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SUV-Boom trotz teuren Sprits

13.12.2011 | 12:33 |   (DiePresse.com)

Heuer wurden doppelt so viele SUV verkauft wie im Vorjahr. Auch geht der Trend zu PS-starken Autos.

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Obwohl die Spritpreise steigen, werden mehr PS-starke Autos und Geländewagen zugelassen, kritisiert der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) in einer Aussendung am Dienstag. Heuer seien doppelt so viele SUV (Sport Utility Vehicle - geländewagenähnliche Autos) verkauft worden wie 2005. Auch habe der überdurchschnittliche Anstieg des Dieselpreises die Österreicher nicht daran gehindert, weiter mehrheitlich Diesel-Fahrzeuge zu kaufen.

Heuer sind laut VCÖ-Analyse mehr SUV verkauft worden als je zuvor, nämlich 48.414, das sind um 7360 mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Zahl der verkauften Kleinwagen sei hingegen zum zweiten Mal in Folge zurückgegangen.

Gefährlicher Unfallgegner

Der hohe Anteil von SUV sei nicht nur für den Spritverbrauch sondern auch für die Verkehrssicherheit "unerfreulich", so VCÖ-Expertin Ulla Rasmussen: "Crashtests in Deutschland haben jüngst gezeigt, dass große SUV besonders gefährliche Unfallgegner sein können". Laut Unfallforschern seien mehr als 40 SUV-Modelle "der gefährlichen Kategorie" zuzuordnen - bei Unfällen verursachen sie in den anderen Pkw besonders häufig Verletzte bzw. Tote. Der Grund: Das Verletzungsrisiko der Pkw-Insassen steigt mit der Bodenfreiheit und dem Gewicht der Fahrzeuge an.

Rasmussen rät allgemein vom Kauf von Diesel-Fahrzeugen ab: "Dieselabgase enthalten mehr gesundheitsschädliche Stickoxide. Und Dieseltreibstoff kostet schon jetzt mehr als Benzin. Es ist zu erwarten, dass der Dieselpreis in den kommenden Jahren stärker steigen wird als jener von Benzin", schreibt sie in ihrer Aussendung.

Mehr Diesel

Die Österreicher sehen das offenbar anders: Die Zahl der neuen Diesel-Pkw nahm um 16,2 Prozent von 155.708 auf 180.904 zu, die Zahl der neu gekauften Benzin-Pkw sank dagegen um 0,8 Prozent. Dabei ist Diesel um 15 Cent teurer geworden, Benzin um 7,5 Prozent.

Auch haben Österreicher bei PS-starken Fahrzeugen gerne zugegriffen: Die Pkw mit mehr als 89 kW (121 PS) haben um 19,2 Prozent zugelegt, die Zahl der Pkw mit weniger als 67 kW (91 PS) hat um 6,7 Prozent abgenommen. Insgesamt wurden in den ersten elf Monaten 332.787 Pkw in Österreich neu zugelassen - mehr als im gesamten Jahr 2010 als es 328.563 waren. Rasmussen rechnet für heuer mit 353.000 Pkw-Neuzulassungen und gratuliert den Autohändler zu ihrem "erfolgreichsten Jahr".

 

(APA)

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64 Kommentare
 
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Gast: nadasiehtmaneswieder
14.12.2011 17:50
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Offenbar ist bei uns der Sprit für viele noch immer zu billig....

!

Gast: beschwerer
13.12.2011 22:50
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der markt(teilnehmer) ist rational,

gell, herr schellhorn

Gast: zk
13.12.2011 19:43
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Die ärmeren Schichten

Umweltschutz verkommt zu einem Projekt der ärmeren Schichten. Wer es sich leisten kann, also Angehörige der sogenannten ökonomischen und damit zumindest teilweise bildungsmäßigen Eliten, konsumiert hemmungsloser als jemals vorher in der Geschichte. Unverhältnismäßige Autos sind nur ein Symptom dafür.
Die Umwelt wird nicht durch Einsicht oder Rücksichtnahme gerettet. Viele wollen es den Anderen einfach nur "zeigen". Und sei es mit 2,5 t Eisen im Großstadtverkehr.

Gast: 3Fragezeichen
13.12.2011 15:49
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7.000 mehr auf 48.000 = doppelt so viele?


Gast: Johan Meltini
13.12.2011 15:38
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99% Sache

Das eine Prozent gefährdet die 99% und die Politik ist nicht einmal bei aufgeblasenen Riesenautos im Stande eine sinnvolle Regelung zu finden.

dass große SUV besonders gefährliche Unfallgegner sein können".

mir ist auch schon ein Pensionist auf meiner Spur mit so einem Ding entgegen gekommen...

wenn mich der auch nur gestreift hätte, dann hätt ich den so her g'watschnt, daß der es sich das nächste mal zwei mal überlegt so einen Panzer rücksichtslos zu fahren..

Pensionisten die nicht eindeutig beweisen können, daß sie mit dem Ding umgehen können sollten generell nur mehr die Erlaubnis für einen Kleinwagen bekommen...

