Erste Bank wappnet sich für Eurokrise

11.10.2011 | 13:37 |  von Christian Höller (Die Presse)

Erste-Bank-Chef Andreas Treichl geht davon aus, dass die Schuldenkrise noch länger dauern wird. Daher werden nun Beteiligungen in Osteuropa abgewertet. Heuer fällt ein Verlust von bis zu 800 Millionen Euro an.

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Wien. Die Erste Bank ist wieder Vorreiter. Vor drei Jahren beantragte sie nach der Pleite der US-Investment Brothers als erstes österreichisches Institut Staatshilfe. Jetzt bereitet sich Bankchef Andreas Treichl auf eine Eskalation der europäischen Schuldenkrise vor: „Es könnten auf uns sehr harte Zeiten zukommen – härter, als wir es uns vielleicht derzeit vorstellen können.“ Treichl geht davon aus, dass es zu einem Schuldenerlass Griechenlands von 50Prozent kommen wird: „Unsere Hoffnungen, dass es für die Staatsschuldenkrise in Europa in nächster Zukunft eine Lösung geben wird, haben sich in den letzten Wochen sehr reduziert.“

„Warm anziehen ist teuer“

Nach dem Motto „Warm anziehen ist teuer“ räumt die Erste Bank nun in der Bilanz auf. Das Anleihenengagement in den Krisenländern wird reduziert. Bei den Töchtern in Osteuropa werden Abschreibungen vorgenommen. Daher rutscht das Institut im dritten Quartal mit 1,45 Milliarden Euro tief in die roten Zahlen. Anleger zeigten sich über die Gewinnwarnung entsetzt. Die Aktie verlor am Montag 9,18 Prozent an Wert. Die im Sommer angekündigte Rückzahlung der Staatshilfe von 1,2 Mrd. Euro wird laut Treichl um mindestens ein Jahr verschoben. Anstatt eines erwarteten Gewinns von 850 bis 950 Millionen Euro erwartet der Banker für heuer einen Verlust von bis zu 800 Millionen Euro.

Die Aktionäre müssen auf eine Dividende verzichten. Anders als die Kärntner Hypo und das Volksbanken-Institut ÖVAG wird die Erste Bank aber die Zinsen für das Staatskapital von jährlich acht Prozent zahlen. Weitere Hilfen vom Bund seien nicht notwendig, versichert Treichl.

Die Maßnahmen im Detail:
•Der Wert der Ungarn-Tochter von 312 Millionen Euro wird komplett abgeschrieben. Grund ist das Fremdwährungsgesetz, wonach Bankkunden ihre Kredite günstiger tilgen können. Die Kosten dafür muss die Finanzbranche tragen. Deswegen braucht die Ungarn-Tochter eine Kapitalzufuhr von 600 Millionen Euro.
•In Rumänien wird der Firmenwert der Erste-Bank-Tochter wegen der schwachen wirtschaftlichen Entwicklung um 700 Millionen Euro abgeschrieben.
•Das Engagement in Griechenland, Portugal, Spanien, Irland und Italien wurde seit Jahresbeginn von 5,1 Milliarden Euro auf 3,5 Milliarden Euro reduziert.
•Um 180 Millionen Euro werden „Credit Default Swaps“ (CDS) abgewertet. Dabei handelt es sich um Wertpapiere, mit denen man sich gegen eine Pleite von Staaten und Banken absichert. Auch nach dieser Maßnahme liegt das CDS-Volumen bei 4,9 Milliarden Euro.
•Angesichts des konstant profitablen operativen Geschäfts soll die Kernkapitalquote mit 9,2 Prozent unverändert bleiben. Laut Treichl handelt es sich bei diesen Schritten um Einmaleffeke, um sich für alle Eventualitäten zu rüsten. Im vierten Quartal will die Bank wieder auf einen Gewinn von 150 bis 250 Millionen Euro kommen.

