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Neue Vorwürfe gegen KA Finanz

12.03.2012 | 22:31 |   (Die Presse)

Die Erste Bank zog im Herbst 2011 die Notbremse und trennte sich von ihren Griechenland-Papieren. Viele fragen sich jetzt, warum die KA Finanz, die Bad Bank der Kommunalkredit, nicht genauso handelte.

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Wien/Höll. Der Streit um den Staatszuschuss für die KA Finanz, die Bad Bank der Kommunalkredit, reißt nicht ab. Dem Vorstand der Bank wird vorgeworfen, die Griechenland-Papiere nicht rechtzeitig verkauft zu haben. Das wäre noch im Herbst 2011 relativ einfach möglich gewesen – wie das Beispiel der Erste Bank zeigt.

Ähnlich wie bei der KA Finanz konnten sich internationale Investoren auch bei der Erste Bank mit Kreditausfallversicherungen (CDS) gegen eine Pleite von Griechenland absichern. Die Erste Bank verfügte Ende September 2011 über ein CDS-Portfolio von 5,2 Mrd. Euro, davon entfielen 350 Mio. Euro auf Griechenland. Im Zuge einer Bilanzierungsumstellung musste die Erste Bank diese Papiere um 280 Mio. Euro abwerten, was damals für viel Kritik sorgte. Im Oktober 2011 wurde Erste-Bank-Chef Andreas Treichl das CDS-Risiko zu groß. Binnen weniger Wochen gab er alle Kreditausfallversicherungen in Höhe von fünf Mrd. Euro an Fonds und andere Banken weiter und machte aufgrund der zuvor getätigten hohen Abwertung sogar noch einen Gewinn in Höhe von 40 Mio. Euro.

Hätte die Erste Bank die Griechenland-Papiere nicht abgestoßen, wären jetzt 350 Millionen Euro fällig geworden. Wer das CDS-Portfolio übernommen hat, ist unklar. Darüber wurde Stillschweigen vereinbart. „Wir haben kein Risiko mehr. Die Papiere wurden an Dritte verkauft“, sagt Erste-Bank-Sprecher Michael Mauritz.

Noch Risken in Milliardenhöhe

Die KA Finanz dagegen hat die Griechenland-CDS behalten und muss nun 424 Millionen Euro zahlen. In Summe braucht die Bank vom Staat eine Milliarde Euro, da sie auch noch andere griechische Wertpapiere hält. „Wir hatten eine andere Einschätzung von Europa“, rechtfertigt sich Alois Steinbichler, Chef der Kommunalkredit und der KA Finanz. Seinen Angaben zufolge habe man im Herbst nicht abschätzen können, dass die griechische Regierung nachträglich die Anleihenbedingungen ändern und einen Zwangsumtausch durchführen wird, sodass nun die CDS schlagend werden. Steinbichler: „Das hat sich erst vor wenigen Wochen abgezeichnet.“

Die KA Finanz sitzt noch immer auf CDS von 9,2 Milliarden Euro. Sollten nach Griechenland auch weitere Länder wie Portugal und Irland einen Schuldenschnitt durchführen, käme wieder die Bank und damit der Steuerzahler zum Handkuss. Steinbichler wehrt sich gegen Gerüchte, dass er nach der Verstaatlichung im Herbst 2008 das CDS-Portfolio vergrößert habe. Der Manager wurde vom Bund als Sanierer eingesetzt. „Wir haben ein CDS-Portfolio von 13,5 Milliarden Euro übernommen und haben es seitdem auf 9,2 Milliarden Euro verringert“, erklärt Steinbichler. „Wir plagen uns damit, das CDS-Risiko abzubauen und nicht neues aufzubauen.“

Brisante Protokolle

Allerdings gab es im April 2009 bei der KA Finanz eine Aufsichtsratssitzung. Laut „Standard“ soll damals von einem CDS-Bestand von 6,5 Milliarden die Rede gewesen sein. Auf Griechenland sollen nur 140 Millionen Euro entfallen sein. „Die 6,5 Milliarden Euro sind nur die halbe Wahrheit“, behauptet Steinbichler. Denn die Bank hielt noch viele CDS-ähnliche Produkte. Daher sei das Risiko deutlich größer gewesen.

