Die Gewerkschaft erhöht in den diesjährigen Banken-Kollektivvertragsverhandlungen den Druck auf die Arbeitgeberseite. Nachdem es auch in der heutigen Verhandlungsrunde kein Angebot der Kreditwirtschaft gegeben habe, sei die Verärgerung groß, sagte der Arbeitnehmerverhandler und Bank Austria-Betriebsratschef Wolfgang Heinzl. Am 2. und 3. Februar werde es deswegen am frühen Nachmittag einstündige Betriebsversammlungen in den einzelnen Banken geben, um die Beschäftigten über den aktuellen Verhandlungsstand zu informieren und weitere Schritte zu besprechen. Am 9. Februar soll die nächste Kollektivvertrags-Verhandlungsrunde stattfinden.
Die Gewerkschaft fordert eine Gehaltserhöhung um 4,9 Prozent für die rund 80.000 Angestellten in den heimischen Banken. Die Arbeitgeber hätten laut Heinzl gefordert, die Gehaltserhöhung auf unter 4 Prozent zu reduzieren, aber ohne ein Gegenangebot zu liefern. Von der Arbeitgeberseite wurde die Forderung nach der ersten Verhandlungsrunde "angesichts der momentanen Lage als völlig überzogen" zurückgewiesen. Von den Mitarbeiter-Abbauplänen, etwa bei der Hypo Alpe Adria, ÖVAG, oder auch Bank Austria, lasse man sich nicht beeindrucken, betonte der Arbeitnehmerverhandler.
(APA)
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