Detto die Blondinen die offenbar am Standesamt promoviert haben und mit dem Auto vom Gatten völlig ignorant durch die Gegend torkeln...

Gast: Wetterhahn
13.12.2011 15:08
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Dafuer gibts

dann fuer die Mindestpensionisten und die Mindestentsicherten zu Weihnachten wieder
ein schoen verpacktes Spar-Paket

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KFZ-Steuer

Also, wenn es nach mir ginge, würde ich die KFZ-Steuer streichen und über den Benzinpreis verrechnen. Dann werden Wenigfahrer bzw. Fahrer sparsamer Autos belohnt und Spritfresser bestraft, der Zuschlag zum Benzinpreis könnte ja so berechnet werden, daß die Spritkosten verglichen mit der jetzigen Steuer bei einem Durchschnittsverbrauch von, sagen wir, 8l/100km und einer Fahrleistung von 10.000 km/Jahr aufkommensneutral sind. Wer mehr fährt/verbraucht zahlt dann drauf und die anderen sparen was.

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Re: KFZ-Steuer

Sie wissen aber schon, dass die steuerliche Belastung pro Liter Treibstoff erheblich ist!?
Das bedeutet, je mehr Sie fahren, je größer der Durst Ihres Kfz ist, desto mehr müssen Sie natürlich tanken - d.h. desto mehr zahlen Sie in absoluten Zahlen Steuer.
Das fairste Modell das es gibt.

Fairness ist beim Finanzieren unseres Vollkaskostaates aber nicht gefragt (zumal die Vollkasko-Leistung nun auch für Nichtmitglieder wie die PIGS-Staaten zum Tragen kommt bzw. kommen könnte - ob das nun Sinn macht oder nicht...)

Re: KFZ-Steuer

ist zwar ein sehr guter Vorschlag, Sie vergessen dabei aber die Neidkomponente - wo kommen wir denn da hin, wenn ein PS-starker. großer Wagen nicht stärker besteuert wird als der Kleinwagen, Titel soziale Gerechtigkeit - und was macht man mit den überflüssigen Beamten für die Errechnung/Kontrolle der motorbezogenen Steuer ? So etwas Vernünftiges ist doch in Österreich nicht durchsetzbar, leider.

Energieeffizienz?

Während wir uns zu Hause am "heimeligen" Licht der Energiesparlampen erfreuen "dürfen", wird anderswo kostbare Energie sinnlos verpufft.

Werden diese Dinge eigentlich nie hinterfragt? Aber da ist wohl eine andere Lobby dahinter...

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Grüner Gutmenschen-Terror

Als zufriedener SUV Fahrer kann ich den frustrierten Grünen Gutmenschen-Postern hier nur sagen: "Euer Neid und eure Armut ko* mich an"!

Antworten Gast: Der Steuerzahler
13.12.2011 15:43
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Re: Grüner Gutmenschen-Terror

Ich habe kein Problem damit, dass Sie einen SUV fahren - meinetwegen auch gerne einen Hummer.

Jammern Sie dann halt mal nicht, wenn in der Stadt- und Verkehrsplanung nicht ständig auf die Monstrositäten Rücksicht genommen wird - frei nach dem Motto: auch Lieferwagen passen nicht in jede neu gebaute Parklücke.

Gast: Einmal HONDA, immer HONDA
13.12.2011 14:51
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Seit 25 Jahren Honda Fahrer

No Problems. Mein nächster 2012er Honda C-RV 2,0 Benziner und wieder eine unverwüstliche Wandlerautomatik.
Dieses Auto ist eine Evolution und keine Revolution. Eben nicht so ein downgesiztes Häusl mit Schnapsglaslhubraum, ein oder zwei Turbos und Doppelkupplungsgetriebe. Einfach millionenfach bewährt und weltweit verkauft. Aber nicht in Ö. Das ist nämlich VW Diesel Stinkerland.

Gast: Gast No 4712
13.12.2011 14:46
1 1

Wo fahren die SUVs denn

... in der Stadt!
Eine zusätzliche Steuer darauf würde nur die treffen, die so ein Auto beruflich brauchen (mobile Arbeiter, z.B. Tierärzte, Handwerker, etc.) oder im Winter nicht über den Luxus gesalzener Fahrbahnen vor der Haustür verfügen.

Wenn die SUVs in der Stadt ein Problem sind, sollte man dort einfach die Umweltpickerl wie in Deutschland einführen und das Problem hat sich gegessen (z.B. in Döbling).

Wenn man schon dabei ist, könnte die rot-grüne Stadt-Regierung gleichzeitig auch ehrlich eine Mautzone innerhalb des Ring/Gürtel machen, statt mit ihren Maßnahmen die Autofahrer weiter zu vergrämen!

Wobei natürlich eine sinnvolle Alternative zum Individualverkehr weit mehr bewirken würde als zusätzliche Kosten und verrückte Maßnahmen (Parkplätze verringern, Tempo 30, rote Wellen, etc.)