So gab es „Total Return Swap“-Positionen. Dabei handelt es sich um komplexe Finanzprodukte, mit denen – vereinfacht ausgedrückt – griechische Anleihen im Wert von über 300 Millionen Euro in CDS getauscht werden. Daher ergibt sich nun ein CDS-Verlust von 424 Millionen Euro. Doch für diese Swap-Geschäfte sei der frühere Vorstand verantwortlich, so Steinbichler.

Der frühere Kommunalkredit-Chef Reinhard Platzer will derzeit zu den Griechenland-Positionen nicht Stellung nehmen. Von ehemaligen Bank-Mitarbeitern ist aber zu hören, dass es in der Bank unter Platzer die Strategie gab, dass nach Ratingherabstufungen die betroffenen Papiere und CDS verkauft wurden. Als die Kommunalkredit verstaatlicht wurde, verfügte Griechenland über eine gute Bonität.

Im Sommer 2010 wurden Anleihen des maroden Landes auf „Ramsch“ herabgestuft. Dann hätte man die Notbremse ziehen sollen, heißt es. Das frühere Management weist daher die Schuld an den jetzigen Verlusten zurück.

Liebscher: Griechenland-Pleite nicht erwartet

Klaus Liebscher, Aufsichtsratsvorsitzender der Kommunalkredit, verteidigte am Montag in der „ZIB2" das Vorgehen der Kommunalkredit seit deren Verstaatlichung 2008. Dass die KA Finanz, der "Bad Bank" der Kommunalkredit, durch den Schuldenschnitt für Griechenland neuerlich Hunderte Mio. Euro vom Staat brauchen könnte, begründete er damit, dass es angesichts der Marktsituation nicht einfach gewesen sei, die Risiken in Griechenland abzubauen.

Weiters sei vor ein paar Jahren der Schuldenschnitt in Griechenland so nicht erwartet worden. Die Pleite Griechenlands habe sich 2009 nicht abgezeichnet, so Liebscher. Dass man überhaupt so viele Risiken aufgebaut habe, sei unter anderem daran gelegen, dass früher andere Regeln geherrscht haben.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.03.2012)

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71 Kommentare
 
12
Gast: Regressieren
14.03.2012 16:57
0 0

...und die beiden Staatskommissäre haben nur networkend teuer auf Kosten der Bad Bank mittaggegessen und wurden fürs nichts Bemerken honoriert?

Überall dasselbe Bild:
Das Finanzministerium entsendet Staatskommissäre in die Aufsichtsräte der Banken, doch keiner hat jemals etwas bemerkt? Unterlassung, aus welchen Gründen auch immer (zB Parteifreunde), ist auch ein Delikt.

Rechtsanwälte könnten in Vertretung der Steuerzahler den Staat zur Haftung für die Passivität seiner Staatskommissäre zwingen. Dieser könnte wiederum Organhaftung geltend machend sich an den Mauschelbrüdern und ihrem Vermögen regressieren.

Die nach parteipolitischen Aspekten erwählten Staatskommissäre sind privilegierte Beamte mit schönem Extrahonorar für ihre Aufsichtsratsfunktion.

Gast: Österreichische Spezialitäten
14.03.2012 10:03
0 0

Der geschobene Brabbelonkel Liebscher war mir schon immer ein Dorn im Auge

Genau solche m.E. servilen, wegen Wissensdefiziten für die Mächtigen "ungefährlichen" Typen, werden hinaufgehievt, da sie wegen intellektueller Grenzen zu ewigem Dank verpflichtet sich gefügig lenken und für alles instrumentalisieren lassen, die Hauptsache die Kasse stimmt. Die von ihnen mitverursachten Finanzdebakel bekommt die anonyme Masse der Steuerzahler umgehängt. Da sie "oben" thronen, himmelt sie die kritikunfähige Masse dennoch an (Promifaktor). Promis dürfen ungestört abkassieren. Und über ihre Fallissements fällt gnädig der mediale Schleier des Vergessens.

