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Hochegger zu Telekom-Affäre: Auch SPÖ beteiligt

20.10.2011 | 10:32 |   (DiePresse.com)

Der Lobbyist Peter Hochegger bricht sein Schweigen: In einem "News"-Interview bringt er auch die SPÖ in Zusammenhang mit der Telekom-Affäre.

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Der Lobbyist Peter Hochegger hat sein Schweigen gebrochen - und bringt jetzt auch die SPÖ in Zusammenhang mit der Telekom-Affäre. Er selbst sieht sich strafrechtlich unschuldig, gibt aber moralische Fehler zu. Auslöser für die ganzen Skandale sei "das System", indem sich Eliten, "angetrieben von maßloser Gier", Vorteile verschaffen, meint Hochegger im Interview mit dem am Donnerstag erscheinenden Magazin "News".

Hochegger betont, dass der Skandal rund um Schmiergeldzahlungen bei der teilstaatlichen Telekom Austria nicht nur ein Problem der ehemaligen schwarz-blauen-Regierung ist, sondern andere Parteien betreffe. Demnach hat die Lobbying-Zusammenarbeit bei der Telekom mit der SPÖ begonnen "und zwar mit Heinz Lederer", der in den 90er Jahren in der Kommunikationsstelle der SPÖ tätig war.

"Lederer hat angeboten, für die Telekom die Beziehungen zur SPÖ zu pflegen", wird Hochegger im "News"-Interview zitiert. Lederer habe damals der Telekom vertrauliche Gespräche zu SP-Klubobmann Josef Cap und Parteichef Alfred Gusenbauer vermittelt.

Telekom: Wer alles die Hand im Spiel hat(te)

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SP-Einfluss auf Bestellung der Kontroll-Kommission

Die SPÖ soll auch Einfluss auf die Bestellung der Telekom-Kontroll-Kommission genommen haben, deren regulative Vorgaben für die Telekomanbieter bares Geld wert sind. Hier habe er im Sinne der Telekom einen SPÖ-Politiker als Mitglied vorgeschlagen, der dann auch das Rennen gemacht habe.

Hochegger geht auch näher auf die Rolle von Walter Meischberger ein, einst Spitzenvertreter der FPÖ und enger Geschäftspartner von Hochegger, etwa bei der Privatisierung der Buwog. "Er hat mir die Raiffeisen Centrobank als Kunden gebracht und war im ORF-Stiftungsrat (...) Er hatte auch einen tollen Zugang zur ÖIAG. Ich hatte mehrmals wahrgenommen, dass er von allen ÖVP-Ministern, auch von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel, immer freundlichst begrüßt wurde", so Hochegger in "News".

Konktakte zu Grünen und VP-Niederösterreich

Kontakte soll es auch zur ehemaligen Grünen Spitzenpolitikerin Monika Langthaler gegeben haben. "Langthaler hat nicht nur beste Konktakte zu den Grünen, sondern auch zur ÖVP Niederösterreich. Sie war sicher eine wertvolle Kommunikationsplattform für die Telekom", so Hochegger. Die frühere Grüne Mandatarin Monika Langthaler weist die Vorwürfe des Lobbyisten Peter Hochegger im Info-Magazin "News" entschieden zurück.

Hochegger nimmt auch zu seinen Kontakten mit dem ehemaligen Vizekanzler Hubert Gorbach (FPÖ/BZÖ) im "News"-Interview Stellung. Demnach wurde Gorbach von der Telekom Austria zu Hochegger geschickt, damit ihm dieser dabei behilflich ist, den Weg in die Selbstständigkeit nach der Politikerkarriere zu schaffen. Allerdings habe sich die Zusammenarbeit mit Gorbach als wenig ergiebig herausgestellt.

Zu seiner jetzigen Situation meinte Hochegger, der einst einer der mächtigsten PR-Chefs des Landes war: "Heute bin ich fast Privatmensch, hab Zeit für mich. Es geht mir einigermaßen gut."

(APA)

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71 Kommentare
 
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Spiegel

Das alles ist einfach ein Spiegel unserer Gesellschaft. Die Entwicklung der letzten Jahrzehnte hat gezeigt, dass es darum geht, in möglichste kurzer Zeit viel Geld zu machen. Und es kümmerte niemand, ob dabei jemand zu Schaden kommt oder nicht, hauptsache die Kohle stimmt. Und Hochegger ist ein Paradeexemplar für diese Matrix; anständigerweise sollte er die ganzen Provisionen zurückzahlen und ein bescheidenes Leben führen. Alles andere wird ihm auf den Kopf fallen, so wie unserer Gesellschaft auch.

