26.05.2012 21:55 | Meine Presse Merkliste 0

ÖBB zahlten drei Millionen Euro für Jörg-Haider-Brücke

04.02.2012 | 09:45 |   (DiePresse.com)

Die Kärntner Gemeinde Ruden kämpfte vor Gericht um ihren Anschluss an die Koralmbahn. Dabei kam ein interessanter Vertrag zutage.

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Dier Unterkärntner Gemeinde Ruden reichte beim Verwaltungsgerichtshof eine Beschwerde wegen eines Nicht-Anschlusses an die Koralmbahn ein - und bekam Recht. Bei dem Verfahren ist auch ein Vertrag aufgetaucht, laut dem die frühere HL-AG und heutige ÖBB Infrastruktur AG drei Millionen Euro für die Lippitzbachbrücke (heute: Jorg-Haider-Brücke) bezahlte. Das berichtet die Tageszeitung "Der Standard". Der Zeitung und der APA liegt ein Schreiben von Landeshauptmann Gerhard Dörfler (FPK) an den Rudener Bürgermeister vor, in dem es heißt, auf den Anschluss und Bahnhof Ruden werde verzichtet, "... um die Finanzierung des Jahrhundertbauwerks (Lippitzbachbrücke, Anm.) sicherzustellen".

Schon im Jahre 2003 hatte der damalige BZÖ-Verkehrslandesrat und jetzige FPK-Landeshauptmann Dörfler mit der Eisenbahn-Hochleistungsstrecken AG (HL-AG) eine schriftliche Vereinbarung abgeschlossen. Land Kärnten und die HL-AG vereinbarten demnach, Kärnten verzichte im Zuge des Koralmbahn-Trassenbaus auf den Anschluss Ruden samt Bahnhof im Ortsteil Eis - dessen Preis die Gesamtkosten der Koralmbahn insgesamt enorm steigern würde. Für den Verzicht werde die ÖBB-Tochter die entstandene Kostenersparnis von drei Millionen Euro in die Lippitzbachbrücke über der Drau investieren.

"Wir wurden verraten und verkauft", beklagte sich der Rudener Bürgermeister Rudolf Skorianz gegenüber der Zeitung. Mitten im Eröffnungstrubel der Brücke habe ihm ein HL-AG-Manager gesagt, dass der Bahnhof in Eis Geschichte sei. Daraufhin klagte die Gemeinde und erhielt im eisenbahnrechtlichen Verfahren um den Koralmanschluss vor dem Verwaltungsgerichtshof Recht. Ein Baustopp für den acht Kilometer lange Koralmbahn-Abschnitt St.Paul-Aich könnte resultieren, das Verfahren könnte Jahre dauern. Bürgermeister Skorianz stellte in Aussicht, die Beschwerde zurückzuziehen - wenn das Land die drei Millionen Euro für die Jörg-Haider-Brücke an die ÖBB-Tochter zurückzahle.

So ein "Pipibahnhof wie Eis-Ruden" sei "nicht mehr zeitgemäß", verteidigt sich Kärntens Landeschef Dörfler. Auch laut ÖBB ist der Bahnhof vom Tisch. "Dieses Anschlussstück für Ruden wäre technisch äußerst schwierig zu realisieren", sagt Pressesprecher Christoph Posch. Denn dafür müsste ein Trassengefälle von acht Metern bewältigt werden, was zu enormen Kostensteigerungen der Koralmbahntrasse insgesamt führen würde. Zudem gebe es in Ruden mit rund 100 Fahrgästen eine "sehr geringe Frequenz".

(APA)

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21 Kommentare
Gast: Gerhard, Wien
08.02.2012 17:17
0 0

Geh Bumsti, räum einmal auf bei der FPÖ!!!!

Strache, was ist da los in diesem Chaoshaufen in Kärnten?
Wo bleicht Ordnung, Anständigkeit, Fleiß, Ehrlichkeit?

Erich Bahn
06.02.2012 13:18
0 0

Wie uns allen bekannt,

Kärnten ist anders.
Vor allem "anders teuer".
Ist ja nicht der Politiker Geld, sondern nur das der blöden Steuerzahler.


Gast: Gast 1234
05.02.2012 09:44
0 0

Kann der Namen der Brücke nicht unbenannt werden!

Jauntalbrücke ist viel passender und erinnert nicht ständig an den Sumpf!

Antworten Gast: Gast4321
05.02.2012 11:09
0 0

Re: Kann der Namen der Brücke nicht unbenannt werden!

Sagst eben Sumpfbrücke dazu?

Gast: Kärntner in Wien lebend
05.02.2012 09:42
0 0

Wann wird eigentlich der Sumpf zurücktreten?

