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"Alles unter 4,5 Prozent nicht akzeptabel"

13.10.2011 | 13:18 |   (DiePresse.com)

Die Lohnrunde wurde unterbrochen, heute gibt es in einigen Betrieben Warnstreiks. Das letzte Angebot der Arbeitgeber - 3,65 Prozent mehr Lohn und 200 Euro Einmalzahlung - ist der Gewerkschaft zu wenig.

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Der Lohnstreit in der heimischen Metallindustrie eskaliert: Nach dem Abbruch der zweiten KV-Runde für rund 170.000 Metallbeschäftigte macht die Gewerkschaft heute mit ihren Drohungen ernst. In der Metallindustrie wird gestreikt. Zur Stunde hat es bereits in mehr als 150 Unternehmen Warnstreiks oder Betriebsversammlungen gegeben, berichtet Angestellten-Verhandler Karl Proyer (GPA-djp). Auch für morgen sind weitere Warnstreiks geplant. In einigen "ausgewählten Betrieben" werden diese aber in befristete Streiks bis Ende der Schicht übergehen, kündigte Metaller-Chef Rainer Wimmer (Pro-Ge) an.

Mit den Kampfmaßnahmen habe man "voll ins Schwarze getroffen" sagte Gewerkschafter Wimmer. Die Stimmung in den Betrieben sei gut, stündlich beteiligen sich mehr Unternehmen an den Aktionen. Die Forderung der Metaller nach 5,5 Prozent mehr Lohn begründet Wimmer zum wiederholten Mal mit den guten Unternehmensergebnissen der vergangenen 16 Monate. Die Gehälter der Manager wurden stark erhöht, 90 Prozent der Gewinne wurden ausgeschüttet. "Davon wollen die Beschäftigen auch etwas haben", sagte Wimmer.

Angebot abgelehnt

Das letzte Angebot der Arbeitgeber von 3,65 Prozent plus 200 Euro wurde von der Gewerkschaft abgelehnt. Denn das bringe netto nur 40 Euro.

Die Liste der der Firmen, in denen die Produktion durch Warnstreiks bzw. Betriebsversammlungen gestört wird, wird stündlich länger. Betroffen sind laut Gewerkschaftsinformationen unter anderem Andritz, AVL List, Bosch, BRP Powertrain, GE Jenbacher, General Motors, MAN/Steyr, Miba, Montanwerke, Multivac, Schmitter, Springer, Springer, Thöni, Tyrolit und Voestalpine. Vor der Buntmetall in Amstetten wird es morgen, Freitag, ab 7:00 Kundgebungen geben. Buntmetall-Geschäftsführer ist Alfred Hintringer, der gemeinsam mit Christoph Hinteregger für die Arbeitgeber verhandelt.

ÖGB appelliert an Verhandler

Der ÖGB hat sich auch schon hinter die Streikbeschlüsse vor Pro-Ge und der GPA-djp gestellt, appelliert aber an die Verhandler, das Tempo zu intensivieren. "Wir sind Tag und Nacht zu Verhandlungen bereit, auch über das Wochenende", betonte Wimmer.

Am Mittwochnachmittag ist die zweite Metaller-KV-Runde ohne Ergebnis abgebrochen worden. Die Arbeitnehmer hatten zuletzt eine Lohnerhöhung um 5,5 Prozent gefordert, inwieweit sie hier nachgegeben haben, wurde von ihnen nicht verraten. Aber: "Alles, was unter 4,5 Prozent ist, ist nicht akzeptabel", hieß es aus Gewerkschaftskreisen.

Arbeitnehmer haben sich "null bewegt"

Laut Arbeitgebern hat sich die Arbeitnehmerseite "null bewegt", während die Industrie weit entgegen gekommen ist. Sie hatte Wimmer und Proyer eine Stufenangebot vorgelegt, das im Schnitt auf eine prozentuelle Erhöhung von 3,65 Prozent hinausgelaufen wäre - plus der schon zuvor angebotenen Einmalzahlung von 200 Euro.