Zoom

Debatte über Bonität Österreichs

Allerdings müsse man derzeit, schränkt Treichl ein, „alles infrage stellen, da kann man Österreichs Bonität nicht ausnehmen“. Es habe in den vergangenen Wochen und Monaten Staaten erwischt, „wo alle überrascht waren“. Die Wiener Regierung müsse daher jetzt auch klare Zeichen und Reformen setzen, um zu zeigen, dass sie „alles tut, um Österreichs Topbonität zu halten“.
Leitartikel Seite 2

("Die Presse", Print-Ausgabe, 11.10.2011)

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421 Kommentare
 
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treichl kann nix dafür: schuld ist wie immer der böse, böse staat...

denn der hat die arme "erste bank" erdrückt mit ihrer interventionistisch-sozialistisch-etatistisch-bürokratischen staatshilfe. mit gutem grund wollte herr generaldirektor treichl nix mehr damit zu tun haben, auf knien ist er vor monaten zum finanzministerium gerutscht, und wollte die bankenhilfe zurückzahlen, aber es wurde ihm nicht erlaubt, von diesen bürokraten!

und jetzt haben wir den salat-jetzt hat die bank wegen der staatlichen eingriffe natürlich probleme bekommen, denn DER MARKT schätzt sowas nicht. das haben die sozialisten aller parteien jetzt von ihren staatseingriffen! seid ihr jetzt zufrieden?

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Kluger Schachzug ...

Im Osten Geld verschenken und daheim keine Zinsen für Staatshilfe zahlen!

Interessant wäre, ob die ERSTE jetzt fett in Ost-Grundbüchern steht, oder ob die Bereitstellung solcher Besicherungen nur bei uns Inländern nötig sind ...

0 0

Re: Kluger Schachzug ...

"....und daheim keine Zinsen für Staatshilfe zahlen!"

Entweder Sie haben diesen Satz in der Presse überlesen oder ganz einfach nicht kapiert:

"Für die Aktionäre gibt es 2011 keine Dividende, wohl aber für das staatliche Partizipationskapital."

Re: Kluger Schachzug ...

die Staatshilfe von Österreich ist meines Wissens nach sehr wohl verzinst, oder irre ich?

0 2

Re: Re: Kluger Schachzug ...

Nö. Sobald die Bank mit Verlust bilanziert, müssen für das betreffende Jahr keine Zinsen gezahlt werden. Auch die Hypo Alpe Adria hat demnach bis dato noch keine bezahlt!

Re: Kluger Schachzug ...

Die Zinsen für das staatliche PS-Kapital werden trotz allem bezahlt, rund 90 Mio EUR im Jahr.


war zu erwarten

sonst wären die ar-gehälter nicht so gestiegen.
was einen wirklich verwundern sollte: die dividende würde nur 400 mio ausmachen.
kann sich das treichl nicht mehr leisten?


Das sind 2 Jahresgewinne ...

... was solls, die werden das wegstecken.

Re: Das sind 2 Jahresgewinne ...

Tut mir leid das stimmt nicht...die Letzte Bank ist vollkommen PLEITE.
Die wollen nur zuerst "gerettet" werden und nach und nach tauchen dann neue Schulden auf...

Bei den irischen Banken wars genauso!

Gast: Doppelmoral
10.10.2011 14:29
0 0

Aufschrei im Blätterwald

Um die Giebelkreuzer, die "Italiener" & Co. ist es noch recht ruhig, aber auch die werden diesen Schritt tun müssen. Die Erste war nur die erste! Mal schauen, ob bei den anderen dann auch so laut geschrie(be)n wird!

Gast: barte
10.10.2011 14:23
0 2

sa

Man sieht wo die Österreicher verlust machen,in den Länder wo Strache sich zu Hause fühlt.

Antworten Gast: walti
10.10.2011 15:28
0 1

sa

Es war doch die Wirtschaftspartei !!!!
der konnte eine Vergrößerung der EU in
Richtung OSTEN nicht schnell genug gehen.
Zum NUTZEN der Wirtschaft

Die Banken wollten zu intern-Player aufsteigen
ohne das geeignete WISSEN zu besitzen.
Sie haben nicht nur die Anleger falsch beraten,
sondern sich auch selbst ÜBERTÖLPELT

Die Zeche muß nun bezahlt werden !!!!

Gast: Eine Meinung
10.10.2011 14:22
3 0

Unglaubwürdig

Was Treichl vor 3 Jahren alles geplaudert hat: Alles überhitzt, es wird schon wieder werden..
Wo war er in den letzten Monaten - nichts von ihm zu hören! Jetzt ist die Luft drausen, kein Mensch glaubt ihm mehr. Er soll erklären, welche Spekulation im Osten betrieben wurden? Jetzt heißt es die Verantwortung dafür zu übernehmen. Eventuell erhöht er jetzt den Druck bei den MitarbeiterInnen..