Wieviel an Chaos und Sumpf kommt da noch hoch? Es ist höchste Zeit, dass dieser Sumpf endlich zurücktritt!
Haben diese jetzt regierenden Politiker keinen Genierer.
So ist es eben im Land der Krötensager!

Es wird höchste Zeit für Veränderungen im Bundesland Kärnten!

Gast: Andrea, Ktn
05.02.2012 07:16
0 0

Es taucht immer wieder die Frage auf die da lautet:

Wo sind die Millionen die in Kärnten die vielen Schulden verursacht haben!

Von 900 Mio auf 5,5 Mrd Euro Schulden in 10 Jahren!

Antworten Gast: Wörthersee Lili
05.02.2012 09:38
0 0

Re: Es taucht immer wieder die Frage auf die da lautet:

Die Bevölkerung von Kärnten wurden von der FPÖ/FPK/BZÖ, wie jetzt ersichtlich, sehr oft belogen und über den Tisch gezogen!

Einfach Anständig, Ordentlich, Ehrlich und Fleißig, eben FREIHEITLICH!

Gast: Kosten Nutzen-Rechnung
04.02.2012 14:03
1 6

Die Rentabilität.

Täglich 100 Fahrgäste mit einem Umsatz von 10.- Euro, sind 365.000.- Euro, auf 50 Jahre gerechnet 18.250.000.- Euro, allerdings hat die Bahn gegenüber der rollenden Sardinenbüchse einen Anziehungseffekt, der die Fahrgäste verdoppeln läßt, macht dann 36.500.00.- Euro aus, irgendwie leben wir schon mit einer hohen Nase, wenn ein Betrieb gerne auf Jährliche Einnahmen von 730.000.- Euro verzichtet....

Ich hoffe das da die Damen und Herrn mal so richtig auf die Schnauze fallen beim Fall vom hohen Roß!

Zugegeben ein Ortschaft mit 1560 EW hat sicher keine Priorität, Lärm und Lärmschutzwände werden für die Ortschaft sozialisiert, die Gewinne wandern privatisiert in die Gehälter der Direktoren, klar das der Bürgermeister sau wütend ist, ich wäre es auch, allerdings wäre ich ganz gemein, ich würde ein Tempolimit von 25km/h aufstellen, und wann ein Zug doch mit 230km/h durchrollt, dann gibst Lokführscheinentzug und das Objekt der Sünde wird beschlagnahmt....

Antworten lb15
05.02.2012 11:07
0 0

Die 100 möglichen Fahrgäste fahren nicht täglich.

Das sind lediglich jene, die bei einer Umfrage erklärt haben, sie würden irgendwanneinmal mit der Bahn fahren. Und dafür mit Millionenaufwand eine Strecke 8 m tiefer legen?

1 0

Re: Die Rentabilität.

Vielleicht zur Klarstellung:

1. Umsatz ist nicht gleich Gewinn!

2. Ihre Mlichmädi-Rechnung geht davon aus, daß alle möglichen 100 Fahrgäste täglich fahren. Das ist natürlich totaler Unsinn. Am Wochenende werden da höchtens 10 fahren, wenn man glück hat).

3. Nicht jedes Kaff in Ö kann einen eigenen Bahnhof haben! Nicht mal jede Landeshauptstadt hat einen ordentlichen Bahnhof, z.B. eisenstadt. Dort gibts mehr Potential wie in dem Kärntner Kaff. Trotzdem ist es nicht wirtschaftlich zu betreiben.

Das Land soll die 3 Mille der ÖBB zurückzahlen und Basta. Die ÖBB ist nicht für irgendwelche schwachhsinnige Kärntner Brückenfinanzierungen da.

2 0

Re: Die Rentabilität.

Milchmädchen, lern BWL

Antworten Antworten Gast: Kosten Nutzen-Rechnung
05.02.2012 00:06
0 1

Re: Re: Die Rentabilität.

Lieber nicht, den die BWL-Experten haben vor lauter Wirtschaftlichkeit die Bahn erst in den Abgrund gestürzt wo sie heute sind, in dem ganz einfach alle Nebeneffekte ausgelassen haben, die eine attraktive Bahn für alle bietet.

Und rein Wirtschaftlich als BWL Experte müßte man in Österreich alle Schienen abtragen, außer die Westbahn zwischen Wien und Salzburg, alles andere geht mit Bus, Flugzeug und LKW eindeutig kostengünstiger!

1 0

Re: Die Rentabilität.

ein Bus wäre umweltfreundlich und rentabel!
Bahn in ein Kaff allerdings wäre ökonomischer und ökologischer Wahnsinn!

Antworten Antworten Gast: Kosten Nutzen-Rechnung
04.02.2012 22:42
1 1

Re: Re: Die Rentabilität.

