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Düsterer Raiffeisen-Ausblick: Österreich vor Rezession

22.11.2011 | 12:41 |   (DiePresse.com)

Nach einem kräftigen Plus im heurigen Jahr erwarten die Analysten von Raiffeisen, dass Österreichs BIP 2012 um 0,5 Prozent schrumpft.

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Österreich droht kommendes Jahr ein Absturz der Wirtschaft: Die Experten von Raiffeisen Research erwarten, dass das heimische BIP im Gesamtjahr 2012 real um 0,5 Prozent zurückgehen wird - nach einem kräftigen Zuwachs von voraussichtlich 3,2 Prozent im heurigen Jahr, sagte am Dienstag Raiffeisen-Analyst Gottfried Steindl im Gespräch mit der APA. Diese neue Prognose seines Instituts gibt es erst seit zwei Werktagen. Für die Eurozone wird sogar ein BIP-Rückgang von 1,0 Prozent für 2012 erwartet, nach 1,5 Prozent Plus dieses Jahr.

Bereits heuer im vierten Quartal dürfte das BIP in Österreich im Vergleich zum Vorquartal um 0,1 Prozent ins Minus rutschen, während es in der Eurozone - wie auch im 3. Quartal - noch ganz leicht zulegen dürfte, prognostiziert Raiffeisen Research. Im ersten Quartal 2012 dürfte das heimische BIP dann im Quartalsabstand um 0,6 Prozent abstürzen, im 2. Quartal um weitere 0,4 Prozent, wobei hier im Detail aber natürlich noch gewisse Unsicherheiten lägen, wie Analyst Steindl betont.
Ökonomen sprechen von einer Rezession, wenn die Wirtschaftsleistung in mindestens zwei Quartalen in Folge schrumpft.

Mini-Plus im vierten Quartal 2012

Die Eurozone sieht Raiffeisen Research bereits im Auftaktquartal 2012 kräftig, um 0,5 Prozent, gegenüber dem Vorquartal schrumpfen, wobei sich das reale Minus im 2. Quartal auf 0,6 Prozent ausweiten könnte. Für das dritte Quartal wird für die Eurozone ein BIP-Rückgang von 0,4 Prozent gesehen, für das vierte Quartal aber schon wieder ein Mini-Plus.

Das kräftige und stark überdurchschnittliche Wachstum Österreichs im Gesamtjahr 2011 erkläre sich vor allem aus dem konjunkturell noch guten Jahresbeginn, "doch zum Schluss geht die Luft aus", so Steindl: "Österreich kann sich vom Abschwung in Europa und speziell der Eurozone nicht abkoppeln." Es gebe aber andere Länder im Euro-Raum, die schon jetzt im 4. Quartal noch viel stärkere BIP-Rückgänge verzeichnen würden als etwa Österreich mit nur minus 0,1 Prozent.

Im Schlussquartal 2011 zeichnet sich in der Eurozone vor allem im Industriebereich ein starker Einbruch ab, heißt es im neuen Konjunktur-Update von Raiffeisen Research von Dienstag. Zusätzliche Abwärtsrisiken würden von den Bereichen Finanzen, Öffentliche Verwaltung und Handel ausgehen.

Wifo und IHS erwarten Wachstum

Wifo und IHS sind Ende September für Österreich für 2012 noch von einem Realwachstum von 0,8 bzw. 1,3 Prozent ausgegangen, nach 2,9 bzw. 3,0 Prozent Zuwachs in diesem Jahr. Ihre nächste Prognose legen die Institute am 21. Dezember vor.

(APA)

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10 Kommentare
Gast: Rating --> BBB-
23.11.2011 13:30
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bipa-bipa-pu