Wenns um Auto geht

höre ich immer was von Freiheit. Gemeint ist natürlich nur die Freiheit der Autofahrer, Lärm und Gestank zu verbreiten, wann und wo sie wollen. Die Anrainer sind vollkommen egal.

Die Städte sind zugestellt mit hässlichen Blechkisten, die Luft stinkt, und es ist laut. Hauptsache ein paar Individuen können sich "frei" bewegen.

Antworten Gast: Analyst 829
14.12.2011 10:06
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Re: Wenns um Auto geht

Objektiv gesehen stinken Wohnhäuser und natürlich auch der Müll aus diesen Wohnhäusern (er stinkt nicht nur im Mistkübel, sondern auch aus dem Kanal und den Schloten der Müllverbrennungsanlagen) in Städten mehr als moderne Autos.

Neue Autos - deren Kauf verhindert man durch hohe Steuern, dabei wäre es besser, wenn die Menschen in neuere sicherere Autos investieren würden, statt in überteuerte Handys - stoßen nicht einmal mehr Rußpartikel aus, selbst wenn es sich um eine Dieselvariante handelt.

Die meisten Schadstoffe in der Luft werden übrigens von der ärmsten Schicht in Städten verursacht - besagt zumindest eine US-Studie aus dem Jahr 2005 - da diese praktisch alles einheizt was irgendwie brennbar ist um Energiekosten zu sparen.

In Österreich ist Energie viel teurer als in den USA und somit ist anzunehmen, dass der Heizkostenzuschuss versoffen wird und stattdessen ebenfalls mit festen Brennstoffen incl. diverser Kunststoffe, lackiertem Holz von alten Möbeln u. s. w. eingeheizt wird. Man muss ja nur mal riechen wie es im 10. und 11. im Winter stinkt. Das sind keine Fabriken, sondern die Abgase der Gemeindebauten.

Die Autofahrer stellen nicht gerne ihre Autos auf die Straße, sondern lieber in Garagen. Aber ein unfähiger SPÖ-Bürgermeister hetzt lieber 1000 Parksheriffs auf Autofahrer als 1000 Bauarbeiter 3 Jahre lang anzustellen, die Garagen bauen und das Problem dauerhaft wirklich lösen.

Nach ihrer Argumentation müssten wir alles abreißen, es stinkt und nimmt Platz weg...

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Re: Wenns um Auto geht

fahr doch mit der u-bahn, da siehst du keine autos.

letzte Zuckungen

letzte Zuckungen der dekadenten, westlichen Kosumgesellschaft die nur noch auf Kosten der nächsten Gesellschaft lebt!

wieder ein beweis dafür,...

dass der sprit viel zu billig ist!
(eine idee für ein zukünftiges sparpaket!! ;-) )

"Saufen" ist halt in - nicht nur beim Auto

"Obwohl die Spritpreise steigen,...". Na bitte, es steigen auch die Alkoholpreise, und dennoch sind die "Tschocherln" und Weinbars knallvoll. Wird doch etwa nicht "SUV" mit "B'suff" etwas gemeinsam haben?

Re: "Saufen" ist halt in - nicht nur beim Auto

Von einem guten Wein (inkl. dementsprechend geselliger Gesellschaft) hab ich aber mehr, als von so einem Kreibl, des NUR Geld kostet :-)

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darum

fahren die meisten suvs in wien frauen.
haben die angst vor den anderen?
warum fahren soviele frauen diese großen autos?

Antworten Gast: Analyst 829
13.12.2011 13:43
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Re: darum

Also mir hat eine SUV-Fahrerin definitiv gesagt, dass sie seit sie SUV fährt mehr Selbstvertrauen hat.

SUV ersparen der Gesellschaft also vielleicht gar Behandlungskosten beim Psychiater.

Mir ist aufgefallen, dass besonders die kleineren Frauen besonders häufig SUV fahren und diese Frauen haben dann meist einen Typen der eher rundlich ist und wie Flöttl jun. aussieht. Ich bin mir fast sicher, dass seine Frau auch SUV fährt.

Ich vermute, dass Frauen einerseits instinktiv ganz kleine Autos kaufen (Kindchenschema) und andererseits aber eben kräftige große Autos (Schutzbedürfnis).

Wenn mehr SUV verkauft werden, werden damit automatisch weniger kleine Autos verkauft, da Frauen eben auf den großen SUV vom ganz kleinen Polo u. s. w. umsteigen.

Antworten Antworten Gast: Vogel Strauss
13.12.2011 15:02
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Re: Re: darum

Also ich seh hauptsächlich kleine Männer SUV-fahren ... short man syndrome?

Antworten Antworten Antworten Gast: Analyst 829
13.12.2011 16:06
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2 SUV-Fahrerinnen und ein Motorradfahrer

http://www.craenk.com/?p=5706

Hier ein Beweisvideo, dass viele Frauen SUV fahren.

 
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Hobbyökonom