Mag richtig sein, wirtschaftlich, bloß blöd das der Kunde Sardinenbüchse zu recht nicht akzeptiert, Wirtschaftlichkeit hin, Wirtschaftlichkeit her. Und ein Gesetz das die Sardinenbüchse zu verwenden ist anstatt des eigenen Autos das wird's nicht geben, btw. wenn doch, siedeln die Menschen ab.

Ich wünsch Ruden und dem Bürgermeister persönlich das er sich gegen diese Art von Arroganz und Abgehobenheit durchsetzt, btw. das es auf Jahrzehnte blockiert wird, dann haben auch jene die in Graz und Klagenfurt wohnen nichts von einer halbfertigen arroganten Hochleistungsbahn in dem für kleine Gemeinden zwar Lärm und Lärmschutzwände platz ist nicht aber eine Wartehütte für ihre Bewohner.

Und ihr tut ja so als würde die Welt davon untergehen wenn ein Regionalzug einmal bremsen und wieder beschleunigen muß, btw. als wäre das für ein Lokführer eine tätigkeit die Schwerstarbeit ist.

P.S.: Ich nehme mal nicht an das all jene die für diese wirtschaftliche Sardinenbüchse sind derartiges benützen, und schon gar nicht täglich, und unsere pendelnden Schulkinder, ja die kann man wirklich in ein Sardinenbüchse stecken, alles andere ist unnütze Verschwendung, ob diese Jugend an der Macht mal später so viel Verständnis hat für jene, die ihnen das antat, ich hoffe nicht!

P.S.2.: Da auf 100 Fahrgäste dort auf 100 Fahrgäste verzichten, der Dominoeffekt ist für das derzeitige Desaster der ÖBB sehr wohl verantwortlich!

Antworten mick232
04.02.2012 15:24
3 0

Re: Die Rentabilität.

Sie dürfen gerade bei der Bahn nicht den Fehler machen, Umsatz mit Gewinn oder Rentabilität zu verwechseln...

Antworten Antworten Gast: Kosten Nutzen-Rechnung
04.02.2012 17:35
0 2

Re: Re: Die Rentabilität.

Die einzigen Mehrkosten die entstehen ist das bremsen und beschleunigen des Zuges, die Errichtung einer Wartehütte samt Fahrscheinblechtrottel ist ein einmalige Anschaffung. Und die Bahn ist nicht verpflichtet Gewinn abzuwerfen sondern kostendeckend zu arbeiten (tut sie eh nicht, wie auch wenn 100etre derartige Fälle für immer geschlossen wurden, macht dann 730.000.- * 100 = 73.000.000.- Euro jährlich aus, der Verzicht darauf ist das Todesurteil jeder normalen Firma) und hat so nebenbei einen öffentlichen Auftrag.

Man kann natürlich alles Dichtmachen was nicht 100 fachen Gewinn bringt, 20% der Bevölkerung Österreichs leben in Wien, 1/3 im Großraum, alles was nicht in St.Pölten, Linz, Salzburg, Graz, Innsbruck oder Bregenz wohnt wird eben dorthin Zwangsübersiedelt, zwecks Gewinnoptimierung von Bahn, Post und Handel, wenn man das will, dann soll man es auch sagen.

P.S.: Ich lebe gerne in Wien, ich gestehe Menschen aber auch ein das sie gerne dort Wohnen wo bisher ihr Lebensmittelpunkt war, und denen sollte man nicht auf den Kopf gacken wie bisher nur weil sie eben nicht in einem Ballungsraum wie Innsbruck oder dem OÖ-Seengebiet wohnen, das beste Beispiel für eine tolle Negativentwicklung!

Gast: Garypopper
04.02.2012 11:56
0 0

Pipibahnhof

Steuern zahlen und Auto fahren

Antworten hw007
04.02.2012 17:54
0 1

Re: Pipibahnhof

und sich der Abhängigkeit vom Auto freuen!

8 2

"Jörg-Haider-Brücke"?

Eine Brücke, die nach einem populistischen Regionalpolitiker benannt ist, der sich alkoholisiert auf der Straße erschlagen hat? Ein Faschingsscherz, oder? Lei, lei.

lb15
04.02.2012 11:26
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Eine Hochleistungsstrecke

mit Haltestellen bei jedem Misthaufen - Das ist Haiders Kärnten.
Und der Bumsti ist noch dümmer.

Antworten Gast: Ein Ätzer
04.02.2012 14:26
1 1

Re: Eine Hochleistungsstrecke

Den Begriff 'Hochleistungsstrecke' nicht überbewerten! Zwar dienen 'Railjet' und 'IC' den ÖBB als Aushängeschilder. Doch liefern überwiegend Pendler Einnahmen aus dem Personenverkehr. Wer sonst fährt regelmäßig Bahn? Also müssen auch 'Hochleistungsstrecken' Regionalverkehr kundenorientiert bedienen.

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