Die untersten Einkommensschichten hätten laut Industrie-Chefverhandler Hinteregger 3,8 Prozent mehr Lohn bekommen sollen, die mittleren Einkommen 3,6 und die Besserverdiener 3,4 Prozent. Macht für die Geringverdiener durch die Einmalzahlung ein Gehaltsplus von 4,37 Prozent. Der Mindestlohn der Metaller liegt derzeit bei 1.515 Euro brutto, er würde dann in etwa 1.580 Euro betragen.

Warnung vor Folgen für Standort

Hinteregger bezeichnete das Arbeitgeber-Angebot heute im Ö1-"Morgenjournal" als Angebot der "Spitzenklasse". Er warnte vor negativen Folgen für den Standort. Die Warnstreiks bedauert Hinteregger . Er wisse nicht, welches Kalkül dahinterstecke. Er nehme zur Kenntnis, dass hier auf Gewerkschaftsseite neue Überlegungen stattfinden, die "politischer Natur" seien, die er aber nicht nachvollziehen könne.

Die Industrievertreter verwies erneut auf die sich abschwächende Konjunktur und die Auswirkungen der Euro-Krise. Man könne nicht die ganze Ernte auf Prozente verteilen, so Hinteregger. Er fürchtet, dass die von der Gewerkschaft geforderten Abschlüsse die meisten Betriebe überfordern würden.

 

(APA)

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583 Kommentare
 
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denn nächstes Jahr sind sowie so die meisten Arbeitslos.

Gast: Dunkelrot
14.10.2011 22:51
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Völker, hört die Signale!

Wacht auf, Verdammte dieser Erde,
die stets man noch zum Hungern zwingt!
Das Recht wie Glut im Kraterherde
nun mit Macht zum Durchbruch dringt.
Reinen Tisch macht mit dem Bedränger!
Heer der Sklaven, wache auf!
Ein Nichts zu sein, tragt es nicht länger
Alles zu werden, strömt zuhauf!

Antworten Gast: Pensador
15.10.2011 12:55
1 0

Re: Völker, hört die Signale!

Geh, schieb Dir Dein falsches, pathetischer Gesuder von anno dazumal irgendwohin.
Du lebst in einem roten Rückzugsbiotop
made in Austria.

Antworten Antworten Gast: Dunkelrot
15.10.2011 17:12
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Re: Re: Völker, hört die Signale!

Ich schlage doch nur eine der besten Änderungen der österreichischen Bundeshymne vor, die jemals vorgeschlagen wurde.

Und in Österreich ist gar nichts rot. Österreich ist ein imperialistischer Kapitalistenstaat und was diese Ideologie betrifft ist SPÖ gleich Grün gleich FPÖ gleich BZÖ gleich ÖVP!

Als Kommunist lehne ich dies alles rigoros ab!

Antworten Gast: niederösterreicher
15.10.2011 09:48
0 0

Re: Völker, hört die Signale!

"ein Nichts zu sein..."

Ich hoffe, diese ewig Gestrigen werden auch zuküftig das bleiben was sie sind:
"...ein Nichts..."

Antworten Antworten Gast: Dunkelrot
15.10.2011 17:13
0 0

Re: Re: Völker, hört die Signale!

Während ich hoffe, dass sie die absolute Mehrheit erlangen.

Antworten Gast: Verdammte_der_Erde
14.10.2011 23:57
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Re: Völker, hört die Signale!

Find ich ja spannend, dass die Presse, bekanntes Organ der united 1%, ausgerechnet ein Kommunistenlied bei den Lesermeldungen zulässt, wo doch sonst jede unpassende Meldung gleich zensiert wird.
Oder ist das eine kontraproduktive 1%-Reaktion? Reinen Tisch mach dem Bedränger, lala...

Antworten Gast: Lizzipizzi
14.10.2011 23:53
0 0

Re: Völker, hört die Signale!

