Kaufkraft der Österreicher nimmt trotz Sparpaket zu

13.04.2012 | 12:06 |   (DiePresse.com)

Das verfügbare Einkommen steigt um 500 Euro pro Kopf und Jahr. Das Burgenland hat von der Nähe zu Wien profitiert und stark aufgeholt.

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Die Österreicher müssen trotz des von der Regierung verordneten Sparpakets heuer den Gürtel nicht enger schnallen: Weil die Arbeitslosigkeit nach wie vor relativ gering bleibt und die Lohnabschlüsse für die Arbeitnehmer recht günstig ausgefallen sind, wird die durchschnittliche Kaufkraft in Österreich heuer real um 0,6 Prozent wachsen. Das hat das Marktforschungsunternehmens RegioData Research berechnet. Nominell soll die Kaufkraft heuer um 2,9 Prozent steigen. In absoluten Zahlen bedeutet das für jeden Österreicher im Durchschnitt ein Plus von fast 500 Euro im Vergleich zur Kaufkraft von 18825 Euro im Vorjahr.

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Die reichsten Bezirke liegen in Wien und Umgebung: In der Inneren Stadt in Wien beträgt die Kaufkraft pro Einwohner heuer 39.566 Euro. Unter den Top 10 sind neben Wiener Bezirken auch Mödling (24.055 Euro), Eisenstadt (23.022 Euro) und Wien-Umgebung (22.940 Euro). Die Kaufkraft bezieht sich jeweils auf das verfügbare Jahreseinkommen nach Abzug von Steuern, Sozialversicherung usw.

Burgenland auf der Überholspur

Dabei hat das Burgenland auch im Vorjahr deutlich gegenüber Wien aufgeholt. Mit 3,7 Prozent nominellem Wachstum hatte das Burgenland 2011 den stärksten Kaufkraftzuwachs. Das Burgenland hat vor allem von der Nähe zu Wien profitiert, viele Pendler wohnen im nördlichen Burgenland und arbeiten in Wien.

In Summe betrachtet würde die Kaufkraft in Österreich jedoch nur dann sinken, wenn es massive Lohnkürzungen in der Privatwirtschaft oder eine deutlich steigende Arbeitslosigkeit gäbe. Die Einkommen der rund 3,7 Millionen unselbstständig Beschäftigen stellen das Gros des gesamten Kaufkraftvolumens von rund 158 Milliarden Euro dar. Die neuen Spar- und Steuerpakete enthalten jedoch keine Maßnahmen, die sich besonders negativ auf auf diese Mehrheit auswirken würden.

(APA)

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7 Kommentare
Gast: Udo Jarisl.....
14.04.2012 15:55
0

"die Kaufkraft nimmt noch zu"der schuldenstand nimmt auch zu

was ist mit der Statistik wer von dieser Kaufkraft hat wirklich das Geld am Konto zum Einkaufen.

Dazu brauchen wir dann am Ende die Schuldnerberatung.

Was kosten uns Steuerzahler die wir aus solchen Schuldenschlamassl rausboxen müssen.

Gast: HB4242
13.04.2012 22:10
0

SUPER !!!


und wann kommt das nächste Sparpaket ???

Gast: Be-obachter
13.04.2012 16:56
1

In absoluten Zahlen?

Das müsste bedeuten, dass heuer jeder Österreicher 500 Euro mehr verdient als im vorigen Jahr.
Ihr Glückspilze - bitte meldet euch, um diese hübsche Geschichte zu bestätigen!

Meine eigene Erfahrung als Metaller mit der 4,2prozentigen Kollektivvertragserhöhung ist gerade mal ein Plus von rund 80 Euro...

Ja genau so ist es

Die Kaufkraft der Österreicher steigt dank unserer hervorragenden Politgranden ins schier Unermessliche.
Wir haben die Größten und Besten Politiker und eine Regierung um die uns alle beneiden.

Gast: 1. Parteiloser
13.04.2012 13:36
3

Eine grausige Propaganda!

Um den Reallohnzuwachs so beurteilen so können, da ist es unbedingt notwendig 2 schwere Fehler zu machen.

1) Die +2,9% wurden auf Basis des VPI / HVPI errechnet, welcher aber die stark erhöhten Kosten des wöchentlichen Einkauf vollkommen ausblendet. Die Grundkosten der Menschen sind aber um mehr als 3% über dem VPI / HVPI und daher ist es ein realer Kaufkraftverlust.

2) Es wurden alle Österreicher in einen Topf geworfen. Die Biennalsprünge der Beamten sorgen alleine für eine weitere Besserstellung dieser großen Gruppe und treiben damit die Durchschnittsdaten nach oben.

Die Menschen der Realwirtschaft hatten aber auch 2012 neuerlich einen realen Kaufkraftverlust. Der kommt vor allem daher, weil die nominellen Lohnerhöhungen weitgehend von der kalten Progression aufgefressen werden, der Rest wird dann durch die Gebührenerhöhungen der Kotzstaatlichkeit erledigt.

RegioData hat offensichtlich im Regierungsauftrag diese Studie erstellt und dient so dem Extremmarketing einer Regierung welche gegenüber Österreich und den Österreichern extrem versagt.

RegioData hat sich damit auf eine Stufe mit dem korrumpierten und ethisch degenierten Regierungsmisthaufen gestellt. Wahrscheinlich sieht dieses Unternehmen das auch als eigene Aufgabe und hat des Geschäftsmodell darauf aufgebaut.

Gast: cdo
13.04.2012 13:12
3

also irgendwie...

...hab ich grad ausgerechnet, dass mir von einer brutto 3,2% lohnerhöhung netto nur 2,14% übrig bleiben (ist durch die progressive lohnsteuer bedingt)

also jetzt soll mir mal bitte jemand erklären wie ich da selbst bei einer inflation von nur 3 % ein plus von 0,8 statt ein minus von 0,8 bekommen soll?

...gut, dass vlt. (hab jetzt ned nachgesehen) ein paar arbeitslose weniger gibt und das den schnitt verändert ohne, dass mich das tangieren würde ist mir klar, nur kann ich nicht glauben, dass der effekt so groß wäre

Gast: 1. Parteiloser
13.04.2012 12:51
2

Muahahahaha, so eine grausige Propaganda!

Um den Reallohnzuwachs so beurteilen so können, da ist es unbedingt notwendig 2 schwere Fehler zu machen.

1) Die +2,9% wurden auf Basis des VPI / HVPI errechnet, welcher aber die stark erhöhten Kosten des wöchentlichen Einkauf vollkommen ausblendet. Die Grundkosten der Menschen sind aber um mehr als 3% über dem VPI / HVPI und daher ist es ein realer Kaufkraftverlust.

2) Es wurden alle Österreicher in einen Topf geworfen. Die Biennalsprünge der Beamten sorgen alleine für eine weitere Besserstellung dieser großen Gruppe und treiben damit die Durchschnittsdaten nach oben.

Die Menschen der Realwirtschaft hatten aber auch 2012 neuerlich einen realen Kaufkraftverlust. Der kommt vor allem daher, weil die nominellen Lohnerhöhungen weitgehend von der kalten Progression aufgefressen werden, der Rest wird dann durch die Gebührenerhöhungen der Kotzstaatlichkeit erledigt.

RegioData hat offensichtlich im Regierungsauftrag diese Studie erstellt und dient so dem Extremmarketing einer Regierung welche gegenüber Österreich und den Österreichern extrem versagt.

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