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CONTRA: Warum sich Bausparen nicht auszahlt

16.02.2012 | 13:24 |   (DiePresse.com)

CONTRAMit der Halbierung der Prämie stellt sich diese Sparform endgültig in Frage. Vier Gründe, warum man sein Geld besser anders anlegt.

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Der letzte verbliebene Vorteil des Bausparens, die staatliche Prämie, wird nun halbiert. Bausparer erhalten jährlich statt maximal 36 Euro nur mehr 18 Euro. Wenn die Bausparkassen alles so belassen, wie es die Regierung plant, würde man bei der Förderkürzung ab 2013 rund 0,5 Prozent Rendite bzw. 100 Euro beim vollbesparten Bausparvertrag über die sechs Jahre verlieren. Bei einer Verzinsung von 1,2 bis 1,3 Prozent wäre man damit gegenüber anderen Sparformen im Hintertreffen, sagt Walter Hager, Experte vom Verein für Konsumenteninformation.
 
Im folgenden vier Gründe, warum sich Bausparen einfach nicht auszahlt.

  • Bausparen führt zu realen Verlusten

Bausparen, eine der beliebtesten Sparformen der Österreicher, führe in vielen Fällen zu realen Verlusten, kritisierte erst vor einem Jahr der Verein für Konsumenteninformation - staatliche Prämie hin oder her. Rechne man die Verträge auf Basis des niedrigen Zinsniveaus durch, würden die Konsumenten bei damals abgeschlossenen Verträgen und monatlicher Zahlung von 100 Euro nach sechs Jahren nur eine Nettorendite von 1,3 Prozent (Raiffeisen) bis 1,7 Prozent (Wüstenrot) erhalten, urteilte der VKI. Wegen der steigenden Inflation bedeute das einen hohen Kaufkraftverlust. Die Situation sieht heute nicht besser aus - im Gegenteil.

  • Ein klassisches Sparbuch tut es auch

Klassische Sparformen wie das Sparbuch und Bundesschatzscheine gewinnen im direkten Vergleich mit dem Bausparen wieder an Attraktivität. Für täglich fälliges Geld erhalten Sparer bei einigen Banken momentan rund zwei Prozent Zinsen. Wer sein Geld genau so lange wie mit einem Bausparvertrag - also sechs Jahre - bindet und monatlich einzahlt, bekommt bei der Hypo Niederösterreich 2,8 Prozent (brutto). Wer das Kapital auf einmal einzahlen kann, ist mit 3,625 Prozent Zinsen vor KESt etwa bei der Vakifbank noch besser dran.

  • Zinsniveau ist im Keller

 Die meisten Bausparkassen berechnen die Zinsen für das kommende Jahr, indem sie im November den Zwölf-Monats-Euribor heranziehen und um bis zu 1,3 Prozentpunkte reduzieren. Da der Zwölf-Monats-Euribor im November 2011 nur knapp über zwei Prozent lag, erhält man momentan die Mindestverzinsung von nur einem Prozent. Und auch die Zukunft sieht wenig rosig aus: Experten zufolge bleibt das Zinsniveau in den nächsten Jahren niedrig. Nach Schätzungen der Investmentbank JPMorgan dürfte der Leitzins von der Europäischen Zentralbank vom derzeitigen Rekordtief von 1,0 Prozent noch heuer auf bis zu 0,5 Prozent reduziert werden.
 
In Werbeprospekten werden hingegen Zinssätze von 2,5 bis drei Prozent beteuert. Diese Prognosen sind jedoch zu hoch angesetzt. Die Sparzinsen sind zwar zu Beginn mit rund drei Prozent im Vergleich zu anderen Sparprodukten relativ hoch. Was allerdings viele Sparer übersehen: Der hohe Bausparzinssatz gilt nur für das erste Jahr. In den fünf Jahren danach werden die Zinsen an das allgemeine, momentan niedrige Zinsniveau angepasst.

