Constantia, Buwog, Telekom: Wo alles begann

03.09.2011 | 18:02 |  von Hedi Schneid (Die Presse)

Der Skandal um dubiose Geldflüsse von der Telekom Austria über Lobbyisten an Politiker ist der bisherige Höhepunkt einer langen Reihe von Wirtschaftsdelikten, die alle noch nicht aufgeklärt sind.

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Es war einmal eine kleine, aber sehr feine Bank. Ihr Ruf war untadelig, und allein der Umstand, dass Michael Prinz von und zu Liechtenstein im Aufsichtsrat dieser Constantia Privatbank saß, bürgte der noblen, betuchten Klientel als Garant für Seriosität. Dazu kam, dass die Besitzerin dieses Kleinods der österreichischen Privatbanken-Landschaft Christine de Castelbajac war, die Tochter des legendären Industriellen Herbert Turnauer.

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Dann, im Laufe des Jahres 2008, passierte Undenkbares: Es wurde gemunkelt, dass sich in der CPB, wie die Bank kurz genannt wurde, Unglaubliches abgespielt hätte und noch abspiele. Bankchef Karl Petrikovics, der in Personalunion die Immobilienfirmen Immofinanz und Immoeast managte, soll heimlich höchst riskante Aktiendeals mit Immoeast- und Immofinanz-Papieren getätigt und so den Kurs nach oben manipuliert haben. Das alles sei schon 2007 und in den Jahren davor passiert, aber Petrikovics habe alles vertuscht und sogar die Finanzmarktaufsicht getäuscht. Als die Finanzkrise die Kurse killte und die Bank inklusive ihrer Immogesellschaften mitriss, war Österreich, das sich gerade den Mund über die Meinl-Affäre zerriss, um einen Mega-Wirtschaftsskandal reicher.


Kommissar „Zufall“. Die Justiz setzte sich in Bewegung – sie wusste jedoch nicht, dass sie mit ihren Ermittlungen eine Lawine auslösen würde: Denn all die Malversationen, die jetzt im Zuge der Telekom-Affäre Tagesgespräch sind, kamen sukzessive durch die Untersuchungen der Immofinanz-Affäre ans Tageslicht. Manchmal spielte dabei auch „Kommissar Zufall“ eine Rolle, manchmal wussten die Ermittler anfangs gar nicht, welches „Kleinod“ ihnen ihn Form einer Rechnung, einer Überweisung oder einer Gesprächsnotiz bei Razzien und Lauschangriffen in die Hände gefallen war.

Es war im Sommer 2009. Christian Thornton, gegen den wie gegen Petrikovics und andere Manager und Aufsichtsräte der CPB ermittelt wird (es gilt die Unschuldsvermutung), sitzt bei einem Verhör. Thornton ist gesprächig und plaudert aus dem Nähkästchen. Im Auftrag von Petrikovics habe er in Tranchen in Summe 9,61 Millionen Euro an eine Firma des PR-Unternehmens Peter Hochegger auf Zypern gezahlt. Astropolis habe die Firma geheißen, wenn er sich recht erinnere. Das sei das Erfolgshonorar für Hocheggers Tätigkeit im Rahmen des Verkaufs der 58.000 Bundeswohnungen im Jahr 2004 an die Immofinanz gewesen. Dafür seien fiktive Rechnungen von einer CPB-Tochter ausgestellt worden – für Leistungen, die nie erbracht worden seien.

Die Kripo-Männer staunten nicht schlecht – und die Causa Buwog war geboren. Zumal sich bald herausstellte, dass nicht Hochegger allein die Millionen kassiert hatte. Sein Spezi Walter Meischberger bekam einen erklecklichen Teil. Und weil „Meischi“ zum engsten Kreis des damaligen Finanzministers Karl-Heinz Grasser zählt und der Buwog-Deal zudem unter Grassers Ägide abgewickelt worden war, kam die Politik, konkret die Ära der schwarz-blau/orangen Regierung erstmals ins Spiel.

