Die Korruption in Österreich nimmt weiter zu

Bestechung und Vorteilsannahme werden der heimischen Wirtschaft 2012 voraussichtlich einen Schaden in Höhe von 27 Mrd. Euro zufügen. Niedrigere Steuern könnten Schwarzarbeit und wachsende Korruption eindämmen.

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(c) BilderBox (BilderBox.com / Erwin Wodicka)

Wien/Ag. Korruption steht in Österreich immer noch auf der Tagesordnung und nimmt sogar zu, sagen Experten. Bestechung und Vorteilsannahme werden der heimischen Wirtschaft 2012 voraussichtlich einen Schaden in Höhe von 27 Mrd. Euro zufügen – im Vorjahr waren es 26 Mrd. Euro, 2010 25 Mrd. Euro. Das geht aus einer Studie des Wirtschaftswissenschaftlers Friedrich Schneider von der Johannes-Kepler-Universität Linz hervor. „Korruption hemmt das Wirtschaftswachstum erheblich“, so Schneider.

Die Steuern sind zu hoch

Der Abbau der Steuerbelastung und die Verbesserung des institutionellen Umfeldes könnten Korruption und Schwarzarbeit eindämmen.

Dem Index CPI zufolge, den Transparency International erstellt, hat sich der Fluss von Schmiergeldern hierzulande im abgelaufenen Jahr von 7,9 auf 7,8 Indexpunkte verstärkt und wird dies auch heuer weiter tun (7,7 Punkte). Ein hoher CPI-Index bedeutet niedrige Korruption, ein niedriger CPI-Index steht für hohe Korruption in einem Land. Schneider: „Gelänge es, die Korruption in Österreich auf das Ausmaß in der Schweiz 2011 zu reduzieren (CPI-Index: 8,8, Rang 8), dann könnte der volkswirtschaftliche Schaden für Österreich um 6 Mrd. Euro verringert werden“.

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