  • Das Geld ist sechs Jahre "gefesselt"

 Der große Nachteil des Bausparens ist, dass das Geld für die Dauer von sechs Jahren gebunden ist. Benötigt man das Kapital vorzeitig, muss man erhebliche Abschläge in Kauf nehmen. Einerseits muss man die staatliche Prämie zurückzahlen, zudem fällt ein Verwaltungskostenbeitrag an und der Zinssatz geht zurück. Der ausgezahlte Betrag reduziert sich folglich drastisch.

>>PRO: Warum sich Bausparen noch immer lohnt

"PRO und CONTRA"
Die Serie "PRO und CONTRA" ist eine Sammlung von Für- und Wider-Argumenten zu einem aktuellen Thema, die nicht die Meinung der Autoren widerspiegelt.

(phu)

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23 Kommentare

Bausparen lohnt sich nicht mehr!

Sparer sollen ach Ablauf des Vertrages aussteigen und kündigen.
Die Banken müssten soviel Anstand haben, dass sie die Zinsen hinaufsetzen, um dem Bausparer den Verlust auszugleichen.
Harri

Gast: Occupy
19.02.2012 23:14
0 0

Vakifbank ?

3,625% wird hier geworben.

Eine Bank, die so hohe Zinsen zahlen muss, wo sich doch die Banken beliebig viel Geld bei der EZB zu 1,0% derzeit ausleihen können - jeder möge selber darüber nachdenken, warum diese Bank so einen Zinssatz bieten muss.


0 0

Re: Vakifbank ?

...ja ok, aber das geld ist sowieso bis 100.000 sicher, so denke ich ist es ja kein problem bei einer denize oder ing diba zu investieren...oder seh ich da etwas falsch.Ich habe derzeit 2 bausparverträge, dies sind sicher die letzten genausowenig wie ich keine lebensversicherung mehr mache. Bei jeder onlinebank kann ich automatisch sparen, 6 jahre bindungen eingehen und keine teuren vertreter ihr luxusleben bezahlen, dies sollen andere machen :-)

Gast: Der Ottakringer
18.02.2012 09:24
1 0

Renditefreie Investition in Schulden ...

Vor allem aber ist ein Bausparvertrag ein Schuldenpapier, dessen Sicherheit von der Bonität des Emittenten, also der Bausparkasse abhängt. Und diese Bonität kann sich, wie wir mittlerweile aus weltweiter Erfahrung wissen, von Minute zu Minute ändern. Der vermeintlichen Sicherheit von früher tritt in Zeiten wie diesen ein hochspekulatives Element hinzu. Wer daher Sicherheit haben will, muß heutzutage auf solche Verträge verzichten.

Gast: 133
17.02.2012 21:00
1 6

Faynachtsmann und Spindellecker

werden sich spätestens nach der nächsten Nationalratswahl wünschen, die Bausparprämie nicht gekürzt zu haben!

Daher zeigt es ihnen und wählt FPÖ !!!

Faynachtsmann und Spindellecker ...

... mag ich beide nicht. Aber trotzdem: lieber etwas weniger Zinsen und dafür keinen Nachbarn, der in seiner Freizeit Blockwart spielt ...

Gast: Wali
16.02.2012 22:46
2 1

Bausparer

Kommt mir irgendwie dumm vor, meine Frage:

Hat denn irgendjemand wegen der supertollen 36,- Euro bei max Sparleistung im Jahr einen Bausparer abgeschlossen??? Doch nicht wirklich, oder? Und jetzt weinen die Leut wegen 18,- Euro???

Die Argumente von oben gegen den BAusparer haben auch schon vor der Prämenkürzung gegolten. Die jüngste Änderung hat da keine Einfluss.

So gesehen ist der Artikel ein "Thema verfehlt".

Antworten Gast: Halbwissen
16.02.2012 23:42
1 0

Re: Bausparer

Es gibt keine dummen Fragen !

