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Post: Werbesendungen nur mehr zweimal in der Woche

03.02.2012 | 16:47 |   (DiePresse.com)

Ab 6. Februar werden unadressierte Werbesendungen und Gratiszeitungen in einem Kuvert gebündelt. Briefträger fürchten nun um die "Infopostprämie".

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Die Post wird ab kommendem Montag Werbesendungen nur mehr zweimal in der Woche pro Haushalt zustellen. Unadressierte Prospekte und Gratiszeitungen mit einer Auflage von über 30.000 Stück werden künftig von Hightech-Maschinen, genannt Collatoren, in Wien, Salzburg und Graz in einem gemeinsamen Umschlag gebündelt, der "zustellfertig" vom Briefträger übernommen wird. Briefe und Pakete sowie Tageszeitungen werden unverändert täglich zugestellt. Die Zusteller fürchten nun einen Einkommensverlust durch Wegfall der Sortier-Prämie.

Die Post sieht sich für den Start gut gerüstet: "Die Werbesendungen sind heute schon für Montag sortiert worden", sagte Post-Sprecher Michael Homola. Das neue System wurde in Probebezirken getestet und "langsam hochgefahren". Die Kunden hätten sich Ordnung in ihrem Briefkasten gewünscht, betonte Homola.

Änderungen im Zustellsystem geplant

Die rund 9.000 Zusteller erhalten derzeit für die Sortierung der Werbesendungen eine sogenannte "Infopostprämie". Für Februar soll die Prämie noch weitergezahlt werden, so Post-Gewerkschafter Martin Palensky. Die Sortierung der Werbesendungen sei bis dato zur Hälfte in der Freizeit passiert. In den kommenden Wochen werde über Änderungen im Zustellsystem verhandelt werden.

Einsparungen beim Personal will die Gewerkschaft aber nicht hinnehmen: "Die Post hat zuwenige Zusteller. Es werden permanent Leute gesucht", betonte Palensky. Die Briefträger würden derzeit am Limit der Belastungsfähigkeit arbeiten. Die Post will wegen der Zeitersparnis von bis zu einer Stunde über eine Vergrößerung des Zustellgebiets für die einzelnen Briefträger verhandeln.

Die Handelsunternehmen haben sich offenbar mit dem Werbe-Kuvert angefreundet. Im vergangenen September war die Bündelung der Prospekte noch skeptisch beäugt worden, weil keine taggenaue Zustellung mehr möglich ist.

(APA)

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18 Kommentare
Gast: Peter der Kleine
05.02.2012 16:36
0 0

Aktionsfinder

Die Post stellt die Prospekte nur noch 2mal pro Woche zu. Bei Aktionsfinder sind die Angebote 2 Tage früher online und 24/7 verfügbar. Daher "Bitte keine unadressierte Werbung" Sticker kleben und Sie verursachen keinen unnötigen Papiermüll mehr.

Gast: wassolls
04.02.2012 17:17
0 0

Sortierzulage?

ich würde das als normalen weil auch höchst logische Kernaufgabe eines Zustellers/Postler betrachten, warum also eine Zulage?
Bekommt ein Mechaniker eine Reperarurzulage?

Und wenn er nicht mehr sortieren muss, solte diese Zulage ersatzlos gestrichen werden

Antworten Gast: postfuchs
09.02.2012 12:35
0 0

Re: Sortierzulage?

Die Zulage wurde für das Zusammenlegen der Werbesendungen bezahlt. Diese Tätigkeiten wurden größtenteils in der Freizeit abgewickelt. Überstunden gabs dafür aber keine. Deswegen hat man den Weg über eine stückzahlabhängige Zulage gewählt. In Zukunft wird das Zusammenlegen teilweise durch Maschinen erledigt. Das Zusammenlegen entfällt für den Zusteller damit für jenen Teil der sich im neuen Umschlag (Kuvert) befindet, nicht aber für jenen Anteil an Werbesendungen die nicht in diesem Kuvert enthalten sind.

Gast: ReSense
03.02.2012 21:22
4 0

Fein

Dann zahl ich meinem Briefträger eine Prämie, wenn er den Werbemist gleich in die Altpapiertonne schmeisst statt in meinen Briefkasten. Wieso sind unverlangte Werbesendungen überhaupt legal? Ist ja nichts anderes als Spam und Umweltverschmutzung.