Jetzt wär die Zeit reif Hr. Treichl: Um zu gehen.

Re: Unglaubwürdig

WER übernimmt schon einen ausgeschlachteten Finanzkadaver wie die Letzte Bank?

Re: Unglaubwürdig

Die Bank hat Retail und Kredite als Kerngeschäft - Spekulationen im Osten ist vielleicht ein bissl übertrieben! Orbans Spekulationen - wenn man das Wort schon verwenden will - sind wohl um einiges gefährlicher!

Gast: pächter der wahrheit
10.10.2011 14:09
0 0

Ich find die 800 Mio Miese auch nicht so wild

befremdlich jedoch der Blick in den Aufsichtsrat der Ersten:

http://www.sparkasse.at/erstebank/Ueber-uns/Facts/vorstand/aufsichtsrat

Mag. Andreas TREICHL
Vorsitzender (Präsident)

Dr. Heinz KESSLER
Vorsitzender-Stellvertreter
Friedrich RÖDLER
Bernhard SPALT
Martin ŠKOPEK
Gabriele ZUNA-KRATKY seit 25.3.2009

Vom Betriebsrat entsandt:
Bernhard KAINZ
Erika HEGMALA
Ilse FETIK

Zuna-Kratky im AR einer Bank? Chefin vom TMW in Wien, mit den müdesten Ausstellungen überhaupt. Ist wohl auch klar wenn eine Philosophin zur Direktorin von einem TECHNIKmuseum mache. Ich mache ja auch keinen Atomphysiker zum Handarbeitslehrer!

Antworten Gast: seitenblicke
10.10.2011 15:05
0 0

Re: Ich find die 800 Mio Miese auch nicht so wild

. die gabie und die desiree, verstehen sich halt gut ..

nebenbei .. wenn sie wenigsten philosophin wäre ...

sie ist nur Dr. phil, und zwar für Erziehungswissenschaften ... gelernt hat sie handarbeiten und zeichnen :-):-)

Gast: Gruft_M
10.10.2011 14:07
2 0

Boni am besten verdoppeln

reife Leistung der sogenannten "Experten".
Hoffentlich kommen Sie nicht wieder beim dummen Steuerzahler raunzen.

Gast: Plotin
10.10.2011 14:05
3 0

die Banken zerschlagen, verstaatlichen und Treuhandgesellschaften überantworten

. . . ohne Kapital verschulden sie skrupellos die Welt und
wenn's schief geht, dann ist der Steuerzahler dran.
http://www.banken-volksbegehren.at

Pure Lust

...an Panikmache - so kommt es mir vor. Ein paar "dramatische Headlines" hernehmen und dann ein bisschen fachsimpeln versuchen. Nüchtern betrachtet, ist der heutige Schritt ein ganz normaler. Zeigt eigentlich eher von Vernunft. Raiffeisen hat 2008 auch eine Gewinnwarnung veröffentlicht und kurz darauf sogar eine Bank in Polen gekauft.

Re: Pure Lust

Sehr richtig beobachtet. Am Ende des Tages bewahrheitet sich der alte Spruch: "Cash is a fact, profit is an opinion"

Gast: tutenchamun
10.10.2011 14:02
0 0

Wer hat nun dieses 800 Mio Geschenk bekommen?

Interessiert das irgendwen ausser mich?
Waren es Schmiergelder? Korruption?
Ost-Korruption? Wer hat profitiert?

Gast: Lesermeinung
10.10.2011 13:58
2 0

Anders gesehen

Ich erinnere mich, als Treichl bei der Wirtschaftskrise 1 vor 3 Jahren groß gemeint hat, dass das alles überzogen sei. In den letzten Monaten hat man von ihm nichts mehr gehört. Es hat ihm die Rede verschlagen. Nun fährt er, etwas verspätet mit solchen Meldungen heraus.