Re: Re: Es gibt keine dummen Fragen:

@ganzwissen

... aber an den Fragen sind sie doch zu erkennen, die nicht ganz G'scheiten?

ja eben

das ist ja auch der Grund, warum trotz allem jetzt niemand einen laufenden Bausparer kündigt - weil die Kündigungskosten so hoch sind, dass es wahrscheinlich besser ist, fertigzusparen und in Zukunft zu wissen, dass man sich auf den Staat nicht verlassen kann.

Re: ja eben, dass man sich auf den Staat nicht verlassen kann?

Es ist wohl eher die Bausparkasse, die Vereinbarungen bricht:
.
Ihr ev. DG ändert den AV auch nicht, wenn ihm der Fiskus ein Mehr an ESt abfordert.

Antworten Antworten Gast: Lohnsteuer
17.02.2012 14:29
0 0

Re: Re: ja eben, dass man sich auf den Staat nicht verlassen kann?

Lohnsteuer wäre hier das richtige Beispiel und die würde der DG natürlich einbehalten und abführen (müssen).

Gast

Gast: Leidtragende Knecht
16.02.2012 17:20
3 0

wir sind die sklaven der Regierung

das ist eine Frechheit von dieser Regierung! Viel sparen für die Kinder. Das ist Feymann und Spindelegger wurst.

Wichtig ist die Nationalratsabgeordneten Freunderl bleiben im Amt. Die haben reduziert gerade 18 jetzt haben wir immer noch mehr als Deutschland.

Da die von irgendwo Geld brauchen gehen wir halt auf dem Sparer los. Der ohnedies 25% Kest für nichst bezahlen muss. Was leistet der Staat für die 25% KEST ? Die Einlagesicherrung?

Genügt eh wenn allgemein die Zinsen im Keller sind.

Feymann und Spindelegger brauchen sich darum keine Sorgen zu machen. Da verdient ja einer der beiden soviel im Monat als ich nicht einmal in einen Jahr. SOZIALE GERECHTIGKEIT!

Re: wir sind die sklaven der Regierung

"Der ohnedies 25% Kest für nichst bezahlen muss."

also eine frechheit, dass für kapitalerträge auch steuern gezahlt werden müssen?

eh, es wäre doch viel besser, arbeitseinkommen NOCH höher zu besteuern und dafür die zinsen brutto für netto zu bekommen. nicht wahr?

Antworten Antworten Gast: Defender
18.02.2012 11:01
2 0

Re: Re: wir sind die sklaven der Regierung

Natürlich wäre eine noch höhere Besteuerung von Arbeit Schwachsinn.

Ich kann aber den Unmut "Leidtragende Knecht" gut verstehen. Der Sparer soll 25 % zahlen und viele Unternehmen (mit Gewinn) zahlen keine 10 %.
Somit kann man der Politik durchaus vorhalten, hier "nicht" zu leisten.

schlechter artikel

denn ich kann nur 2 punkte erkennen:

* niedr. zinsen
* lange bindung


Gast: Wirtschaftler
16.02.2012 16:08
4 0

Nur mehr Abzocke und Verlust !

Ein Freund löste wegen anderer Anlagenform vor einem Jahr einen kleinen Bausparer eines Kindes auf: Einbezahlt in 2 Jahren € 13.000.-. Herausbekommen hat das Kind nur mehr € 8.000.-, alles andere wurde als "Spesen, vorzeitige Auflösung, Bürokosten, Prämienrückzahlung, usw. usw." deklariert und mit dem "Kleingedruckten" argumentiert.
Das Ganze dient nur mehr zur Abzocke und ist etwas für Ahnungslose. Ich lege nur mehr in Gold, Innovationen und Rohstoffe(Seltene Erden) an. Alles andere ist zu vergessen.