Schon lange ist die Buwog kein „Nebenschauplatz“ der Immofinanz-Affäre mehr, sondern einer der größten Korruptions-Skandale der Zweiten Republik. Das sichergestellte Datenmaterial umfasst Tonnen von Aktenordnern und zig Terabyte. 5000 Telefonate wurden abgehört, hunderte Zeugen befragt, zig Razzien durchgeführt. Bei Meischbergers Eingeständnis: „Da bin ich jetzt supernackt.“, als ihm Grasser am Telefon Tipps gab, wie er Zahlungen vom Baukonzern Porr erklären könnte, dürften sogar die abgebrühten Ermittler laut aufgelacht haben. Die Telefonprotokolle als Kassenschlager eines Kabaretts: Zumindest so hat die alles andere denn spaßige Sache eine amüsante Note bekommen.

Je tiefer die Ermittler bohrten, desto mehr Hinweise auf ein dichtes Gefüge von Geschäften zwischen „Freunden“ fanden sie. Die Spuren führten zum Baukonzern Porr, zum Immobilien-Tycoon Ernst Karl Plech, zu Konten und Stiftungen in Liechtenstein und der Schweiz. Andere Projekte – wie die Auswahl der Investmentbank Lehman für den Buwog-Deal, aber auch die Übersiedlung des Finanzministeriums und der Innenstadtgerichte aus dem ersten in den dritten Wiener Gemeindebezirk, der Terminal Tower in Linz oder das Haus Nordbergstraße der Telekom Austria – erschienen plötzlich in einem anderen Licht und interessierten die Justiz.

Zumal bei allen diesen „Deals“ ein enger Kreis handelnder Personen auftauchte: Grasser, Hochegger, Meischberger, Plech. Auch für sie gilt die Unschuldsvermutung.

Und dann fanden die Ermittler bei einer Razzia bei Hochegger im Herbst 2010, bei der es nach wie vor um die Buwog ging, eine Rechnung, die ihnen bemerkenswert erschien. Sie hatte offenbar nichts mit der Buwog zu tun. Die Rechnung über 170.000 Euro stellte eine Firma Euro Invest – an die Valora von Hochegger. Offiziell ging es um eine Studie über Investitionsmöglichkeiten in erneuerbare Energien. Aber irgendwie glaubte das die Kripo nicht. Schließlich war es nicht die erste Rechnung, die nicht plausibel erschien.

Das Börsegesetz war zahnlos. Daraufhin passierte nicht viel. Außer, dass die Finanzmarktaufsicht einen fast vergessenen Bericht der Staatsanwaltschaft übermittelte. Darin ging es um jenen dubiosen Telekom-Kurssprung am 26. Februar 2004, der – durch eine einzige Aktienorder von Euro-Invest-Manager Johann Wanovits ausgelöst – 100 Managern der Telekom Boni verschafft hatte. Kursmanipulation? Sicher, war die FMA überzeugt. Aber da das Börsegesetz zu dieser Zeit zahnlos war und erst später verschärft wurde, hatte die FMA damals keine Handhabe.

In der Staatsanwaltschaft begannen sich jedenfalls die Räder zu drehen. Hochegger? Euro Invest? Da war doch noch was. Nämlich schon länger laufende intensive Gerüchte und Medienberichte, denen zufolge der Lobbyist zu allen Parteien und vielen Unternehmen blendende Kontakte unterhalten hatte und allein von der Telekom Austria viele Millionen kassiert und weitergereicht haben soll. Der Konzern soll Honorare nicht nur offiziell an die Agentur Hochegger.com gezahlt haben, sondern auch an seine „private“ Firma Valora. Von dort verteilte Hochegger das Geld weiter.

Parallel zur Justiz interessierte sich die Telekom selbst dafür: Ihr Chef Hannes Ametsreiter setzte Anfang 2011 die interne Revision an. Was sie fand – und die Justiz bei diversen Razzien und Einvernahmen zu hören und sehen bekam, stellt alles bisher Vermutete in den Schatten: Die Telekom Austria steht im Zentrum eines Wirtschaftskriminalfalls noch nie gesehenen Ausmaßes, der Fälle wie die der Immofinanz, der Buwog und auch der Bawag weit übertrifft. Und zwar vor allem deshalb, weil er – noch weit mehr als die Causa Buwog – tief in die Politik hineinreicht.

(K)ein Einzelfall? Obwohl sich die Ermittlungen erst an der Oberfläche bewegen, wie der Anwalt des Kronzeugen Gernot Schieszler, Stefan Prochaska, behauptet, kristallisiert sich schon heraus: Ein paar Manager, Berater und Politiker haben die Telekom als Selbstbedienungsladen abgezockt. Ob das ein, wenn auch immens großer, Einzelfall war, wird sich erst zeigen. Denn Hochegger hat auch für andere Konzerne gearbeitet.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.09.2011)

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74 Kommentare
 
12

Wer glaubt, eine begünstigte Beamtenwohnung verkaufen zu können irrt.