Werden Sie jetzt eventuell den Druck auf die MitarbeiterInnen erhöhen, oder überlegen Sie doch etwa zu gehen (was naheliegend wäre)

Nadelstreifproleten



Ich habe kürzlich Ungarn, Rumänien und Serbien bereist. In den Straßenzügen der Städte sind sehr häufig die Erste und die Raika mit ihren gähnend leeren Filialen anzutreffen. Von wem haben sich diese Nadelstreifproleten das große Geschäft erwartet? Von den Arbeitern, die selbst mit zwei Einkommen ihren Lebensunterhalt kaum bestreiten können? Oder etwa von österreichischen Großgrundstückbesitzern, die mit Hilfe von dortig korrupten Bürgermeistern den Einheimischen die Grundstücke zum Spottpreis abgegaunert haben und jetzt Fördermillionäre sind? Ich stimme Herrn Treichl zu, wenn er die Politiker für dumm hält. Aber er selbst steht ihnen um NICHTS nach.

Re: Nadelstreifproleten

was für ein Zufall....Ich war auch erst vor zwei Wochen zum letzten Mal in Rumänien und wenn wo ein bisschen Aufschwungluft zu verspüren ist, dann dort. Rumänien so wie der Rest von CEE war schon die richtige Strategie der Erste. Und Vorteil Nummer 2 der Erste: Sie ist kein kleiner Fisch unter den Banken, daher sollten sie den Gewinn auch wieder hinkriegen.

Antworten Gast: ASVG-Sklave
10.10.2011 14:22
3 0

Re: Nadelstreifproleten

köstlich und auf den Punkt gebracht!

SPAKASSENSEKTOR

Wie ist das eigentlich wenn die ERSTE kracht, zieht die den Sparkassensektor mit indem dieser für die Sparkassenschulden der ERSTEÖSTERREICH haftet?

Gast: ein schwerer alkoholiker
10.10.2011 13:56
0 0

der treichl

an der spitze deiner der größten banken im land
arg
arg
arg

Da gehen sie dahin, die "unglaublichen Chancen", die man als EU-Zwangseingebürgerter permanent versprochen bekam.

Kassiert haben sowieso immer nur die Bonzen, die Rechnung zahlt jetzt das EU-Melkvieh.

Es gibt ja Möglichkeiten:

Geld raus bei der Ersten, oder?

Antworten Gast: Gastr38
10.10.2011 14:05
1 0

Re: Es gibt ja Möglichkeiten:

Aber nicht zur Bank Austria.
Dort kracht gerade die Bonität der Mutter Unicredit.

5 1

Da hat er sich seinen Gehalt ja noch rechtzeitig verdoppeln lassen dieser Leistungsträger.

Er ist eben nicht "zu blöd, zu feig",
der weiß schon wie man sich bedient.

2 0

Re: Da hat er sich seinen Gehalt ja noch rechtzeitig verdoppeln lassen dieser Leistungsträger.

wievel verdient der hr treichl?
1. Fixum ? 14 *? 16*?/ anno
2. Fixe Extzras ? Dienstwagen ?, ...
3. "Erfolgs???"prämien

Geamtsumme in Mio. € ???

Arschloch.

Antworten Gast: nix bleibt ihnen
10.10.2011 13:58
1 3

Re: Da hat er sich seinen Gehalt ja noch rechtzeitig verdoppeln lassen dieser Leistungsträger.

den geldsäuen.

NIX
kannst einen drauf lassen

und seine daysi reh

wird dann von irgendeinem sandhasen gef..........

Gast: Phantasio
10.10.2011 13:52
5 3

Nüchtern betrachtet...

...hat die Erste Group nur "ihre Bücher " an die schwierigen ökonomischen Rahmenbedingungen angepasst. Die aktuellen Maßnahmen sind Einmaleeffekte, die keinen Einfluss auf die Kapitalstärke und Sicherheit haben. Die Liquidität bliebt weiter hoch und das Kernkapital ist davon auch nicht betroffen.

Also...

...was kümmert's die Eiche, wenn sich die Sau an ihr reibt?

Eine andere Meinung

Die meisten negativen Kommentare verstehe ich nicht. Da scheint purer Neid eine Rolle zu spielen, genausowendig wie jene Investoren, die verkaufen, wenn ein Manager die Probleme offen anspricht und ausputzt.
Was man jedoch hinterfragen kann, ist kassasturz-artige Abwerten. Hätte nicht das nicht viel früher und kontinuierlicher ansetzten müssen?
Oder spielen die Bonis eine Rolle? Einmal ein kurzer Rausputz mit Bonusverzicht und dann zeigen wir gut honorierte Gewinne.

