OeBS-Affäre: Provisionszahlungen von Wien gesteuert

Die Venkoy-Managerin weist zurück, dass sie die Geschäfte eingefädelt hätte. Aber Kommissionen habe es für sie schon gegeben.

Venkoy-Managerin will von nichts gewusst haben
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Venkoy-Managerin will von nichts gewusst haben
(c) REUTERS (Heinz-peter Bader)

In der Affäre um Millionen-Provisionen bei der Banknotentochter (OeBS) will sich die Managerin der in Panama sitzenden Firma Venkoy an nichts erinnern. Die Zahlungen seien von Anwälten aus Wien gesteuert worden, "das sind irgendwelche Verträge, wo irgendwer irgendwelche Aufträge gekriegt hat und dann hat es dafür auch Kommissionen für die Venkoy gegeben", gibt die Schweizerin gegenüber dem "WirtschaftsBlatt" an. Sie habe mit den zugrundeliegenden OeBS-Geschäften nichts zu tun gehabt.

Wie berichtet sollen die Provisionen, die die OeBS für Auftragserteilungen in Syrien und Aserbaidschan gezahlt wurden, über die Venkoy geflossen sein. Nach einer Version sollen über die Venkoy die Geschäfte eingefädelt worden seien. Es werden von den Strafverfolgern aber auch mögliche Kickbacks zurück nach Österreich untersucht. Laut einer Hausdurchsuchungs-Anordnung, über die die Zeitung berichtet, besteht der Verdacht, dass 1,7 Millionen Euro nach Österreich zurückgeflossen sind.

Insgesamt sollen 14 Millionen Euro an Provisionen für die Aufträge gezahlt worden sein. Vier Personen, unter ihnen der frühere OeBS-Chef, die Marketingleiterin und zwei Anwälte befinden sich in Haft. Für die Verdächtigten gilt die Unschuldsvermutung.

(APA)

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