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Bilanzsumme österreichischer Banken über Billion Euro

30.03.2012 | 11:31 |   (DiePresse.com)

Die Bilanzsumme der österreichischen Banken betrug Ende 2011 1071 Milliarden Euro.

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Die österreichischen Kreditinstitute hatten Ende 2011 wieder über eine Billion Euro in den Bilanzen stehen. Das Geschäft mit inländischen Kreditinstituten sowie das Kundengeschäft haben maßgeblich zum Anstieg der Bilanzsumme um 35,73 Milliarden Euro (3,7 Prozent) beigetragen, teilte die Nationalbank (OeNB) am Freitag in einer Aussendung mit.

Die Bilanzsumme lag Ende 2011 bei 1014,3 Milliarden Euro. Der bisherige Höchststand von 1071 Milliarden Euro zum Zeitpunkt des Beginns der Wirtschaftskrise Ende September 2008 wurde damit aber nicht erreicht.

Die Inlandsaktiva der heimischen Banken beliefen sich auf 693,4 Milliarden Euro, die Auslandsaktiva auf 320,9 Milliarden Euro. 2011 hat die Kassenliquidität um 44,3 Prozent (5,44 Milliarden Euro) auf 17,7 Milliarden Euro zugelegt, "was angesichts der Situation auf den Finanzmärkten als Vorsorgemaßnahme gewertet werden kann", schreibt die Nationalbank. Parallel dazu seien die Veranlagungen in Schuldverschreibungen und festverzinslichen Wertpapieren ausländischer Emittenten um knapp 20 Prozent (4,74 Milliarden Euro) auf 19,53 Milliarden Euro zurückgefahren worden.

Die österreichischen Institute hatten Ende 2011 als Inlandsaktiva 182,1 Milliarden Euro an Forderungen an heimische Banken sowie 319,3 Milliarden Euro an Direktkrediten an inländische Nicht-Banken - davon 55,9 Milliarden Euro als Fremdwährungskredite - verbucht. Auf inländische Wertpapiere und Ergänzungskapital entfielen 82,6 Milliarden Euro, auf Beteiligungen 44,8 Milliarden Euro. Unter den Auslandsaktiva waren die größten Posten die Zwischenbankenforderungen (101,5 Milliarden Euro) und die Kredite an ausländische Nicht-Banken (117 Milliarden Euro).

Die Einlagen bei allen in Österreich meldepflichtigen Kreditinstituten summierten sich auf 289,67 Milliarden Euro. Davon entfielen 54,2 Prozent auf Spareinlagen (157,01 Milliarden Euro), 33,5 Prozent auf Sichteinlagen (96,90 Milliarden Euro) und 12,3 Prozent auf Termineinlagen (35,76 Milliarden Euro). Den stärksten Zuwachs gab es mit 8,1 Prozent (7,25 Milliarden Euro) bei den Sichteinlagen. Die Nationalbank führt dies auf "volatile Finanzmärkte und das niedrige Zinsniveau zurück, die zu eher kurzfristigen und flexiblen Veranlagungen seitens der Kunden geführt" hätten.

 

(APA)

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2 Kommentare

kann das der staat noch retten, wenn der euro kollabiert?

selbst bei verpfaendung der gesamten staatseinnahmen wuerde es jahrzehnte dauern

langsam wird es zeit, sich gedanken zu machen, ob das geld bei der bank sicher ist

nur als hinweis: bei einzahlung des geldes auf ein girokonto wird die bank rechtlich gesehen zum besitzer & eigentuemer, der kunde hat nur noch einen anspruch auf die auszahlung des geldes

Gast: 1. Parteiloser
30.03.2012 17:48
0 0

Die Bilanzsumme zeigt das Vermögen der Unternehmen!

Bei Unternehmen das gesamte Vermögen, welches zum Wirtschaften eingesetzt wird, also für die Gesellschaft arbeitet.

Bei den Banken ist es etwas anders. Deren Bilanzsumme zeigt nicht das Vermögen, welches zum Wirtschaften, also für die Gesellschaft, eingesetzt wird. Deren Bilanzsumme sollte des gesamte verwaltete Vermögen zeigen.

Es liegt nun natürlich in den Augen des Betrachters ob dieses Vermögen bei den Banken (Aktivseite) auch wirklich vorhanden ist. Es handelt sich ja vorwiegend um Schulverschreibungen. Wenn der Schuldner, oder der Zeichner der Wertpapiere, seine Schulden nicht begleicht (begleichen kann), dann ist das Vermögen ja sofort auf Null.

Wie pervers die Bewertung ist, das zeigt auch diese Formulierung im Artikel:
"Die österreichischen Institute hatten Ende 2011 als Inlandsaktiva 182,1 Milliarden Euro an Forderungen an heimische Banken sowie 319,3 Milliarden Euro an Direktkrediten an inländische Nicht-Banken"

Würden die Banken den internen Kreislauf "optimieren" und sich im Kreis noch viel mehr Geld leihen, dann würde bei jeder Bank das verwaltete Vermögen sofort in die Höhe gehen, also auch die Bilanzsumme steigen. Zeigt den Unsinn doch gut auf, oder?

Wie wenig die Sparer heute noch etwas mit den Banken zu haben, das zeigen auch die Einlagen von 290 Mrd. (inkl. Unternehmen!) im Vergleich zu Bilanzsumme von knapp 700 Mrd. in Ö.

Zu etwa 60% bestehen die Bankgeschäfte (die Bilanzsumme) also nur Buchungen. 60% Fiktion also!

Hobbyökonom