0,5 % schrumpfen oder steigen,wirtschaftswachstum hin oder her,all das ist nur interessant für "den anständigen kaufmann"..... für den staat österreich jedoch gilt: die 300 milliarden staatsschulden(mind.) sind nicht mehr zu schultern, das täglich neue schulden dazu kommen(gemacht werden) beschleunigt den gang ins tal der trännen nur noch,warum es gegen dieses unverantwortliche handeln keine protestbewegung von jungen studenten,künstlern(auch alte),gewerkschaftern etc. gibt ist mir nicht ganz klar,aber bitte!?..... in zeiten (noch nicht lange her)der tollsten unternehmenszahlen,steigender atx- werte bester arbeitslosenzahlen haben die regierenden die staatsschuldenquote trotzdem auf 100% des bip's ansteigen lassen (die schmähtandlerquote der regierung liegt glaub ich bei 72%,bruuaaahh),jetzt stelle man sich erst eine wirkliche krise der realwirtschaft vor!---> nein,nein für mich ist die sache "gegessen" ohne schuldenschnitt u. massiven herunterfahren der sozialausgaben wird es nicht geh'n in österreich,das elend nahm bereits anfang 70 seinen lauf u. geht jetzt in die letzte runde! ps: ob man in dieses system "noch einzahlen soll",ich jedenfalls werde für meine pension mit grund u. boden vorsorgen(natürlich auch keine100% garantie),wäre es möglich würde ich keinen euro (bald wieder alte/neue währung) in das staatliche pensionssystem einzahlen denn es wird nicht mehr viel übrig sein 2030/40 ,so an die 40% des arbeitslohnes der letzten einkommensjahre ,wenns hoch kommt!

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Wenn es dabei bliebe,

könnten wir sowieso schon in die Hände klatschen.

Fraglich ist nur eines:

Seit Wochen schon sagen etliche Kommentatoren genau das was hier zu lesen ist:
Warum um Gotteswillen leistet sich Österreich so eine inkompetente Finanzministerin, die ein auf Lug und Trug aufgebautes Budget vorlegt?

Antworten Gast: gastname_
23.11.2011 08:51
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Re: Wenn es dabei bliebe,

diese Regierung wird nicht durch Wahlen, sondern durch die Krise von der Bühne geblasen.

Der Faynachtsmann ist dann der erste Bilderberger, der in den Gully gespült wird.

Gast: Wissenmöcht
22.11.2011 17:45
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Sind die 0,5% Schrumpfung inflationsbereinigt ?


Gast: 1. Parteiloser
22.11.2011 15:21
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Das würde das Budget der Versager zerfetzen!

Die Totalversager planen ja auch Basis eines Wirtschaftswachstum von 0,8%. Wenn es aber eine Schrumpfung von 0,5% geben wird, dann fehlen der "Staatlichkeit" gewaltige 1,3% am BIP.

Die Bedeutung:
Das wird bei den Staatseinnahmen eine Fehlbetrag von etwa 2 Mrd. Euro bedeuten und zusätzlich für die Arbeitslosen eine ordentliche Mehrbelastung bringen. Denen wird also eine Summe von etwa 3 Mrd. abgehen.

Antworten Gast: Plach2
22.11.2011 16:28
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Das nennt man "sparen"!

Zwischen 2010 und 2015 machen SPÖ+ÖVP € 35 Mrd. neue, noch höhere Staatsschulden!
Von 2016 bis 2020 wollen sie davon lediglich € 8 Mrd. wieder einsparen; das heißt dann "Schuldenbremse".

Derzeit zahlen wir weit über 10 Mrd. an Zinsen und geben 6,5 Mrd. für die Bildung (Zukunft unserer Kinder) aus.

15.6.2011: Die Mrd. für Griechenland sind für Österreich ein gutes Geschäft (Fekter ans Parlament)
27.10.2011: Die Kernprobleme sind gelöst; (Fekter nach dem EU Gipfel)

Gast: gastname_
22.11.2011 14:16
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weniger Waxtum + höhere Zinsen

trotzdem ist das AAA sicher!

eure Mizzi

Antworten Gast: Vorfreude
22.11.2011 15:42
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Re: weniger Waxtum + höhere Zinsen

ich freu mich schon auf ihr Gesicht, sobald das AAA dann endlich weg ist.

Das muss es schon wert gewesen sein!

http://www.zerohedge.com/news/austria-belgian-bonds-crushed

Antworten Antworten Gast: gastname_
22.11.2011 16:40
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Re: Re: warum der Verlust des AAA gerechtfertigt ist

was jeder halbwegs Vernünftige schon lange kommen sah und von den Politver- und EUDSSR JA-sagern immer ignoriert wurde:

der Tag der Abrechnung kommt und jetzt ist er da.

Gast: Halbwissen
22.11.2011 14:05
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was interessiert uns die Raiffeisenbank

wichtig ist welch rosigen Aussichten unsere Politiker haben

Hobbyökonom