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Rechnungshof lobt Postamtschließungen

09.12.2011 | 18:32 |   (Die Presse)

Der Wechsel von eigenen Filialen zu Post-Partnern senkte die Kosten und erhöhte den Kundenkomfort, so der Rechnungshof. Kritik gibt es an der Auswahl der Filialen.

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Wien/Jaz. Es war der große Aufreger im Herbst 2008: Die Post-Führung präsentierte damals ihr Strategiekonzept für den liberalisierten Markt, das unter anderem auch den Ersatz von 1000 Postämtern durch private Post-Partner vorsah. Die Gewerkschaft tobte, und der damalige Infrastrukturminister Werner Faymann (SPÖ) untersagte der Post per Bescheid ein halbes Jahr jegliche Schließungen.

Inzwischen hat die Post ihr Konzept weitgehend durchgesetzt. Von insgesamt 1882 Geschäftsstellen wurden per September nur noch 643 von der Post selbst betrieben. Bis Ende 2012 soll es nur noch 500 eigene Filialen, in Summe aber 2000 Geschäftsstellen geben.

Der Rechnungshof hat sich die Veränderungen im Filialnetz der Post nun angesehen und fällt ein – für Rechnungshof-Berichte ungewöhnliches – weitgehend positives Urteil. So brachte die Umstellung von selbst betriebenen Postämtern auf Post-Partner nicht nur Einsparungen von rund 50.000 Euro pro Postamt und Jahr. Auch der Komfort für die Kunden wurde erhöht. Die Zahl der Filialen mit Öffnungszeiten nach 18:00 Uhr etwa nahm von 76 auf 159 zu; die Zahl jener, die auch am Samstag geöffnet haben, von 249 auf 619 Geschäftsstellen.

Kritik an dem Umstellungsprogramm übt der Rechnungshof lediglich in homöopathischen Dosen. So wurden bei den Schließungen von der Post anfangs nicht jene Filialen mit den größten negativen Deckungsbeiträgen ausgewählt, sondern vor allem Kleinstfilialen, deren Mitarbeiter aufgrund ihrer geringeren Zahl leichter an anderen Stellen wieder im Konzern zu integrieren waren. Dies erhöhte zwar die „Sozialverträglichkeit“ der Schließungen, die eingesparten Beträge hätten jedoch noch höher ausfallen können.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.12.2011)

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6 Kommentare
Gast: Plach2
10.12.2011 19:25
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Wie lange kann Bures die Pfründe der schwer defizitären ÖBB noch schützen?

Klima (SPÖ) hat die hochprofitable OMV verkauft, Gusenbauer (SPÖ) die AUA,
wann wird diese tiefrote ÖBB endlich verkauft????

Alles was dort nur ein wenig nach Arbeit riecht wurde schon ausgegliedert. Fürs verwalten braucht man keine hochbezahlten Beamte (Parteigünstlinge)

Gast: wien 10
10.12.2011 18:59
3 0

Postschließung

ja , man findet es gut , solang es eine nicht trifft !wird das Postamt in der Wohnnähe geschlossen, steigt man auf die barrikaden , der soweit geht um zu Bürgerantwalte des ORF zu laufen . auch für den Fremdenverkehr ist es gut , wenn man zwar Karten kaufen kann , aber keine Marke dafür bekommt . Für wien und österreich sicher eine Werbung in der Welt ! auch vertraut man RSB brief angestellten an , obwohl Beamte besser sind , da verschwiegen ! Alles wird besser seit die Post AG gibt , oder ???

Gast: ein Steuerzahler
10.12.2011 16:54
0 2

wenigstens gibt es so einige hochnäsige "Beamte" weniger

und der Bürger ist bei den Postpartnern weit besser bedient!

0 3

Ich finde es viel angenehmer, wenn ich mich von einem Apotheker, der immerhin jahre auf der Uni studieren musste, bedienen lasse, als von einen echten "Postler", der auf seinem pragmatisierten Hintern sitzt, raunzt, und mich unfreundlichst bedient! Die Apotheker wissen dass Zeit eben Geld ist, also geben richtig Gas! Es war bis jetzt eine win-win Situation für alle, auch für die Apotheker! (weil man nebenbei etwas kauft, wenn man eben schon dort ist!)


Antworten Gast: Wortverdreher: Eine Gesellschaft am Abgrund die ihre Blindheit, für normal hält
10.12.2011 09:45
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Re: Ich finde es viel angenehmer, wenn ich mich von einem Apotheker, der immerhin jahre auf der Uni studieren musste, bedienen lasse, als von einen echten "Postler", der auf seinem pragmatisierten Hintern sitzt, raunzt, und mich unfreundlichst bedient! Die Apotheker wissen dass Zeit eben Geld ist, also geben richtig Gas! Es war bis jetzt eine win-win Situation für alle, auch für die Apotheker! (weil man nebenbei etwas kauft, wenn man eben schon dort ist!)

Verzeihung! Für mich sind Sie der rückhaltlos-wahre "Privatisierungsspinner"!!! Dessen ungeachtet, gucken Sie einmal nach Deutschland. Dort funktioniert der hastig ausgelagerte Postfilialen Exzess in private Hände, beinah überhaupt nicht.

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Re: Re: Ich finde es viel angenehmer, wenn ich mich von einem Apotheker, der immerhin jahre auf der Uni studieren musste, bedienen lasse, als von einen echten "Postler", der auf seinem pragmatisierten Hintern sitzt, raunzt, und mich unfreundlichst bedient! Die Apotheker wissen dass Zeit eben Geld ist, also geben richtig Gas! Es war bis jetzt eine win-win Situation für alle, auch für die Apotheker! (weil man nebenbei etwas kauft, wenn man eben schon dort ist!)

weil die deutschen nicht richtig ausgelagert haben!!! ;-)

hier in österreich setzen wir auf titeln und akademikern, da sind wir mir mit den apothekern (Halb-Götter im weißen Kittel?) bestehen aufgehoben!

Also ich brauche 1x Valium, 1x Hustenbonbons, 1x Lasonil, 1x Aspirin, 1x Himalayaskräuterseife, UND bitte ein Packerl Express dazu... danke!

Hobbyökonom