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"Auslöser für die ganzen Skandale sei ,das System', in dem sich Eliten, ,angetrieben von maßloser Gier', Vorteile verschaffen."

Meint also der Herr Hochegger. Und hat damit die Chuzpe, so zu tun, als ob er etwa NICHT Teil dieses Systems gewesen wäre, als ob er etwa selbst NICHT von derselben maßlosen Gier, sich Vorteile und vor allem Kohle zu verschaffen, getrieben gewesen wäre.
Schön, dass er glaubt, strafrechtlich unschuldig zu sein.
Schön, dass er zugibt, "moralische Fehler" begangen zu haben.
Schön, dass er heute "fast Privatmensch" ist, "Zeit für sich" hat und dass es ihm "einigermaßen gutgeht".
Den entsprechenden finanziellen Polster dazu haben ihm genau die Leute verschafft, die er jetzt vernadert, um selber besser dazustehen. Ein Antiemetikum bitte!

Gast: cyril84
20.10.2011 15:00
0 0

telekom_spoe

Nicht zu vergessen:

Nationalratsabgeordneter Ing. Kurt Gartlehner (SPÖ)

Gast: Betriebsrät
20.10.2011 14:59
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Ein ErzRoter Betrieb wie die Telekom (siehe Betriebsratswahlen usw.) hat natürlich beste Kontakte zur SPÖ

...wie der Rest der (ehemals) verstaatlichten Betriebe hat man jahrzehntelang rotes Kader-personal ausgebildet die SPÖ unterstützt wo immer es ging.

Darum kämpfen unsere Sozialdemokraten so massiv gegen die Hinausdrängung des Parteieneinflusses und Privatisierungen dieser Betriebe.

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also für mich ist korruption in österreich kein sonderliches "aha-erlebnis"

hören wir doch auf so zu tun als hätte es das alles in österreich noch nie gegeben. die einzigen unterschiede zu früher liegen einfach darin, dass einerseits die gier tatsächlich größer geworden zu sein scheint und andererseits internet und new media die informationsflut vorantreiben.
wir erinnern uns doch alle daran als herr androsch als finanzminister gleichzeitig seiner firma "consultatio" aufträge zuschanzte.. und das zu einer zeit wo der informationsfluss bei weitem noch nicht so vorangeschritten war und man die medien noch viel mehr unter politischer kontrolle hatte. stellen wir uns doch einfach die frage, was wäre da noch "hochgeschwappt", hätten wir das gleiche infomationssystem wie heute?

so what?
entweder auf die straße liebe österreicher, oder weiter sudern beim kaffeehäferl..

Gast: Bürger01
20.10.2011 13:17
0 1

Der Herr hat viele Nehmer gefunden ....

Die Verteilung wäre jetzt nocht interessant :
sinds 50 % an die ÖVP ohne Gegenleistung ,
40 % an die FPÖ auch ohne Gegenleistung und der Rest mit reeller Gegenleistung ? Jedenfalls müsste man nicht nur zahlunsunwillige Kunden blacklisten sondern eine Liste Korruptes Unternehmen schnellstens auflegen !

Antworten Gast: alsodesnit
20.10.2011 16:38
1 0

Re: Der Herr hat viele Nehmer gefunden ....

da sprechen wir lieber über 99% SPO

rest vernachlässigbar

wer wird endlich die korruption im wiener rathaus aufdecken und die
SPÖ politiker einsperren

Fipo
20.10.2011 12:54
0 0

Selbstbedienungsladen "Republik Österreich"

Einfach eine Schande. Aber das war vorherzusehen. Gemeinsam regiert, gemeinsam kassiert. Die Politiker-Immunität gehört ersatzlos abgeschafft.

Gast: Der Korrupte
20.10.2011 12:34
0 1

Warum decken sie diesen Krankheitsherd Österreichs Herr LEITL ?

http://www.news.at/articles/1138/13/307494/peter-hochegger-die-unschuld-lande

oder hat dieser korrupte Mafiosi das Geschäft von Leitl gelernt?


Gast: kkkkkkkkkkkk
20.10.2011 12:03
9 0

So kann`s gehen, wenn auf einmal die Inseratengelder ausbleiben.