Kompetente Leute hingegen sind für die Mächtigen viel zu gefährliche Konkurrenz. Jeder nur mittelmäßige Mächtige hat nämlich insgeheim eine ständige Riesenangst, von einem überlegenen Konkurrenten abgesägt zu werden. Daher wählen sie nur Nächstdümmere für einkommensstarke Toppositionen aus. Selbständiges autonomes Handeln und Fachwissen sind unter diesen Prämissen effiziente Karrierekiller. Aus diesen Gründen werden viele unglaubliche Deppen hinaufgejubelt und können ungestört fuhrwerken, mit bekanntem Ergebnis. Non-chalant im Gutsherrenstil werden die passierten Schulden der Handlanger bzw. heißverehrten Wunderwuzzis dem Gesinde, also uns, abgezogen oder aufgebürdet. Die Strahlemänner erscheinen als unantastbar.

Dies erklärt, warum so viele gewissenlose Deppen in Toppositionen zu finden sind. Während ihre gescheiten integeren Gegenspieler als erfolglos abgestempelt als ihre frustriertenSherpas roboten müssen.

Gast: Existenzminimum für die Bagage!
14.03.2012 08:15
0 0

Erschütternd, wie verantwortungslos Schmied und Platzer wirtschafteten

Spätestens jetzt erkennt jeder geistig minderbemittelte finanzpolitische Analphabet, wie zigmilliardenteuer uns diese nur nach parteipolitischen Wünschen bestellten Wundermanager und ihre handzahmen, meist ahnungslosen Abnickräte kommen!!!

Es wäre eine Sache des Anstands, daß Schmied endlich zurücktritt. Doch hat sie Anstand?

Wie existenzvernichtend teuer uns diese tolldreisten Wunderzampanos kommen, ist ein Riesenskandal!!!

Es müssen endlich Exempel statuiert werden, denn ansonsten geht es lustig so weiter. Die arroganten Schnösel schauen dann auch noch auf uns ehrliche Hackler voll Menschenverachtung herab!

All diese glamourösen Hassardeure müßten endlich nach vollständigem Vermögenseinzug für den Rest ihres Lebens auf das Existenzminimum gekürzt werden. Berufsrisiko. Erst dann wäre der Alptraum rasch beendet.

Wir leben jedoch in einem sonderbaren, vergrasserten Land:
Den Milliardendieben passiert garantiert nichts. Nichteinmal eine Revolution ist zu erwarten? Der gelernte Österreicher hat nur kuschen und wegschauen gelernt: pflegeleicht obrigkeitshörige Duckmäuser sind der Traum jedes Bankrotteurs.

Wer gewissenhaft und kompetent ist, wird in Ö nix. Dafür sorgen neben Parteibuch- und Günstlingswirtschaft das dichtgesponnene Netz von Freimaurern, BSA und CV. Daher ist das Land in Geiselhaft ekeliger, plündernder Amigonetzwerke - bis zur Implosion.

Unverständlich bleibt die Mentalität der österreichischen Masochisten, die sich alles widerstandslos wegnehmen lassen.

Gast: newy
13.03.2012 17:24
0 0

das ist kriminell

Wenn ich das gleiche als GF und Mitglied des Aufsichtrates in meiner Firma mache, habe ich ein rechtliches Problem.
Ich weiss ja nicht wie die Aufsichtsratssitzungen in OE ablaufen, aber wenn ich meine Kollegen im Aufsichtsrat nicht über eine so delikate Situation informiere mache ich mich eines aktienrechtlichen Vergehens strafbar. Abgesehen von der Abberufung als Geschaeftsführer hat dies auch weitere Konsequenzen.
Was sich hier abspielt ist mit Worten nicht mehr zu erklären. Ich fasse das alles nicht mehr.

Gast: Blankensteiner Husar
13.03.2012 11:04
0 0

Wie sollen den Finanzbeamte eine Ahnung von Geld haben?

Die wissen ja nur, dass sie immer zuwenig Geld bekommen und auch mit null Lebensleistung zu wenig verdienen!