Re: Nur mehr Abzocke und Verlust !

und morgen erzählt ihnen ihr freund, dass er einen wochenendausflug auf den mond gemacht hat...?

waren sie beim erwerb der "seltenen erden" auch so leichtgläubig? dann haben sie vielleicht ein stück gatsch erworben!

Antworten Gast: UKW
16.02.2012 20:35
2 0

Re: Nur mehr Abzocke und Verlust !

Bausparen macht keinen Sinn, das stimmt. Aber so einen Unfug habe ich noch nie gehört. Womöglich hat Ihr Freund bei einer Bausparkasse ja eine Lebensversicherung abgeschlossen. Dort sind solche Abschläge absolut üblich. Ich vermute Ihr Freund oder Sie kennen den Unterschied zwischen Bausparen und LV nicht.

Antworten Gast: TI36
16.02.2012 17:17
3 0

Re: Nur mehr Abzocke und Verlust !

Entweder lügen Sie oder Ihr "Freund".

Antworten Gast: GASTi
16.02.2012 17:02
0 0

Re: Nur mehr Abzocke und Verlust !

ohne deinem bekannten nun zu nahe zu treten, aber da hat er sich einen mächtigen topfen einreden lassen!!!

welche SCIHERE sparform kann mit diesem enormen rückkaufsverlust vom bausparer mithalten, dass er in wenigen jahren zumindest 35-40% (!!!) rendite machte, damit mal der verkaufsverlust vom bausparer ausgeglichen ist??????

war hier einer der selbsternannten finanz"experten" im volksmund "prämienkeiler" genannt bei ihrem bekannten????

hoffentlich hat er ihm nicht laaaaaaaaaaaangfristige sachen geraten (damit lassen sich wunderschön unsummen präsentieren - aber immer mit dem zusatz, es kann nicht gerantiert werden) oder gar in aktien gezockt/verzockt?

bevor ich einen bausparer in dieser höhe mit diesem abschlag auflöse (der kann ja auch nicht mehr lange laufen), warte ich trotz gefasel der "berater"experten doch ab bis das ding ausläuft und mit dem SICHEREN geld kann ich immer noch überlegen ob ich anders investiere.

DAZU FÄLLT MIR AUCH EIN ALTER SPRUCH EIN, DER SICH IMMER WIEDER BEWAHRHEITET: Jeden tag stehen einge dodeln auf, man muss sie nur finden und kann mit ihnen die dümmsten geschäfte machen (wo alle verdienen, nur nicht der, dem dabei eingeredet wird er sei der mega-winner). unglaublich und traurig für das kind, wenn sich die eltern so ausnehmen lassen :-(

Antworten Antworten Gast: oma67
16.02.2012 17:41
0 0

Re: Re: Nur mehr Abzocke und Verlust !

hallo, du auch bausparvertreta ??? gell, da gibt es superprämien 6 jahr lang ohne was zu abeitn
..zalt ja äh der kunde :)

Antworten Antworten Antworten Gast: Gasterl
16.02.2012 18:44
0 0

Re: Re: Re: Nur mehr Abzocke und Verlust !

nein ich nix bausparavertreta aber zumindest ein bausparabesitza der sich auch gerade ärgert, warum er vor 3 monaten noch so ein nun unützes ding mit einmalzahlung gesamter 6-jahres-prämie abgeschlossen hat.

aber ich war zumindest so schlau und habe den abschluß bei keinem keiler also vertreta gemacht, sondern online abgeschlossen, damit habe ich zumindest die hälfte der abschlußprämie in cash retour bekommen (also genaugenommen bin ich nun doch ein halba vertreta, weil ich selbst einen teil meiner eigenen provisionsgelder kassiert habe) *fg*

aber trotz würde ich nun nicht auf die schwachsinnige idee kommen das ding nun zu kündigen, so stark können meine apple-aktien gar nicht noch mehr ansteigen, dass sich dieses risiko auszahlen würde.

erst denken, dann posten ... omama67

Hobbyökonom