Also das sing ich jeden Tag, aber nicht für die Metaller und nicht für die Eisenbahner Österreichs. Shut up!

Gast: Logologo
14.10.2011 21:12
0 0

Eine Kuh, die zuwenig Milch gibt, sollte man besser aufessen !

Und zwar solang sie fett ist!

Re: Eine Kuh, die zuwenig Milch gibt, sollte man besser aufessen !

Na dann: Guten Appetit bei der Verspeisung mancher Gewerkschaftsfunktionäre!

wie kurzsichtig die unverantwortlichen im ögb sind, erkenn man schon daran, dass sie mit

einer saftigen lohnerhöhung die inflation noch mehr anheizen! außerdem riskieren sie, dass betriebe hier am standort dicht machen und ins billigere ausland abwandern.
dann ist es ja wurscht, dass die wenigen, die dann noch arbeit haben, gut bezahlt sind, weil sie reichlichst in die arbeitslosenkassa einzahlen dürfen - solidarität, genossen!

übrigens: begründet wird ja die utopische lohnforderung u.a. mit der erhöhung der gebühren in wien...

was für ein falsch spielender haufen doch die roten sind!

Antworten Gast: Hammer vom Adler
14.10.2011 21:16
0 0

Re: Es geht nicht um Arbeit, es geht um Einkommen!

Die Unternehmen sind fett geworden, man hat sie zuwenig gemolken!

Gast: cv-wecx
14.10.2011 20:56
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Metaller ! Dafür, daß Euch die Unternehmer ein Jahrzehnt nur gefrozzelt haben, seid Ihr sehr zurückhaltend !

Brecht endlich die Macht des Kapitals !

Antworten Gast: Dunkelrot
14.10.2011 22:52
0 1

Re: Metaller ! Dafür, daß Euch die Unternehmer ein Jahrzehnt nur gefrozzelt haben, seid Ihr sehr zurückhaltend !

Genau richtig!

Für die kommunistische Wende!

Wählt Kommunisten!

Gast: Gast 16546
14.10.2011 20:49
0 0

Wenn die Umverteilung nicht klappt, ist NEUVERTEILUNG angesagt !


Gast: diddeldu
14.10.2011 20:47
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Gewinnverteilung

Wenn man diesen Leutschindern zuviel vom Gewinn läßt, gehen sie damit an die Kapitalmärkte und bringen dort alles durcheinander!
METALLER ! Langt ruhig richtig hin !
Jahrzehnte der Lohnzurückhaltung haben nichts gebracht, außer einer Gigakrise!

Gast: Klaus
14.10.2011 20:47
0 0

was soll das?

was kann die kleine Firma dafür wenn sich die hochgelobten Sozialpartner nicht einigen können oder wollen? Betriebsautonomie gehört her!

Gast: asdfghjklöä#
14.10.2011 20:38
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Obwohl die Unternehmen ihre Lohnposterer gut bezahlen, sind deren Argumente verdammt schwach!


Gast: nestbeschmutzer
14.10.2011 20:28
0 1

Kurzzeitgedächtnis

wenn meine Wirtschaftsindiaktoren stimmen, und die Gewährtstimmen sind ausgeprochen seriös, laufen wir auf 500' bis 600.000 Arbeitslose zu; demnächts in diesem Kino. Dan sollten sich alle Genossen einmal an diese Tagte jetzt erinnern, und sich in den Arsch beissen.... Aber das Gedächtnis der Kollegenschaft ist halt so wie die Pisa Studie zeigt: nur sehr kurz!
Freundschaft Genossen!

Gast: weilswahrist
14.10.2011 20:03
0 0

am schärfsten war der "betriebsrat"

mit der schwarzen Perücke im fernsehen. sowas will einem betrieb etwas raten. mir sind diese häuseln schon in der lehrzeit auf die nerven gegangen

Liebe Leute

am 26. Oktober sind alle Gebäude offen

Gast: qwertzuiop
14.10.2011 19:20
2 0

Unverständlich

Unverständlich, dass die Arbeiter jene Betriebe am intensivsten bestreiken, die in der vergangenen Krise durch Kurzarbeitsvereinbarungen und Arbeitsstiftungen ihre Mitarbeiter gehalten haben. Gerade Opel hat ums Überleben gekämpft, und ist trotzdem zu ihren Mitarbeitern gestanden. Fire & Hire wäre für viele Unternehmen billiger gekommen, als Dank kriegen sie einen Streik.