Gast: Georg Holger
13.03.2012 10:24
3 0

Wo Liebscher drinsteckt, sind Kosten damit verbunden

Der so extrem präpotente Liebscher scheint überall, wo er drinsteckt, für extrem hohe Folgekosten für den Staat Österreich zu sorgen: in der Nationalbank mit den weltweit höchsten Gehältern und Pensionen für die Angestellten (70.000/Jahr im Schnitt inklusive des Reinigungspersonals) und nun im Aufsichtsrat dieser Bank.
Etwas weniger extrem teure Liebschers würden diesem Land für die finanzielle Gesundung sehr wohltun.
Seine einzige Erklärung für derartige Schlamassel (wie im Zib2 Interview): Im Nachhinein ist man immer gescheiter. Das erinnert im Fussball an den ähnlich unbeholfenen Sturm-Graz-Tormann Schickelgruber.

Gast: Allesistmöglich
13.03.2012 09:47
1 0

Aufsichtsrat keine Ahnung

Vielleicht sollte man das nächstemal Affen in den Aufsichtsrat schicken. Die haben dann auch keine Ahnung.

Re: Aufsichtsrat keine Ahnung

und Kriegen nur Bananen

Antworten Gast: Georg Holger
13.03.2012 13:17
0 0

Re: Aufsichtsrat keine Ahnung

.. und wären deutlich billiger. Verwöhnte Leute wie Liebscher lassen sich leider nicht mit Bananen abspeisen, obwohl sie sich von der Kompetenz her nicht zwingend von diesen unterscheiden...

persönliche Haftung

Alle Verantwortlichen gehören lebenslänglich aufs Existenzminimum gepfändet!

Spitzengehälter und Top Boni "für die große Verantwortung" von "Spitzenmanagern" müssen auch ihren Preis wert sein.
Das schützt vor Arroganz, Indolenz und Selbstüberschätzung. Eine Lehre für alle Obergscheiten aus österreichischen Kleinbanken und Gemeinedestuben, die den Duft der internationalen Finanzwelt schnuppern wollen, dabei aber sämtliche Risken auf uns Steuerzahler abzuschieben glauben.

Gast: smilefile
13.03.2012 07:39
2 0

Hm...



eindeutig 100% Haftung der involvierten Entscheidungsträger, .....

Und Schluß mit lustig,...

Gast: nur mal so
13.03.2012 06:33
0 1

was ist das für ein "journalismus"?

*brisante protokolle*
*soll gewesen ... sein* (laut "Standard")
Einer schreibt vom anderen ab, Informationsgehalt leider Null. Gegen die in Umlauf gebrachte Falschinformationen kann man sich leider wehren.
Besagter Standardartikel wurde von einer Dame verfasst, die den früheren Vorstand in ihren Berichten auf Händen getragen hat...

eines ist aber sicher

"dafür können tut nun mit Sicherheit niemand nichts"

dafür sind alle Verantwortlichen viel zu fähig, was sich schon allein aus der Höhe ihrer Bezügen ableiten lässt

Es tut gut zu wissen, dass Fähige unseren Wohlstand retten, schützen und ausbauen.

Gast: sch
13.03.2012 00:45
2 0

Kompetenzorientiert

Im Bildungsministerium ist derzeit alles kompetenzorientiert. Kompetenz zur Kompetenz sozusagen. Aber keine echte Kompetenz. Dazu fehlt nämlich das solide Wissen und der ökonomische Hausverstand. Deshalb gibt es auch kein Interview der kompetenzorientierten Frau Minister. Die größte Kompetenz ist offenbar die zum Durchtauchen.

zugekauft

die Kommunalkredit hat, wenn man den Zahlen glauben darf, seit 2009 noch fest Griechenland CDS zugekauft, höchstwahrscheinlich von anderen österreichischen Banken die die staatlichen Institute taxfrei als Müllhalde verwenden durften. Das dürfte auch der Grund sein warum man diese Institute nicht einfach pleite gehen lässt.

Gast: In den meisten Ländern würde die Justiz von SELBST AUS ermitteln und die Verantwortlichen einsperren!
12.03.2012 23:49
2 0

dass wir derzeit von Politgaunern regiert werden.....

