Die Gaslieferungen aus Russland scheinen sich zu stabilisieren, "die Einschränkungen sind rückläufig", sagte OMV-Sprecher Sven Pusswald. Das normale Lieferniveau sei aber noch nicht erreicht. Der Konzern könne die Versorgung Österreichs sicherstellen, so Pusswald unter Hinweis auf die Inlandsproduktion, die fast ein Fünftel des österreichischen Gasbedarfs abdecke. Am vergangenen Donnerstag hatte die OMV Lieferausfälle von 30 Prozent gemeldet. Auch andere Staaten wie etwa Polen und Ungarn waren von den Lieferausfällen betroffen.
Die Probleme von sinkenden Gaslieferungen aus Russland nach Europa hätten sich gebessert, hieß es am Montag seitens der EU-Kommission. Am heutigen Mittwoch beklagte nun die Ukraine, dass sie um ein Zehntel weniger russisches Gas erhalte. Sie verhandelt bereits seit Monaten mit Moskau über eine Senkung des Gaspreis, bisher ohne Erfolg.
Der russische Staatskonzern Gazprom hatte nach anfänglichem Erstaunen die Lieferausfälle nach Europa in der ersten Februar-Woche bestätigt. Gazprom-Vizechef Alexander Medwedew rechnet aber mit keinen katastrophalen finanziellen Folgen der zum Teil nicht gedeckten Gasbestellung, weil die die langfristigen Lieferverträge eine gewisse Flexibilität enthielten, berichtete die russische Nachrichtenagentur RIA Novosti. Derzeit liege die Nachfrage nach russischem Gas um 50 Prozent über dem erwarteten Stand, so Medwedew. "Gegenüber dem Winterbeginn ist die Nachfrage in der letzten Dezemberwoche um 25 Prozent angestiegen. In der ersten Februar-Woche kam es zu einem nächsten Sprung um weitere 25 Prozent", erläuterte er.
(APA)
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