3 0

Re: Eine andere Meinung

Sie legen mit Ihrem Kommentar einen Finger auf den Aspekt, der das einzige (dafür aber leider wirklich große) Problem an der Sache zu sein scheint.

Man hätte diese Abschreibungen in der Tat kontinuierlich über die letzten Jahre vornehmen sollen - eigentlich müssen. Und nicht, so wie sie sagen, nach mehr oder weniger künstlich guten Jahren einmal ein reinigendes (und Bonus-schonendes einmaliges) Gewitter veranstalten, und dann geht es wieder. Der Verlust an sich ist nicht schön, aber für ein Unternehmen wie die Erste Group durchaus verkraftbar. Ich vermute, dass sich die Führung der Firma nur insofern verspekuliert hat, als sie den Effekt dieser Ankündigung *zu diesem Zeitpunkt* falsch eingeschätzt hat. Vor dem derzeitigen gesamtwirtschaftlichen Hintergrund. Das kann noch ein beträchtliches blaues Auge für die Firma geben, wenn die Pech haben.

Mit dem vor-sich-herschieben der Abschreibungen hat man sich aber scheinbar des Handlungsspielraums beraubt, das irgendwann zu einem besseren Zeitpunkt über die Bühne zu bringen. Denn früher oder später musste das mal aus den Bilanzen raus, und viel weiter schieben konnte man es angesichts der Vorgänge in Ungarn scheinbar nicht.

Antworten Gast: Halbwissen
10.10.2011 14:06
1 0

Re: Eine andere Meinung

Sie verstehen es deshalb nicht, weil Sie nicht wissen, das eine Bank kein normales Unternehmen, sondern ein Versklavungsbetrieb ist !

Banken verborgen nicht das mühsam ersparte Geld, sondern schaffen Geld aus dem nichts !

Antworten Antworten Gast: kleiner maxi
10.10.2011 15:08
0 0

Re: Re: Eine andere Meinung

Wenn Banken aus "Nichts" Geld schaffen können, warum haben sie dann Probleme.

Sie brauchen dann nur wie Jesus sagen: "es werde Eigenkapital" und schon haben sie 100% Eigenkapital in Relation zur Bilanzsumme. Kein Aktionär und Staat wird sie mehr ärgern.

Antworten Antworten Antworten Gast: Halbwissen
10.10.2011 16:11
0 0

Re: Re: Re: Eine andere Meinung

Zum Geld drucken brauchen die Banken so wie in jedem Schneeballsystem neue arbeitsfähige Sklaven.

Re: Eine andere Meinung

Herrn Treichl bin ich um seine Probleme nicht neidig, und wie immer es um seine Bank bestellt ist, vor ein paar Monaten redete er noch von Rückzahlung der Staatshilfe und saß in Wirklichkeit schon auf einem hohen Verlust, der bewegt sich auf Kovatsniveau der auch noch Anleihen zu hohen Zinsen auflegte und um den Kauf der Werft von Rijeka verhandelte

Gast: rasputin232
10.10.2011 13:36
7 0

Posten sicher!

Herr Treichl hat ja vor kurzem die Aufsichtsratsbezuege in der Ersten um 100% erhoeht. Der AR bestellt den Vorstand, also auch Treichl. Riesenverluste fuer die Bank, die Aktionaere u. wahrscheinlich ueber kurz oder lang auch den Steuerzahler sind Nebensache, solange der AR eine Vertragsverlaengerung abnickt. Wer hat denn die Verantwortung dass die Erste sfr ( eine Waehrung die sie sich am Interbankmarkt erst besorgen muss ) an ungarische Hausbauer ( die in Forint und nicht in sfr bezahlt werden ) verleiht? Die Aktionaere? Der grandios bezahlte AR? Oder wer denn?

0 0

gehaltserhöhung für ar und boni f. at

weder im bericht noch in einem kommentar dazu habe ich einen hinweis darauf gefunden, was mir selbst nicht mehr ganz sicher in erinnerung ist: vor nicht allzulanger zeit wurde über die erhöhung der aufsichtsratsgehälter in dieser 1. bank und über das enorm gestiegene teichl gehalt berichtet. treichl." alles o.k. wir sind so gut:"
würden sie bitte ein jahresgehalt zurückzahlen , hr. gd.

wobei es mir egal ist , weil ich ihnen nie geld geborgt habe.