Dann schreibt sogar die NEWS negativ über die SPÖ. Wo hätt`s das früher gegeben?

Gast: KFJ
20.10.2011 11:40
1 0

Nach dieser Aussage...

... wäre doch tatsächlich zu überlegeben, ob man in Hinkunft eine verpflichtende Haftstrafe für alle Politiker einführen sollte. Es würde da sicher nur ganz wenige Unschuldige treffen ;-)

Antworten akhavan
20.10.2011 12:25
0 0

Re: Nach dieser Aussage...

Ja - hahahaha - in Wahrheit gilt die Schuldvermutung.... Wärs nicht so traurig man möcht lachen.

Gast: Ich kann nicht so viel esse, wie ich kotzen möchte.
20.10.2011 11:32
14 1

Für mich war`s immer nur eine Frage der Zeit, bis auch die Grünen mit drinnen hängen.

Die sind einfach alle aus dem selben Holz geschnitzt, egal bei welcher Partei sie untergekrochen sind. Es schafft`s nur ein gewisser Menschenschlag in die Spitzenpolitik und der ist durch und durch widerwärtig.

Gast: Tutenchamun
20.10.2011 11:09
7 1

Ich habe das auch so erlebt.

Hochegger ist überall ein- und ausgegangen. Wer korrupt war und Geld brauchte ging zum Hochegger. Indirekt betroffen sind vermutlich alle Führungskräfte der A1 Telekom, bei vielen liegt die Korruption offen auf dem Tisch.
Vermutlich sah Hochegger seine Rolle darin. Und das ist erst die Spitze des Eisbergs. Schlaff, Tauss und Co verdienten über eine Milliarde und waren nicht die Einzigen.

Gast: hermann
20.10.2011 11:06
0 0

price will be high, but the end is near *gg*

die öst. justiz wird's für all diese verbrecher schon noch richten u. keiner wird hinter gittern gehen..

aber sobald dieses system zu ende geht, wird jeder wissen wo noch was zu holen sein wird.. dann stehen alle politiker u. ex-politikter auf dieser liste u. werden wie die hasen auf der flucht sein ;-)

renmin
20.10.2011 10:54
3 0

Wen wundert es?

Maßlose Gier... das trifft es wohl am Besten.
Ein trauriges Sittenbild der österreichischen Politikerkaste.
Die politischen Ämter werden durch das Parteiensystem mit Typen besetzt, die es in der Privatwirtschaft vermutlich nicht weit bringen würden. Wer erinnert sich nicht an das traurige, z.T. auch unfreiwillig komische, Bild das z.B BK Gusenbauer in seiner Amtszeit abgegeben hat.
Dafür ist er jetzt um so emsiger als "Berater" von irgendwelchen Institutionen und Präsidenten tätig.
Oder ein VK Gorbach, der einen Schieber braucht um zu einem "standesgemäßen" Job zu kommen.
Ein Josef Cap der schon seit drei Jahrzehnten im Parlament sitzt und von dem schwer vorstellbar ist, daß er eine Ahnung davon hat wie es "da draußen" aussieht.
Er ist stellvertretend für eine ganze Kaste von Berufspolitikern, die sich in den letzten Jahrzehnten herausgebildet hat. Diese Leute kommen zum großen Teil aus den Kaderschmieden der jeweiligen Partei und nicht aus der realen Wirtschaft. Man kennt sich natürlich z.T. auch sehr gut über Parteigrenzen hinweg.
Und Freunde die mitpartizipieren wollen gibt es auch immer genug.
Alles in allem ein nicht sehr ermutigendes Szenario...

Antworten steirerman
20.10.2011 12:07
4 0

Re: Wen wundert es?

Gebe ihnen vollkommen recht.Unter unseren Politikern gibt es nur ganz wenige welche einen Privatbetrieb von innen gesehen haben.Wenn man weiß dass im Parlament 125 Beamte,17 Bauern und nur 41 Freiberufler (Profil) sitzen dann darf man sich nicht wundern welche Gruppen die Macht haben alles für sich zu richten.Wir brauchen Politiker welche wissen wie der normale Bürger sein Geld verdienen muss.Deshalb bedarf es einer Bewegung welche sich für den Bürger einsetzt.Siehe www.ehrenamtliche.at

Sprachrohr
20.10.2011 10:33
6 0

Wenn schon die

SP-Freundliche News so etwas schreibt dann sollten parteilose Menschen umso mehr darauf Aufmerksam werden.