Antworten Gast: Aristokritos
04.02.2012 12:14
1 0

Re: Fein

Der Aufkleber "Bitte keine unadressierte Werbung" schützt einigermaßen gegen die Flut.
Kann man bestellen.

Antworten Antworten Azona
05.02.2012 09:02
0 0

Re: Re: Fein

Ja, sicher. Bei den noch die alten Post-Birefkässten muss man auf ein Postamt gehen und das Formular "Verzicht auf unadressierte Sendungen" verlangen und ausfüllen. Dann wird ein Postler (nach ca. 1 Monat) im Briefkasten den Hinweis anbringen das keine Werbung gewünscht wird.
Nach ca. 3 bis 6 Monaten trudelt von der Post ein Schreiben ein wie toll doch Werbung sei und man doch diesen Werbeverzicht widerrufen soll (Die Post verdient an der Werbung)
Wenn der Verzicht nicht widerrufen wird, wird die Post den Anti-Werbung Sticker dennoch entfernen und das Spiel beginnt von vorne.

Gast: ASVG-Sklave
03.02.2012 20:11
0 0

aha, so funktioniert es also

Wieder eine verdeckte Beamten-Subvention. Zu den soooo geringen Einkommen der Postler wurden also neben den Zulagen auch Prämien - letztere von den werbenden Unternehmen - an die Postler ausbezahlt. Die werbenden Unternehmen bezahlten also geringe Zustellgebühren, stattdessen jedoch Prämien and Postler –und subventionierten somit deren Gehälter. Vermutlich auch noch steuerfrei. Eine andere Variante der steuerfreien Einkommen und der steuerfreien Zulagen bei der Polizei. In den Diskussionsforen jammern sie jedoch regelmäßig wie gering ihr Grundeinkommen wäre - und verschweigen dabei die steuerfreien Prämien und Zulagen.

Gast: FroschFrau
03.02.2012 19:35
3 0

Frage

Warum darf Müll einfach so an alle Haushalte verteilt werden ?

Ich werde jetzt meinen Hausmüll auch einfach als Werbung verpackt an diverse Haushalte senden.

Antworten Gast: 09876543
03.02.2012 19:50
0 2

Re: Frage

Dann geh doch zur Post und bestelle die unadressierte Werbung ab.

makaberich
03.02.2012 18:27
0 0

Natürlich entfällt die Prämie ...

... wär zwar bei uns nichts neues, dass man eine Prämie auch dann bekommt, wenn man die Tätigkeit, für die man die Prämie bekommt, nicht macht, aber bei leeren Kassen wird es hoffentlich wohl nicht so sein.

Antworten Gast: Krichmar
03.02.2012 21:16
1 0

Re: Natürlich entfällt die Prämie ...

Es steht Ihnen frei, sich für einen Job als Briefträger zu melden. Angesichts der Arbeitsbedingungen gibt es sicher genug freie Stellen.

Antworten Antworten Gast: rudiratlos999
04.02.2012 05:29
0 1

Re: Re: Natürlich entfällt die Prämie ...

Es mag ja sein, dass es den Neulingen nicht mehr gut geht, dafür aber den Alteingesessenen (Beamten) umso prächtiger.

Politicus1
03.02.2012 17:16
2 0

Fein!

da geht das Postkastel dann an zwei Tagen voll über...

cuniculus
03.02.2012 16:55
6 0

Wird nur bedingt helfen

Die zahlreichen Pizza-Döner-Dürüm-Schnitzel-Zusteller sind davon nicht betroffen und ignorieren ohnehin den Hinweis "keine Reklame" (auf Tür und Briefkasten).

Was egal ist, weil sie auf Ihren Websites auch kein Impressum mit UID-Nummer führen.

Aber dagegen hat man ja leider sowieso keine ernsthafte Handhabe.

Antworten VanDerVolk
03.02.2012 17:45
1 0

Re: Wird nur bedingt helfen

ja sie haben recht.min.2 Flyer in der Woche ahnungsloser Pizza Chefs

Antworten Gast: Unternehmer
03.02.2012 17:05
1 0

UID

Nicht jeder hat, bekommt und braucht eine UID

Antworten Antworten Gast: Wirtschaftsfreak
03.02.2012 17:20
4 0

Re: UID

Aber jeder mit Internetauftritt braucht ein Impressum.

Antworten Antworten Antworten makaberich
03.02.2012 18:28
0 0

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