11 2

Dass sich die Erste Group beim österreichischen Staat um neue Eigenkapitalhilfen bemühen wird, schloss Treichl aus.

Derartige Aussagen bekam man auch 2009 und 10 von ALLEN Institutionen zu hören und lesen, bevor sie dann den Staat (also uns alle) um viele "Rettungsgelder" erleichterten, wovon sicher so einiges niemals wieder zurückkommen wird.

Grosse Klappe, nichts dahinter

Die Abschreibungen hätten schrittweise ab 2009 erfolgen müssen. Der erhöhte Bedarf an Eigenkapital für Basel III war bekannt, was hat Treichl unternommen? Vor kurzem investierte er nahezu eine halbe Milliarde für den Kauf rumänischer Banaktien. Ist das im Konnex mit Basel III strategisches Handeln? Der Mann hat kläglich versagt und sollte asap die Konsequenzen daraus ziehen!
Ach ja - die Vorstandsgagen wurden zwischenzeitlich deutlich erhöht und fetti Boni ausbezahlt. Zwischendurch wurden zum Gaudium der Stammtischbrüder die Politiker beschimpft. Seine Hausaufgaben hat er jedoch zu keiner Zeit erfüllt.

7 16

Leute, bleibt bitte am Boden...

Offen gestanden macht mir der panische und von wenig wirtschaftlichem Wissen zeugende Grundtenor der Kommentare hier Angst. Viel mehr, als die eigentliche Nachricht. Denn Panik hat im momentanen Klima leider das Potential aus Ereignissen, die für sich nicht so schlimm sind, erst eine Katastrophe zu machen.

Bleibt doch alle mal bitte am Boden: die Nachricht vom heurigen Verlust betrifft einen nur dann direkt, wenn man Aktien der Erste Group hält, und - warum auch immer - auf die heurige Dividende-Zahlung angewiesen wäre. Und/oder mit einem gewinnbringenden Verkauf der Aktien in nächster Zeit gerechnet hat. Dann ist das natürlich bitter.

Nur: das betrifft hoffentlich nur eine winzige Minderheit der Bevölkerung - und die sollte sich das leisten können. Denn mit Aktien handeln sollte man nur dann, wenn man Geld übrig hat, dass man nicht zum direkten Leben braucht!

Für den Rest von uns - vor allem für Kunden der Ersten wie mich - sind das in Summe neutrale Nachrichten. Teils natürlich negativ, weil es der Firma, bei der mein Konto ist, im Moment nicht so berauschend geht. Das ist nie erfreulich. Aber andererseits sind es auch gute Nachrichten, weil diese Aktion davon zeugt, dass die Firma willens und imstande ist, ihre Bilanzen realistisch zu führen. Verluste also auch beim Namen zu nennen. Ein derartiger Jahresverlust ist für eine Firma in der Größe der Erste Group durchaus verdaubar. Vor allem, wenn es der Firma in den Jahren davor gut gegangen ist - und das ist es durchaus.

Re: Leute, bleibt bitte am Boden...

ACHTUNG! Von der Letzten Bank BEZAHLTER Poster!

0 0

Re: Re: Leute, bleibt bitte am Boden...

Schön wär's, kann ich da nur sagen. Wobei - ich kann ja einen Screenshot von diesem Thread machen, und die dann fragen, ob sie mir wegen guter Führung die Kontoführungs-Gebühren erlassen... :-)

Sie haben völlig recht, es ist wirklich schlimm.....

... was man hier an unqualifizierten und boshaften Kommentaren lesen kann. Mir macht das auch viel mehr Angst, als ein Verlust der Erste Bank. Und für ihren Kommentar bekommen sie dann auch noch mehrheitlich Abneigung = Minus.

Ich fürchte mich jetzt auch schon vor der Radikalisierung in der Bevölkerung. Die Sprache und Kommentare deuten darauf hin, dass die "Straße" dabei ist die Kontrolle zu übernehmen, auch die Politiker folgen und machen schon fleißig Jagd auf "die Reichen", und als nächsten Schritt wissen wir alle was kommt.

 
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