Wien/APA/Höll. Die Ratingagentur Fitch hat am Dienstag die Bonitätsnote für die Kommunalkredit von bb– auf b+ herabgestuft. Begründet wird dies mit dem „beträchtlichen Exposure gegenüber griechischen Anleihen“. Die Hellas-Bonds machten Ende Juni 2011 rund die Hälfte des harten Eigenkapitals aus. Ein Rating von b+ bedeutet, dass die Anlage als „spekulativ“ eingestuft wird. Bei einer Verschlechterung der Lage seien Ausfälle wahrscheinlich.
Eine Abschreibung des Griechenland-Engagements wird nach Ansicht von Fitch zwar nicht zu einem Bruch der regulatorischen Kapitalvorschriften führen, „aber es wird die finanzielle Flexibilität der Kommunalkredit beschränken und einen Rückschlag für die interne Kapitalerzeugung bedeuten“. Fitch geht davon aus, dass der Staat die Kommunalkredit bei Bedarf unterstützen wird.
Die Kommunalkredit wurde im Herbst 2008 mit der Verstaatlichung vor der Pleite gerettet. Alle hoch riskanten Wertpapiere wurden in eine „Bad Bank“, die sogenannte „KA Finanz“, ausgelagert. Fitch sieht nun die Wahrscheinlichkeit, dass sich der Bund an einer Rekapitalisierung der „KA Finanz“ beteiligen wird, im Steigen begriffen. Es wurden die nachrangigen Verbindlichkeiten der „Bad Bank“ zurückgestuft.
Von allen österreichischen Banken ist die Kommunalkredit-Gruppe (inklusive der KA Finanz) mit einer Mrd. Euro am stärksten in Griechenland engagiert. Der Kommunalkredit-Vorstand versichert aber, dass keine weitere Staatshilfe notwendig sei. Im Frühjahr hat das Finanzministerium berechnet, dass eine Schließung und Abwicklung der „KA Finanz“ zwei Mrd. Euro kosten würde.
Kommunalkredit: Neuer Zuschuss vom Staat notwendig?
02.11.2011 | 18:17 | (Die Presse)
Die Ratingagentur Fitch hat am Dienstag die Bonitätsnote für die Kommunalkredit von bb– auf b+ herabgestuft. Die Agentur befürchtet, dass der Steuerzahler bei der Kommunalkredit-Gruppe erneut einspringen muss.
4 Kommentare
Nicht zu vergessen
Der geniale Ex-Generaldirektor Reinhard Platzer, der bei der Kommunalkredit Milliarden versenkt hat, wollte doch 2009 für seine chenialen Fähigkeiten eine Abfertigung von 3,5 Millionen Euro.
Chenial, der Mann!
Re: Nicht zu vergessen
Und, was ist geworden aus dem Mann, sitzt er ein, ode r hat er gar das Geld erhalten?Ja, ja
das Erbe der roten Schmied..... aber hauptsache, die Frisur sitzt und die Visage hat ordentlich Knete vom Steuerzahler gekostet...jeder weiß es, doch alle schauen teilnahmslos zu.
das haben wir schon vor 3 jahren gewust.weiter so!!!!!!!!!!!!
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