Nichts davon ist verwertbar - die geringen Mieten bleiben und die Unkündbarkeit auch.

Damit wurden die Steuerzahlr geprellt, das ist alles.



Cartels with Telecom Austria in CEE


How Telecom Austria is organizing cartels in CEE in interaction with banks and politicians.
It is done through mind control of regulators and managers through the new converging technologies.
I have been threatened from the company to participate in a cartel in Bulgaria.

http://convergingtechnology.eu/threats-for-developing-countries

Re: Cartels with Telecom Austria in CEE

das ist das intelligenteste posting im threat, wenn man weiss dass die opfer der verordnungen migranten und sozial ausgegrenzte waren die ueber monate missbraucht wurden.

Gast: #Luftblase#
04.09.2011 18:26
0

Es hat natürlich schon viel früher begonnen

Nachforschen!

Bei Hochegger & Co haben die Behörden nachgebohrt

Bei Vranitzky, Flöttl & Co nicht!!!!
Flöttl hat an die 4 Milliarden Euro einer österreichischen Bank in Luft aufgelöst, ohne dass ein einziger Beleg vorhanden war. Einzige nachgewiese Summe waren 1 Million Euro, die angeblich für Telefonberatungen an den Ex-Kanzler Vranitzky (SPÖ) gingen. Flöttl selbst sagt, er hätte gar keine Beratung von Vranitzky gebraucht.
Es hat also alles schon viel früher begonnen, nur die Untersuchungen haben vielleicht bei Constantia begonnen, und Fischer beginnt auch erst jetzt zu "sempern", weil es politisch opportun ist.

Lieber Blizzie, Flöttl ist der Freund vom Grasser, er

hat viele Milliarden versenkt und wurde von der blauen BO nicht dafür zur Verantwortung gezogen.

Das Vranz-Honorar war tatsächlich eine Million ...., aber Schilling!

Ich hau mich ab, wie bl*d manche sind ...

Antworten Gast: Tutenchamun
04.09.2011 17:45
0

Alleine dieser Kommentar zeigt, dass Compliance

nicht ins Ausland überlagert werden darf.
Es müssen die Mitarbeiter der A1 Telekom sein, die jede noch so kleine Ungereimtheit aufzeigen. Und dazu sind sie in der Lage.

Stattdessen wird ihnen ein Compliance "Experte" vorgesetzt, der dazu geeignet ist, Millionen für seine Arbeit zu kassieren und den die Mitarbeiter weder anerkennen nocht Zugang zu ihm finden.

Ja, auch aus Compliance-Tätigkeit kann Geld gescheffelt werden.

5000 abgehörte Telefonate

Haben die Behörden die Abgehörten schon verständigt oder wird da das Gesetz nicht so genau genommen.

Gast: Linkslinker
04.09.2011 15:50
1

Der Staat muss wieder seine Anteile an der Telekom erhöhen

Die Privatwirtschaft hat eindeutig versagt.
Ein Korruptionssumpf ohne Ende.
Niemand glaubt an eine private Aufarbeitung aller Sünden. Schon gar nicht an eine Wiedergutmachung. Daher:
Staatsanteil auf min. 33% aufstocken, besser wären 51%. Die Börse und die privaten Spekulanten haben versagt!

Gast: Tutenchamun
04.09.2011 12:06
1

Externe Compliance Beauftragte sind zu wenig

Es kann ja nicht sein, dass sich der Aufsichtsrat hinstellt, alles ok findet und auf externe Compliance Beauftragte verweist. Das sieht ja so aus wäre Österreich durch und durch korrupt und gäbe innerhalb Österreichs keine Möglichkeit einer unabhängigen Überprüfung.

Es spricht nichts gegen Compliance Beauftragte aus dem Ausland, aber diese dürfen keine tragende Rolle spielen, sonst ist die A1 Telekom kein österreichisches Unternehmen mehr. Die Hauptlast müssen österreichische Mitarbeiter tragen und diesen Fall klären. Beispielsweise durch parteiunabhängige Experten, Richter udgl.