....ist ja NICHT mehr neu, da müssen wir LEIDER bis zu den nächsten Wahlen warten.....ABER WAS ICH ABSOLUT NICHT VERSTEHE, IST, DASS DIE JUSTIZ DA NICHT VON SELBST ZU ERMITTELN BEGINNT, IMMERHIN GEHT DER SCHADEN, ZU LASTEN DER ÖSTERREICHISCHEN STEUERZAHLER, MITTLERWEILE IN DIE MILLIARDEN.....die können doch nicht alle verwandt sein!?

Bß: ZÄHLT ÖSTERREICHISCHES STEUERGELD NICHT MEHR ALS BEUTE, KANN MAN DAS UNGESTRRAFT BEIM FENSTER RAUSWERFEN???

was sagt...

...net der Schmiedl, sondern die BM. Schmid dazu???
..........................
.........................
..........................

nix..............................

Antworten Gast: Der KLEINE Hansi!
12.03.2012 23:55
1 0

Re: was sagt...

....sie sagt NUR: KEIN KOMMENTAR!
Also ich dürfte in Österreich KEIN STAATSANWALT sein, weil ich würde höchstwahrscheinlich die POLITUNTERGEORDNETE JUSTIZ aus dem Gleichgewicht bringen.....meine EINZIGE BEFÖRDERUNG wäre höchstwahrscheinlich der Rausschmiss...WEIL NICHT POLITISCH TEAMFÄHIG! - Traurig was da jetzt abläuft!

Antworten Antworten Gast: Megamax
13.03.2012 07:11
0 0

Re: Re: was sagt...

Der "Rausschmiss" wäre noch das "Beste", was ihnen in dieser Situation passieren könnte....

Davor hat man ihnen noch das Leben zu Hölle gemacht, gemobbt und defamiert!

Wenn sie dann fix und fertig am Boden liegen, bekommen sie dann den Gnadenstoss und sie werden entlassen...

Anders sieht es bei "der dunklen Seite der Macht" aus...
Da bekommen sie einen Orden verliehen!
Den hat sich die Schmied auch verdient!^^

Die kleinen Österreich Banker und die große Welt

Es zeigt sich, dass die österreichischen Bankfunktionäre, allesamt Günstlinge verschiedener politischer Parteien, keine Ahnung vom internationalen Investmentbanking haben. Trotzdem versuchten sie immer wieder, dort erfolgreich zu sein und sind teils aberwitzige Risken eingegangen. Als diese schlagend wurden, trauten sie sich aus Furcht, ihre Jobs zu verlieren nicht, das einzugestehen und sind auf den Risikopapieren sitzen geblieben. Ich warte immer noch darauf, dass einige dieser Verantwortlichen endlich ihre Jobes verlieren.

6 0

Jetzt hab' ich den Dr. Libscher im ZiB gehört

und mir wurde ganz anders dabei. Ich bin ein starkes Stück der Überzeugung häher gekommen, wir sind im A.
Furchtbar wer da aller in Politik und Finanzwelt herum herumsitzt.

Re: Jetzt hab' ich den Dr. Libscher im ZiB gehört

dachte ich mir auch.
von zukunftsperspektiven sowas von nichts eine ahnung.
ich gestehe eine zu, dass es wirklich sehr schwer ist, in die zukunft zu blicken.
allerdings nach den vorhaltungen der titelgeschichten von FAZ und Zeit sollten dann schon alarmglocken schrillen.

detto wird ja alles schon prophetisch im Der Spiegel die zukunft vorausgesagt und die politik verweigert sich und hält die bevölkerung mit gekauften (z.b.:kanzler-)inseraten im kleinen wie im grossen für blöd.

Antworten Gast: gast45
12.03.2012 23:06
2 0

Re: Jetzt hab' ich den Dr. Libscher im ZiB gehört

hat er die standardsatzerln verwendet :-)?
1) das konnte zum damaligen zeitpunkt niemand vorhersehen
2) wir haben uns selbstverständlich an alle einschlägigen gesetze und vorschriften gehalten.

