Die österreichischen Kreditinstitute hatten Ende 2011 wieder über eine Billion Euro in den Bilanzen stehen. Das Geschäft mit inländischen Kreditinstituten sowie das Kundengeschäft haben maßgeblich zum Anstieg der Bilanzsumme um 35,73 Milliarden Euro (3,7 Prozent) beigetragen, teilte die Nationalbank (OeNB) am Freitag in einer Aussendung mit.
Die Bilanzsumme lag Ende 2011 bei 1014,3 Milliarden Euro. Der bisherige Höchststand von 1071 Milliarden Euro zum Zeitpunkt des Beginns der Wirtschaftskrise Ende September 2008 wurde damit aber nicht erreicht.
Die Inlandsaktiva der heimischen Banken beliefen sich auf 693,4 Milliarden Euro, die Auslandsaktiva auf 320,9 Milliarden Euro. 2011 hat die Kassenliquidität um 44,3 Prozent (5,44 Milliarden Euro) auf 17,7 Milliarden Euro zugelegt, "was angesichts der Situation auf den Finanzmärkten als Vorsorgemaßnahme gewertet werden kann", schreibt die Nationalbank. Parallel dazu seien die Veranlagungen in Schuldverschreibungen und festverzinslichen Wertpapieren ausländischer Emittenten um knapp 20 Prozent (4,74 Milliarden Euro) auf 19,53 Milliarden Euro zurückgefahren worden.
Die österreichischen Institute hatten Ende 2011 als Inlandsaktiva 182,1 Milliarden Euro an Forderungen an heimische Banken sowie 319,3 Milliarden Euro an Direktkrediten an inländische Nicht-Banken - davon 55,9 Milliarden Euro als Fremdwährungskredite - verbucht. Auf inländische Wertpapiere und Ergänzungskapital entfielen 82,6 Milliarden Euro, auf Beteiligungen 44,8 Milliarden Euro. Unter den Auslandsaktiva waren die größten Posten die Zwischenbankenforderungen (101,5 Milliarden Euro) und die Kredite an ausländische Nicht-Banken (117 Milliarden Euro).
Die Einlagen bei allen in Österreich meldepflichtigen Kreditinstituten summierten sich auf 289,67 Milliarden Euro. Davon entfielen 54,2 Prozent auf Spareinlagen (157,01 Milliarden Euro), 33,5 Prozent auf Sichteinlagen (96,90 Milliarden Euro) und 12,3 Prozent auf Termineinlagen (35,76 Milliarden Euro). Den stärksten Zuwachs gab es mit 8,1 Prozent (7,25 Milliarden Euro) bei den Sichteinlagen. Die Nationalbank führt dies auf "volatile Finanzmärkte und das niedrige Zinsniveau zurück, die zu eher kurzfristigen und flexiblen Veranlagungen seitens der Kunden geführt" hätten.
(APA)
Städte-RankingWo die meisten Superreichen leben
KreativDie Welt der Werbung
Cash-KaiserDiese Firmen horten am meisten Bargeld
''Plagiarius''Dreisteste Fälschungen ausgezeichnet

