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Wifo: Schuldenkrise ließ Nachfrage zurückgehen

09.02.2012 | 18:25 |   (Die Presse)

Die Probleme in der Eurozone dämpften 2011 das heimische Wirtschaftswachstum. Auch im ersten Quartal 2012 werde die heimische Wirtschaft aller Voraussicht nach nicht wachsen.

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Wien/Ag. Das Wiener Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) stellt fest: Die „ungelösten Probleme in der Europäischen Währungsunion“ belasteten im vergangenen Jahr auch Österreichs Wirtschaft. Die Eurokrise hätte vor allem im zweiten Halbjahr 2011 die weltweite Konjunktur gedämpft. Dadurch habe auch die österreichische Wirtschaft erheblich an Dynamik eingebüßt. Auch im ersten Quartal 2012 werde die heimische Wirtschaft aller Voraussicht nach nicht wachsen, heißt es in dem monatlichen Konjunkturbericht des Wifo.

Die Unsicherheit von Privathaushalten und Unternehmen wegen der anhaltenden Vertrauenskrise bezüglich der öffentlichen Finanzen sowie erwartete Sparanstrengungen in fast allen Ländern des Euroraumes schwächen die Nachfrage, erklärte das Wifo. Die Konjunkturindikatoren würden auf eine Stagnation der Wirtschaft im Euroraum im Schlussquartal 2011 sowie im ersten Vierteljahr 2012 hindeuten. Für Österreichs Wirtschaft hätten sich die Impulse aus dem Ausland aufgrund der schwachen Entwicklung im Euroraum verringert.

 

Deutschland schwächelt ebenso

Auch das deutsche Ifo-Institut warnt: Die Konjunktur im Euroraum bleibt schwach. Der entsprechende Indikator des Münchner Instituts, der auf einer Expertenbefragung basiert, ist im ersten Quartal 2012 zwar leicht gestiegen, liegt aber weiter deutlich unter dem langfristigen Durchschnitt. Während die aktuelle Lage noch einmal viel schlechter eingeschätzt wird, haben sich aber die Aussichten für die nächsten sechs Monate verbessert. Für den Euroraum kann allerdings keine konjunkturelle Entwarnung gegeben werden, bilanzierte das Ifo-Institut.

Nur in Deutschland und Estland wird die Lage momentan als gut eingeschätzt. Am schlechtesten ist die Stimmung in den Südländern Griechenland, Portugal, Zypern und Spanien.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.02.2012)

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2 Kommentare
Gast: Hellgate
10.02.2012 03:00
0 0

Blabla blabla blabla

Und wieder ein Rülpser von den sebsternannten Wirtschaftsexperten!

Gast: 1. Parteiloser
09.02.2012 21:18
0 0

Die Realität bei Wirtschaftswachstum der Eurozone!

Alle Aussagen zum Wirtschaftswachstum basieren, und basierten, auf einer kranken BIP Berechnung, welche immer mehr durch staatliche Dienstleistungen, also nur Kosten, dominiert werden. Leistungen, bzw. Leistungssteigerungen müssen nicht dahinter stehen. Würde sich der Korruptionsschaden verdoppeln, dann würden um einige Milliarden höheres BIP haben.

Dazu kommt dann noch eine Berechnung der Teuerungsrate, welche die Teuerung günstiger erscheinen lässt als diese real ist. Beide Faktoren zusammen betrachtet ergeben dann, aus der Sicht der "Experten" den Wirtschaftsaufschwung oder auch die Beurteilung einer Rezession / Stagnation.

Wenn man sich die Produktionsdaten in der Eurozone anschaut, dann kommt die Realität des "Wirtschaftsaufschwungs" in der Eurozone schnell ins Bewusstsein!

Industrieproduktion in der Gesamtindustrie ohne Baugewerbe im Euro-Raum (saisonbereinigt, reale Werte).

Basis 2005 = 100%
2001: 96,3%
2002: 96,1%
2003: 96,4%
2004: 98,5%
2005: 100%
2006: 104,2%
2007: 108,3%
2008: 106,5%
2009: 90,8%
2010: 97,5%
2011: 101,2% (11 Monate)

Es wurde also ein bereinigtes Wachstum in 10 Jahren von gerade einmal 5,4% geschaffen.

Die Daten zum Baugewerbe:

Basis 2005 = 100%
2001: 95,7%
2002: 96,4%
2003: 97,4%
2004: 97,6%
2005: 100%
2006: 103,4%
2007: 105,1%
2008: 99,7%
2009: 91,9%
2010: 84,5%
2011: 83,3% (10 Monate)

Auf die Bevölkerungszahl gerechnet noch viel dramatischer!

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