Inkompetenz soweit man schaut: Macht nix die Steuerzahler/innen werdens schon ausgleichen!

Sehr geehrte Frau Finanzminister!

Erstens würde ich mir wirklich wünschen eine(n) Experte/in auf Ihrer Position zu sehen.

Nachdem diese Bank ja seit einiger Zeit verstaatlich ist, welche Maßnahmen haben Sie, bzw. die vom Bund, entsandten Aufsichtsräte - Hr. Liebscher z.B. - getätigt, als das Downgrading Griechenlandes durchgeführt wurde?

Haben Sie vielleicht einmal mit Hr. Liebscher und Hr. Steinbichler nach einem Ecofin-Treffen das Gespräch gesucht, um die Herren davon zu informieren, dass ein Schuldenschnitt für Griechenland unumgänglich sein wird?

Haben Sie darauf geachtet, dass die Bad-Bank eine Risikominimierungsstrategie verfolgt?

Offensichtlich nicht, weil dann hätte Hr. Steinbichler wohl dem Vorbild der Ersten unter Treichl, der dafür medial heftigst gescholten wurde, folgen müssen.

Wird es nach diesen offensichtlichen Fehlern Konsequenzen für die Herren Liebscher, stellvertretend für den Aufsichtsrat, und den Hr. Steinbichler, stellvertretend für den Vorstand, geben?

Schlussendlich: Könnten Sie bitte aufhören die Österreicher/innen permanent für dumm zu verkaufen?

Das beginnt schon mit dem "Griechenland Kredite und Schulden sind ein Geschäft" - Geschichte.

Unverschämft empfinde ich Ihre Aussage, dass die jetztigen Abschreibungen der KA-Finanz eh nicht so schlimm seien, weil im Budget 2012 dafür vorgesorgt worden sei!

Wie bitte?

Haben Sie bereits 2011 gewusst, dass diese Strategie Verluste bringen wird und Sie haben nicht reagiert?


Re: Inkompetenz soweit man schaut: Macht nix die Steuerzahler/innen werdens schon ausgleichen!

Sie meinen nicht so schlimm, weil Ihre Maßnahmen für die ÖVAG jetzt offensichtlich auch für die KA-Finanz reichen (müssen).

Schlußendlich: Wer sitzt den aller so im Aufsichtsrat der verstaatlichten KA-Finanz?

KR DR. KLAUS LIEBSCHER
Vorsitzender des Aufsichtsrates. Vorstand der Finanzmarktbeteiligung AG (FIMBAG) und ehemaliger Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB).

KR ADOLF WALA
Vorsitzender-Stellvertreter. Vorstand der Finanzmarktbeteiligung AG (FIMBAG) und ehemaliger OeNB-Präsident.

PRÄSIDENT HELMUT MÖDLHAMMER
Präsident des Österreichischen Gemeindebundes, Bürgermeister der Gemeinde Hallwang.

DIR. MAG. WERNER MUHM
Direktor der Arbeiterkammer Wien und Bundesarbeitskammer.

DIR. DIPL.-ING. HERBERT PAIERL
Exec. Vice President Cosma Europa/Magna.

DIR. MAG. GEORG SCHÖPPL
Mitglied des Vorstandes der Österreichischen Bundesforste AG.

FRANZ HOFER
Nominiert vom Betriebsrat.

DIPL.-ING. MARTIN ÖHLKNECHT
Nominiert vom Betriebsrat.

CHRISTINE SIPEK
Nominiert vom Betriebsrat.


Antworten Antworten Gast: gast45
12.03.2012 21:38
5 0

Re: Re: Inkompetenz soweit man schaut: Macht nix die Steuerzahler/innen werdens schon ausgleichen!

jö schau ...direktor muhm .. zieht bei jeder gelegenheit über die bösen spekulanten her, dabei ist er im ausichtsrat des grössten spekulanten österreichs gesessen und hat es nicht mal gemerkt .
.... wenn das nicht so verdammt teuer wäre, wäre es ja zum zerkugeln ..
berät er übrigens noch immer unseren intelligentesten kanzler aller zeiten in kapitalmarktfragen :-)??

 
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Hobbyökonom