Ich frage mich eigentlich nur mehr eines:
Wie will man den Schaden den man der Demokratie in diesem Land zufügt jemals wieder gut machen?

Korrupte Politiker die keine Schuldgefühle haben, verurteilte Abgeordnete, ein Amtierender Bundeskanzler der kein Problem damit hat dass er für einen Inseratenskandal verantwortlich ist;

Unter dem Strich werden nämlich bei der nächsten Wahl viele sehr viele Menschen zuhause bleiben ("weils eh nix bringt").

Das ist also der Dank dafür das sich Personen wie Dr. Karl Renner oder Leopold Figl und zahlreiche andere Persönlichkeiten für DIESE Republik ihren A.... aufgerissen haben.

5 0

bin schon gespannt wie schnell wieder alles unter den Tisch gekehrt wird

wenn SPÖ und Grüne genannt sind. Obwohl es ohnehin jeder wusste dass alle verstrickt sind will die linke Jagdgesellschaft von sich ablenken indem man
die politische Konkurrenz an den Pranger stellt.
Wie heißt es so schön: " a jeder is zum hab´n" !

pH1.5
20.10.2011 10:11
0 0

Gusenbauer -

eine interessante Person

Antworten Gast: Anderl74
20.10.2011 10:41
2 0

wie hieß nochmal der Ex-Kanzler, der...

von der Kärntner Hypo-Bank 90.000 Euro Beratungshonorar kassiert hat? Gusenbauer? Natürlich gilt auch für SPÖ-Politiker die ins Lächerliche gezogene 'Unschuldsvermutung' - selbst dann, wenn ORF, Heute, Krone, profil usw. nichts darüber berichten....

Gast: Waldläufer 05
20.10.2011 10:04
4 1

Die GRÜNEN auch aus der Opposition - RESPEKT

Wundert es irgendjemanden, dass alle Parteien beteiligt waren? Man sichert sich in Österreich halt gerne ab, und gibt jedem etwas.
Natürlich sind auch die Grünen, mit ihren SUPERSAUBEREN HÄNDEN beteiligt. Und das aus der Opposition heraus. RESPEKT.
Aber jetzt wird ja in Wien und Oberösterreich mitregiert. Und da können die Grünen - mit unseren Steuergeldern versteht sich - endlich auch zurückgeben. Immerhin wird unsere griechische Vizebürgermeisterin in den einschlägigen Zeitungen schon mit Lobeshymnen umzirzt. Warum wohl?

Antworten lb15
20.10.2011 11:24
4 0

Er nennt Frau Langthaler und Frau Moser.

Könnte ja eine Schutzbehauptung sein. Frau Moser sagt auch im Morgenjournal: "Der will mich anpatzen". So weit so verständlich. Aber dann sagt sie etwas Eigenartiges: "Zu Frau Langthaler und zu Herrn Hochegger habe ich seit Jahren keinen Kontakt." Das heißt, vorher hatt sie welchen! Sonst würde sie ja sagen: Zu Hochegger hatte ich nie Kontakt.

Und wer soll jetzt den U-Ausschuss leiten?

Gast: unglaubigerarnold
20.10.2011 09:59
1 0

Ringelspiel

hä?!

da gibt ein halbstaatlicher betrieb weit überzahlte Aufträge an Politiker und Freunderln .....

und alle schaun zu??

Das ist Veruntreuung!

wo bleiben die Eigentümervertreter?

ah so das sind die Empfänger

und so geht's immer weiter

alles legal - ihre Bank, ihr Anwalt und Steuerberater helfen ihnen gerne bei diesen Geschäften!

solange das Volk zusieht wie es ausgeraubt wird - wird es weiter gehn das Ringelspiel

man muss nur rechtzeitig absteigen um den Spaß heil zu überstehen.


Gast: ein Hochegger-Finanzierer
20.10.2011 09:45
2 0

Na gottseidank...

"... es geht mir einigermaßen gut."

Denke das wird auch so bleiben! Strafrechtlich ist er sowieso nicht zu belangen.

Antworten Gast: asdsfdsf
20.10.2011 11:29
0 0

Re: Na gottseidank...

Und nun ruhen unsere Hoffnungen auf dem Mann. Der kann die ganze Blase entgültig zum Platzen bringen.

 
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