Fitch: Österreichs AAA-Rating aktuell nicht gefährdet

10.01.2012 | 15:16 |   (DiePresse.com)

Trotz der Risiken durch die Situation in Ungarn steht Österreich noch hoch im Kurs bei der Agentur. Auch Frankreich droht heuer keine Herabstufung. Italien und Spanien blüht das allerdings.

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Der für die Länderratings in Europa zuständige Fitch-Manager Ed Parker sieht Österreichs AAA-Rating aktuell nicht gefährdet - allerdings bleibe die Pleitdrohung für Ungarn ein Damoklesschwert für Österreich. Auch die Top-Bonität Deutschlands sei sicher.

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Auch Frankreich hat eine Verschnaufpause erhalten: Nach monatelangen Drohungen der Rating-Agenturen, dass das Land seine Top-Note AAA bei der Kreditwürdigkeit verlieren könnte, hat zumindest Fitch für dieses Jahr Entwarnung gegeben. Wenn sich die Euro-Krise nicht dramatisch verschärfe, werde Fitch Frankreich erst 2013 neu bewerten, sagte eine Sprecherin am Dienstag in Paris. Für Frankreichs AAA hatte Fitch vor knapp vier Wochen den längerfristigen Ausblick von stabil auf negativ abgesenkt. Dies hatte Befürchtungen neuen Auftrieb verliehen, dass das Land Anfang des Jahres tatsächlich bei einer der drei Rating-Agenturen seine Top-Note verlieren könnte.

Italien-Rating in Gefahr

Alarm schlägt Fitch hingegen bei Italien. Fitch-Analyst David Riley nannte heute die Lage in Italien "explosiv". Das Land müsse dieses Jahr "kolossale" Summen am Finanzmarkt neu aufnehmen, sagte er in London. Er schloss eine erneute Herabstufung von Italiens A+ bis Monatsende nicht aus. Insgesamt müssten die Euro-Länder dieses Jahr zwei Billionen am Finanzmarkt einsammeln, davon ein Gutteil durch Krisenstaaten. Ein Ausscheiden Griechenlands aus der Euro-Zone nannte er "eine mögliche Option". Auch den Euro-Länder Spanien, Belgien, Irland, Zypern und Slowenien droht die Herabstufung.

>>> Karte: Die Rating der EU-Länder

(Ag.)

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9 Kommentare
Gast: der Apotheker
10.01.2012 21:59
0

Wahnsinn

"Österreich wird heuer 27 bis 30 Mrd. Euro aufnehmen, um auslaufende Anleihen zu ersetzen und die Neuverschuldung abzudecken. Das ist um 30 Prozent mehr als 2011."

Egal wieviel neue Steuern Diktator F.einheben wird, Österreich wird diese Schulden nie zurückzahlen können.
Ich denke da an die Schuldeneintreibungsmethoden der Mafia Gangster - ist das die Zukunft unserer Kinder?
Blood,sweat and tears.

Gast: Plach2
10.01.2012 14:03
1

Das Ende kommt schneller als manche denken!

Der Staat borgt sich sein eigenes Geld von den Banken aus und zahlt dafür Zinsen. Daher muss immer MEHR zurückgezahlt werden!
Um das zu finanzieren kann man:

A: Noch höhere Schulden machen
B: Die Steuern erhöhen

Griechenland ist pleite; - und nicht wie Frau Fekter im Juni dem Parlament berichtete: "Geld, das wir nach Griechenland schicken ist ein gutes Geschäft".

Diese Mrd. muss jemand bezahlen. Daher müssen wir wieder neue noch höhere Steuern bezahlen!


Antworten Gast: Halbwissen
10.01.2012 15:11
3

Re: Das Ende kommt schneller als manche denken!

C: Geld für die Kreditaufnahme verlangen ( Deutschland, Niederlande etc. )
D: Geld selbst drucken ( USA )

Antworten Antworten Gast: gast12345
12.01.2012 13:47
0

Re: Re: Das Ende kommt schneller als manche denken!

oder E: geld entwerten, was vermögen und schulden vernichtet. das wird auch noch kommen, die frage ist nur, wann.

Sabotage

Die Fitchler sollen Ruhe geben. Mit solchen Statements sabotieren sie doch die so schon kaum vorhandene Motivation unserer "Verhandlern", Österreich effizienter zu machen... ;-)

... nur bad news are good news

Nein, Nein, Nein, Nein! ich will das nicht hören!Das darf nicht sein!

uns geht es ur schlecht; ganz egal was wir machen , wir gehen auf jeden Fall den Bach runter; die EU ist der Teufel ; die rating Agenturen sind auch ur böse;

So, nachdem ich mir das wieder 100 Mal laut vorgesagt habe gehts mir wieder besser und meine Welt ist wieder in Ordnung

Gast: Saiffenstayn
10.01.2012 11:23
0

früher hieß es: " Gott sei Dank "

jetzt heißt es "Fitch sei Dank",
Moodys erhöre uns"

aber eine souveräne Regierung eines souverenen Staates soll weder auf eine andere Regierung hören müssen und noch weniger auf deren Ratingagenturen,

deren Entscheidungen doch eher willkürlich sind ...

weil die großen und reichen Staaten - allen voran USA - werden immer Triple-AAA haben --

und die anderen sind nicht wirklich SOUVERÄN !

Re: früher hieß es: " Gott sei Dank "

Stellen Sie sich vor, dieses Land würde jedes Jahr seine Schulden abbauen.
Sie würden sich wundern, wieviel Souveränität (gerade gegenüber dem Finanzmrkt) das bringt.
Nachteil wäre natürlich, dass man dann ein Feindbild weniger hat, aber daran würden wir uns sicher gewöhnen können.

Antworten Antworten Gast: worngturn
10.01.2012 12:21
0

Re: Re: früher hieß es: " Gott sei Dank "

also: das feindbild finanzmarkt wird trotzdem verständlicherweise bleiben.

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