Dunkle Wolken ziehen am wirtschaftlichen Horizont auf, ob sich die Unternehmen dann auch noch teure Vereinbarungen zu Gunsten der Arbeitnehmer leisten können, wage ich zu bezweifeln.

Gast: Eddy 66
14.10.2011 19:10
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Lohnsteigerung in % ???

Entweder sind hier in dem Forum nur Arbeitgeber oder zu viele Leute haben wirklich keine Ahnung!!!

1. Bei den Prozentangaben sind die Einmalzahlungen eingerechnet die sind aber nach dem abgeschlossenen Jahr weg-wo bleibt da die Reallohnerhöhung ?

2. Die Metallerabschlüsse sind und waren immer richtungsweisend für alle anderen Sparten ,also es braucht sich keiner beschweren er bekäme nicht so viel etc...
Darum kämpfen sie eigendlich für alle ASFG-Beschäftigten in diesem Land.

3. Es kotzt mich wirklich schon an wie da immer gejammert wird wie arm unsere Unternehmer sind - und wie viele Arbeitsplätze verloren gehen wenn mal was vom Gewinn abgegeben werden soll
-----------------------------
Wie die Produktion zurückgeht werden sofort die überzähligen Mitarbeiter entlassen,das ist heute in jedem Betrieb so.
Dafür wurde ja der moderne Sklavenhandel (Leiharbeiter)erfunden

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Antworten Gast: niederösterreicher
15.10.2011 09:53
0 0

Re: Lohnsteigerung in % ???

wir sind keine Arbeitgeber!

Wir sind rechtschaffende Mitarbeiter, die zu ihrem Arbeitgeber stehen und dankbar sind, dass wir Arbeit haben!

Würde unser Chef nicht sein privates Geld riskieren und das gesamte Risiko tragen, dann hätten wir keine Arbeit.

Was hab ich schon zu verlieren, außer meinen Arbeitsplatz - dann gehe ich wo anders hin. Mein Chef würde alles verlieren - seine Existenz!

Antworten Gast: nestbeschmutzer
14.10.2011 20:17
1 0

Re: Lohnsteigerung in % ???

Und mich kotzt ihrr Meinung an. Wir werden allesamt wegen dieser ihre Meinung noch ins wirtschaftliche Gras beissen müssen; Denn Lohnerhöhungen kann es nur auf Grund von Leistungsverbesserungen geben. Wenn der Umverteilungsstaat bereits 75% über alles kassiert, dann bleibt eben nichts mehr für den Nettoverdienst über. Dank Lauras Umverteiungeswahnsinn ist die Staatliche Abzockerei ihrer Meinung nach noch immer zu wenig. Aber Gewerkschaft ist den Sozis natürlich verpflichtet. Nur weiter so, baut die sozialistische Volksrepublik Österarm auf; Viel Spass dann am weiteren untergehen, ich und hundertausend Andere werden das Weite suchen.

Re: Lohnsteigerung in % ???

Es ist nun mal so, dass jährlich österreichweit etwa 400 Kollektivverträge ausgehandelt werden.
Der Sinn der Sache ist die Apassung an die Inflation - nicht mehr und nicht weniger.
Für mich ist der angebotene Prozentsatz von ein bisschen mehr als 3% keine Gehaltserhöhung sondern eine Anpassung, die halt per Vertrag geregelt ist.
Da braucht man weder den Arbeitgebern die Möglichkeit geben weniger aufzuschlagen, noch den Arbeitnehmern ihre Streiks unterstützen. Vertrag ist Vertrag und aus!

 
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