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Umfrage: 40 Prozent gehen trotz Krankheit zur Arbeit

27.12.2011 | 13:08 |   (DiePresse.com)

Die Arbeiterkammer fordert einen Kündigungsschutz im Krankenstand. Laut Umfrage gehen 15 Prozent aus Angst vor Jobverlust krank zur Arbeit.

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40 Prozent der Arbeitnehmer bleiben nicht daheim, obwohl sie sich krank fühlen. 15 Prozent von ihnen tun dies, weil sie Angst vor Jobverlust haben. Das ergaben Befragungen für den "Arbeitsgesundheitsmonitor" der Arbeiterkammer Oberösterreich. Ihr Präsident Johann Kalliauer forderte  einen Kündigungsschutz im Krankenstand.

Die Krankenstandsquote in Österreich sei von 4,8 Prozent im Jahr 1980 auf 3,5 Prozent im vergangenen Jahr zurückgegangen. Eine der Gründe ist für die Arbeiterkammer, dass viele Menschen - konkret 40 Prozent - krank zur Arbeit gehen. 59 Prozent würden dies tun, weil sie ihre Kollegen nicht im Stich lassen wollen, 36 Prozent weil ihre Arbeit sonst liegenbleibe und 15 Prozent aus Angst vor Konsequenzen - sprich Jobverlust.

Das bleibe nicht ohne Auswirkungen: 46 Prozent hätten angegeben, sie seien in der Folge länger krank als normal. 41 Prozent würden sich öfter müde und abgeschlagen fühlen. 34 Prozent hätten einen Rückfall und 26 Prozent später stärkere gesundheitliche Probleme gehabt.

Die Arbeiterkammer will deshalb einen Kündigungsschutz im Krankenstand ganz besonders für jene, die durch Arbeit krank geworden seien. Die einvernehmliche Auflösung im Krankenstand solle nur nach nachweislicher Beratung durch Betriebsrat oder gesetzliche Interessenvertretung der Arbeitnehmer möglich sein. Sie dürfe auch nicht zum Entfall der Entgeltfortzahlungspflicht und somit Kostenübertragung auf die Krankenkassen führen.

(APA)

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44 Kommentare
 
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krank heißt nicht gleichzeitig arbeitsunfähig

und etwa der gleiche Prozentsatz, nämlich 40%, gilt für Krankenstände die keine sind. Die Wirtschaft und die fleißigen und ehrlichen Arbeitnehmer sind die Dummen.

Antworten Gast: b754
27.12.2011 17:22
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Re: krank heißt nicht gleichzeitig arbeitsunfähig

du hast sicher eine studie dazu oder denkst du es ist so weil du es so machst

Re: ich bin seit über 40 Jahren Arbeitgeber


für nun 160 Mitarbeiter. Auch das "Du" wechsle ich nur mit Freunden.

Nichts für ungut, man kann gelegentlich auch völlig danebengreifen

Gast: b754
27.12.2011 16:44
0 3

der noliberalismus wirkt

nicht wahr schellhorn

Die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall besser regeln

Das eigentliche Problem ist das geltende Entgeltfortzahlungsgesetz, wonach der Betrieb wochenlang den Lohn weiter zahlen muß, obwohl es dafür keine Gegenleistung seitens des Arbeitnehmers bekommt.

Einfacher, gerechter, keine Seite benachteiligend und auch besser zu kontrollieren wäre eine Lösung, bei der Arbeitnehmer und Arbeitgeber in einen Krankengeld-Fond der Krankenkassen einzahlen, von dem dann jede Stunde Krankenstand im Sinne der Entgeltfortzahlung ausbezahlt wird. Krankmeldungen hätten dann immer sogleich (am ersten Tag) bei einem Arzt der Krankenkasse zu erfolgen.

So hätten Unternehmen im Falle eines Krankenstands zumindest keine unmittelbaren Kosten. Der wirklich kranke Arbeitnehmer bekommt seinen Lohn weiter. Zugleich könnten ungerechtfertigte Krankenstände durch bessere Kontrolle seitens der Krankenkassen erheblich reduziert werden.

Gast: Vogel Strauss
27.12.2011 16:12
3 0

So werden kleine Firmen kaputt gemacht ...

Die AK mag ihre Vorteile haben (hab mich dort auch schon erkundigt, weil sie bezüglich Arbeitsrecht die erfahreneren Berater haben als die WK), mit diesen Forderungen werden jedoch kleine Betriebe kaputt gemacht. Ist das die neue wunderbare Welt der AK? Nur mehr managergesteuerte Großkonzerne? Keine KMUs und Gewerbebetriebe mehr?

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Re: So werden kleine Firmen kaputt gemacht ...

Also große Unternehmen in Privatbesitz wurden ja schon weitestgehend elimniert und in börsennotierte AGs umgewandelt in den letzten Jahrzehnten. Die können damit aus der selben Ecke wie die Politiker ferngesteuert werden. Die einen über die Staatsverschuldung, die anderen über den Aktienkurs.

