In Graz ist am Montag ein Prozess wegen Mobbing im Landesgericht für Zivilrechtssachen abberaumt worden. Eine 49-jährige Telekom-Mitarbeiterin hat ihren Arbeitgeber geklagt, weil sie sich aus dem Job gedrängt fühlte. Das Unternehmen und die Belegschaftsvertretung wiesen die Vorwürfe zurück. Die Verhandlung wurde abgesagt, da zunächst noch "Formalfragen geklärt werden müssen", so Gerichtssprecher Friedrich Moshammer.
Die Grazerin war Teamleiterin im Backofficebereich, als es ihrer Meinung nach im Zuge von Reorganisationsmaßnahmen 2007 zum Mobbing kam. So soll sie erst zwei Tage vor ihrem Urlaub erfahren haben, dass ihr Team aufgelöst wird. Danach hat ihr nach ihrem "Mobbing-Protokoll" niemand mehr gesagt, wie es weitergeht, auch sollen Schreiben an Vorgesetze und Personalvertreter unbeantwortet geblieben sein.
Seit April 2010 befand sie sich schließlich in Krankenstand: "Klinisch relevante depressive Symptomatik mit ausgeprägter stressbedingter somatoformer Störung", lautete der Befund. Die 49-Jährige möchte nun Schadensersatz für Verdienstentgang und Schmerzensgeld in der Höhe von 26.000 Euro. Ein neuer Verhandlungstermin muss erst festgesetzt werden.
(APA)
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