Gast: Tutenchamun
04.09.2011 11:36
0

Die Telekom muss wieder verstaatlicht werden

Es gibt keine Beamte mehr, es gibt keine Staatsanteile mehr, dafür Korruption ohne Ende.
Das System soe wie es nach dem Krieg eingesetzt wurde hat schon seinen Sinn gehabt.

Wesentlich im Telekom sumpf ist, dass alle noch so kleinen Fische verhört oder befragt werden. Kommen die ungestraft davon, dann fühlen sie sich bestärkt für grössere Taten.

Viel dubioser als der Kurssprung am 26. Februar ist der Kurssturz am 24. Februar!

Bekanntlich waren die Manager-Boni daran geknüpft, dass der Kurs der Telekom-Aktie am 26. Februar 2004 mindestens 11,4 betragen sollte. Lange vor diesem Stichtag lag der Kurs praktisch immer über dieser Marke, am 24. Februar stürzte er plötzlich auf 11,39 ab. Wieso? Wer wollte sich da die Boni der Manager ersparen?
Der Durchschnitt der letzten 10 Kurstage war trotz dieses merkwürdigen Absturzes immer noch 11,475!

Antworten Gast: Tutenchamun
04.09.2011 11:38
0

Re: Viel dubioser als der Kurssprung am 26. Februar ist der Kurssturz am 24. Februar!

Die geplante Aktion am 26. kostete ja Geld, das musste durch die geplante Aktion am 24. finanziert werden. Hätte man nichts getan wären die Kurse vielleicht unverändert geblieben und niemand hätte über die Boni hinaus verdient.

Re: Re: Viel dubioser als der Kurssprung am 26. Februar ist der Kurssturz am 24. Februar!

Die Akteure am 24. 2. waren sicher nicht dieselben wie am 26.2.!
Am 24.2 hat jemand Telekom-Aktien verkauft, um den Kurs zu drücken, was gegen die Interessen der Manager gerichtet war. Am 26. 2. haben die Manager durch einen Aktienkauf gegengesteuert!

Gast: Leser
04.09.2011 10:10
2

Sehen wir mal den Tatsachen ins Auge...

Diese korrupte, linkslastige Demokratur neigt sich, wie in ganz Europa zusehen, dem Ende zu.
Jetzt versuchen alle Politratten von links bis rechts noch zu greifen was sie können bevor das Schiff untergeht.
Was danach kommt wird man sehen aber der Versuch des Islam Europa zu erobern wird jedenfalls gewaltig schiefgehen.

Antworten Gast: hffh
04.09.2011 14:41
0

Re: Sehen wir mal den Tatsachen ins Auge...

linkslastig?! eher allastig

Gast: Wiener
04.09.2011 09:41
1

Die Anfänge waren Kreisky, Sinowatz, Vranitzky und Klima.

Nur damit wird nicht vergessen: Lucona, AKH, Konsum, Bawag, usw. und sofort.
Der Rest incl. der blauen Armutschkerln waren nur Nachahmer und schlechte noch dazu...

Gast: Pastor Hans-Georg Peitl
04.09.2011 08:33
0

Das

Das Menschen kriminell sind, hat mich noch nie wirklich gewundert, denn sonst bräuchte die Welt keine Gefängnisse.

Das manche dieser Menschen auch in die Politik gehen um ihre kriminellen Handlungen zu verschleiern, leuchtet mir eigentlich auch noch ein.

Was mich allerdings wundert ist, dass der Bürger diese Bülcher auch noch wählt.

Wann wird Österreich einmal lernen zuvor hinzuschauen, wenn sie wählen, bevor sie wählen?

Euer

Pastor Hans-Georg Peitl
Bundespressesprecher der
Österreichischen Bürgerpartei
http://www.oebp.at
" target="_blank">http://www.oebp.at

http://jachwe.wordpress.com" target="_blank">http://jachwe.wordpress.com

Gegen Korruption

kann nur "Mehr privat, weniger Staat" helfen. Jeder staatsnahe und öffentliche Betrieb ist eine Spielwiese der Parteien, die dort ihre Vertrauensleute sitzen haben.

