and politicians.
It is done through mind control of regulators and managers through the new converging technologies.

http://convergingtechnology.eu/threats-for-developing-countries

 
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Hobbyökonom