Zunächst einmal

ist Krankheit ziemlich relativ. Der eine ist schon krank, wenn ihn ein Furz zwickt, der andere fühlt sich mit Krebs noch so gesund, dass er noch arbeiten kann...

Aber die Kämmerer könnten noch weitere Umfragen machen lassen. ZB, wie hoch der Prozentsatz derer ist, die sich von Krankheit (oft sogar im Krankenstand) nicht davon abhalten lassen, "wichtigen" Freizeitbeschäftigungen nachzugehen. Ich bin mir sicher, dass dieser Prozentsatz wesentlich höher ist... ;-)

Gast: oko
27.12.2011 15:51
0 0

denken

denken kann die ak nicht
weder bei der steuer
noch beim krankenstand

Gast: Wen wundert's
27.12.2011 15:48
2 0

So werden alte kranke Inländer behandelt:

Originelle Idee zur Verringerung von Krankenständen aus dem Sozialgericht Wiener Neustadt

Es geht um die Krankenstandsprognose. Das Opfer weist auf langjährige Krankenstände wegen Arthroseschmerzen samt physikalischer Therapie im Ausmaß von weit über sieben Wochen jährlich hin.

Hoho, kein Grund für eine Krankenstandsprognose!
Man könne die Therapie auch in den Abendstunden absolvieren.

Obwohl die Krankenstände nicht aus purer Lust auf Therapie, sondern wegen der (auf Grund der Röntgenaufnahmen – diese Geräte sind nicht befangen – als glaubhaft anerkannten) Schmerzen angetreten wurden.

Logische Schlußfolgerung:

Wenn Öffnungszeiten von Ordinationen und Ambulanzen in die Nachtstunden verlegt werden, wäre tagsüber niemand mehr krank oder gar im Krankenstand.

Ein Wunderheilungsverfahren.
Fahrt nicht nach Lourdes!
Beantragt in Wiener Neustadt!

(Wiener Neustadt in NÖ,
nicht Novigorod in Weißrußland)

Und danach?

Wie weit denk den die AK wirklich?
Anscheinend nicht über das Papier der Forderung hinaus.

Wenn ich den Mitarbeiter nicht während des Krankenstandes kündigen kann, dann macht man es halt nach dem Krankenstand. Wenn das Unternehmen will, dann findet es schon einen Grund und wenn er noch so fadenscheinig ist.

Gratulation an die AK wieder einmal eine Studie und eine Forderung die für A&F ist.

Die AK (auch die WKO) sollte mal über die Pflichtmitgliedschaft nachdenken und sich nicht als rotes Sprachrohr betätigen.

Ich war noch niemals wegen einer Krankheit zuhause!

Warum auch, was wird dann anders? Nur weil ich zuhause bin, bin ich dann gesünder? Es ist alles eine Frage der richtigen Medikamentendosis, ob es mir dann gut oder schlecht geht!

Re: Ich war noch niemals wegen einer Krankheit zuhause!

Dann waren sie wohl noch nie richtig krank!!!

Eine Frage der Medikamente? Wenn man Fiebersenkende Mittel nimmt und dann arbeitet, riskiert man sein Leben (Herzmuskelentzündung). Das kann auch ganz Junge treffen.

Ich gratuliere Ihnen zu ihrer robusten Natur, möglicherweise besteht aber ihr Job auch aus Büroschlaf, dann ist natürlich der Unterschied zu einem Krankenstand sehr gering. Es gibt aber auch Menschen, die einen anstrengenden Job haben. Und mal abgesehen davon, wie kommen die Kollegen dazu, sich von einem Kranken ansandeln zu lassen.

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Re: Ich war noch niemals wegen einer Krankheit zuhause!

Sie sollten dringend psychologische Hilfe in Anspruch nehmen!

Re: Re: Ich war noch niemals wegen einer Krankheit zuhause!

Anstatt hier fleißige und anständige Personen zu beleidigen, wäre es besser, sie erklären mir, warum sie zuhause bleiben wollen! Haben Sie keine Argumente?

Re: Re: Ich war noch niemals wegen einer Krankheit zuhause!

sie aber auch.......

seit die roten wieder an der macht sind...

...ist die Arbeiterkammer wieder im Aufwind und versucht ihr "unnötiges Dasein" mit irgendwelchen Schwachsinns-Umfragen zu rechtfertigen.
Kündigungsschutz im Krankenstand. Na das ist ja wieder einmal eine intelligente Idee, Herr Muhm. Wir wär es mit der Abschaffung der Zwangsmitgliedschaft!

Gast: Clar
27.12.2011 14:22
8 0

Das gleicht sich ganz gut aus

Etwa 50% der Krankenstandler sind ja bekannter Weise pumperlgsund und leiden nur an ausgeprägter, chronischer Tachinose.

Gast: dee
27.12.2011 13:58
0 2

nie wieder burn-out

diary-of-a-future-millionaire.blogspot.com

hope it helps

 
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Hobbyökonom