In der Telekom sitzen natürlich die Roten, in der Staatsanwaltschaft auch und in den Medien. Deswegen ist die Berichterstattung zu diesem Korruptionsfall selbstverständlich selbst korrupt durchtränkt (Weitergabe von Infos der Staatsanwaltschaft an Journalisten, wer was dabei für welche Leistung oder nur so erhalten hat, spielt keine Rolle). Die Berichte dazu sind entsprechend einseitig. Es geht dabei nur, Schwarz-Blau anzupatzen. Hat man nun jahrelang die Person Grasser auf diese Weise ruiniert, so dürfte nun Schüssel an der Reihe sein. Da soll was hängenbleiben, ob er sich wirklich was zu Schulden kommen hat lassen, ist sekundär.

Zwei große Brocken, die uns Bürgern schon lange im Magen liegen, sollten so schnell wie möglich erledigt werden. Das sind zum einen die ÖBB als wohl größter Pleitebetrieb des Staates und zum anderen der unsäglich einseitige ORF, der zwar etwas weniger Schulden verursacht als die ÖBB, dafür aber ständig für Desinformation und Gehirnwäsche sorgt. Eine gesunde Demokratie braucht u.a. auch Meinungsvielfalt und freien Wettbewerb.

Antworten Gast: Wanderer.
04.09.2011 11:25
0

Re: Gegen Korruption

ist ihr triviales "Rezept" völlig nutzlos.

Private Großunternehmen finanzieren jede Menge Schmiergeld.

Ersparen sie mir hier eine seitenlange Liste von Beispielen!


Re: Re: Gegen Korruption

Sie haben ja recht. Auf dieses Thema bin ich aber auch schon eingegangen. Natürlich sind alle verhabert. Man kann z.B. Siemens oder die OMV nicht wirklich als Privatfirmen betrachten. ABER: Privatisierte kosten immerhin dem Steuerzahler weniger als Verstaatlichte, s. ÖBB - jährliche Zuschüsse von ca. 7 Mrd, eklatant hoher, ständig anwachsender Schuldenberg. Im Vergleich dazu wirtschaften die privatisierten Firmen immerhin mit Gewinn, s. z.B. voest. Dass natürlich die Gesetze so abzuändern sind, diese ganzen Schmierereien und vor allem den Lobbyismus einzudämmen, ist gar keine Frage.

Aber was soll ich machen? Ich glaube, wir kommen ja auch nicht weiter, wenn wir uns hier gegenseitig unterstellen, böse Absichten zu haben. Weiter unten meint man gar, ich möchte, dass ein paar wenige die Macht haben, Anarchie usw. Ich bin doch auch nur ein armes Würstchen, das sich aber ganz aufrichtig überlegt, was man da tun kann. Ich denke nicht, dass eine Alleinregierung der SPÖ alle Probleme lösen wird, wie hier auch schon vorgeschlagen. So hat das doch gar keinen Sinn...

"Mehr privat, weniger Staat"

flott im hinschreiben von phrasen sind sie schon.

wieviel staat war denn beteiligt, als die euro-invest den kurs der telekom-aktie manipulierte und der vorstand+auserwählte kassierten?

den rest ihres schwachsinns (die verschwörungstheorie gegen grasser und schüssel + nebelgranatenwerfen-->öbb+orf) zu kommentieren, erübrigt sich von selbst: wem bei der lektüre nicht die tränen (sei es aus trauer, dass soviel fanatismus überhaupt möglich ist, oder sei es vor lachen) gekommen sind, der kann nicht sinnerfassend lesen !

was tatsächlich gegen korruption hilft, ist ein austausch der österreichischen bevölkerung!
zumindest jener teile, die wie sie sympathien für die gangster haben.
raus mit den gangsterbräuten!

Antworten Gast: Trudpert
04.09.2011 10:06
1

Re: Gegen Korruption

"Mehr privat, weniger Staat" ist die Lösung - wie am Beispiel der CONSTANTIA Privatbank eindrucksvoll vor Augen geführt wird!

Unser Problem ist leider auch...

Ein betriebsnaher Staat. D.h. Die Korruption läuft in vielen Fällen zwischen privaten Unternehmen und Staat - "schmier mich und ich mach Dir die Gesetze auf Bestellung".
Ob da noch mehr Privat Abhilfe schafft?

Re: Unser Problem ist leider auch...

Ja, sicher. Da gehts ja auch um den Lobbyismus. Natürlich müssen auch die ganzen windigen Verordnungen ausgemistet werden und besser durchschaubar (kontrollierbar) sein. Aber wer macht das? Wenn alle korrupt sind...

 
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